Nachtspeicheröfen werden durch Splitklimas ersetzt- Warmwasser?

Hallo miteinander,

es geht um ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 200 qm- Bj 1974, beheizt mit Nachtspeicheröfen, warmes Wasser wird mit Durchlauferhitzern oder Boilern in 2 Bädern und zwei Küchen hergestellt.

Die Nachtspeicheröfen werden ersetzt mot Splitklimas von Daikin- 11 Innengeräte, 4 Außengeräte.

Aber wie bekomme ich das Wasser auf moderne Art günstig warm?

Es gibt keine zentralen Leitungen dafür, alles ist auch sehr weitläufig und eine Großbaustelle soll vermieden werden.

Die Bäder würden allerdings fast übereinander liegen und von einem Bad wurde auch eine stillgelegte Leitung in die Küche gefunden...

Photovoltaik aufs Dach und Speicher in jedem Bad? Brauchwasserwärmepumpe? Solar? moderne Durchlauferhitzer wieder?

Über Meinungen, Überlegungen und spontane Ideen aller Art bin ich euch dankbar und wünsche ein schönes Wochenende :melting_face:

Erstmal willkommen im Forum!
Schwierige Frage. Ich würde es vom verfügbaren Platz abhängig machen. Werden die Bäder und die Küche denn neu gemacht? Wieviel Platz ist verfügbar? Kommt man vom unteren Bad oder der Küche in einen Keller? Stillgelegte Leitungen würde ich nicht für Trinkwasser nutzen wollen.

Bei uns im RMH war im Bad auch ein elektronischer DLE (bzw. hängt da immer noch, aber nicht mehr genutzt), im "Gäste"klo drunter ein kleiner 5 Liter Boiler (ungenutzt, jetzt einfach kalt) und Küche ebenfalls ein nicht mehr sicher 5 oder 10 Liter Boiler.

Bei der Zentralisierung des WW sind sie vom Keller aus in die Küche, dort weiter hoch ins Schlafzimmer und dort von der Rückseite her zum Waschbecken, das im Bad vom DLE mit versorgt wurde. D.h. im Bad das wir bislang so gelassen haben wurde nur eine Fliese hinter dem Schränkchen neu gemacht. Im Schlafzimmer hab ich eh Lehmstrukturputz gemacht und Küche wurde der Fliesenspiegel auch neu gemacht und Rest verputzt und eh nicht zu sehen.

Ob PV oder nicht würde ich jetzt nicht an der WW Bereitung fest machen, ist so oder so sinnvoll, aber halt die Frage, was sonst noch alles ansteht und Geld verschlingt ... Solarthermie ist ein no go, daß ist neu Platz und Geldverschwendung. Ein "moderner" DLE regelt vielleicht die Temperatur etwas besser, ansonsten ist es halt auch nur so modern wie ein Faxgerät und verwandelt Strom 1:1 in Wärme. Wenn irgendwann auch in D die maximal bezogene Leistung beim Strom bezahlt werden muß (wie in Österreich, zumindest bei einem Kollegen in Spanien und wohl auch anderen Ländern mit zeitauflösenden Stromzählern) ist ein DLE mit seinen typisch 21 kW richtig doof. Die Leistung erbringt man in der Regel auch nicht mit seiner privaten PV-Anlage.

Da ist dann ein Speicher im Bad günstiger, den man langsam mit (PV-) Strom aufheizen kann. BWWP müssen halt irgendwo her ihre Wärme beziehen, in der Heizperiode dann auch nicht viel besser als direkt mit Heizstab (hab trotzdem eine im Keller und bin mit zufrieden).

Wenn in den Bädern nichts gemacht werden soll und es nicht wie bei uns "von hinten durch die Brust" geht, käme ein Boiler dort wohl nur in Frage, wenn er an dem Platz des DLE stehen könnte, so daß man die Wandarbeiten gut kaschieren kann.

Der Ansatz greift zu kurz.

Die Frage muß sein, wie reduziere ich meinen gewaltigen Strombedarf für die 4 Wärmepumpen und Warmwasserbereitung.

