Multisplit-Klimagerät überheizt Räume und entspricht nicht den vertraglichen Bedingungen

@Jogobo

Sie modulliert herunter und wenn die Temperatur erreicht ist schaltet sie ab.

[Quote]Alle 3 IGs sind im Standby (Lüfter aus), das AG geht aus. Die Temperatur an einem IG sinkt unter die Einschaltgrenze. Das AG muss also starten, um Wärme zu produzieren. Jetzt sehe ich zwei Möglichkeiten, die Regelung zu programmieren:

  1. Der Lüfter des IGs wird gestartet, um die Wärme in den Raum zu bringen. Alle anderen IGs bleiben im Standby. Der Raum ist warm genug. IG schaltet in Standby, AG schaltet ab. Das nächste IG fällt unter die Einschaltgrenze, das AG läuft wieder an, der Raum wird aufgeheizt, ...
  2. Ein IG sinkt unter die Einschaltgrenze. Alle anderen IGs, deren Solltemperatur über der Isttemperatur liegt, starten ebenfalls, damit der gestartete Wärmeerzeugungsprozess optimal für alle anderen Räume, die sonst in naher Zukunft ebenfalls nachgeheizt werden wollen, genutzt werden kann.[/Quote]
Ja genau! Das war auch meine Intention. Ergo: Alle Räume auf 21°C gestellt. Raum1 wird zu kalt (also Schwelle von 19°C [fiktiv! Im Innengerät]) und daraufhin startet das AG. Raum 2 und 3 haben noch 21°C. Bedeutet: Alle drei Geräte fangen an zu heizen.

Und das wäre vollkommen i.O. Wenn sie dann bei 21°C + 2K in den Standby gingen. Aber wenn er in dem Anlaufmodus ist, dann heizen die Dinger durchgehend. Sie schalten NICHT in den Standby wenn die eingestellte Temperatur +2K erreicht ist. In dieser Anheizphase ballern die einfach weiter in die Räume. So wäre das auch ok. Das erste Szenario würde mehr takten bedeuten. Wird man wohl vermeiden wollen. Aber selbst wenn, eine simple An/Aus-Wärmepumpe würde die Raumtemperatur besser halten, als das was ich hier habe.

Ohne Scherz nimms mir nicht krumm aber: Ich kaufe mir einen 1000W Heizkonvektor. Diesen stelle ich mit einem Thermometer auf 21° Raumtemperatur. Bei 20°C schaltet er die Heizung ein, bei 22°C schaltet er die Heizung aus. Ich könnte genausogut einen 2000W Heizkonvektor hierhin stellen. Oder einen 10 000W Heizkonvektor. Oder 100 000W. Er müsste nur vernünftig schalten.

Und in dem Fall weiss ich: Das Gerät KANN es, weil wenn es nur ein Raum ist, also die IG nicht auf Standby, dann klappt es auch. Nur wenn die im Standby sind und das AG anfährt, DANN geht der Lüfter mit an und die Räume überheizen. Damit kann doch keiner rechnen. Da wäre das o.g. Szenario 1 besser, aber selbst bei 2 muss bei der Soll-Raumtemperatur (+/-2K) der Lüfter abschalten. Tut er aber nicht. Und damit soll ich jetzt rechnen? Ich programmier die Dinger doch nicht. Ich bin noch nicht einmal ansatzweise in dem Segment belesen oder angelernt sondern verstehe wohl in groben Zügen das System. Ich verstehe sogar, wenn das Kältemittel angesaugt werden muss aus allen IGs damit die Schmierung des Kompressors läuft. Aber was das mit meiner Auslegung zu tun hat ist mir schleierhaft. ICH habe doch nie behauptet, dass man 3 IGs mit 3 unterschiedlichen Temperaturen fahren kann. Der Hersteller macht das möglich. Sonst könnte er auch nur eine Fernbedienung mitgeben und die 2 anderen IG besitzen noch nicht einmal schaltbare Sensoren.... Dann KANN ich nur an einem Gerät z.B. 21°C einstellen und das gilt für alle drei. Stattdessen bekomme ich sugeriert, dass ich 3 verschiedene Temperaturen fahren kann. Ohne auf die Steuereigenschaften zugreifen zu können (was ich auch nicht brauche, aber ich muss mich darauf verlassen, dass es annähernd den Wert erreicht, den ich will, sonst bräuchte ich keine Steuerung).

