Mitsubishi Heavy Multi-Splitgeräte

Hallo. Wir sind in Herbst in unser Neubau EFH gezogen. Beim Bau hat man uns von allen Seiten abgeraten Klimageräte einbauen zu lassen, die bräuchten wir bei einem gut gedämmten Neubau mit zentraler Lüftungsanlage schließlich nicht. Pustekuchen, im Dachgeschoss waren wir teilweise bei 28 Grad, das wollen wir uns und unserem Kleinkind nicht antun. Auch sitzt man durch die Rollläden ständig im Dunkeln um ja keine Hitze reinzulassen.

Wir hatten diese Woche Besuch von einer lokalen Klimafirma. Gesagt hat man uns, das wenn wir die drei Aufenthaltsräume im Dachgeschoss mit Wandgeräten ausstatten, das dadurch das komplette Dachgeschoss deutlich kühler bleiben wird und die Kälte auch über die offene Treppe noch etwas ins Erdgeschoss gelangen wird wodurch auch dort mit niedrigeren Temperaturen gerechnet werden kann. Ist das was dran?

Angeboten hat man uns eine Außeneinheit Mitsubishi Heavy SCM60ZS-W und drei Innengeräte SRK20ZS-WF für 7600€ mit Montage. Sind die Geräte zu empfehlen? Wie sieht die Wartung aus, kann man die problemlos selbst durchführen? Multi Split mit R290 gibt es ja nicht wirklich, sodass R32 genutzt wird.

Wir haben eine 18kWp PV Anlage, sodass der Stromverbrauch der Klimageräte eine untergeordnete Rolle spielt. Heizen wollen wir damit nicht, wir haben eine Daikin Altherma 4 Wärmepumpe fürs Heizen.

Ja, kann so alles funktionieren. Bei euch ist es ja optimal gedämmt. Wenn dann auch die Fenster zumindest irgendwie verschattet sind, habt ihr recht wenig Wärmeeintrag und damit brauchts auch nicht viel Kühlleistung. Gibt so einige Leute, die im Neubau mit einer einzigen 3,5kW Anlage hinreichend kühlen.

Die Mitsubishi Heavys (MHI) funktionieren im Kühlbetrieb ganz gut. Ob es wirklich eine 6kW sein muss oder ein SCM41 auch schon völlig reichen würde, wäre diskutierbar. Auf der anderen Seite habt ihr eh genug PV-Überschuss und ihr müsst nichts optimieren. Da kann man sie auch ruhig größer auslegen. Geht dann eher nur um vielleicht 500-1000 Euro in der Anschaffung.

Wartung: Kannst du selber machen, zumindest die ersten 5 Jahre. Wenn es eine Grundreinigung der IGs braucht, ist das nicht mehr ganz so einfach. Allerdings gibts manchmal Garantiebedingungen, die Wartung vorschreiben. Ist halt in beliebtes Geschäft, was die Firmen da mitnehmen wollen.

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Preis passt. Geräte sind auch gut. Kann man so machen. Wartung würde ich zumindest in der Garantiezeit dann machen lassen. Ist jetzt auch nicht so der ultimative Kostenfsltor.

ansonsten finde ich die Ausstattung der einzelnen Räume sehr sinnvoll und es senkt auch die Gesamttemperatur im Haus.

Die Meinung wird heute immer noch hartnäckig vertreten, gerade bei Architekten und Spezialisten für Gebäudetechnik. "Mit richtig geplanter Lüftung bekommt man jedes Gebäude in DE auf angenehme Temperaturen". Aber hat leider mit der Realität nichts zu tun, sofern man das Haus ganzjährig bewohnen möchte.

Würde mich übrigens nicht wundern, wenn am Ende dann doch mit den Klimas auch geheizt wird. Ist einfach schön mal kurz warm machen, das geht mit FB Heizung halt nicht. Und falls doch geheizt wird, evtl. Daikin Klimas nehmen.

Wenn wir die Rollläden nicht runterlassen wird die Kühlleistung nicht ausreichen?

