Mist, Kurzschluss gemacht - was nun?

Hallo, grande Malör heute Morgen:

Nachdem ich nach einer Tiefentladung seit Tagen Probleme mit dem Laden meines Speichers habe, wollte ich ihn manuell laden, und habe dabei mit zwei Bananensteckern einen Kurzschluss über die Batterie gemacht.
Das BMS hat sofort abgeschaltet, aber nach einigen Sekunden kam trotzdem weißer Rauch aus dem Gehäuse, und alles im Raum stinkt, auch nach ausgiebigem Lüften.
Das BMS arbeitet aber wieder und alles sieht wieder ganz normal aus.
Ich lade den Speicher jetzt trotzdem manuell (mit 3A und fester Spannung 54,6V) und alles scheint zu funktionieren.
Ich bin gerade frisch operiert (Gallenblase raus) und hab eigentlich gerade gar keinen Kopf für diese Sachen, aber morgen soll die Sonne scheinen und ich würde die Anlage gerne wieder in Betrieb nehmen.

Deshalb versuche ich vorab folgende Fragen zu beantworten:

  1. Ist der weiße Rauch gesundheitsschädlich?

  2. Der Rauch kam wahrscheinlich aus einer der Zellen. Woher auch sonst?
    Ich kann aber absolut nicht sehen wo er ausgetreten ist.
    Gibt es eine Möglichkeit „die defekte“ Zelle auszumessen?

  3. Kann ich den Speicher überhaupt so weiter betreiben?

  4. Falls nötig: die Brücken über den Zellen sind angeschweißt (nicht von mir!),
    kann man die irgendwie sauber entfernen oder muss man die abflexen?

Info: Speicher = 5kWh, 16s 100Ah LiFePo (alles andere unbekannt), mit BMS Seplos 2.0, z.T. Eigenbau, s. auch Bilder.

Danke für jede Hilfe vorab.


Glaube nicht, dass eine Zelle von so einem Bananen Stecker abrauchen kann, ich denke eher dein BMS hat gequalmt, Kondensatoren stinken sehr, Transistoren auch, aber nicht so schlimm. Mach das BMS ab und schaue dir alle Bauteile an und miss die Leistungstransistoren durch. Aber ich denke wenn es Magic Smoke gab, dann wirst du es auch so sehen.
Miss auch die Spannungen der einzelnen Zellen nach.

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Kannst Du etwas genauer definieren an welchen Kontakten du den kurzschluss verursacht hast? Außen, und der Rauch kam aus dem Gehäuse?

Zu dem Rauch, er ist nie gesundheitsförderluch, ist klar. In der Regel ist aber kein Nachhaltiger Gesundheitschaden durch kurzen Kontakt zu erwarten.

Ich denke auch das der Rauch aus dem BMS gekommen ist, Wenn Du an den äußeren Kontakten geladen hast. Es hat ja auch getrennt, so wie ich es deinem Text entnehme. Ich würde mal davon ausgehen, das es von einem oder mehreren Transistoren stammt. Das BMS kann dadurch schon einen Schaden bekommen haben, welcher sich auch erst bei Leistungsabruf zeigt. Risiko.

Zelle denke ich auch nicht und die würde ich nicht ohne wirkliche Not trennen. Zumindest nicht so wird er Akku gebaut ist.

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Mal ganz vorsichtig gefragt: was genau macht denn das BMS?

Ansonsten liegt dein Vorhaben irgendwo zwischen unbekümmert und wahnsinnig. So lange du nicht ganz genau verstanden hast, was da gequalmt hat, und was das bedeutet, würde ich diesen Akku fern vom Haus lagern. Egal, ob morgen die Sonne scheint, oder nicht.

