Negative Strompreise

Das ist eine inkorrekte Wiedergabe, die ich den Journalisten nachsehe. Kernpunkt für mich ist, daß von Seiten der Union PV Betreiber gegen diejenigen ausgespielt werden sollen, die dank BKW feindlicher Hausverwaltung noch nicht mal ein Balkonkraftwerk betreiben können. Gleichzeitig werden Großverbraucher freigestellt, wie RoterFuchs ja schön ausdekliniert. Ich zahle lieber an der Kasse für die Produkte mehr als in Form von Subventionen für energieintensive Produktion und Alimentierung der Landwirtschaft ... Ja, ist weltwirtschaftlich schwierig zu realisieren, ist mir auch klar. Warum muß ich abregelbare Hardware haben, um zeitvariable Netzentgelte zu bekommen? Mal gespannt, wo der Weg hinführen wird ...

Das mit dem Bezahlen ist eben so ne Sache. Nur wieder ohne die Zahlen zu kennen, weil eben nicht verfügbar:
Die Leute zahlen jetzt 4ct mehr für Netzgebühren, weil die Leute WENIGER Strom verbrauchen. Spinnt man das weiter müssten die Leute dann im Sommer mehr Strom verbrauchen, der Strom kostet im Sommer 3ct. Den verplempern sie nun mit Durchlauferhitzern oder schalten den Heizlüfter ein und machen das Fenster auf. Die Konsequenz: Die Netzgebühren werden um 3ct billiger.

Vorher: 1 000 000MWh verbraucht und Preis von 1 000 000€.
Nachher: 1 400 000MWh verbraucht und Preis von 1 000 000€.

Also bestraft man das Sparen der Bevölkerung und Haushalte damit, dass man die Netzkosten nur im Haushaltsbereich verteilt anstatt auf die Gesamtanzahl an kWh die verbraucht werden. Weil der Anteil bei Privathaushalten nunmal geringer ist.

Das bedeutet auch: Je mehr die privaten Haushalte sparen, umso höher die Netzgebühren anteilig, weil die Netzgebühren absolut zu den Kosten bleiben.

Das ist etwas ganz schreckliches wenn man das eine propagiert (spart, spart!) und gleichzeitig dieses sparen aber bestraft (zwar gespart aber gleiche Kosten).

1 „Gefällt mir“

Du musst schon richtig lesen: Zitat aus dem Artikel "Bislang gibt es dynamische und zeitvariable Netzentgelte hierzulande ... " und weiter im selben Absatz dazu "Als Dankeschön für die Steuerbarkeit können die Besitzer auf dynamische oder zeitvariable Netzentgelte zurückgreifen."

Das beschreibt also den angeblichen Ist-Zustand und das ist einfach falsch. Es gibt keine dynamischen Netzentgelte. Und das erzeugt umso mehr Konfusion, weil die BNA jetzt als Neuerung eben tatsächlich über die Einführung dynamischer Netzentgelte nachdenkt. Die es laut dem Artikel ja schon gibt, was aber nicht stimmt. Die zeitvariablen Netzentgelte heißen nicht umsonst zeitvariable Netzentgelte, weil es eben in keiner Weise dynamische Netzentgelte sind und weil immer klar war, dass dynamische Netzentgelte auch eine mögliche Option für die Zukunft sind und man das begrifflich trennen muss.

Vielleicht auch eine Überschneidung. Denn solch einen Tarif gibt es in Österreich. Bei so vielen Netzbetreibern in Deutschland würde es mich nicht wundern, wenn es ein paar Netzbetreiber in Deutschland auch täten. Weiss es aber nicht!

PS:

Scheint es also geben zu müssen.

Wie die Netzentgelte zwischen Privathaushalten, Gewerbe und Industrie aufgeteilt sind, dazu habe ich die Zahlen nicht parat und kann dazu deshalb aus dem Stehgreif nichts Fundiertes sagen.

