Multisplit-Klima für kleines Quattrohaus

Servus,

ich plane eine 4er Multisplit-Klima für ein kleines Quattro-Haus, das <= 90qm Wohnfläche hat.

Aktuell läuft eine Gas-Brennwert-Therme aus 2017. Außerdem noch ein Kaminofen. Das Haus hat neue Dreifach-Fenster/Tür, sonst ist es energetisch auf Stand anno 1986 Link entfernt Heizbedarf in 2022 ca 4000kwh Gas, in 2023 ca. 3700 kwh Gas - Optimierung Gas voll ausgeschöpft, drunter kommen wir nicht mehr. Dazu jeweils noch etwas Kaminofen.

Im Sommer soll gekühlt, im Winter soll geheizt werden.

Das Treppenhaus ist offen, alle Zimmertüren stehen offen, alle Innengeräte sollen parallel auf möglichst kleiner Stufe tagsüber je nach Bedarf durchgehend laufen, Takten soll vermieden werden.

Kleine Balkon-PV ist vorhanden, etwas größere Dach-PV soll nächstes Jahr folgen.

Das Ganze möchte ich gern in Eigenleistung hindengeln und es von einem Klimatechniker in Betrieb nehmen lassen.

Geplant ist eine Daikin 4er Multisplit:

1x 4MXM68A9 (kaum Platz an der Fassade, Gerät wird im Bereich der Terrasse bodennah an die Wand gedübelt)
1x Stylish FTXA25CW (Wohnzimmer/Küche ca. 30qm, EG)
3x Perfera CVXM20A (Schlafzimmer 12qm, 1OG | Arbeitszimmer 10qm, 1OG | Arbeitszimmer 8qm, DG - Anmerkung: baulich krieg ich nur die Truhen rein)

Fragen:

  1. Förderung gibt's wohl keine für DIY?

  2. Wo die Geräte am günstigsten beziehen? (Deutsche Shops liegen so bei ca. 2.400,- für 4MXM68A9, 690,- für Stylish FTXA25CW und 720,- für Daikin Perfera CVXM20A - Ausland scheint nicht günstiger)

  3. Wifi ist überall dabei bei den Geräten, oder?

  4. Ich brauche nur 1/4" u. 3/8" für die Kältemittelleitung, korrekt?

Ich hab' von Klimageräten leider keine Ahnung. Vorab schon mal danke für die Unterstützung. Es werden sicher noch weitere Fragen kommen... :wink:

1.) Wenn du ein Kältetechniker findest, der die Inbetriebnahme macht und die entsprechenden Unterschriften für die Förderung leistet, geht das vielleicht.

2.) Man kann bei den üblichen Shops in Italien schauen, aber bei Multisplit gibt es glaube ich nicht so große Unterschiede und wegen ein paar Euro würde ich lieber in Deutschland kaufen, weil du dann auch im Gewährleistungsfall besser dran bist.

3.) Ja, Wifi haben die eingebaut.

4.) Ja. Es kann aber sein, dass das AG teils größere Anschlüsse (1/2 Zoll) hat und Adapter benötigt werden. Hintergrund: Innengeräte so ab etwa 5kW haben eine dickere Saugleitung und die werden ja mitunter auch an dieses AG angeschlossen.

Deine 4000 kWh für die Gasheizung sind ja ein sehr guter Wert. Gas behälst du weiter und willst dann noch zuheizen? Oder soll die mittelfristig raus?

Falls auch eine 3er Multisplit eine Option wäre (in den Raum mit der kleinsten heizlast elektrisch nach heizen, falls überhaupt nötig).

Wäre auch die kleine Mitsubishi Heavy SCM41 eine Option. Bekommt man in Deutschland für 2500€, komplett. Also knapp 50% Materialkosten gespart.

Von der Leistung sollte die immer noch ausreichen bei 4000kwh Gasverbrauch und moduliert sehr weit runter, das es auch in der Übergangszeit passt. Hat auch noch die Standard Kältemittelleitungsdurchmesser.

Wieviel Holz verbrennst du im Winter?