Und klar, hätte ich das Ganze vorher gewusst, ich hätte 3 Split Systeme genommen. Ich habe auch schon 2 Split-Systeme von Fujitsu. Die modulieren tief runter und dann dümpeln die vor sich her. Wenn wirklich gar nichts gebraucht wird, schalten die ab. Wie geschrieben, ich dachte wirklich, dass ich bei 3 IG pro IG schalten kann wie weit ich geheizt haben will und die anderen IG sich dann in den Standby begeben...... Und das wäre ja quasi ein An/Aus System ohne Modulation....

Diese Formulierung ist noch etwas missverständlich. Wenn du schreibst "1 Zimmer wird zu kalt." -> Soll also bedeuten, in diesem Zimmer heizte das eingeschaltete IG gerade nicht. Aber was ist mit den anderen beiden Zimmern, wie ist da der Betriebszustand? Waren die am Heizen oder waren die im Standby?

Mitunter hilft es, die Intention des Herstellers zu verstehen. Die könnte so lauten: Wenn nur 1 IG eingeschaltet ist, läuft das AG nach einer Taktpause mit einer hohen Leistung an, die aber nicht so hoch ist, wei bei mehreren eingeschalteten IGs. Damit kann diese Wärme auch an ein IG abgegeben werden. Wenn aber 3 IGs an sind, fährt das AG mit noch deutlich höherer Leistung an, wofür es unbedingt alle eingeschalteten IGs braucht, um diese Wärme loszuwerden.

Oder auch so: Alle IGs, die laufen, sollen auch so mit hoher Leistung durchgespült werden, damit überall das Öl zurückgeführt wird. Deshalb fährt die Anlage jedes IG einmal für ein paar Minuten hoch, was gerade eingeschaltet ist.

Das hätte technisch gesehen zumindest eine gewisse Logik. In Kombination mit deinen vermutlich kleinen Räumen, die wenig Wärme brauchen, führt das dann zur Überhitzung.

Nach dieser Logik müssten die Lüfter der Räume aber nach wenigen Minuten wieder abschalten, wo die Temperatur erreicht ist. Tun sie das? Oder laufen die nach 10-20 min immer noch? Wenn es um hohe Leistung wg. Ölrückführung geht, sollte dies nach 5 min beendet sein.

Hat sich denn im letzten Jahr etwas verändert?
Das hattest du ja alles bereits im Mai schon im HT-Dialog diskutiert. Dort ist das Problem übrigens (für mich) eindeutiger beschrieben.
Dort hattest du auch schon die Erklärung gepostet, warum sich deine Anlage so verhält.

Nun wurde mir gesagt, dass das bei allen Triple-Split-Klimageräten so ist. Die Begründung lag darin, dass das Außengerät die Wärme nicht wegbekommt und gleichzeitig der Kompressor das Öl aus dem Kältekreis der zwei anderen Geräte benötigt.
Wenn die minimale Wärmeleistung des Außengerätes größer als die maximale Wärmeleistung eines einzelnen Innengerätes ist, wie würdest du das dann regeln?

@matsches

Leider wurde ich im HTD gesperrt ohne Grund und Angabe. Das war die Erklärung damals als ich nicht wusste, dass ich EIN IG einschalten kann, 2 aus und das funktioniert! Das bedeutet, das AG kann das Kältemittel und Öl aus den IG ziehen ohne den IG mit Lüftern die Wärme zu entziehen. Die minimale Wärmeleistung liegt bei 2000W. Diese 2000W Heizleistung scheinen ja an ein IG + 2 ausgeschaltete IG abgegeben zu werden. Da bei den 2en kein Standby aktiviert ist, schaltet sich dort kein Lüfter an. Die Wärme wird also nicht in die Räume abgegeben. Das sind dann keine 300W sondern vielleicht nur 100W. Ergo:

1800W Wärme an den Raum der beheizt wird und je 100W an jene, aus denen nur das Kältemittel/Öl kommt....

@Win

3 Geräte sind im Standby, das AG ist aus. Ein Raum wird zu kalt. Das AG schaltet sich ein, alle drei IG schalten die Lüfter ein und pusten Wärme in die Räume, egal ob die Raum-SOLL-Temperatur erreicht ist oder nicht.