Was ich dazu sagen kann: Ein Großteil der Strompreisrabatte für Großverbraucher in der Industrie entfiel in der Vergangenheit auf den fast vollständigen Entfall der EEG-Umlage. Deswegen ist auch die Kritik der stromintensiven Industrie valide, obwohl der BDEW beständig aufzeigt, dass der Industriestrompreis doch wieder auf dem Level von 2019 ist.

2019 waren im Strompreis in dem Block "Steuern, Abgaben und Umlagen" 6,41 Cent EEG-Umlage enthalten. Diese haben über 2.000 energieintensive Firmen aber nicht gezahlt, so dass deren Strompreis 2019 bei 12 Cent lag und jetzt effektiv über 50 % gestiegen ist. Ich weiß nicht, ob RoterFuchs das meint, denn die EEG-Umlage wurde tatsächlich überwiegend den Privathaushalten aufgehalst.

Zu den Strafgebühren für PV-Betreiber: Ich finde Mehrbelastungen auch doof. Die BNA hat da aber leider einen validen Punkt. Die Kosten bei Stromnetzen bestehen vor allem darin, die Kapazität zu erreichten. Es sind einmalige Errichtungskosten. Beispiel: Wenn Dein Haus einen typischen Hausanschluss mit 43,5 kW Leistung hat, dann sind einmalige Kosten dafür angefallen, das so herzustellen. Ob Du später 500 kWh oder 20.000 kWh im Jahr darüber abrufst, ändert an den Kosten nichts, die für die Errichtung des Netzes angefallen sind. Die Kosten auf die kWh umzulegen war deshalb eigentlich schon immer eine Krücke gewesen. Wenn sich jetzt immer mehr Menschen mit PV 8 Monate im Jahr selbst versorgen, in den restlichen Monaten aber die selbe Leistung wie früher beziehen wollen, dann tragen sie nicht mehr ihren fairen Anteil zur Finanzierung der Netze bei. Es spielt für die Netzkosten keine Rolle, dass sie nur noch 1/3 des früheren Strombezuges aus dem Netz haben. Für die Kosten entscheidend ist, dass in den Netzen die Kapazität vorgehalten werden muss, um sie im Winter zu versorgen.

Und es macht einen Unterschied, ob private Haushalte im Sommer 10% des Strombezugs haben und im Winter 33% anteilig?

Stimmt auffallend, das rechnet man über die Erschließungskosten ab und die Wartung über die Grundgebühr.

1 „Gefällt mir“

Wie gesagt: Das Vorhalten der Netzkapazität verursacht den Löwenanteil der Netzkosten. Es muss so ausgelegt werden, dass es jederzeit die Last bedienen kann.

Haus A: 43,5 kW Anschluss, große PV-Anlage auf dem Dach, 2000 kWh Bezug im Winter.
Haus B: 43,5 kW Anschluss, keine PV, 6000 kWh Bezug über das Jahr

Wenn wir an Netzgebühren (ÜN+VN) mal 12 Cent/kWh unterstellen, zahlt Haus A 240 Euro im Jahr für das Netz und Haus B 720 Euro, obwohl beide die gleichen Netzkosten verursachen. Mit Redispatch und Co ist es am Ende etwas komplizierter, aber im Kern ist das der Punkt, den die BNA adressieren will.

Und das hat nichts mit der aktuellen Regierung zu tun. Wie gesagt: In Kalifornien hat man das schon vor vielen Jahren thematisiert, dass effektiv die sozial schwachen Nicht-PV-Betreiber in Mietwohnungen die "reichen" PV-Betreiber in Eigenheimen bei den Stromanschlüssen subventionieren und dass das sozial ungerecht sei. Ich habe allerdings nicht verfolgt, welche Regelung sich dann damals durchgesetzt hat.

