passt vielleicht nicht hier in diese Kategorie, aber ich hatte eine vllt. blöde Idee.
Wir haben einen recht hohen Verbrauch an Wasser (Garten 1000qm, 4 Personen, Frau mit Putzfimmel, ...).
Auf der Leitung haben wir ca. 4 bis 6Bar Wasserdruck. Im Normalfall reicht das bei uns aus, 2 Bar würde reichen.
Wenn man nun eine günstige Turbine einen Generator antreiben lässt, so könnte man doch etwas Energie nutzen, um ggfs. DC seitig den Akku oder WR(Victron) zu versorgen. Das könnte im Winter ?marginal? die Autarkie verbessern.
D.h. beim Duschen, Wäschewaschen kommt ja eher ein konstanter Volumenstrom zustande, Händewaschen wird zu kurz für eine hohe Energiemenge sein. Aber summiert man die kleinen Zuflüsse, dann könnte da was zusammen kommen.
Hab ich einen Knick in meinen Gedanken?
JA: Dem Wasserwerk wird es nicht freuen, ist ja im Moment eine Theorie
Das sind dann schonmal Zahlen mit denen man rechnen könnte. Komme auf weitaus mehr als 100m^3/J...
Nun gut, sagen wir mal 16kWh, jetzt käme es darauf an, wie die Kosten einer Turbine und Generator wären... Denke mal nicht wirtschaftlich in den nächsten 20 Jahren. Schade, hoffte auf mehr Energie...
Ich glaube, eine Energierückgewinnung aus dem Warmwasser (Duschen/Baden) bspw als Vorlauf einer Wärmepumpe würde da wesentlich mehr bringen. Da ich mir jeden Abend ein Vollbad gönne (ca. 200L knapp 40* heißes Wasser) ist das schon ein Faktor. Ich gehe davon aus, dass dafür in der warmen Jahreszeit knapp 1cbm Gas draufgeht (Wochenverbrauch im Sommer ca. 7-8 cbm), im Winter dürften es 1,5-2cbm sein. Das einfach durch die Kanalisation zu jagen war mir irgendwann zu kostbar. Seitdem lasse ich das Wasser in der Heizperiode erst ab, wenn es kalt ist Ist allerdings mit Vorsicht zu genießen wegen evtl Schäden durch Kondenswasser. Ist bei uns allerdings nicht so der Faktor, weil das Bad komplett gefliest ist und der Flur, an den es grenzt, komplett mit Holz verkleidet ist, das Luftfeuchte sehr erfreut aufnimmt
Idealvorstellung wäre ja für mich eine WWWP, die die Wärme des Warmwasser wieder zur WW-Bereitung nutzt. Aber da die Dinger noch über 1000€ kosten (ohne Einbau!) bin ich noch ein wenig skeptisch, ob sich das lohnen würde.
Im Fall der Badewanne würde das garnichts bringen, da die von Andreas gezeigten Systeme ja nur in Echtzeit die Wärme zurückliefern. Aber wenn die Badewanne eingelassen wird, ist ja kein Rücklauf da und beim Ablassen kein Bedarf mehr.
Naja im Grunde jede WWWP, die Wärme aus der Umluft ansaugt. Warmwasser in der Wanne gibt ja seine Wärme an die Umwelt ab. Wenn Du also die Warmluft aus Deinem Bad absaugst und durch die WP leitest, hast Du Deine Wärmerückgewinnung Alles andere wäre vermutlich auch zu aufwändig (kostentechnisch). Diese WWWP haben ja idR 100er oder 120er Lüftein-und Auslässe, wenn Du Dir da entsprechende Leitungen verlegst, die Du mit Flex-Schlauch einfach umstecken kannst (im Sommer möchtest Du bspw mit der kalten Abluft gerne die Wohnung kühlen, im Winter möchtest Du sie dagegen lieber nach draußen blasen), bist Du da recht flexibel in der Nutzung.
Und vll hast Du sogar eine Garage oder Werkstatt direkt am Haus, wo Du einen Kanonenofen oä aufstellen kannst, dann kannst Du bspw mit Brennholz ganz billig (den Raummeter Brennholz bekommst Du tlw um die 50€, der bringt aber um die 2000kW Heizleistung, das macht dann rund 2,5 Cent/kWh) Warmluft produzieren, die Du in Deine WP leiten kannst. Dafür braucht es dann nur eine Kernbohrung und ein Stück 100/120er Flexrohr.
In meinem Fall ist das Bad im OG direkt über dem Heizraum und hat einen Lüfter, der die Badluft vom “Morgengeschäft” nach außen leitet. Da bräuchte ich im Grunde nur ein isoliertes Rohr nach unten in den Heizraum verlegen und könnte dort dann mit einer WP die warme Luft aus dem Bad absaugen und zur Warmwasserbereitung nutzen. Und da es im Sommer da oben auch am wärmsten ist könnte ich gleichzeitig noch die Klimaanlage bei der Kühlung entlasten. Doppelter Spareffekt quasi
Er meinte das anders. Die Wärme aus dem Abwasser zu ziehen und nicht erst den Zwischenschritt mit der Luft. Das würde mit der Luft zu lange dauern.