[Quote]Mitunter hilft es, die Intention des Herstellers zu verstehen. Die könnte so lauten: Wenn nur 1 IG eingeschaltet ist, läuft das AG nach einer Taktpause mit einer hohen Leistung an, die aber nicht so hoch ist, wei bei mehreren eingeschalteten IGs. Damit kann diese Wärme auch an ein IG abgegeben werden. Wenn aber 3 IGs an sind, fährt das AG mit noch deutlich höherer Leistung an, wofür es unbedingt alle eingeschalteten IGs braucht, um diese Wärme loszuwerden.
Oder auch so: Alle IGs, die laufen, sollen auch so mit hoher Leistung durchgespült werden, damit überall das Öl zurückgeführt wird. Deshalb fährt die Anlage jedes IG einmal für ein paar Minuten hoch, was gerade eingeschaltet ist.[/Quote]

Das macht der ja auch so. Ist nur ein IG eingeschaltet und 2 ausgeschaltet spült er dennoch die 2 ausgeschalteten IGs. Deswegen werden die ja warm. Sie geben ihre Wärme nur nicht ab, weil kein Lüfter an ist.

Es führt nur zur Überheizung weil mit voller Leistung angelaufen wird, bei den IG aber die SOLL-Temperatur keine Rolle spielt.

Die laufen dann immer noch. Ich nehme an, die haben für maximale Leistung eine Art Ablauf. Also wenn 3 IGs Standby sind,AG aus, dann fahre das AG an mit voller el. Leistung. Gleichzeitig schalte Lüfter ein. Moduliere dann 15 Minuten runter und messe die Räume. Aber in jenen 15 Minuten sind meine Räume dann überhitzt.

Würde er, wie du schreibst, mit einer niedrigeren Modulation beginnen,oder das SOLL Abfragen würden die Lüfter in den IG gar nicht erst anfahren.

Deswegen ja auch meine Aussage oben, ich messe mal bei 1 IG an und 2 IG aus ob er dann auch elektrisch volle Kanne gibt oder dann tiefer moduliert einsteigt. Aber selbst wenn er dann tiefer einsteigt, das ist dann Herstellerseitig, ich kann doch an diesem Zustand nichts verändern. Selbst wenn der jetzt nur mit 1/3 anfährt, wie geschrieben, ich kann doch nachts nicht aufstehen und 2 IG abschalten weil nur ein Raum zu kühl ist.

Was genau mein Kritikpunkt ist. Das Gerät KANN auch nur einen Raum heizen und den Abfragen, ist nur 1 IG eingeschaltet, klappt es ja. Nur wenn 2 oder 3 eingeschaltet sind, umgeht er die Soll-Temperatur und heizt in diesem, ich sage mal zeitlichen Zyklus, ununterbrochen. Und DAS ist es, was dann zuviel Wärmekapazität herauslässt. Nicht meine zu schlechten Räume, sondern die schlechte Regelung.....

Oder mal platt: ich kann in meinen Raum einen 1000W Heizlüfter stellen, einen 2000W Heizlüfter, einen 4000W Heizlüfter und alle ließen sich ein und ausschalten. Aber die Wärmepumpe ist dafür zu blöd bei Solltemperatur den Lüfter abgeschaltet zu lassen.....

Der Vergleich passt nur dann, wenn Du die warme Luft des Heizlüfters über drei Rohrleitungen parallel in die drei zu beheizenden Räume leitest. Auch da hättest Du auf die Raumtemperatur des einzelnen Raumes keinen Einfluss.

Ich vermute, wegen der Überdimensionierung reicht die Zeit nicht aus, damit die Anlage einregeln kann. Wenn es in der Anlagensteuerung Deiner Anlage also keinen Parameter gibt, um die Leistungsaufnahme beim Anlaufen zu begrenzen (Bedarfssteuerung bei Daikin), startet sie eben immer mit maximaler Leistung. Und die ist für Deine Raumsituation viel zu hoch, so dass die Ausschaltbedingungen erreicht werden, bevor die Anlage modulieren kann.

Womit wir wieder beim Punkt wären: Anlage und Räume passen nicht zusammen. Und das ist, bedauerlicherweise für Dich, nicht die Schuld einer fehlerhaften Anlagensteuerung.

Doch, weil sie bei einem IG eingeschaltet wunderbar funktioniert. Die Räume und Anlage passen zusammen aber die herstellerseits angewendeten Bedingungen passen nicht in meine Wohnung.