Man kann auch nicht so einfach sagen: selbst schuld, wer sich kein BKW installiert. Es gibt Häuser mit starker Verschattung, mit Denkmalschutz und anderen Problemen, wo PV, BKW nicht möglich sind. Es gibt auch Haushalte, für die 400 Euro für ein BKW eine Hürde sind.

Finde ich irgendwie lustig , genau wegen dieser Thematik .... Hab ich mich für eine Vollinsel entschieden als die kWh PV noch 10 mal mehr gekostet hat .... Sehr traurig dass keine , bzw attraktive Optionen heute verfügbar sind

1/4 der kWh gehen an private Haushalte. Also sind Netzkapazitäten wo?
Die Last WESSEN?

So hast du Netzgebühren rein bei den privaten Haushalten. Das ist schlichtweg ungerecht. Dass das so gemacht wird sehen wir ja. Und nun sollen die mit der Vorhaltung des Stroms im Winter mehr bezahlen, mit welcher Begründung? Du verbrauchst WENIGER.

Vorher: 3650 kWh im Jahr. Am Tag 10kWh.
Später: 1200kWh im Winter: Am Tag 10kWh.

Und was genau soll da jetzt teurer werden?

Vorher: 2500kWh im Jahr für Privatpersonen. 30ct = 750€
Vorher: 7500kWh im Jahr für Nicht-Privatpersonen. 10ct= 750€
Später: 2000kWh im Jahr für Privatpersonen. 37,5ct = 750€
Später: 7500kWh im Jahr für Nicht-Privatpersonen: 10ct = 750€

Gerecht? Anteilsmäßig benötigen die Nicht-Privaten nun mehr. Daher müssten sie auch mehr zahlen. Tun sie aber nicht.

Mit der Logik beteiligen sich Verbrenner Fahrer nicht ausreichend an den Netzkosten. Du kannst die gleichen Zahlen für Haushalt A mit Verbrenner (2000 kWh Strombezug) und Haushalt B mit Elektroauto nehmen (6000 kWh Strombezug).

Offensichtlich ist Haushalt A unsozial und unsolidarisch, weil mit gleichem Netzanschluss die gleichen Kosten verursacht werden, aber nur ein Drittel der Netzentgelte bezahlt wird.

Ich finde das Argument teils etwas unglücklich, weil suggeriert wird, dass die Kosten für das Netz fix sind.

Das sind sie aber nicht, man kann mit Batterien zum Beispiel und insbesondere Netz ersetzen.

Wenn der Haushalt A mit PV und Batterie die geschickt einsetzen darf, kann der ja vielleicht die echten Netzkosten (Ortstrafo Wartung, Ersatz von Leitungen etc.) um 2/3 reduzieren, weil der die Spitzenlast im Winter runterbringen kann.

Wie gesagt, bin ich da nicht im Detail im Thema. Hast Du eine belastbare Statistik, die die Aufteilung der Netzentgeltsummen zwischen Privathaushalten und Gewerbe/Industrie zeigt?

Die Netzkosten die anteilig für Dich anfallen, sind die gleichen wie früher. Wenn Du nur noch 1.200 statt 3.650 kWh pro Jahr bezieht, zahlst Du aber nur noch 1/3 der Netzentgelte von früher. Und wenn das bei vielen so ist, geht die ganze Rechnung nicht mehr auf.

Ich will jetzt nicht die Diskussion sprengen, aber aus genau dieser ganzen Thematik heraus gibt es ein paar schlaue Leute, die davon ausgehen, dass wir langfristig Flatrates beim Strom haben wie bei Telefon, Internet, Video- und Musikstreaming auch, weil die Kostenstrukturen sind ähnlich: Sonne, Wind, Wasser und Batterien schicken keine Rechnung für laufende Kosten. Wenn wir 95 oder 98% Strom aus EE haben, dann haben wir fast keine variablen Kosten mehr für Stromerzeugung und -transport und dann kann man den Preis besser an die bereitgestellte Kapazität koppeln. Dann zahlst Du dafür, ob Du einen 6-kW-, 10-kW-, 15-kW-, 20-kW-, 30-kW- oder 40-kW-Anschluss haben willst und bekommst dazu eine gedeckelte Flatrate. Aber das nur als Exkurs. Perspektive in 15-20 Jahren.

