Andere Threads hier im Forum haben mich dazu motiviert, die Speicher von Gobal Power sowie Victron MultiPlus II zu wählen. Allerdings sind mir ein paar Dinge nicht ganz klar. Vielleicht kann mir da jemand helfen:
Brauche ich für einen 3-Phasen Betrieb 3x den MultiPlus II? Der hat ja nur 2 AC-Ausgänge und einen AC-Eingang.
Es gibt auch einen Ausgang "critical loads". Das verstehe ich nicht, wenn der doch den Akku komplett ins Netz einspeist, wozu denn noch die separate Dose.
Wenn alles andere geklärt ist, wie dimensioniere ich den MultiPlus II richtig? Es gibt ja mehrere Ausführungen.
Wie steuere ich den MultiPlus II an, damit der entweder lädt oder entlädt oder eben nichts macht. Ob ich überschuss habe oder nicht ermittle ich schon an anderer Stelle.
Außerdem hat der ja auch einen Notstrombetrieb. Wie kann das funktionieren, wenn mein WR Kostal Plenticore weiter betrieben werden soll, Solarstrom ggf. weiter produziert wird und gleichzeitig bei Stromausfall aber das Netz zum Netzbetreiber dann auch getrennt werden muss?
Ich weiß das sind viele Fragen. Aber das Ganze scheint womöglich einfacher zu sein, als ich jetzt denke.
1.: Ja, Multiplus ist einphasig. ABER man kann auch einphasig fahren. Hängt vom Gesamtkonzept ab
2.: es gibt 2 Ausgänge: Critical Loads ist für den Stromausfall: dann werden vom AKKU nur die Crictialloads versorgt. Macht Sinn wenn der Akku so klein, dass der nicht alles versorgen kann. Man nimmt dann Heizung, Kühlschränke, Licht....
3. das ist auch im Anschluss an Frage 2 zu sehen: https://www.victronenergy.de/upload/documents/Datasheet-MultiPlus-II-inverter-charger-DE.pdf
4. das wird über den Cerbo GX gemacht: https://www.victronenergy.de/upload/documents/Datasheet-Cerbo-GX-GX-Touch-DE.pdf
5. Victron MP2 übernimmt das Netz bzw. erzeugt dann ein Netz für den WR und sich selber aus dem Strom des Akkus. Ist der Akku leer wird es schwrieger...sogenannter schwarzstart geht erst mal dann nicht
bin aber kein Victron experte und hab noch keinen. Plane nur einen anzu schaffen und hab daher schon informiert.
gucks du: https://www.youtube.com/@SchattenPV/videos
Ja, für einen 3-Phasen Betrieb benötigst du 3 gleiche Multiplus II, d.h. z.B. 3x 3000 / 3x 5000
Der Multiplus hat 2 Ausgänge. Einer davon schaltet ab, wenn das Netz ausfällt, der andere läuft weiter. Du kannst also entweder wichtige Verbraucher (Kühlschrank, einige Lichter?) an den relevanten Ausgang anschließen oder eben ein komplettes Notstrom/Ersatzstrom-Setup bauen.
Dimensionierung kommt auf mehrere Punkte an. Unter anderem:
Reicht dir der einphasige Betrieb? Wenn ja, kommen normalerweise nur der 3000er und (eingeschränkt, siehe andere Forenbeiträge) der 5000er in Frage (Stichwort: Schieflast)
Davon abgesehen kommt es dann auf die Leistung an, die du (A) abrufen können möchtest und die du (B) in deine Batterien laden bzw. daraus entladen möchtest.
Wenn du einen weiteren Wechselrichter "hinter" den Multiplussen weiterbetreiben willst, musst du die "Faktor 1" Regel beachten (siehe andere Forenbeiträge). D.h. beispielsweise für einen Plenticore 10 oder mehr wärst du wahrscheinlich bei 3x 5000.
Ansteuern kannst du ihn mit einem der Cerbo Devices. Entweder einen der MPs als GX Ausführung kaufen, das Cerbo GX oder auch selbst das Venus OS auf einem Raspberry PI.
Du kannst alles 3-phasig (bspw. 3x 5000) aufbauen und deinen Plenticore hinter den MPs bedienen. Hier im Forum gibts sehr viele Beiträge inkl. Schaltpläne/Bildern und Diskussionen dazu.