Das ist auch nur ein jetziges "Luxusproblem". Später läuft sowieso die LWWP mit der Fußbodenheizung und dann möchte ich nachts die LLWP ausgeschaltet haben. Es ist nur.... ärgerlich. Weil ich weiss, dass die Anlage es kann, aber sie SOLL nicht so laufen.

Das hat immer noch nichts mit meinen Räumlichkeiten zu tun sondern den Einstellungen des Herstellers auf Softwareebene.

Später mit der LWWP muss ich auch die Panasonic in den niedrigen Modus umstellen. Damit umgeht man beim anfahren ebenfalls eine hohe Anfangsfrequenz wodurch ein Wärmeüberschuss entsteht. Gerade in den Übergangszeiten kann man ggf. so den Takt hinauszögern und verlängern weil weniger Wärme eingespielt wird in den oberen Frequenzbereichen.

Tut sie das wirklich? Wie hoch ist denn der tatsächliche Stromverbrauch bei nur einem beheizten Raum im Verhältnis zum beworbenen COP?

Bei der Geschwindigkeit, mit der Deine Räume überheizt werden, kann ich das nicht so ganz glauben.

Ich glaube nicht, dass Du das weißt. Du überträgst nur das Verhalten unter bestimmten Rahmenbedingungen auf ganz andere Rahmenbedingungen und hast eine falsche Erwartungshaltung. Wüsstest Du, was die Anlage kann, wäre Deine Erwartungshaltung eine andere.

Wenn Du alles richtig gemacht hast, was spricht dann dagegen, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, auf Wandlung zu klagen?

Das kann man drehen und wenden wie mal will. Der Hersteller wird sagen, bei einem größeren Raum funktioniert es und er hat recht. Und du kannst sagen, die Anlage muss auch bei meinen Räumen hinreichend funktionieren und vermutlich hast du auch recht damit.

Neutral ausgedrückt kann man sagen: Die Art der Programmierung passt nicht mit deinen Räumen zusammen. Man könnte es recht sicher geschickter programmieren, so dass es passen würde. Ist aber nicht der Fall. Und genaue Bedingungen, unter denen es funktioniert und auf die du dich berufen kannst, wirst du in den Datenblätter auch nicht finden.

Man kann das Verhalten als Bug bezeichnen oder auch als "wenig optimierte" Regelung. Es bleibt rechtlich eine schwierige Auseinandersetzung.

Es könnte auch durchaus sein, dass es einen technischen Grund gibt, warum die Anlage sich so verhalten muss. Also irgendwelche Aspekte in den Tiefen der Wärmepumpentechnik, die wir hier gar nicht auf dem Schirm haben.

Lösen könntest du das Problem, wenn du eine eigene Automatisierungslösung oben drauf setzt, wie das ja hier im Forum auch schon bei diversen anderen Anlagen umgesetzt wurde, die auch etwas störrisch vom Regelverhalten waren.

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Hast du das tatsächlich überprüft?
Eventuell muss auch das "stärkste" IG an A und die anderen an B/C und eventuell hat der Aldi-Installateur die Installationsanleitung mit solchen eventuellen Besonderheiten überhaupt nicht gelesen, da er normalerweise solche "günstigen" Geräte nicht installiert, bzw. teurere Geräte solche Fehler von sich aus anzeigen?

@Win

Muss ich auch nicht. Ich habe 3 Fernbedienungen mit denen ich 3 unterschiedliche Temperaturen einstellen kann. Diese Temperaturen +/-2°C möchte ich haben.

Gorenje besitzt überhaupt keinen Kundenservice für diese Klimaanlagen. Die verweisen mich auf das Unternehmen MTF Austria. Mit denen habe ich jetzt Kontakt aufgenommen.

Ich werde nicht versuchen eine Frickellösung zu finden. Im übrigen, da auch gefragt wurde auf was ich mich beziehe:

Auf der ersten Seite ist die Hofer-Werbung verlinkt. Dort steht unter Leistungsaufnahme:

  • max. Leistungsaufnahme (Heizen/Kühlen):1,87 kW / 2,0 kW

Diese Angabe stimmt nicht. Beim einschalten des Außengerätes sind wir schon bei 2KW beim heizen. Desweiteren moduliert er auch noch nen ticken höher.