Gas raus, wäre schön.

Ich sammel die kommenden zwei Winter mal Erfahrungen. Sollte es die Klima hergeben, kick ich das Gas definitiv.

Ja, ich war hart am Ringen, ob's 'ne 3er auch tut.

Das Schlafzimmer wurde de facto noch nie(!) aktiv geheizt.

Aber im Sommer würde ich's in den Hitzephasen gern kühl zum Schalfen haben. Und ich dachte mir, bevor ich mir das versaue, hau' ich mir auch ein Gerät ins Schlafzimmer.

Im Winter hätte ich dafür dann auch einen Wärmetauscher mehr, um das Haus zu heizen. So meine Überlegung.

Ca. 1/3 Raummeter Hartholz im Jahr.

Bist du denn so limitiert, dass nur ein Außengerät möglich ist? Hat viele Vorteile, auf mehrere AGs aufzuteilen.

Im Schlafzimmer denke an Geräuschbelästigung, wenn du nachts heizen musst, auch wenn du nicht im Schlafzimmer heizt. Wenn eine Multisplit abtaut, hört man das an alle Innengeräten.

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Das wiederum klingt ziemlich gruselig.

Nachts würde die Heizung nicht laufen:

Hab' grad mal nachgeschaut... die Gasdingens läuft bei uns werktags von 5:30 bis 17 Uhr und wochenends von 7 bis 17 Uhr.

Dennoch bleibt die Frage, wie laut die Klima wird, wenn sie morgens oder tagsüber im Winter abtaut? Haut's uns, bzw. die Nachbarn da aus den Socken?

Ist recht beengt bei uns die Bebauung. :wink:

PS Ja, bin ziemlich limitiert: das Außengerät kommt quasi auf die Terrasse hinten zum Garten raus.

Ok, ich könnte zwei kleine Außengeräte nebeneinander an die Fassade dübeln, aber das wäre schon sehr unschön.

Tagsüber sollten - nach meiner Vorstellung - alle Innengeräte durchlaufen, möglichst ohne abzuschalten.

Zum Vergleich: aktuell schaltet die Gasheizung morgens ein und läuft idealerweise durch bis zum Abend in nur einem Takt - es sei denn in der Übergangszeit wird's zu warm.

Alle Heizkörper im Haus laufen durch - ohne Thermostate. Bis auf den Schlafzimmer Heizkörper, der ist komplett aus.

Hallo Frozen

Lass dich nicht verrückt machen. Ich habe zwar nur ein Rudel Singlesplit laufen, aber das Geräusch beim Abtauen ist innen ein kurzes Zischen, wenn das Steuerventil von Heizen auf Kühlen umschaltet. Und das sehr leise Rauschen der Lüfter, egal ob Heizen oder Kühlen, wirkt eher beruhigend und ich schlafe wirklich extrem schlecht. Kühlen und Entfeuchten ist mit das Wichtigste für guten Schlaf.

Grüße aus dem Vogtland

Genau, ist ein kurzes Zischen und Gurgeln. Den Nachbarn wirds nicht stören, aber wenn man schläft, kann das im Schlafzimmer schon stören. Ich werde wach davon, mag sein, dass man sich dran gewöhnt.

Scheint bei dir aber kein Thema zu sein, insofern ihr auch halbwegs zeitgleich aufsteht. Wenn jemand bis 10 Uhr schlafen will und ein anderer die Anlage im Wohnzimmer startet, kann es auch Abtauzyklen geben, die man im Schlafzimmer hört. Gilt auch für Räume, durch die Kälteleitungen gehen.

Ok, danke für eure Ausführungen. Dann bleib ich mal weiter auf Klimakurs.

Bin mir noch unsicher, ob ich nicht auf das Gerät im Schlafzimmer verzichten könnte.

D.h. ob's nicht auch eine 3mxm40a statt einer 4mxm68a täte!?

Im DG wäre ein Gerät das aus dem kleinen Arbeitszimmer auch ins offene Treppenhaus pustet.