Lieber wäre mir ein Speicher WR, der gleich 3 Phasen kann. Sonst rechnet sich das ja nicht wirklich. Ich will ja auch mein Haus nicht nur zum Teil mit dem Speicher versorgen. Nachts im Sommer soll das ganze Haus vom Akku versorgt werden. Sprich der Batterie-WR soll eigentlich parallel auf allen 3 Phasen zum PV-WR liegen.
Könntest du mir das erklären? Der Stromzähler ist klar - der addiert ja alle Phasen. Aber wie kriege ich alle 3 Phasen an den Akku, ohne 3 Multiplus 2 hinzustellen?
@cannon HAST du ein Lastprofil? Was verbraucht das Haus Nachts den So und was ist dein Jahresverbrauch.
Ich hab mir erst mal einen Shelly 3em installiert. Esgeht auch ein Lesegerät dür den STrpmzähler, wenn derDigital ist. Dann kannst du deinen Verbrauch sehen und entsprechend planen.
3phasig braucht man nur für Notstrom oder wenn du >4-5KW einphasig einspeist. Schieflast ist nur begrenzt erlaubt (stromlieferant fragen).
@cannon das muss halt nicht.
L1 sagen wir verbraucht gerade 500W
L2 auch 500W
L3 wird vom Multiplus mit 1000W versorgt aus Akku
Macht stromverbrauch = 0W
Multiplus misst den gesamt Stromverbrauch über ein Smartmeter direkt am Zähler
ein Multiplus 3000 kann halt nur 2400W (kurz mehr).
D.h. wenn du abends kochst mit eHerd, dann reicht das schon nicht mehr. Dann 1 x 5000er, aber da kommt dann bald schon die Schieflast
Lastprofil habe ich nicht so recht. Ich habe aber pro Jahr ca. 6000 kWh, habe seit Januar auch ein SmartMeter dran. Ich kann in etwa sagen, dass ich 16 KWh pro Tag verbrauche, wobei es keinen wesentlichen Unterschied macht, ob es Tag oder Nacht ist. Es hängt nur davon ab, wie lang die Nacht wirklich ist. Aber der Einfachheit halber entspricht der Verbrauch einer Stunde am Tag auch einer Stunde in der Nacht.
Achso jetzt verstehe ich. Ich speise im Prinzip nur in einer Phase ein und der Zähler saldiert. Das bedeutet, wenn theoretisch konstant ich in einer Phase 2 KW einspeise und aus den anderen beiden jeweils 1 KW entnehme steht die Entnahme und Einspeisung bei 0 KWh?
Ich habe dazu gelesen. Die Schieflast darf nicht mehr als 4,6 KW betragen. Gleichzeitig ist das anscheinend aber ohnehin das Maximum was sich pro Phase beziehen lässt. Wenn das Kochfeld mit 3 Phasen ran geht, ist das sowieso nicht aus dem Akku zu stemmen. Da sind ja dann 10 kW bei Vollast möglich.
Allerdings noch eien Frage zur Schieflast. Was definiert das genau? Das habe ich nicht gefunden. Das die Diffenz zwischen 2 Phasen nicht größer als 4,6 kW sein darf - sprich ich speise 3 KW ein auf einer Phase und auf der anderen entnehme ich 3 KW ... wäre ich dann schon drüber?
In der Regel scheint die Schieflast auch mehr die Entnahme beim einphasigen Laden von E-Autos zu treffen. Würde sich denn die Schieflast nicht ausgleichen, wenn die Nachbarn auf der gleichen Phase laden würden?
Schieflast ist die Differenz zwischen 2 Phasen und ja es addiert sich mit dem Nachbarn auf, genau deshalb ist die pro Zähler begrenzt. Das Netz kann mehr, aber wenn alle Haushalte an die Grenze des Möglichen gehen, dann knallt es im Umspannwerk (nicht wirklich, eher ein lokales Problem bei größeren Häusern).
10KW aus Akku sind kein Problem. Der muss nur groß genug sein und der Multiplus muss das auch schaffen: Ich denke für mich an 3 x 15KW AKKUpack parallel, jedes davon sollte 1C Endladung können. Also 3x280x48=40KW. Daher bräuchte ich schon mal 3 x 10.000er Multiplus2.
Da würden die 3 MP2 10.000 dann 3x8000W=24KW schaffen. Bei mir Firma 9KW + 11KW Auto geht dann.
Ich habe mir das noch mal angeschaut. So würde das dann wohl bei mir aussehen. Der WR (MultiPlus-II GX 48/5000/70-50) wäre dann aber an der Dose "No break loads". Richtig?
