Multiplus II wie konkret integrieren/anklemmen/konfigurieren

Gestern abend habe ich den MP2 kurz mal auf "O" Aus geschaltet um ihn dann wieder auf "1" Ein zu stellen.

Und heute läd er wieder ganz normal. Irgendwas klemmt da...

Hier mal einige bilder vom akku

Hallo,
da das hier lt. Voltmeter der Sammelthread zur MP2 Konfiguration ist, hoffe ich, dass meine Fragen hier an der richtigen Stelle sind.
Ich hab seit Ende März einen Speicher mit EVE Zellen 16s/230Ah mit MP2 48/3000/35-32 (kein GX) als Nulleinspeiseanlage in Betrieb, Systemschaubild ist im Anhang.
Eigentlich nur im Testbetrieb, aber der lief auf Anhieb so gut, dass er nun schon den ganzen April störungsfrei durchgelaufen ist.
Statt einem CerboGX habe ich ein Raspi 2B mit VenusOS 2.93.
Statt einem EM24 nutze ich die Leistung meines eHZ (saldiert über die Phasen) und speise sie über FHEM per MQTT und einem skript alle 5s ins VenusOS ein, das funktioniert sehr gut. BMS ist ein JKBMS, welches über die bekannten Adapter mit dem raspi2B/VenusOS verbunden ist.
Das ganze System ist offline, also nicht mit der Victron Cloud verbunden, die Datenerfassung läuft über FHEM.
Die anfängliche Freude, dass alles auf Anhieb lief, ist etwas der Ernüchterung gewichen, dass ich doch erhebliche Verständnislücken habe ?:
Der MP2 hört nämlich aktuell bei 90% SOC auf die Batterie zu laden (Tendenz fallend, waren mal 92%).
Das ist eigentlich gar nicht schlimm und eher batterieschonend.
Ich komme auch gut über die Nacht, hab morgens meist noch 60% SOC.
Ich frage mich aber, welchen Wert (vermutlich im ESS Assistent) ich ändern muss, um näher an die 100% ranzukommen.
Wenn ich das wollte ?
Ich denke ich müßte die "Konstantspannung" erhöhen, aktuell ist die auf 56,8V (=3,55V Zellspannung) eingestellt.
Die Frage ist, welchen Wert der MP2 eigentlich für die Batteriespannung annimmt, und ob er sowas wie eine Kompensation des Spannungsabfalls über die Leitungen macht, ich meine das irgendwo in der Victron Doku gelesen zu haben ? Nimmt er die Batteriespannung, die das BMS liefert ? Oder die Spannung, die er an seinen Batterieklemmen misst ?
Ich muss dazusagen, dass ich die VSens Leitungen (noch) nicht am MP2 angeschlossen habe (Testbetrieb ?).
Was wäre Euer Rat ? Spannung erhöhen ? VSens Leitungen anschließen ? Beides ? Was ganz anderes ?
Danke !

Ich antworte mir mal selbst bzw. ich entschuldige mich, dass ich nicht länger bzw. intensiver das Forum durchsucht habe.
Das JKBMS in Verbindung mit dem serialbattery Treiber übernimmt im MP2 sozusagen die Kontrolle.
Näheres hier: Akku lädt nicht voll (JK BMS DbusSerialBattery Victron)

Hallo allerseits,

Setup: PV-Anlage netzparallel mit 3x MP2 48/5000 u. DC-seitigen MPPT nebst Speicher, sowie PV-WR u. Lasten an AC-In (diverse Critical-Loads auch am AC-Out).

Es wäre schön, wenn ein fachkundiges Forenmitglied eine Aussage dazu treffen könnte, ob das ohne weiteres funktioniert, wenn man mit einem Bypass 1-0-1 Umschalter bei Netzausfall den PV-WR u. auch die Lasten vom AC-In auf den AC-Out1 schwenkt. Von der Schaltung her geht das zwar, aber ob der dann mit am AC-Out1 hängende PV-WR wieder in Funktion kommt u. seinen PV-Ertrag dort einbringen kann? Solange der PV-WR an AC-In hängt, ist er bei einem Netzausfall ja erstmal down. Umgeschalten an AC-Out1 kriegt er ja vom MP2 dort ein 50Hz-Netz bereitgestellt u. sollte meines Erachtens dadurch auch wieder funktionieren können (zumindest elektrisch). Ich habe in Erfahrung gebracht, dass ein PV-WR an AC-Out1 im MP2 aber auch konfiguriert werden muss. Könnte das ein Hinderungsgrund werden, warum der PV-WR seinen Ertrag dort dann doch nicht einbringen kann? Oder könnte man vorbereitend den PV-WR an AC-Out1 im MP2 einfach konfigurieren, obwohl dieser überwiegend dort gar nicht dran hängt (wird ja nur beim seltenen Netzausfall zugeschalten)?