Die Antwort ist einfach - soviele Solarmodule wie möglich (und halbwegs schattenfrei) aufs Dach. Durch Deinen hohen Stromverbrauch rechnet sich das von Anfang an.

Danke schonmal, es soll "alles mögliche" gemacht werden und es muss auch möglichst kostengünstig und auch vorausschauend geplant werden, da ja alles mögliche noch ansteht -erstmal sollen diese wahnsinnig teuren Nachtspeicheröfen ersetzt werden und von den Bädern muss auch eins komplett renoviert werden und es soll geschaut werden, ob es eine kompatible Lösung zu den Klimasplitgeräten gibt. Vielleicht wäre doch eine Photovoltaik mit Heizstab sinnvoll in jedem Bad und in der Küche einfach Durchlauferhitzer- man könnte die Photovoltaik ja dann vergrößern und damit auch eventuell teilweise die Klimageräte betreiben.

Eine Brauchwasserwärmepumpe würde mir schon auch gefallen und Platz wäre auch da. Es gibt ja auch wandhängende Brauchwassererwärmungspumpen mit Luftschächten nach draußen. Lohnt sich sowas?

Der Plan bei der renovierung ist übrigens, dass keine Großbaustellen entstehen und wir uns Raum für Raum jeweils minimalinvasiv verarbeiten.

Den Plan würde ich hinterfragen ... Wie siehts mit der Elektrik aus? Ggf. noch zweiadrig (ohne Fehlerstromschalter = FI; RCD)? Sollte sich ein Profi zumindest mal anschaun ggf. Isolationswiderstände messen, wenn es bleiben soll etc. Wenn das auch in den Räumen neu muß, frisst Du eh soviel Staub, daß es auf den Rest nicht ankommt ... Ärgere mich heute noch, daß ich das damals nicht durchgezogen habe.

PV kann man sich klein/klein überlegen, sprich ein BKW mit 4 Modulen und Akku (so ein Plug&Play Teil) für den Grundbedarf und vielleicht nochmal zwei Module oder so für Warmwasser mit sowas wie hier: ELWA

Oder halt direkt ne PV, die richtig angemeldet werden muß, einen aktuellen Zählerschrank braucht mit reichlich ungenutztem Spielplatz für den Netzbetreiber etc. Aber den brauchts ja sicherlich eh für die Splitklimas und Rückbau der Nachtspeicher?

Du hast meinen vorherigen Beitrag wohl leider nicht verstanden.

Mit einer möglichst großen PV-Anlage werden die Wärmepumpen (Klima oder Wasser oder sonstwas) komplett betrieben und nur noch im Kernwinter Strom in größeren Mengen zugekauft.

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Danke, natürlich habe ich ihn verstanden. Aber leider erst gelesen, als die andere Antwort schon unterwegs war- ich schreibe oft neben Alltag und Arbeit :upside_down_face:

Ich finde Gedanken an PV auch sehr sinnvoll- leider weiß ich aber zum momentanen Zeitpunkt überhaupt nicht, wie ich das anfangen soll....

Was steht dann alles an an Arbeiten, Pflicht und Kür? Das Haus ist von Euch bereits bewohnt? Wieviel Eigenleistung ist geplant? Unterstützung dafür aus der Familie? Schon mal etwas eingelesen in Sachen Renovierung von Altbauten?

Bevor man pfuscht, würde ich notfalls auch mal für die Zeit ein Pensionszimmer oder so mieten, um dann z.B. konzertiert die Naßräume durchziehen zu können oder notfalls auch mal Räume temporär freiräumen zu können.

Elektrik passt soweit, FI ist vorhanden und funktioniert auch und darüber sind wir sehr froh- klar wird da auch modernisiert, aber wir konzentrieren uns hier momentan auf eher oberflächliche Sachen, da es sonst einfach zuviel wird...

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Ja, da haben wir uns umfassend informiert und wir sind uns der Situation bewusst und das Haus word bewohnt- auch während der Renovierung- anders ist es nicht möglich.

