Mir schoss bei der Überlegung ob 3x MultiPlus 2 3000 oder 5000 folgendes in den Kopf:
Kann man irgendwie den Mittagspeak von einer OST/West Anlage bestimmen? Gibt es bei Ost/West sowas wie einen Mittagspeak überhaupt oder ist dort der Einstrahlwinkel der Sonne eh "doof" und der Peak wird gar nicht höher sein?
Ich habe 2 Dachflächen um 1-2° verschobene OST/WEST Ausrichtung, nähe Köln. Auf jede Dachfläche bekomme ich 17 Module a 435Wp drauf. Die Dachneigung ist 35-36°.
Ich bin mir nicht 100% sicher ob ich auf 3x 3000 MultiPlus 2 oder 3x 5000 MultiPlus 2 setzen soll, da ich nicht abschätzen kann, wie hoch der Mittagspeak sein wird, falls es einen gibt.
Wenn ich einfach nur jede Fläche für sich betrachte, im Optimum 7,4kW, würde das ja mit den 3000er genau ausgehen, da ich nicht denke das ich immer optimale ausbeute haben werde. Zumindest bei 25°C. Im Sommer würde ich dann nicht die volle Sonnenleistung nutzen können. Verschattung gibt es keine. Wie schaut das im Winter aus? Da sollen passt das ja denke ich mit den 3x 3000. Der Aufpreis von 3x 3000 zu 3x 5000 sind um die 2000,-.
Zu den Wechselrichtern kommt noch ein 14,4 oder 21 kw Speichersystem dazu. Als MPPT werden 4x 250/70 von victron verbaut.
Wie seht ihr das? Würden 3x 3000er für die Anlage eher passen oder 2000,- mehr in die Hand nehmen und die 5000er nehmen ?
Vielen Dank für eure Einschätzung/Ansichten dazu.
Die Video von Andi aus DownUnder zeigen, das beide Dachseiten zusammen bei Bewölkung mehr Strom liefern können als eine Seite bei prallen Sonnenschein.
Ich würde also ehr zu 3x 5000 greifen, so viel teurer sind die am Ende auch nicht.
@phoenix_83 Überschuss Einspeisung. Wieso Victron?. Seh das wie beim Auto, den einen sagt die eine Marke zu, anderen eine andere. Hab da irgendwie Bock drauf.
@grumpy_badget Der Aufpreis ist etwa 1000,- und für mich eher als irrelevant. Stecke eh schon viel Kohle in die Kernsanierung, auf die 1000,- kommt es dann auch nicht mehr an. Hast du mal n Link? Hatte bei Andi schon nach "Ost west" gesucht, aber nichts gefunden. Danke
Bei Überschusseinspeisung würde ich aber einen großen Teil der Anlage mit einem AC-WR realisieren. Sonst sind die Wandlungsverluste zu groß. Evtl dann einen kleineren Teil als DC-DC mit Victron MPPT machen.
Was ist der Zweck deines 3-Phasensystems mit Victron? Ich wollte auch erst 3-phasig bauen, bin aber jetzt mit meinem einen MP2-5000 mehr als zufrieden.
Schau dir mal meine Anlage an, Link dazu in meiner Signatur.
Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, wie man eine Anlage so fehl planen kann.
Die Multiplus2 sind BatterieWR und sind dafür gedacht Strom in den Akku zu laden bzw. Strom vom Akku im Haus bereit zu stellen.
Aber nicht um den gsamten Strom vom Dach zu wandeln. Du wirst die Lebenserwartung deiner Victrons deutlich verkürzen, unnötige Wandlungsverluste erzeugen und dir ne Menge Abwärme ins Haus bringen.
Ich würde auch eher die 3 5000er nehmen, würde aber einen PV WR nehmen und keine laderegler.
Wenn dir Notstrom wichtig ist, dann kannst du die PV WR auch am AC-Out von den Multis hängen, dann laufen die auch bei Netzausfall.
Wir waren im Urlaub und ich wollte mich jetzt weiter mit der PV beschäftigen. Kannst du mir hier bitte was mehr Input geben? Wo hätte ich die Information bzgl. der Lebenserwartung her bekommen können? Habe den MP2 nicht als expliziter Batteriewechselrichter aufgefasst. Daher habe ich so die Umsetzung überlegt. Klar habe ich viele Threads, Blogeinträge, Videos gesehen, wo noch ein zusätzlicher AC-Gekoppelter PV WR mit arbeitet, aber fast immer war der schon vor den Victrons da und daher habe ich das wohl falsch gedeutet. Fand einfach die Flexibilität/Modularität sehr von Vorteil bzw. ansprechend.