Oliver

Der Kurzschluss war direkt über (+) und (-) an der Front.
Die Kabel zu den Bananensteckern sind durchgebrannt!
Wo der Rauch genau rauskam, hab ich in der Schrecksekunde nicht gesehen:
Hab die Luft angehalten , die (zum Glück ganz nahe) Tür nach draußen aufgerissen, und erstmal den Raum verschlossen. Bin da erst nach zwei drei Minuten wieder rein.
Es hat aber richtig gesprüht, ein Zischen war zu hören.
Nicht einfach nur gequalmt. Das Gehäuse hat einen Deckel,
und ist fest verschraubt, ohne Schlitze oder so.
Oben auf der Front lag (das Ding steht so, dass das Display oben ist) lag etwas grob-kümmeliger Dreck (von den Kabeln?).
Es könnte natürlich auch ein Elko gewesen sein, aber ich finde nirgendwo einen, der es gewesen sein könnte!?!
Wo sind denn die Überdruckventile, die solche Zellen haben?
Ich hatte gedacht, das sind die "Augen" in der Mitte der Zelle (die, mit dem blauen Gummi ringsrum).
Da ist aber nichts zu sehen. Ich hab noch alte Fotos, vom Aufbau als er fertig war, da ist alles identisch zu jetzt.

Ich bringe das Ding auf jeden Fall gleich wieder raus ins Freie, so lange ist es unter genauer Beobachtung, Danke für den Tipp, sehe das genauso.

Übrigens, die Zellen haben inzwischen wieder alle die gleiche Spannung, kein Ausreisser!, SOC = 15%. Finde keinen Fehler.

Also dann sind die Kabel durchgebrannt. Riesen Glück gehabt. Des Weiteren sind die Zellen aufrecht zu lagern, also so wie auf den Bildern zu sehen, Nix Display oben. Hat was mit dem eventuellen Überdruck und austretendem elektrolytischen Stoffen und auch dem normalem Betrieb zu tun.

Dann würde ich das Teil nur unter Aufsicht in einem Brandsicheren Bereich lagern und testen. Schon mal gar nicht drin auf dem Tisch. Wenn es wirklich noch durchgehen sollte brennt das Haus ab.

Theoretisch sollte das BMS keinen Schaden haben so wie es sich anhört. Ansonsten hättest Du Spuren des weißen Rauches an der Elektronik oder im Gehäuse finden sollen wenn es „luftdicht“ ist

Wenn Kupferkabel verbrennen/verdampfen, rauchen die auch weiß. Nur so als Ergänzung

Hallo nochmal, ich muss mich jetzt hinlegen, mache Schluss für heute.
SOC ist jetzt 16% alles ist 100% wie gewohnt.
Das Ding kommt jetzt raus, wo's keinen Schaden anrichten kann.
Habe gerade gesehen, dass auf der Front des BMS doch Elkos sind.
Das überprüfe ich morgen, vielleicht klärt sich dann ja alles.
Danke zunächst vielmals für alle Tipps bis hierher.

Welche Länge und Kupferdurchmesser hatte dein Kabel mit du den Kurzschluß gemacht hast? Ich würde vermuten das dessen Innenwiderstand viel zu groß ist im Vergleich zum Innenwiderstand deines Akkus und BMS. Somit meine ich das der Rauch von deinem Kabel kam. Normalerweise kannst du schon 150A Strom aus dem Akku ziehen ohne das es Probleme gibt.

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Können bei Bannanenstecker nicht all zu großen Querschnitt besessen haben. Meine Unterstellung

Also Leute, was soll da außer die Ladestrippen gequalmt haben?
Die dünnen Schnürsenkel haben geglüht, deshalb hat es gestunken.
Das BMS ist ein Markenteil und sollte so ein Kurzschluss locker überstehen.

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Sage nichts anderes :+1:

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Würde ich auch denken.

Trotzdem überprüfen ob es das BMS war.

Nicht betreiben ohne sicher funktionierendes BMS.

Das BMS sorgt dafür im Fehlerfall automatisch abzuschalten.
(Meißt Überspannung, Unterspannung, Überstrom, Übertemperatur)

Das sollte imho ausgetauscht werden wenn da was dran gequalmt hat.

Nachtrag:

Eigentlich ermöglicht eine BMS das laden der leeren Akkus und schaltete sich dazu wieder an wenn ein Ladestrom am Eingang fließen kann.

War das hier nicht der Fall?

Sehe ich auch so, waren nur die Laborstrippen. Die qualmen auch gut, ist ja neben Kupfer auch noch Isolierung drum, entweder PVC oder Silikon. Beides kann gut qualmen.