Er ging also davon aus, du meinst eine Wasser-Wasserwärmepumpe. Da drin sind dann 2 Plattenwärmetauscher anstatt einer und ein Luftwärmetauscher mit Lüfter.
Einen Holzofen betreiben um die Ansaugtemperatur der Wärmepumpe zu steigern und damit den Wirkungsgrad habe ich auch noch nie gehört. Lieber die Wärme direkt vom Holzofen nutzen.
Was du oben mit den 1000€ meintest war sicher die Ariston NUOS 80l. Die könnte man in deinem Bad sicher noch irgendwo unterbringen. 54x50x120cm. Überm WC. Dann kannst du die aufgewärmte Luft aus dem Bad für WW-Erzeugung nutzen.
Alternativ hatte ich mal geschrieben im Keller einen Raum mit einem Tank für das Grauwasser. In diesem Keller eine Poolwärmepumpe. Die Poolwärmepumpe erhöht die Temperatur. Aber wohin mit dem warmen Wasser? Also doch noch ein WW-Tank. Und wenn das Grauwasser Kellertemperatur angenommen hat, dann mit einer Tauch-Schmutzwasserpumpe den Tank in den Kanal abpumpen.
Aber nur um noch was verrücktes zu schreiben: Hat von euch schonmal jemand ausgerechnet, wieviel Toilettenwasser man mit 12°C in seinen Spülkasten pumpt, dann mit der Raumwärme aufheizt und dann das Klo runterspült? Kann man sicher auch was sparen wenn das vorgewärmt wurde.
Ja, genau. Irgendwie gibts keine schönen anderen Anwendungen für kleine, kompakte, günstige Wasser-Wasser Wärmepumpen, die man am besten noch gebraucht gekauft einfach umwidmen könnte … Neulich auf Kleinanzeigen nen Bierdurchlaufkühler gesehen, aber natürlich auch mit Ventilator … Laborchiller auch alle gegen Luft.
9L pro Spülung dürften Standard sein. 5X Toilettengang pro Kopf und Tag? 45L x 10K x 4190J/kgK. Ca. 0,5kWh, Überschaubar, außer Du hast wie John Cleese in Der Sinn des Lebens ca. 45 Kinder.
Wie du schreibst, auch das ist bei 4 Personen so um die 1-2kWh am Tag Wärme die verloren geht. Mit 1-2kWh Wärme kann mal wieder einer 5 Minuten lang duschen.
Oh mein Gott da fällt mir meine alte PC-Wasserkühlungszeit ein. Da haben Leute Chiller gebaut um ihre Wasserkühlung oder direkt mit Verdampfer auf dem Prozessor diesen zu kühlen.
Letztlich sind das alles selbst zusammengefrickelte alte Kühlschränke die zu Kühlzwecken missbraucht wurden.
Ich denke solche Frickler bräuchte es, dann wird aus einem Luftentfeuchter der Luftwärmetauscher entfernt, und dafür ein zweiter Plattenwärmetauscher eingebaut. Dann muss steuerungstechnisch auf Dauerleistung geschaltet werden und auf eine einstellbare max. Ausgangstemperatur sowie eine Umwälzpumpe. Würde man das machen lassen, viel zu teuer. Pilotanlage basteln lassen von jemandem mit Freude dran: bestimmt ein paar Kästen Bier und Spaß.
Ich bin immer für Effizienzsteigerungen. Wenn man aus dem Abwasser noch was gewinnen kann, wieso nicht? Wie geschrieben, man könnte auch einfach im Keller einen 200l Tank stellen. Dann stehen ihm die 5kWh vom 200l Vollbad im Keller zur Verfügung anstatt weggespült zu werden.
Wenn es sich bei uns vielleicht mal ergibt (Bad und Gäste WC erneuern), daß ich das Duschwasser separat in den Keller führen kann, um es für die Toilette zu nutzen (bei uns jetzt schon bald 6 Euro für Wasser+Abwasser …) - ggf plus Regenwasser über nen Zähler - dann würde ich es dort einfach abkühlen lassen und die Wärme holt sich die BWWP, die schon da ist. Für die paar kWh ne eigene WP wäre wohl etwas übertrieben. Im Hotel oder Sportbereich mag das anders aussehen.
Letztlich sind die ganzen Spinnereien hier auch irgendwo einfach Hobby, die man aus Spaß angeht und weil man es kann. Einen Marathon läuft man auch nicht aus rationalen Gründen, war bei mir zumindest so
Das Du eine entsprechende Schmutzwasserpumpe brauchst und die Wartung bedarf ist Dir klar? in meinem Elternhaus gab es im Keller ein “Loch” wo die Waschmaschine und die anderen Zuflüsse im Keller ihr Abwasser entsorgt haben. Die Steuerung erfolgte über zwei Elektroden, die regelmäßig mit Schmock versehen waren und gesäubert werden mussten.