Ich würde das sogar weiter ausdehnen und wie in anderen europäischen Ländern und auch bei uns im Gewerblichen Bereich verschiedene Anschlussleistungen anbieten - 11kw kostet 20 Grundgebühr 22kw halt dann 40 pro Monat - mit Imsys sollte das kein Problem sein, das so darzustellen - wer mehr braucht muss sich halt mehr beteiligen - oder Lastmanagement betreiben und kann dann aufgrund seiner eigenen Infrastruktur obendrein noch bei den restlichen Netzentgelten einsparen, indem er in NT Zeiten den Akku / das BEV lädt.

Das kann dann mit nem Kleinspeicher auch jeder Wohnungsbesitzer machen, wenn er mag auch ohne PV.

Zusätzlich sowohl dynamische Netzentgelte als auch dynamische Strompreise als Standard anbieten - von mir aus auch Feste Preise verbieten - dann wird nicht mehr zwischen 17 und 19 Uhr gekocht, die Wäschegewaschen, das BEV geladen und gleichzeitig die Sauna erwärmt - sondern die Lasten werden freiwillig in günstigere Zonen verschoben - oder man bezahlt halt nen Aufpreis.

Fleischerei hier im Ort hat letztens 6 x Multiplus 15000 mit kleinem Akku installiert - keine PV oder sowas, der braucht das nur zur Spitzenglättung (Power Assist) weil sonst die Kosten durch den Lastgang explodiert wären - ROI ca. 3 Jahre. Warum das nicht auch für den Haushalt anbieten?

Und ehrlich sollte man sein, die feste EEG Vergütung unter 100kwp kann mittlerweile weg - wer verkaufen möchte soll das am Markt tun - und nicht auf Kosten des Steuerzahlers Mittags seinen Strom, den weder er noch ein anderer braucht im Netz entsorgen - da werden sich dann Direktvermarkter finden, die einem den Strom zu marktüblichen Konditionen abkaufen.

Oberhalb 100kwp nennen wir Sie mal Professionelle Stromerzeugung regelt das von ganz alleine der Markt - und es werden Akkus alleine zugebaut wenn es sich rentiert.

Die Preise regulieren sich dann von selber - und im Endeffekt dürfte das bis auf wenige Ausnahmen günstiger für die Gesellschaft werden.

Der Ausbau könnte ersteinmal stocken, aber das liegt an der Unsicherheit, wie das zu kalkulieren ist - das regelt sich später von selber (Schweinezyklus)

2 „Gefällt mir“

Es sind NICHT dieselben Netzkosten. Das hatten wir oben. Die Netzkosten haben sich von 7,6ct auf 11,6ct erhöht. Die Begründung liegt genau darin, dass weniger Strom bezogen wird. Dass es mehr Einspeisekunden gibt. Das bedeutet eigentlich, dass die ganze Netzinfrastruktur viel WENIGER belastet wird. Weil der Strom direkt von mir zu mir und meinen 2 Nachbarn geht und gar nicht erst von Netzebene 6 zu mir und meinen 2 Nachbarn muss.

Und anstatt dass das nun so ist, also anteilsmäßig, stattdessen ERHÖHT man nun die Netzgebühren. Wer spart wird bestraft.

Nach der Logik müsste man einen Stromanbieter aufbauen der seinen Kunden sagt: Kauft, verbraucht, nur wenn ihr viel verbraucht, sinken wieder die Netzgebühren!

Das ist vollkommen absurd.

Ich belaste mit 1200kWh das Netz nur noch zu 1/3, also zahle ich auch weniger.