Danke für die Einschätzung.

Mit einem Daikin Partner hab ich in zwei Wochen noch einen Termin, vermute aber das es dort eher teurer wird als bei den Mitsubishi Geräten.

Heizen müssen wir mit den Klimaanlagen wirklich nicht, im letzten Winter der lange richtig kalt war hatten wir immer 21, 22 Grad im Haus. Uns zu warm aber mit Neugeborenem war das schon gut so.

Habe die SCM41 mit drei IG SRK-20ZF-WF in einem Doppelhaus aus Bj.1995 und 125qm seit 2024. Giebelbereich als Wohnraum ausgebaut. Dach nachgedämmt und ansonsten bessere Wäremedämmung als 1995 vorgeschrieben. Heizlast liegt bei ca. 5kw. Nur so als Einordnung. Ein IG ist im Giebelzimmer und die anderen beiden im OG, einmal Schlafzimmer und ein Gästezimmer. Im EG haben wir es erstmal weggelassen. Meine Erfahrung bisher waren so, dass die IG`s sehr leise sind und bei kleinster Stufe auch im Schlafzimmer nicht stören. Haben wir aber bisher in der Nacht nie angehabt, weil, wenn man die Dinger konsequent am Tag, wo die PV-Anlage sowieso Überschuss liefert, kühlen die Räume soweit runter, dass über Nacht die Temperatur nur sehr minimal ansteigt, da die Wände und die Einrichtung keine Wärme gespeichert hat, die sie dann in der Nacht abgeben würde in den Raum. Auch das Giebelzimmer bleibt trotz knallender Sonne auf das Dach (Südausrichtung) angenehm kühl. Wir lassen die Türen tagsüber geöffnet und die kühle Luft fällt dann in das EG und kühlt unten mit. Der Temperaturunterschied beträgt dann von OG zu EG gerade mal 1-2 Grad.

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Als es letzte Woche draußen 39 Grad heiß war, merkt man, dass das Gerät an seine Grenzen kommt. Da schaffte sie es dann nicht, die Räume unter 23 Grad zu bringen. Die Ausströmtemperatur an den IGs lag dann bei ca 17 Grad. Sonst waren es so um die 13 Grad. Aber natürlich um Welten besser als 31 Grad, wie bei den Nachbarn.:grinning_face:. Zum Verbrauch kann ich sagen, dass die sehr sparsam sind. Wenn alle drei IGs liefen lag es so um die 800-900 Watt. Da kann man nicht meckern.

Wie heizt ihr denn? Mit Wärmepumpe? Heizen mit Split-Klima kann Kosten sparen, deshalb nutzen die viele zum Heizen, wenn sie erstmal angeschafft sind. Dann startet man den Heizbetrieb der Wärmepumpe z.B. erst 6 Wochen später und schaltet sie 4 Wochen früher schon wieder aus aus. Auch wenns im Mai nochmal kühl wird, reicht ein wenig Nachheizen mit Split-Klima.

Bei einem gut gedämmten Haus kommt die meiste Wärme durch die direkt besonnten Fenster. Man uss nicht unbedingt die Rolläden runter lassen, das nimmt ja auch viel Wohnkomfort. Aber irgendwie verschatten ist einfach sinnvoll.

Bei uns reichen da schon einfache Innen-Plisses in gelb/orange, die ganz angenehm aussehen und noch genug Licht durchlassen. Auch können wir da z.B. die obersten 30cm noch offen lassen, weil dort die Sonne nicht direkt reinstrahlen kann.

Wiviel Wärme durch ein unverschattetes Fenster zusätzlich durchkommt, kann man berechnen. Dürfte ein KI können.

Man muss es aber auch realistisch sehen: An Leistungsgrenzen kommt die Anlage eher nur in starken Hitzephasen und die hat man jahrelang gar nicht und wenn, dann gehts mal um 1-2 Wochen.