Ich versuche es schon in den mir möglichen Bahnen. Aber wenn man nicht will/kann, ICH muss keine Lösung für das Problem finden. Ich kaufe ein Gerät mit 3 Fernbedienungen und 3 einstellbaren Temperaturen, und genau jene Temperaturen möchte ich haben. Mehr muss ich als Laie gar nicht wissen. Andernfalls hätte man mich beim Einbau darauf hinweisen müssen, aber diese "Tatsache" war dem Installateur erst dann bekannt, nachdem es bei mir nicht richtig regelbar war.... wer nun letzten Endes "Schuld" hat nützt mir nichts, ich weiss nur: Mit der Anlage ginge es. Mit der Anlage so wie sie eingestellt ist geht es nicht. Also läuft sie nicht so, wie sie soll. Und sie SOLL nicht überheizen. Wenn das nun wegen einer "anderen" Programmierung so nicht geht, dann kann ICH doch nichts tun, und muss es ansich auch nicht (außer tätig werden im Sinne von meinen Händler, in dem Falle Hofer und nicht MTF, auf Nacherfüllung zu pochen).

Und ja, am Ende lasse ich es dann auch auf die Rechtschutzversicherung laufen wenn es gar nicht anders geht. Denn das ist mir einfach zuviel Geld. Jetzt frickel ich eine Lösung, und wenn das Gästezimmer mal gedämmt ist muss ich wieder umstellen. Nein ich will an der Fernbedienung einstellen: 21°C und dann habe ich dort 19-23°C (Einschalt, Ausschaltschwelle).

Dein Gerät ist einfach überdimensioniert und für deinen Anwendungsfall/deine Räumlichkeiten nicht geeignet.
Beratung im Vorfeld hast du dir gespart, den Fehlkauf hast du m.E. selbst zu verantworten.
Wieso sollte der Installateur dich auf irgendetwas hinweisen? Du hast die Anlage ausgesucht und bestellt und sein Auftrag war installieren.
Ich verstehe deine Überschrift noch immer nicht: Welche vertraglichen Bedingungen werden nicht erfüllt?
Sie kühlt und sie heizt. Für die Überdimensionierung kann niemand außer dir selbst etwas.
Aber dennoch viel Erfolg beim Rechtsstreit. So kann man Versicherungsbeiträge für die Allgemeinheit auch in die Höhe treiben...

1,87 kW plus 4 Mal 40W für die Lüfter IG/AG?

@matsches

Ich habe eine Anlage gekauft mit 3 Fernbedienungen mit denen ich die Temperatur der Räume EINZELN EINSTELLEN kann. Die Temperatur der Räume weicht von diesen eingestellten Temperaturen außerhalb der Herstellerspezifikationen ab.

Sie ist nicht überdimensioniert da sie bei nur einem eingeschalteten Innengerät diesen zufriedenstellend heizt.

Ich danke dir dennoch für die Hilfe. Ich verstehe auch das Problem. Ich verstehe nicht, wieso der Hersteller so wenig Daten herausgibt, denn dann hätte ich diese Anlage nie gekauft.....

@Jogobo

Sie geht beim Einschalten auf 2000W elektrisch hoch. Dann moduliert sie etwas herunter und dann wieder hoch auf ÜBER 2000W elektrisch. Das darf sie nicht. Selbst bei 10% Messtolleranz wegen den 2000W auf 1870W Schwamm drüber. Nicht aber auf 2200, 2500W.

Um da mal wieder ein wenig Sachliches beizutragen:

Gorenje gehört seit 2018 zum chinesischen Konzern Hisense. Auch wenn es die Anlage bei Hofer nicht mehr gibt, mediamarkt.at hat sie noch im Angebot. Bewertungen gibt es zu der Anlage auf der Seite keine.

Hinter dem Außengerät von Gorenje steckt wohl die Hisense FreeMatch 3AMW72U4RFA. Die technischen Daten sprechen bei einer Heizleistung 2,3 bis 10kW von einer elektrischen Leistungsaufnahme von 0,52 bis 3,1kW. Das erscheint mir deutlich realistischer als bei einer Heizleistung von 10kW mit einer elektrischen Leistungsaufnahme von 2kW auszukommen.