Das ist genau dieselbe Pille-Palle-Logik wie die neue Steuer bei E-Autos in Österreich. Bei Verbrennern nach PS und CO² und bei E-Autos nach PS und GEWICHT. Also nen 3t Verbrenner fahren ist nicht so schädlich wie ein kleines 1t E-Auto.... Für mich ist das plemmplemm.

Und damit wir weiterhin beim Faden bleiben, ansich ist es das genau. Wir müssten alle im Sommer viel mehr verbrauchen, jeder muss herumaasen. Also Akku kaufen, PV wegwerfen, nen Kühlschrank in den Schuppen, Gefrierschrank, das Grundwasser aufheizen für den Winter, Schneekanonen. Damit es für alle wieder günstiger wird. Damit wir dieselbe Vorhalteleistung haben wie vorher und denselben Verbrauch.

@ mscholz1978
Genau. Die Anlagen UNTER 100kwp sollen nichts mehr bekommen. Wie wäre es einfach mit: Die bekommen ALLE nix mehr?
Jede kleine private-PV-Anlage ENTLASTET das Netz. Und das muss belohnt und nicht bestraft werden.

PS: @Guido1

Leider nein. Genauso wie uns allen immer wieder die Lastprofile fehlen. Denn mit diesen Lastprofilen könnten wir private Haushalte auswerten und den Rest und auch wie es im Winter aussieht oder eben an Wochenenden, wie es aussieht in Städten oder auf dem Land, oder in Industriegebieten und und und. Aber diese Daten finde ich nicht. Ich wohlgemerkt. Vielleicht hat oder findet sie jemand anders.
Herr Schmitz hatte, wie schon so oft, damals 66 Lastprofile von EFH-PV-Anlagenbesitzern genommen und damit dann hochgerechnet. Aber das ist halt nicht genau genug. Wenn ich hier in der nächstgrößeren Stadt davon ausgehe, dass "wir" hier auf dem Land Strom erzeugen würden, es würde einzig über Netzebene 7 von uns, zu Netzebene 6 und dann zu Netzebene 7 dort reingehen. Weil dort Industrie, Handel, Dienstleistung, Hochhäuser etc. stehen. Wenn sich dann also lokal einige Trafos verabschieden, weil die auf dem Land nicht vorhanden sind: Geschenkt, glaube ich dran! Da wird dann Netzausbau benötigt. Da im Hochhaus? Ändert sich gar nichts. Was soll da ausgebaut werden? Und wofür?

Ja, völlig korrekt. Wie gesagt: Die Netzentgelte an den Verbrauch zu binden, war immer eine Krücke.

Weil ich ungern Drittquellen nutze, die (siehe Spiegel) manchmal Quatsch schreiben, habe ich nun direkt bei der BNA, also an der Primärquelle, nachgelesen. Darin heißt es zum Status Quo u.a.:

Die Netzintegration der erneuerbaren Erzeugungsanlagen hat sich zunehmend zum Treiber der Netzkosten entwickelt. Eine Beteiligung an den Kosten findet jedoch nicht statt.
...
Zudem sinkt durch die zunehmende Eigenversorgung insbesondere durch PV-Anlagen die Kostenbeteiligung der sog. Prosumer. Diese weisen in der Regel einen geringeren Strombezug aus dem Netz auf und sparen dadurch Netzentgelte, aber keineswegs Netzkosten, da das Netz in gleicher Größe vorgehalten werden muss.

Ihr könnt mir hier alle Kontra geben, aber das ist nicht meine Meinung. Das ist nicht die Meinung der BNA. Das sind Fakten. Es ist müßig, diese Fakten zu diskutieren. Die Bundesnetzagentur will das Problem adressieren (ggf. muss sie es aufgrund von EU-Recht auch - habe nicht alle 57 Seiten gelesen). Alle möglichen Firmen, Lobbyisten und NGOs können und werden sich dazu bis 30.06.2025 äußern und dann wird es irgendwann nach Abwägung der Argumente eine Entscheidung geben.