Das ich durch die Wandlung PV -> 48V -> 230V etwas mehr Wandlungsverluste habe, war mir bewusst und hätte ich aber in Kauf genommen (Habe dazu aber auch keine konkrete Berechnung und hab da mal 3-4% zusätzlichem Verlust/schlechterem Gesamtwirkungsgrad gedacht als Zahl irgendwas um die 100€ im Jahr). Das meine Überlegung jetzt so arg verfehlt, hab ich allerdings nicht erwartet. Wo liegt den da der Unterschied zu anderen Hybridwechselrichter? Das ist doch das gleiche Grundprinzip nur ggf. mit anderen Spannung für das Batteriesystem.
Es ist nicht zwingend wichtig, aber ein gern gesehenes nice-to-have. Der Fall wird in DE eher selten bis gar nicht stattfinden, das über mehrere Stunden der Strom weg ist. Es sind auch nur die für mich wichtigsten Verbraucher dort dran. Kühlschrank, Kühltruhe, Flurlicht.. Und hier ist dann auch der Hauptgrund zu finden, wieso 3-phasig.
Also überdenke ich meine Anlage nochmals. Bis auf die Module, den MPPTs und Generatoranschlusskasten hab ich bisher noch nichts angeschafft.
Bei 17 Modulen pro Dachfläche, war die Überlegung, die Strings wie folgt aufzuteilen. 2x 3x3 und 2x 2x4.
Jetzt kurz aus der Hüfte geschossen. 2 Überlegungen.
Wenn ich jetzt die beiden 3x3 Strings zusammenfasse zu 2x9 komme ich bei etwas unter 500V und 22A raus, das dann zB an einen Fronius Symo 4-5-3-M hängen. und die 2 8er Springpacks weiter über Victron MPPTs.
Ich fasse je 14 Module pro Dachfläche zusammen, schliesse die an den Fronius Symo 4-5-3-M und die restlichen 2x3 pro Seite fasse ich zusammen und auf einen MPPT.
Wenn ich das jetzt bei kurzer Recherche richtig gesehen habe, lassen sich die Fronius über Victron mit steuern, wobei hier eine echte Steuerung glaube ich gar nicht mehr nötig ist. Wenn was für die Batterie benötigt wird und Überschuss da ist, nimmt sich der Victron das ja dann.
Bin jetzt ehrlich gesagt, aber überhaupt nicht mehr sicher, wohin die Reise mit PV gehen soll/sollte. Vielleicht mal eine Übersicht was mir so im Kopf rum spinnt.
PV-Anlage mit Überschusseinspeisung
Gewisse Notstromfähigkeit für "kritische" Kreise/Verbraucher
Wallbox mit PV-Überschuss (später)
Wärmepumpe mit PV optimierter Regelung/Steuerung
Später soll noch Loxone als Smart-Home System nachgerüstet werden (ggf. dann auch das Lastmanagement dadrüber)
Die Endversion ist noch nicht vorgegeben. PV technisch, bin ich mit den 2 Dachflächen aber eigentlich schon sogst wie am Ende. Evtl. kommt noch klein bisschen was an Terassenüberdachung mit so halb transparenten Modulen (max. 10 Stück) dazu. Aber dann ist auch schon alles ausgeschöpft.
Hier, als Beispiel, eine Süd(grün)- West(blau) Anlage mit einem Fronius 4.5-3-M
Durch ein spiegeln der blauen Grafik könntest Du dir ein recht gutes Bild verschaffen wie es bei dir aussehen könnte.
Beide Strings sind ident bestückt (gesamt 5,2kWp). Habe hier extra einen kühlen und sonnigen Tag ausgesucht. Bei heißen Tagen, die wir gerade hatten, sinkt die Peak-Leistung auf 3,9kW.
Da meine Überlegung, rein auf die MP2 zu setzen, nicht der richtige Ansatz ist, stellt sich mir die Frage, wie der oder ein richtiger Ansatz aussehen könnte. Wie schaut es den mit den beiden Überlegungen aus meinem Kommentar aus, das ich AC-seitig noch einen Fronius dran hänge? Müsste den dann ja sicherlich am AC-out 1 (der für Notstrom) dran hängen, damit im Fall eines Ausfalls theoretisch auf die volle PV Leistung zugreifen kann, falls nötig? Die Victron trennen ja die anderen AC Anschlüsse bei Netzausfall.