Wir haben eine Daikin Altherma 4, übrigens extra noch gewartet um nicht die Alterma 3 nehmen zu müssen die kein R290v nutzt und nun holen wir uns doch R32 ins Haus…

Welchen Vorteil soll es haben die Klimageräte das Heizen übernehmen zu lassen und nicht die Wärmepumpe? Die Klimageräteb kommen auch nur ins Dachgeschoss ins Schlafzimmer, Kinderzimmer und Arbeitszimmer. Im Wohnzimmer im Erdgeschoss hilft nur die Wärme über die Wärmepumpe.

Bekommt man sonst für eine vernachlässigbare Summe bei anderen Klimaanlage mehr geboten als bei der Mitsubishi Heavy? Die App von denen soll ja sehr schlecht sein aber solange ich die Klimaanlagen in Home Assistant einbinden kann, kann mir deren App ja völlig egal sein.

Split-Klimas sind in der Regel deutlich effizienter. Aber klar, wenn du nichts im WZ installierst, wird die WP so oder so laufen müssen.

Freund von mir hat im WZ eine Split Klima. In der Übergangszeit heizt er gar nicht mit WP, sondern nur mit Split-Klima. Und er muss auch nur das WZ heizen, weil der Rest der Räume problemlos bis auf 17 Grad absinken darf.

Dein Freund hat weder Frau noch Kinder oder? Ich würde sicherlich aus dem Haus fliegen wenn ich nur noch das Wohnzimmer heizen würde.

In der Übergangszeit haben wir auch noch genug Strom vom Dach sodass die Wärmepumpe ruhig laufen kann. Wenn Schnee auf den Modulen liegt müssen wir zukaufen aber dann wären die Klimaanlagen beim Heizen auch nicht mehr effizienter als die Wärmepumpe.

Mal abgesehen von der besseren Effizienz, 1. finde ich die Wärme aus der Split Klima angenehmer, 2. lässt sich die Wärme sehr schnell nach Wusch anpassen, mal schnell etwas wärmer, mal schnell etwas kühler. Kannst mit FBH oder Radiatoren vergessen.

Aus meiner persönlichen Sicht sind Wasserheizungen kompliziert, teuer, reparaturunfreundlich. Dazu kommt das Ausfallrisiko einer Zentralheizung: Komplettausfall von Warmwasser und Heizung im gesamten Haus. Angesichts des Fachkräftemangels und der Überlastung (auch technisch, fachlich) in den Betrieben, sehe ich die klassisch Deutschen Heizungen auf dem Abstellgleis - wie vieles worauf man noch so stolz ist.

Und jetzt noch der Todesstoss.. alle realisieren plötzlich dass man auch in Deutschland im Sommer Klimaanlagen braucht.

Ich hab letzten Winter auch nochmal eine Wasserheizung neu gemacht bei uns, vor allem wegen vieler kleiner Räume im Ur-Altbau. Aber die Heizung wird nur für Grundwärme genutzt, tagsüber bringen dann zwei Klimas die Komfort Wärme.

Das ist exakt das Konzept, das wir nun planen. Ich war lange ein Gegner dieser Idee.

Hintergrund: Ich habe eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die sowohl die Fußbodenheizung als auch die Warmwasserbereitung versorgt. Das eigentliche Problem liegt aber in unserem Gebäude:

Neubau aus 2018 (KfW-55-Standard). In der Übergangszeit haben wir sehr wechselhafte Außentemperaturen und teilweise hohe solare Gewinne über die Fenster. Die Sonne heizt das Haus oft innerhalb weniger Stunden deutlich auf.

Genau hier stößt die Fußbodenheizung an ihre Grenzen. Sie ist schlicht zu träge. Bis sie auf Temperaturänderungen reagiert, haben sich die Bedingungen oft schon wieder geändert. Das Ergebnis: Entweder ist es zeitweise zu warm oder zu kalt.

  • Zu warm bedeutet: Fenster auf, Wärme raus – energetisch unsinnig.

  • Zu kalt bedeutet: Die bessere Hälfte ist unzufrieden.