Überprüfen ob das BMS wirklich abschaltet, könnte unter Umständen auch einen Kurzschluss haben wird. Wenn möglich optisch kontrollieren ob gesprengte Transistoren drauf sind. Der Qualm und Funken war ziemlich sicher von dem Bananen Strippen Zeugs, darüber sollte das BMS lachen und fand nicht mal einen Grund zum abschalten, denke ich.

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Hallo, noch eine späte Rückmeldung.

Wenn man mal nüchtern drüber nachdenkt, ist es natürlich richtig,
dass die Messstrippen die den Kurzschluss verursacht haben, dem Speicher gar nichts anhaben können.
Das sind die mitgelieferten Kabel von einem China-Multimeter gewesen,
ich denke mal so bei Kupfer = 0,3mm², die kriegt man schon mit einer viel kleineren Stromquelle klein, da braucht man nicht so einen Speicher dafür.

Ich hatte heute nicht so viel Zeit, ich habe aber inzwischen das BMS komplett ausgebaut, und kann optisch daran und in dem gesamten Speicher Aufbau absolut nichts finden, was darauf hindeutet, dass irgendwo etwas ausgetreten ist.
Die Elkos auf dem BMS sind auch OK (optisch und nachgemessen).
Gestern Abend war ich sicher es müsse ein Elko gewesen sein.
Aber es ist alles sauber, nichts zu finden.
Ich hab dann sogar noch, das auch an die durchgebrannten Kabel angeschlossene, Multimeter aufgemacht und da war auch nix zu finden.

D.h. ich bin genausoweit wie am Anfang.
Ich möchte nochmal betonen, dass es überhaupt nicht wie ein Kabelbrand aussah.
Es war ein weisser Rauch der den Raum (ca. 3m²) mit einem Zischgeräusch für 2-3 Sekunden geflutet, und einen üblen "elektrosmog-artigen" Geruch hinterlassen hat (wie das Elektrolyt aus einem Elko z.B.).

Die Kabel hab ich leider schon entsorgt, der Aufbau war mehrschichtig (außen schwarz/rot, innen weiß) , und an den Enden, wo sie auf die Bananenstecker gedreht waren war alles verbrannt (schwarz), auch das Kupfer.
Sie sahen ein bisschen aus wie Kurzschlussfeste Leitungen, die ich so aus dem Schaltschrankbau kenne.
Aber erzeugen die einen weißen Rauch mit Zischen, wenn die überlastet werden?
Ich hab keine echte Erklärung für das/alles was passiert ist, und das ist kein gutes Gefühl.

Das Blöde ist, dass mir jetzt auch noch der (-) Bolzen an der letzten Zelle des Aufbaus abgebrochen ist. Da war die Schweißnaht zu schwach und ich weiß noch gar nicht, wie ich die Verbindung reparieren soll, aber ich versuche das trotzdem möglichst bald wieder in Betrieb zu nehmen.

Ja, das zischen hab ich bei was ähnlichem schon mal vernommen und wie von mir bereits angemerkt, kommt weißer Qualm definitiv auch bei Kabeln.

Mit dem abgebrochenem Bolzen am Akku hast Du jetzt jedoch ein sehr großes Problem. Normales Aluschweißen fällt wegen der Hitze weg. Bohren etc. ist ohne wissen wie der Flanschstummel größentecjnisch aus sieht zu riskant, kleben bei elektrischem Leiter macht keinen Sinn und eine Laserschweißanlage zu finden, viel Spaß.

Punktschweißen?

Also bleiben wir bei den Leitungen, OK.

Ich wollte ein gleichgroßes AluPlättchen hinfeilen, und an jeder Ecke (4x) eine dünne Gewindebohrung setzen (M3?). Dann den M8-Bolzen mit dem neuen Plättchen auf das alte, bzw. den Zellanschluss per Schraubverbindung drücken.
Ich meine das könnte reichen, wenn die Schrauben fest sitzen.
Eine Klemme an einem Gerät macht auch nicht viel anderes.

Weiß jemand, wie die original Verbindung = kreisförmige Schweißnaht hergestellt wird? Ist das eine Frorm des Punktschweißens?