Die Schieflast sollte eigentlich auf Grund der maximalen Möglichkeiten des WR gar keien Beachtung mehr finden. Richtig?
Jetzt fehlt aber im Prinzip nur noch die Schnittstelle vom SmartMeter, die dem Victron sagt, ob Überschuss da ist oder nicht. Die Werte habe ich aktuell schon auf dem KNX-Bus anliegen und via SmartHomeNG auch auf einem Raspberry. Wahrscheinlich dann über Modbus. Braucht man dazu dann den GX oder geht das direkt über den MultiPlus II ohne GX?
Viel mehr, abgesehen von Sicherungen Abschalteinrichtungen, braucht es dann eigentlich nicht mehr oder?
@cannon Cerbo GX oder Rasberry brauchst du. Evtl geht das auf deinem Rasberry, den du schon hast.
Da kenn ich mich aber nicht aus. Ob du da aber deine Daten abgreifen kannst...keine Ahnung. Normal kommt noch ein EM24 Smartmeter rein.
Aber der ist recht teuer.
Ja das war die Idee. Der Kostal ist nicht notstromfähig und auch nicht schwarzstartfähig.
Ja noch ein SmartMeter möchte ich eigentlich vermeiden. Dann noch eins von Kostal und dann habe ich 3 SmartMeter hier hängen. Mir ist noch nicht ganz klar welchen Mehrnutzen mir die SmartMeter bringen. Das was ich jetzt schon habe, hängt am KNX-Bus und könnte eben auch darüber Steuerungen ausführen. Da ich aber 2 Kostal WR haben werde, brauche ich wahrscheinlich auch den SmartMeter von Kostal.
Als Konzept sollte das EM24 oder ET340 (müsste ja auch reichen), kann dann direkt mit dem Victron reden und Laden und Entladen selbst regeln, wenn ich es richtig verstanden habe. Das passiert dann ohne mein Zutun. Ich stelle mir auch wenige Gründe vor, warum man das manuell regeln sollte. Denn letztendlich habe ich entweder Überschuss oder eben nicht und wenn ich habe, lade ich erst mal den Akku. wenn dann immernoch Überschuss da ist bzw. der Akku voll ist, kann ich ggf. noch andere Sachen. Aber nach Prio wäre erst mal Direktverbrauch, dann Akku, dann alles andere. Einziger Haken, ich kann nicht direkt ermitteln, ob ich aktuell Überschuss habe, wenn gerade der Akku geladen wird. Denn dazu müsste ich sowohl den Ertrag kennen (liefert mir der Kostal), den Verbrauch wissen (liefert mir mein KNX SmartMeter), als auch die Einspeisungleistung in die Batterie wissen (ist mir noch nicht klar, wie ich das vom Victron abgreife).
Nicht der ET340, sondern der EM24 ist der richtige.
Ansonsten passt das ungefähr.
Der MP2 bzw. CERBO-GX ist die zentrale Steuereinheit der Anlage(n). Der sorgt dafür, dass zuerst die aktuellen Lasten gedeckt werden, Überschuss in den Akku geht, und wenn der voll ist, ins Netz eingespeist wird. Dazu muss er die Situation am Netzanschluss kennen, das macht er über die Daten des EM24.
Je nachdem, wie fit man ist, lassen sich auch andere SmartMeter verwenden, der EM24 ist nur eine Empfehlung, wenn du möglichst wenig Bastelei haben möchtest.
Kostal Smartmeter wirst du nicht brauchen. Entweder du kriegst es hin, dass der Kostal seine Daten an den MP2 übergibt, oder du hängst einfach ein ET112 als einphasigen Zähler in die Kostal-Anschlussleitung. So ist das bei mir, bin nicht so fit mit KNX-Bus oder solchen Dingen.
Wenn du übrigens statt Kostal einen Fronius PV-WR nimmst, dann kann der direkt mit dem MP2 sprechen, also auch z.B. abgeregelt werden.
Die 1:1 Regel bei Victron beachten, wenn du den Kostal als Critical Load anbinden möchtest.
DAs EM24 misst, ob du gerade Strom aus dem Netz beziehst oder über PV Überschuss einspeist.
Der MP2 ruft die Daten ab und wird zum Laden den Überschuss nutzen. Solltest du Strom aus dem Netz ziehen, dann speist der MP2 entsprechend die Menge an Strom ein und regelt somit den Bezug auf einen definierten Wert. Standartmäßig um die 50W.