Ich bedanke mich vorab für die Einschätzung u. evtl. kreative Ansätze.

Ja, so habe ich das auch gemacht. Meine PV-WR sind an AC-in angeschlossen, im Notstromfall kann ich sie auf AC-out umschalten.

Dann laufen sie mit dem vom MP2 aufgebauten Netz weiter.

Da ein PV-WR ja wie geschildert an AC-Out1 für seine Ertragseinbringung wohl entsprechend konfiguriert werden muss (also hier quasi "vorkonfiguriert"), gibt es beim MP2 offensichtlich kein Problem, wenn der PV-WR während 99,...% der Laufzeit gar nicht an diesem AC-Out1 angeschlossen ist (sondern nur ein paar "Critical-Loads")?

Nein, das ist kein Problem. Die Einstellungen im VE-Config beim ESS-Assistenten hast du gesehen? Da würde ich die passenden Werte für den WR am AC-out einstellen.

Klar kannst du ihn völlig problemlos am AC-in betreiben, und nur bei Bedarf auf den AC-out umschalten.

Warum verbraucht mein AC-Out 19 W obwohl gar nichts dran hängt?

30 W für AC-In finde ich auch viel. Es ist Nacht, es kommt kein Strom rein. Der Akku ist leer, es wird also auch nichts ins Hausnetz eingespeist.

@maxpd Das sind nur die Anzeigen der Remote-Console im VenusOs. Wenn Du die Angabe 29W - 19W berechnest kommen da 10 Watt raus. Das ist das was ich extern als Verbrauch meines Multiplus als Stromverbrauch an AC-IN und AC-OUT mittels AVM DECT 210 Zwischenstecker messe.

Das sehe ich an AC-IN heute Nacht:

An AC-OUT:

Sind also gerade mal 10 Watt.

Wüße nicht wo sonst etwas verbraucht wird. Meine Akkus sind im Standby. Da geht gemäß BMS weder etwas rein noch raus.

Wenn Du es genau wissen willst, schalte bei Dir einen Strommesszähler dazwischen. Die Anzeigen bei VenusOS sind Schall und Rauch. Sie berechnen sich auf Basis vieler Faktoren, beispielsweise Deine genutzten Energiezählers, den Du am VenusOS angeschlossen hast.

Die Anzeigen bei mir variieren ziemlich stark, weil mein Energiezähler für das VenusOs die Werte nur einmal pro Sekunde bereitstellt, aber der Verbrauch viel stärker schwankt. Zwischenzeitlich sieht es bei mir auch aus wie bei Dir.

Generell bin ich erstaunt wie wenig ein Multiplus II verbraucht.

Fazit: Nicht den Anzeigen glauben, sondern selbst messen.

@wihz Danke dir. Dann sollte ich vllt Nachts wirklich mal mit dem Zangenmultimeter dran.

Schließt ihr Venus OS (in meinem Fall Raspi) an AC-Out an, damit bei Blackout dieser weiterläuft, oder über die AC-IN Leitung, respektive irgendeine Phase/Steckdose im Haus?

Hallo

Bei mir hängt das VenusOS an der Batterie und läuft bei allen Unterbrechungen im Netz ungestört weiter.

Das ist hier nämlich problematisch, weil in der Nachbarschaft eine Wäscherei ist. Wenn die ihre großen Waschmaschinen einschalten, fehlen mir mehrere Halbwellen und der Computer stürzt ab.

mit freundlichen Grüßen

Thomas

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Blos nicht, dann gibt es beim Update des Multiplus mächtig Ärger. Wir von Victron auch explizit drauf hingewiesen.

Besser mit einem DC-DC Adapter direkt an die Busbar.

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Derzeit an AC-IN. Bei mir ist das Stromnetz sehr stabil. Stabiler als mein Multiplus, der beim SW-Update auf AC-OUT nicht mehr liefert.

Victron geht aber davon aus, dass man sich den Strom für das VenusOS vom Akku holt. Den Cerbo GX schließt man normalerweise nicht per Netzteil an 230 Volt an, sondern direkt an den Akku per DC an.

Bei einem Raspberry PI kann man sich die 5V über einen DC-DC-Wandler von dem an den Multiplus angeschlossenen Akku holen. Habe mir dazu einen Mean Well DDR-30L-5 geholt, den ich noch anschließe und damit meinen Raspberry Pi betreibe. Damit läuft der Raspberry Pi sowohl, wenn kein Strom vom Netzbetreiber kommt als auch, wenn der Multiplus geupdatet wird.