Korrekt, Batterien sind wie Netze aber auch Kategorie Fixkosten und haben (fast) keine variablen Kosten. Das ändert an der Kostensystematik wenig.

Das sind keine Fakten. Fakten kann man nachprüfen. Ich kann davon gar nichts nachprüfen weil keine Daten vorliegen. Solange es keine statistischen, nachvollziehbaren Fakten gibt, sind das Behauptungen ohne Fakten.

In Österreich gäbe es Fakten, hier sind fast alle mit Smartmetern ausgestattet, es wäre also ein leichtes die Daten freizugeben wegen fast gleicher Argumentation. Macht man jedoch nicht. Geht mich auch ansich nichts an. Nur sind das dann eben keine Fakten. Es sind Behauptungen, vielleicht noch Prognosen oder Theorien. Aber mehr nicht. Wenn man etwas behauptet ist man in der Bringschuld mit Beweisen und Fakten. Weitere Behauptungen sind leider keine. Und die e-control, die dafür hier zuständig ist, die schreibt selber, dass sie die Lastprofile von privaten Haushalten BERECHNET. Ergo die arbeiten selber nicht mit Fakten sondern mit dem, was sie glauben oder denken, oder eben berechnen. Es wäre doch ein leichtes das aufzuzeigen. Macht man aber nicht.

Du schreibst oben, dass Du nur ein 1/3 des früheres Strombezuges hast, also auch nur noch 1/3 des früheren Netzentgeltes bezahlst. Wenn die BNA genau das Gleiche in anderen Worten feststellt, stellst Du das in Abrede?

Ansonsten beharrst Du darauf, dass Verbrauch die maßgebliche Metrik für die Netzkosten wäre. Das entspricht aber nicht der Realität. Erzzeugungs- und Übertragungskapazität vorzuhalten, um jeglichen Netzbezug von Dir zu decken, wenn Deine PV nicht liefert, das verursacht die Netzkosten. Wenn Du an einem Mittwochabend im Winter Essen kochst, dazu 3 Herdplatten betreibst, der Backofen an ist, nebenbei Geschirrspüler, Waschmaschine und eine Zusatzheizung laufen und Du noch per Wallbox 11 kW ins BEV pumpst und damit zeitweise insgesamt 25 kW aus dem Netz ziehst, das ist die relevante Metrik für die Netzkosten, die Du verursachst. Nicht ob Du, wenn das Netz meist weit unterhalb seiner Kapazitätsgrenzen operiert, 1.000 oder 20.000 kWh über das Jahr ziehst.

Da mags auch Unterschiede zwischen D und AU geben. Andere Länder, andere Sitzen, andere Netzentgelte.

Oliver

Oben steht, der Preis der Netzgebühren ist von ca. 7,6ct auf 11,6ct gestiegen in 3 Jahren. Die BNA stellt fest, dass eine Beteiligung an den Kosten für den Netzausbau wegen PV nicht stattfindet. Wo geht die Kohle denn dann hin?

Ich stelle bei dem Thema ALLES in Frage, weil wir zu wenig Daten haben! Das mag strukturell, punktuell, lokal Probleme verursachen, private PV-Anlagen, aber selbst das wissen wir nicht. Das wird permanent BEHAUPTET aber nicht belegt.

Also nach Peak. Wenn ich genau einmal im Jahr diesen Bezug habe, soll ich für 365 Tage im Jahr für jenen möglichen Bezug bezahlen müssen. "Vorhaltung". Und wo genau ist meine Vorhaltung GROESSER als vorher? Wieso steigen also Netzgebühren wenn sich meine Vorhaltung nicht vergrößert hat?

Um wass regt Mensch sich hier auf ? Bzw um welche Debatte gehts hier ? Einfach aussteigen und off grid gehen oder grosse PV und netzdienlich sein und Grundgebühr weiter bezahlen neben der Vergütung ! Ist doch jedem Selbst überlassen welche Richtung man einschlägt !