Im 1 OG wären dann das Schlafzimmer (ohne Gerät) und daneben (Wand an Wand) das große Arbeitszimmer mit einem Gerät. Dann noch ein Bad und wieder das offene Treppenhaus.

Im EG wäre wieder ein Gerät im Wohnzimmer mit offener Küche und wieder mit offenem Treppenhaus, daneben noch eine kleine Diele und Gäste-WC.

Türen stehen immer und überall offen. Alle Geräte sollen immer parallel laufen. Auf jeder Etage befände sich somit ein Gerät.

Beim Schlafzimmer ist die Frage, ob's genug passive Kühlung (und Entfeuchtung) abbekäme, so dass die Nächte während der Hitzewellen auch dort erträglicher werden?

Das ist immer schwer zu beantworten, hängt von vielen Details Vorort ab. Entfeuchtung ist weniger ein Problem, das funktioniert gut über mehrere Zimmer, bei Kühlung gibts sehr unterschiedliche Erfahrungen. Je besser gedämmt, um so besser schafft man die Wärme über mehrere Räume hinweg über ein IG aus dem Haus. Einfluss hat auch noch, wie lange du sie laufen lässt. Wenn die den ganzen Tag durchläuft, erwärmen sich gar nicht erst die Wände so stark, dann brauchst du auch Nachts nicht viel zu kühlen.

Kompromiss ginge auch: Ein 4er Außengerät, aber erst 3 IGs anschließen. Wenn es nicht reicht, noch ein 4. IG nachrüsten. Oder das 3er AG nehmen und wenn es nicht reicht, noch eine Single-Split nachrüsten.

Kurzes Update:

Die Entscheidung ist gefallen. Es soll erstmal nur die 3er-Split werden. Das Schlafzimmer wird nicht bestückt.

Mal sehen, ob's die richtige Entscheidung war - ich werd' die Erfahrungen dann hier posten.

Das Wandgerät ist heute bereits eingetroffen. Als nächstes sollen wohl die beiden Truhengeräte hier ankommen und wahrscheinlich zuletzt das AG.

Weiterhin türmt sich mittlerweile ein Berg aus Paketen mit Werkzeugen, Material und Krimskrams hier auf, über den ich langsam aber sicher den Überblick verliere... :wink:

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Weiter geht's.

Das erste Teil hängt - wenn auch provisorisch:

Rechte Ausfahrt genommen:

Wandinnereien aus ca. 30 cm Hohlblockziegel:

Anschlüsse gerade noch außerhalb der Wand:

To be continued.

Hi.
Der Wandabstand zum Bördel ist etwas problematisch, falls du direkt an der Wand mit den Leitungen nach unten möchtest. Direkt am Bördel kann man nicht biegen!
Da wäre die "linke Ausfahrt" und Bördel im Innengerät erheblich besser gewesen auch für Wartungszwecke.
Grüße
Mathias

Verflixt und zugebördelt.

Das mit der Biegung am Bördel hört sich nicht gut an.

Knock-out in der ersten Runde.

Ja, ich will nach unten.

Die Kältemittelleitung hab' ich noch nicht bekommen. Wenn die da ist kann ich erst gucken, wie und was ich so biegen und bördeln kann...

In was für einem Konstrukt lässt du die Leitungen außerhalb der Mauer verschwinden?

Wenn der Kanal dick/hoch genug ist wird das mit dem biegen gehen. Da du ja augenscheinlich noch Spiel im Durchbruch hast, musst du zur Not die Kälteleitungen schon im Loch leicht biegen und nach unten schauen lassen.

Du bekommst das schon hin :+1:

Bin gespannt, wie deine Erfahrungen bezüglich des Schlafzimmers während der Heizperiode sind..

Danke für den Input, die wandnahe Abbiegung war tatsächlich nicht leicht hinzubekommen, aber letztlich konnte ich's einigermaßen gut hindeichseln. :wink:

Zu empfehlen ist es aber nicht. Den Rechtsabbieger beim Wandgerät sollte man sich unter Berücksichtigung der jeweiligen Wandstärke gut überlegen - da geb' ich euch und dem Forum absolut recht

Das Ding läuft jetzt seit 5 Tagen.