Die Renovierung soll in Stücken mit soviel Eigenleistung wie möglich erfolgen und zuerst ist nun mal Wasser und Heizung geplant.

OK, das ist ja schon mal viel wert! Wenn Du als Neuling schon Bilder hochladen kannst (sonst kann das win oder carolos auch schnell aktivieren), stell doch mal Grundrisse und Bilder ein, vielleicht kommt damit ja hier dem einen/anderen ne gute Idee.

Von wem hast du diese Aussage? Bei 4 Aussengeräten bist du über 4,2kW el. und damit in der netzdienlichen Steuerung.

Und was ist mit "FI"? Du brauchst pro Gerät einen, Typ B oder F, je nachdem.

Und damit bist du in der Sanierung der Zähleranlage. Spätestens wenn du mit PV anfängst.

4 aussen und 11 innen sehen ums Haus rum auch echt übel aus.

Der extreme Vorteil der BWWP ist halt, dass man die direkt - oder auch später - sehr gut mit PV betreiben kann (wie bereits geschrieben wurde).

Der große Nachteil ist aber gleichzeitig, dass die ihre Wärme aus der "warmen Hülle" vom Haus beziehen - und somit dann den Aufstellungsort abkühlen.

Das mag im Sommer sogar noch tw. erwünscht sein - spätestens im Winter aber nicht.

Es gibt auch hier "Split Geräte" - die wie die Split Klima auch eine Ausseneinheit und eine Inneneinheit haben. Die sind aber leider meistens deutlich teurer. Sie haben aber den Vorteil, dass sie das Haus bzw. den Raum wo die BWWP steht nicht abkühlen.

Ist eben ganz individuell.

So ganz grundsätzlich kann man natürlich auch eine "normale" LWWP zur Warmwasserbereitung nutzen - auch dann, wenn man damit nicht heizt. (Weil das über Splitklima geschieht)

Die haben dann den Vorteil, dass sie durh größer dimensionierte Wärmetauscher meist deutlich effizienter arbeiten.

Habe ich gerade hinter mir, eine üble Arbeit :see_no_evil_monkey:

Da hier normalerweise gleich mehrere Gewerke Hand anlegen, ist es relativ "umfangreich" - wenn man alles selber macht. Lässt man es machen, ist man (je nach Umfang) schnell € 20 - 40.000.- los... (wenn echt alles geändert wird wie bei mir)

Insbesondere darf man hier nirgendwo Pfusch machen, es muss alles 100% sein um später keine Wasserschäden etc. zu bekommen.

Also im Zweifel lieber machen lassen, oder selber wirklich 1A machen.

Die Grundrisse würde ich abends hochladen. Wenn ich beim Gedanken an eine Photovoltaik mal bleibe ich hätte mindestens 50 qm garantiert schattenfreie Dachfläche mit einer Neigung von etwa 30 Grad und Ausrichtung nach Süden.

Photovoltaik mit Speicher drauf und sparsamer Boiler und aus die Maus?

Du kannst mit ein paar Modulen anfangen, die mit so einem myPV Teil alleine den Boiler versorgen. Aber bei 50 qm kann man halt auch ne schöne "richtige" PV mit rund 10 kWp installieren und damit das komplette Haus versorgen inkl. der Boiler oder BWWP.

Die Aussage habe ich von einem Elekriker. Die Zuleitungen zu den Außengeräten werden an der Außenwand entlang in Bodennähe verlegt und verschwinden dann in diesem "Kiesstreifen" an der Hauswand. Die AG s verteilen sich auch gerecht auf die Hausseiten auf ubd klar san sie net besonders schön, aber man sieht sie ja nur einzeln und vielleicht kann man es ja noch irgendwie kaschieren.

