Nimm 10 lokale Fachebetriebe, alle versprechen einem tolle Arbeit, am Schluss würden es 3 Firmen vielleicht wirklich gut machen, die restlichen 7 sind mehr oder weniger am pfuschen, so dass man sich danach ziemlich ärgert und eine Menge Arbeit noch selber hat.
Das ist ja das große Problem: Es ist sehr schwer heraus zu bekommen, wer wirklich sauber und zufriedenstellend arbeitet.
Besonders ärgerlich ist dann, wenn man viel Geld ausgegeben hast und nur Murks bei rausgekommen ist.
Du hast auf jeden Fall Glück gehabt, dass es bei dir gepasst hat und die Firma sauber gearbeitet hat. Nutzung von Wellschlauch ist eine saubere Lösung, wird aber auch sehr selten gemacht.
Ich hatte auch Glück. Aber das lag daran, dass ich einen guten Bekannten im Ort habe, der schon sehr lange bei einer Klimafirma arbeitet. Der hat aber auch gesagt, dass er bei mir so lange wartet, bis seine zwei besten Monteure frei sind, damit das vernünftig wird.
Viel schlimmer finde ich, wenn es um eine neue Heizung geht. Mir gruselt es jetzt schon, wenn ich daran denke, wenn meine Gastherme raus muss und dann wohl eine Wärmepumpe ansteht. Da es sich um eine ganz andere Technik mit ganz anderen Voraussetzungen handelt, befürchte ich, dass viele sogenannte Heizungsbauer, die ihr lebenlang nur Öl- und Gasheizungen verbaut haben, irgendwas hinklatschen und das war es dann. Wenn dann nach dem ersten Winter festgestellt wird, dass das Ding zu viel Strom verbraucht, bekommt man keine vernünftige Lösung. Wie denn auch, wenn die Installation verpfuscht wurde.
Da mein Bruder gerade vor diesem Problem steht, sehe ich, was da der "Fachmann" von einer Firma vor Ort so treibt. Fragt nach dem Jahresverbrauch, guckt wo er das Ding hinstellen könnte, mal kurz die Fußbodenheizung angeschaut und oben die Heizkörper und weg war er. Dann das Angebot über 15 Seiten zusammengezimmert per Vorlage vom Hersteller Viessmann und zack 43.000 Euro verlangt. Natürlich mit dem Hinweis, dass der Kunde ja 16.500 Euro Förderung bekäme.
Ich glaube das Spektrum an Firmen ist genauso breit wie des Charaktere bei Menschen gibt.
Am Ende habe ich gelernt, dass man im Zweifel auch mal nach Referenzen fragen kann. Außerdem ist es nie verkehrt im Rahmen der Vergabe die eigenen Erwartungen klar zu kommunizieren.
Noch wichtiger ist nach meiner Ansicht aber das man sich in die Thematik einarbeitet. Schließlich ist man am Ende auch der Anlagenbetreiber.
Mit ein wenig Erfahrung, einer Portion gesundem Menschenverstand, ein wenig Bauchgefühl und Ortskenntnis weiß man meist recht schnell wer die guten Firmen sind und wo die Schwarzen Schafe sitzen.