Aktuell entfeuchten alle drei IGs bei 19°C Außentemperatur/Regen und 23°C Innentemperatur mit insgesamt 150W vor sich hin...

Auch bei den beiden anderen IGs bin ich wieder rechts raus. In diesen Fällen sind's allerdings Truhengeräte:

Wie man sieht, ist die Einbausituation durch die Dachschräge teils sehr beengt.

Was hat's gekostet?

3,5k Geräte

0,8k Material

0,3k Werkzeug


4,6k gesamt

Was hat's gebracht?

Die letzten Tage hatten wir hier rund 30°C und die Klima hat einen recht guten Job gemacht: alle drei Geräte sind täglich parallel 8 Std. durchgelaufen und haben die Bude auf rund 23°C gehalten. Bei maximaler Kastration (Außengerät geräuscharm, Bedarfssteuerung 40%, Lüftersufe 1 bis 3) ist das System mit durchschnittlich 250W durchgelaufen ohne zu takten und hat sich rund 2kwh pro Tag gegönnt.

In Schlafzimmer und Bad, die über kein IG verfügen und passiv mitgekühlt wurden, hat es ca. 1°C mehr gehabt - damit bin ich soweit zufrieden.

Der kalte Luftzug im Wohnzimmer, wohl auch durch die ungünstige Positionierung des IGs bedingt, geht mir etwas auf den Sack, aber ich kann mich damit arrangieren.

Das AG könnte leiser sein für meinen Geschmack, aber, zugegeben, da bin ich schon sehr pingelig und schließlich sitzt es direkt neben mir auf der Terasse.

Lessons learned:

Rechts raus beim Wandgerät kann knifflig werden - besser links raus.

Vorgebördelte Kältemittelleitungen sind Schrott - besser selbst bördeln.

1/2" Überwurfmutter hat 25er Schlüsselweite - sollte man wissen, wenn man mit Drehmomentschlüssel dran drehen will, sonst bleibt einem nur der gefühlvolle Engländer.

Daikin liefert nicht mal 'nen Stromstecker mit - dafür aber Batterien für Fernbedienungen, die ich nicht nutze und Reduzierstücke für 1/2" auf 3/8", die tatsächlich dicht halten.

Onecta App ist kurios - muss man mit leben. :wink:

Bin gespannt wie's im Winter wird und was sonst noch so kommt...

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Mit passender Klappenstellung horizontal und vertikal kannst du das nicht eleminieren? Lüfterdrehzahl vielleicht auch noch runtersetzen, beim Kühlen reichen ja auch niedrige Lüfterdrehzahlen.

Was mir bewusst geworden ist: Ich hab mich früher immer gewundert, was die Leute mit Luftzug haben. Ist mir nie aufgefallen. Ich hatte aber immer den Heizbetrieb im Blick. Jetzt, wo wir kühlen, bemerke ich, dass es hier viel schneller unangenehm wird mit einem kalten Luftzug. Zum Glück blasen unsere Geräte in eine Richtung, wo niemand sitzt.

Yep, horizontal/vertikal ist fix eingestellt und bestmöglich optimiert. Leider bleibt der kalte Luftzug an manchen Sitzplätzen nicht aus, aber dafür kann die Anlage nix - das war mir schon vorher klar.

Den höchsten Komfort bietet natürlich die kleinste Lüftersufe - wenig Zug und nahezu lautlos.

Und immerhin moduliert die Daikin so weit runter - deutlich weiter als ich angenommen hatte -, dass sie die Leistung auch auf kleinster Lüftersufe weg kriegt, ohne ins Takten zu geraten.

Das ist für mich ausschlaggebend und erhöht den Komfort.

Der Standby-Verbrauch, der bei 15W liegt, ging mir hingegen etwas auf die Nüsse, weshalb ich die Anlage nach Betrieb komplett vom Netz trenne.

Ich hab' hier gelesen, dass manche diesbezüglich Vorbehalte haben, konnte aber bisher keine negativen Auswirkungen dadurch ausmachen.