[quote data-userid="27752" data-postid="183170"]Ich habe eine Anlage gekauft mit 3 Fernbedienungen mit denen ich die Temperatur der Räume EINZELN EINSTELLEN kann.[/quote]

Kleiner aber feiner Unterschied: Du hast eine Anlage gekauft, mit der Du die Solltemperatur einzeln einstellen kannst.

Was ist denn die Herstellerspezifikation für Deine Räume? Wie weit ist eine Abweichung denn zulässig?

Die Anlage ist aber mal sowas von überdimensioniert. Und nur, weil Dich das Heizverhalten mit einem aktiven IG zufrieden stellt, heißt das noch lange nicht, dass die Anlage nicht trotzdem überdimensioniert ist. Zumal Du Dich ja der Frage nach dem Taktverhalten mit nur einem IG beharrlich verweigerst.

Es hat mich 10 Minuten gekostet, den Zusammenhang zwischen Gorenje und Hisense herzustellen, die Typenbezeichnung bei Hisense zu finden und die verfügbaren technischen Daten dazu rauszusuchen. Scheint mir kein Hexenwerk zu sein.

Doch, das darf sie. Laut Datenblatt sogar bis 3,1kW. Vielleicht ergibt sich das ja sogar aus den Unterlagen, die mit Deiner Anlage gekommen sind.

Interessant. Bei dieser Geschichte hier dachte ich nämlich recht bald an Hisense, weil wir hier schonmal einen längeren Thread hatten mit ganz ähnlichen Multisplit-Heizproblemen und da gings um eine Hisense-Anlage.

Hab den alten Thread gefunden:

Das ist ein logischer Schluss, den man so nicht machen kann. Es kann durchaus technische Gründe geben, warum eine Anlage unter bestimmten Bedingungen etwas kann, was sie unter anderen Bedingungen nicht kann. Wenn sich das alles unterhalb der Zusicherungen bewegt, spielt das keine Rolle. Man kann daraus keine Ansprüche ableiten, dass die Anlage das immer können muss.

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@Jogobo

Du stimmst mir also zu. Die Anlage kann mehr als 2KW elektrische Leistung ziehen und damit ist die von Hofer beworbenen maximalen (!) 1,87KW elektrisch überschritten. Ich habe also ein Gerät bekommen, welches NICHT dem Kaufprospekt entspricht?

Nein. Es gab nur ein "Use and Installation instructions" und ein "Remote Controller Instructions". Über die Herstellerspezifischen Angaben habe ich keine Dokumentation bekommen. Womit ich also weder nachsehen kann, noch MUSS. Wenn also das Datenblatt, welches du rausgesucht hast, dem Angebot welchem ich zugestimmt habe widerspricht, ist hier der Ansatzpunkt einer Garantieleistung. ICH habe die Werbung nicht so geschaltet, und die ist auch immer noch genau so ersichtlich.

Daher ist es auch irrelevant, ob sie überdimensioniert wäre oder nicht. Sie läuft außerhalb der von meinem Vertragshändler (Hofer und nicht Gorenje) zugesicherten Eigenschaften.

@Win

Ergo: ich kaufe mir ein Auto welches 130kmh maximale Geschwindigkeit kann. Nun hänge ich an mein Auto einen 400KG Anhänger dran und ich fahre damit auf der Autobahn laut meinem Tacho mit 130kmh und werde in Österreich geblitzt. Fazit: Ich bin 150kmh gefahren. Der Hersteller meines Autos sagt daraufhin: "Na wenn Sie einen Anhänger dranhaben, funktioniert die Tachoanzeige nicht mehr richtig."

Und das muss ich dann hinnehmen?

Bist du tatsächlich ernsthaft der Überzeugung, dass Angaben im "Kaufprospekt" eines Lebensmittel-Discounters Bestandteil (d)eines Vertrages sind?
Kleingeducktes gelesen?

Nein, ich stimme Dir nicht zu! Je nach dem, welches der verschiedenen im Netz kursierenden Datenblätter man nimmt, steht als mittlere Leistungsaufnahme (=PROSPEKTANGABE) 1,87 oder 2,03 oder 2,10kW. Was aber immer auch da steht: "Änderungen und Irrtümer vorbehalten."

[quote data-userid="27752" data-postid="183218"]Wenn also das Datenblatt, welches du rausgesucht hast, dem Angebot welchem ich zugestimmt habe widerspricht, ist hier der Ansatzpunkt einer Garantieleistung.[/quote]

Wenn in den Garantiebedingungen steht: Unter die Garantie fällt auch, wenn ich Prospektangaben mit einem technischen Datenblatt verwechselt habe.