Oder sogar eher "scheiss auf Victron" und verbau einfach was anderes?
Mir geht es halt darum, das ich nachher alles (PV + Smart-Home + Wallbox + Wärmepumpe) zentral von einer Plattform aus steuern/nutzen kann und der Eigenverbrauch so hoch wie möglich/sinnvoll ist.
Wo ich mich über PV und den ganzen Kram informiert habe, bin ich halt immer über Victron als Eierlegende Wollmilchsau gestolpert und fand das gesamt Konzept halt ansprechend. Ich habe mich allerdings auch dann nur noch auf diese Geräte versteift. Ich hoffe das ich/wir hier ggf. was sinnvolleres dann an Umsetzung realisiert bekomme.
Ich habe selbst OST/WEST, daher wird das prozentual vergleichbar sein.
Wenn du effizient bauen möchtest, dann nimmst du nur eine Multiplus2 5000 und hängst die ganze PV an PV WR.
Wenn dir Notstrom wichtig ist dann 3 Multiplus2 5000 und die PV an PV WR. Du solltest aber einen 101 Umschalter einbauen, damit du manuell auf Notstrom umschalten kannst und nicht fest auf AC-Out 1 anschliesen. Fest auf AC-Out hat zwar den Vorteil, dass du bei Netzausfall unterbrechungsfrei Strom hast, aber bei einer Störung oder Defekt von Akku oder Multi wäre dein Haus sofort stromlos. Da sollte man sich vorher Gedanken machen und nicht Blind das Haus an AC-Out anschliesen.
Mach dir mal Gedanken dazu wo deine Prioritäten liegen.
Da ich auf die Notstromfähigkeit irgendwie nicht verzichten, aber das System nach eurem Input was optimierter gestalten möchte, habe ich das ganze jetzt nochmals überdacht.
Ich habe pro Dachseite 13 Module in folgender Reihenanordnung von oben nach unten: 4, 4, 3, 3, 3. Von jeder Ausrichtung die oberste Reihe würde ich dann in reihe und das dann parallel an einen MPPT packen (wenn das so passt). Die restlichen 13 pro Seite dann an je einen Tracker vom Symo.
Was noch nicht klar definiert ist, welche Trenner für die Batterien (6x Pylontech 2,4kWh in 3x Doppelpack? angebunden) und sollte ich zwischen den Lynx und den MultiPlus auch noch Trenner vorsehen?
Schaut das so besser aus?
Was in der Zeichnung jetzt nicht drin ist, sind die Sicherungen AC-seitig. Da würde ich die MP2 mit 4-phasig 32A (Strom in den MP2 dann begrenzen) und den Symo 4-phasig 16A absichern.
Lastschalter würde ich auf das absolute Minimum reduzieren. Da die Pylontech Akkus Ausschalter haben haben sehe ich da keine weiteren Schalter als notwendig an. Unnötiger Widerstand.
Bei den Multiplus ist laut Victron nur eine Sicherung notwendig, kein Schalter, würde ich da also auch weglassen.
Zwischen dem Lynx für die Akkus und denen mit den MPPTs und MPs sollte ein Shunt. Nur den Pylontech BMS alleine würde ich bei der Grösse nicht trauen.
@grumpy_badgerJa den Energiezähler und das Cerbo GX hab ich in der Zeichnung vergessen.
Ich habe in den Lynx (1x Power-In mit "Umbau" + 1x Distributor) für die MP2 200A Mega-Fuse und die "Einspeisung" 125A vorgesehen. Also könnte ich da auf Trenner quasi verzichten. Ich kann über die Generatorkästen die Strings abschalten, dann würde der MPPT nichts mehr liefern, die Pylontech kann ich auch separat abschalten und die MP2 ja auch. Dann wäre die 48V Bar quasi "off". Hätte jetzt die Trenner nur als zusätzliche "Abschaltung" verbaut.
@stromsparer99 Danke für den Link. Die Seite kannte ich noch nicht. Wollte bei den Pylontech erst 6x UC3000C verbauen und hab dann über die Tools hier aber gesehen, das der Mehrwert der zusätzlichen 7kAh Kapazität bei mir nur noch 1-2% bessere Eigenverbrauchswerte liefert. Daher auf die 2000er geschwenkt. Von der Ent-/Ladeleistung her hast du natürlich Recht, Dann also erstmal 6 3000er für den Start (74A) und dann nochmals 3 weiter später nachrüsten um an/über die 100A pro Multiplus zu kommen. Der Aufpreis von 6 2000er -> 6 3000er sind etwa 2000,-.