Dieses Problem tritt bei uns nicht nur wenige Wochen auf, sondern ungefähr von Oktober bis Mitte Dezember sowie nochmals von März bis Mai. In Summe also fast ein halbes Jahr.

Deshalb verspreche ich mir von folgendem Ansatz Vorteile:

Die Fußbodenheizung läuft nur noch als Grundlastversorgung mit einer Raumtemperatur von etwa 18–19 °C. Den darüber hinausgehenden Wärmebedarf decke ich bedarfsgerecht und schnell über eine Split-Klimaanlage ab.

Damit hätte ich mehrere Vorteile:

  • deutlich bessere Reaktionsgeschwindigkeit in der Übergangszeit,

  • weniger Überheizen durch solare Gewinne,

  • höherer Komfort bei kurzfristigen Temperaturänderungen,

  • potenziell geringerer Energieverbrauch durch bedarfsgerechtes Nachheizen,

  • zusätzliche Kühlmöglichkeit im Sommer.

Für moderne, gut gedämmte Neubauten erscheint mir diese Kombination aus träger Grundlast über die Fußbodenheizung und schneller Feinregelung über die Split-Klima mittlerweile durchaus sinnvoll.

Wird sich die Investition amortisieren? Eher nein. Erhoffe ich mir ein noch besseres Temperaturgefühl im Haus? Eher ja.

Wo der Strom herkommt, ist völlig irrelevant. Die Split-Klima erzeugt die gleiche Wärme billiger.

Und wie schon geschrieben, es lohnt sich vor allem für die Übergangszeit

Genau, lebt allein und arbeitet den ganzen Tag. Während dieser Zeit wird Null geheizt in der Übergangszeit. Und wenn er nach Hause kommt, hat er das Wohnzimmer von vielleicht 17-18 Grad in ganz kurzer Zeit auf Wohlfühtemperatur. Im Schlafzimmer hingegen ist er froh, ein wenig niedrigere Temperatur zu haben. Küche wird durchs WZ mitgeheizt, weil breiter Durchgang.

Das ist sicherlich sehr subjektiv.

Ich (bzw. eher meine Frau) nimmt die auch gerne mal zum Zuheizen, wenn ihr Abends auf dem Sofa etwas frisch ist, aber komplett damit zu heizen wäre für mich rein gar nichts. Man hat nach wie vor ein teilweise deutlich hörbares Lüftergeräusch, dazu hat man in der Regel deutlich Temperaturschwankungen um einen bestimmten Wert herum (oder man verbringt seine Freizeit damit mit irgendwelche Experimenten die Sensoren der Klimageräte auszutricksen) dazu teilweise auch im Gebäude Wärmeunterschiede. Je nach AT und Gerät dann mal mehr oder weniger deutlich spürbare Abtauzyklen.

Das kann man jetzt mit Effizienz, bedarfsgerecht heizen usw. schönreden, die ggf. gesparten 20 EUR Gas sind mir allerdings da völlig egal und ich hab da eher den Komfort, dass ich es im gesamten Haus gleich warm habe und nicht meine Freizeit mit irgendwelchen Tricksereien verbringe sondern lieber mit meinen Kindern spiele

Ja, ist sicherlich ein Risiko, aber jetzt mal realistisch gesehen, wie oft kommt das vor? Wenn man seine reguläre Heizung regelmäßig wartet und die pflegt, wie oft hat man dann schwerwiegende Ausfälle? Alle 15 Jahre 1x? Und dann kriegt man in der Regel auch einen Handwerker innerhalb von 1-2 Tagen.

Neben subjektiv ist es auch sehr ortsabhängig. In einem Haus hängt das IG ungünstig und bläst einen ständig an, im anderen Haus muss der Lüfter ständig hochdrehen und nervt. Und dann gibts ein Haus, wo das Gerät super leise laufen kann und niemanden anbläst.

Kurzum, auch die Technik und Physik ist von Haus zu Haus gar nicht direkt vergleichbar.