Die Netzdienlichkeit empfinde ich gar nicht mal als Problem, das Nebengebäude hat einen neueren Stromkasten und da is noch Platz und dort würde ich die 4 AG einzeln absichern und drei Daikin Hubs verbauen und da der Nachtstromzähler im Hauptgebäude ja verschwindet, würde ich dort einen separaten Stromzähler dafür einbauen, das nebengebäude sozusagen umleiten und und dann die 60 Prozent Stromrabatt erhalten. Das stelle ich mir unkompliziert vor und müsste auch nicht so teuer sein es fachmännisch ausführen zu lassen.

"wieder" - ist da schon der entsprechende Stromanschluss?

Ich habe auf LLWPs umgestellt, und benutze auch wieder die Durchlauferhitzer. Allerdings moderne, elektronisch geregelte, was schon einen großen Vorteil hat was Komfort angeht, aber auch Strom spart.

Vorteile:

  • Warmwasser ist sofort da
  • Skaliert mit der Familie mit: Wenn die Kinder plötzlich mehr duschen, dann ist trotzdem genug Warmwasser da, oder auch wenn Besuch da ist, usw.
  • Keine Warmhalteverluste
  • Billig. Ein guter Durchlauferhitzer kostet nicht viel.

Nachteile sind klar, verbraucht halt viel Strom.

Wenn Du momentan viel anderes um die Ohren hast, und dort eh schon DLE waren, dann würde ich das wieder so machen. Erstmal. Wenn Du die Bäder renovierst nach und nach, kannst Du ja schon Warmwasserleitugen mit einplanen, an die man künftig eine Brauchwasserwärmepumpe anschliessen kann.

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Wir haben zwei badezimmer- in einem ist ein Boiler montiert und im anderen ein Durchlauferhitzer in den beiden Küchen befinden sich zwei Durchlauferhitzer, in einer Küche könnte man das aber leicht ändern, da hier platz wäre- alle Geräte sind ziemlich alt und wir vermuten bei ihnen einen extrem hohen Stromverbrauch....

Das einzige Teil, daß einen erhöhten Bedarf haben könnte, ist der Boiler, wenn ein neuer ggf. einen Tick besser gedämmt ist. Durchlauferhitzer machen egal wie alt oder neu aus einer kWh Strom eine kWh Wärme und die Verlustwärme, die in die Luft geht, dürfte so oder so recht gering sein. Beim Duschen ist ein moderner ggf. dadurch sparsamer, daß man nicht so lange braucht, bis man die gewünschte Temperatur hat, falls der alte so zickig ist, wie ich es von Gasdurchlauferhitzern von Fahrradreisen oder früher bei meinen Schwiegereltern kenne ...

Ja, völlig richtig.

Problem bei den alten ist, daß sie eine konstante Leistung haben.

Meinen alten konnte ich zwischen 10kW und 20kW umschalten:

  • Beim Duschen, mit 10kW war er etwas zu schwach, und das Wasser war entweder zu kalt, oder es kam zu wenig warmes Wasser, je nachdem wie weit man den Hahn aufgedreht hat.

  • beim Händewaschen musse man den Hahn relativ weit aufdrehen, damit seine Mindestdurchlaufmenge erreicht war, vorher ist er nicht angegangen. Er braucht halt einen gewissen Durchfluss, um seine 10kW los zu werden. Energieverschwendung. Und man musste genau durch die Wassermenge die Temperatur regeln, was etwas Zeit gedauert hat, also nochmal extra Energieverschwendung.

  • 20kW beim Duschen: viel zu viel Leistung, so viel habe ich durch die Brause kaum durchbekommen, Wasser war dann einfach zu heiß, und außerdem: Energieveschwendung.

Da kann man schon einiges sparen, wenn einfach immer genau die (am Durchlauferhitzer) eingestellte Temperatur ankommt, und das bei fast egal welcher Durchflussmenge. Wasserhahn auf, und 36 Grad warmes Wasser kommt raus. Dusche an, und ebenfalls genau die Wassermenge. Sofort, ohne etwas einzustellen.

Im Vergleich zu fast jeder anderen Art der Warmwasserbereitung ist das natürlich immer noch viel viel teurer. Wenn ich keine DLEs schon gehabt hätte, hätte ich keine neuen eingebaut, sicher nicht.

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