Nein, auch das tut sie nicht. Es gibt eine Prospektangabe und es gibt ein technisches Datenblatt (auf dessen Aushändigung Du übrigens bestehen könntest). Und Hofer hat im Angebot folgendes hinzugefügt: "Ein Kaufrücktritt ist nach bereits erfolgter Installation ausgeschlossen."
Wenn für Dich die Prospektangabe so verbindlich ist, dann sollte es auch dieser Zusatz sein.

Erstes Problem: Der Anhänger darf vermutlich nur 80 km/h. Wenn Du geblitzt wirst, ist es fast egal, ob es 130 oder 150 km/h waren.
Oder um es ernsthafter zu formulieren: Du verwendest gerade eine Analogie, die überhaupt nicht zum Sachverhalt passt und leitest daraus einen Anspruch gegenüber dem tatsächlichen Sachverhalt ab.

Nun hast Du in Deinem Eröffnungspost folgende Aussage getroffen: [quote data-userid="27752" data-postid="182621"]Nun würde der Fachmann sagen: Überdimensioniert und falsches Gerät. Aber nur um es mal zu erklären, ich halte mich schon für einigermaßen kompetent in der Richtung und Materie.[/quote]

Dir ist also bereits klar gewesen, dass der Kauf aus fachlicher Sicht eine Fehlentscheidung war (möglicherweise bereits aus dem anderen Forum). Trotzdem bescheinigst Du Deiner eigenen Kompetenz direkt danach einen höheren Stellenwert als dem Urteil eines Fachmannes.
Für mich sieht es so aus, dass Du hier nach Bestätigung suchst, dass Du keinen Fehlkauf getätigt hast und Deine Expertise deutlich höher anzusiedeln ist als die der fachlich kompetenten Ratgeber. Du bist nach Deiner Auffassung und trotz Deiner Fachkompetenz übers Ohr gehauen worden.
Wenn es Dir darum ginge, Lösungen zu finden, um die Situation zu verbessern, würde ich Rat und Unterstützung anbieten. Dein tatsächliches Anliegen, so wie ich es sehe, beendet von meiner Seite die Diskussion.

@matsches

Ich kaufe auch bei einem Lebensmittel-Diskounter das, was da steht! Das ist die Art der Funktion des Gerätes. Ein REGELBARES Heizgerät, welches nicht regelt ist genauso nicht möglich wie eine Schokolade ohne Kakao!

@Jogobo

Ich glaube insgesamt hast du mir leider bei meinem Problem nicht helfen können. Wofür du hier schreibst ist und bleibt mir ein Rätsel. Eine Rechtfertigung für den Händler und den Hersteller machen zu können, was sie wollen, wann sie es wollen und mit meinem Geld. Für dich ist das in Ordnung, für mich nicht. Wenn ich ein rotes Auto kaufe welches mir geliefert werden soll und in den AGB steht: "Änderungen und Irrtümer vorbehalten" dann liefern die mir ein grünes Auto UND ICH MUSS DAS DANN BEZAHLEN. Und du sagst mir dann, dass das so vollkommen in Ordnung ist, und ich damit leben muss.

Kannst du. Ich nicht.

Am Montag bekomme ich von der Firma MTF Neuigkeiten. Laut ihm geht das so nicht und das Gerät MUSS bei Erreichung der SOLL-Temperaturen den Lüfter abschalten, egal in welchem Modus sie gerade steht.....

Das hört sich doch schonmal gut an.

Ich bin übrigens überzeugt, dass das mit einer Daikin ähnlicher Leistung problemlos funktionieren würde. Es ist diese merkwürdige Eigenheit der Hisense, den Lüfter laufen zu lassen und damit deutlich zu viel Wärme in den Raum zu pumpen, der eigentlich momentan gar keine Wärme braucht.

Ich würde das neutral formuliert als "Eigenheit dieser Anlage" beschreiben. Ob du damit durchkommst, diese Eigenheit als gravierenden Mangel durchzubekommen, das ist für mich eher die Frage. Aber das sind dann eher rechtliche Fragen, die für dieses Forum nicht so spannend sind und die wir hier eh auch nicht lösen können.