Alternativ setzt man statt des Raspberry Pi einen Victron Cerbo GX ein. Den kann man mit dem Akku bis 70V DC betreiben.

Der ist zwar auf den ersten Blick teurer, aber da er eine 3 x VE.DIRECT, 2 x VE.Bus, VE.Can, etc. hat, spart man sich eine Menge USB-Interfaces. Wenn ich mir überlege, was ich für mein VE.Bus to USB, mehrere USB to VE.Direct, Raspberry PI, Meanwell, etc. bezahlt habe ist das nicht zu viel.

Den Cerbo GX bekommt man mittlerweile schon unter 200 EUR. Eigentlich lohnt es sich kaum noch einen Raspberry Pi einzusetzen. Ich bleibe aber vermutlich beim Raspberry Pi, weil ich mir die ganzen Interfaces schon gekauft habe.

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Empfehle hier den Einsatz eines gescheiten DC/DC Wandlers, der Primärseitig natürlich passend abzusichern ist, um das "Gehirn der Anlage" konstant aus dem Akku mit Energie zu versorgen. Das hier ist ein Beispiel und der hier käme auch in Frage wenn man etwas mehr Power auf der 5V Schiene braucht. Wichtig: Der DC/DC Wandler muss eine ausreichend große Eingangsspannung vertragen. Ein Modell von X bis 48V DC IN kommt nicht in Frage.

Schaut mal an. Gut dass ich gefragt habe ^^

Was für Probleme gibt es denn mit dem Update und was ist die konkrete Ursache? Ich meine der Raspi zieht ja nur Strom vom AC-Out.

Langt es wenn man den Raspi während eines Updates stromlos macht? So oft führt man keine Updates durch.

Ich frage daher, weil ich eventuell auch eine motorisiere Rückstauklappe mit Pumpe an AC Out anschließen würde, damit diese beim Stromausfall nicht stehen bleibt. Dort hätte ich ja dann ähnlichen Fall bei einem Update.

Greift ihr den Strom dann tatsächlich von den Busbars ab, oder am MP2 mit 2 Ringösen und gegebenenfalls einer 2. Sechstkantschraube an der Auflage der Batterie

Danke für die Links. Für den Rapsi langt ja der kleine. Nur eine Hutschiene müsse man extra montieren. Sieht dann wieder gefrickelt aus.

In meinem Fall habe ich 0 € für die Rapsi Variante zahlen müssen.

Der Raspi3 war ungenutzt im Haus. Das MK3 war notwendig für das ESS. RS485 Kabel war beim EEL Case dabei und LAN Kabel zum Victron hatte ich auch noch da liegen.

Bei mir läuft ein Pi 4 mit MK3, 3x USB-VE.direct und CAN.Hat und DC-DC Converter und Gehäuse.

Würde ich nie wieder machen, lieber den Cerbo S GX kaufen, hätte dann nichts davon gebraucht, auch nicht für ESS.

Beim Update des MPII schaltet der AC.out aus, das Update wird aber vom VenusOS gesteuert, blöd wenn das mittendrin weg ist.

Naja, wenn dann der Cerbo abraucht geht auch erst mal nix mehr. Wenn der PI oder sein HAT abraucht tauscht man kurz die Hardware und kann weiter machen. Hat halt alles sein für und wider.

Jedoch, wenn der Raspi, also das VenusOS, per DC DC direkt vom Akku versorgt wird ist nix weg wenn die MP2 ihren Dienst kurz wegen eines Updates einstellen.

Weshalb sollte dann "nicht mehr gehen"? ESS wird nicht mehr laufen, der Grundbetrieb wird davon aber nicht beeinflusst.

Auf dem Cerbo hast Du zumindest 5 bis 10 Jahre Garantie, falls wirklich mal etwas kaputt geht. Es gab wohl eine fehlerhafte Charge von Cerbos, die mehr als 50V nicht abkonnten, aber ansonsten scheint das kein problematisches Produkt zu sein.

Ich habe da gerade mal eine Herausforderung.

Der MP2- GX 3000 soll in der Garage installiert werden. Es kommen 2x Pylontech US5000 dran - sind aber aktuell noch im Zulauf.

Natürlich alles nur 1-phasig als ESS und ohne AC-out.

Ich würde die Konfig dann auf 13A einstellen.

Die Garage ist mit 16A im Hauptzählerschank abgesichert.

Aber mir fliegt nach wenigen Sekunden nach dem Einschalten des MP schon die Sicherung raus. Dh. Der Einschaltstrom ist größer also die 16A.

Jemand eine Idee wie ich das abfangen kann?

Danke