Micro Inverter an Batteriespeicher betreiben

Das im Screenshot ist die V-DC-Ausgabe an einem Eingang des HM800. Batterie wird ohne HM800 als Last ordnungsgemäß geladen, irgendwann sehe ich im PowMr, dass 0W an Load reingehen, obwohl die Sonne scheint.

Ist allerdings der HM mit an der Batterie geht es rund, ab diesem Moment.

Also wenn es das BMS ist, das abschaltet, weil vielleicht eine Zelle schon in Überspannung geht, sollte das Problem ja nicht auftauchen, wenn ich eine kleinere Ladeschlussspannung einstelle, oder? Also irgendwas bei <53V anstatt 54V (ist ein 15S Akku)?

Falls es dann auch auftritt, scheint es eher der PowMr zu sein?

@sleepy_t 54V wären bei 15S 3,6V pro Zelle. Wenn der Akku schlecht balanciert ist, könnte eine Zelle den Überspannungsschutz des BMS auslösen. Ich würde es bei 15S zunächst mal mit 51V versuchen - in dem Bereich sollte es keinen nennenswerten Zellendrift geben. Wenn es damit funktioniert kannst du bei Bedarf ja etwas höher gehen.

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@eenemeenemuu Ja, das gleiche habe ich gerade schon ausprobiert. Bin auf 52V Ladeschluss herunter und bis jetzt läuft's ordnungsgemäß. Bezogene Leistung von Modulen korreliert mit Einspeiseleistung. Sobald ich auf 52.4 gehe (ist der nächstmögliche Schritt) geht's wieder rund und springt ein paar Volt hoch und runter, das ist dann wohl das auslösende BMS.

Gut, das passt ja auch in den "schonenden" Bereich für meinen Akku. Aber hab ich auf die Dauer irgendwas zu befürchten? Wird sich das Problem verschlechtern und die Zellen weiter ausdriften? Oder kann ich da mit einem CC-CV Lader irgendwie balancieren ohne das Teil zu öffnen?

Ich kann jetzt nur die Erfahrungen von meinem BMS teilen. Ich habe ein JBD-BMS mit Bluetooth. Da kann ich genau sehen was los ist und auch Parameter einstellen. Bei meinem BMS muss ich mich entscheiden, ob ich beim Laden balanciere (passiv), oder wenn die Batterie ruht (also weder lädt noch entlädt). Finde ich nicht so toll, aber so ist es nun einmal. Es hat etwas gedauert, mittlerweile habe ich es jedoch geschafft die Zellen zu balancieren (durch immer wieder gezieltes Ändern des Balancer-Modus). Dennoch lade ich den Akku grundsätzlich nur bis 3,45V pro Zelle und gehe dann auf 3,35V Float-Spannung pro Zelle.

Hast du denn die Möglichkeit zu sehen/einzustellen wann dein BMS balanciert? Wenn dein BMS nur beim Laden balanciert, bringt es relativ wenig dort ein Ladegerät/Netzteil anzuschließen, da die eingestellte Spannung irgendwann erreicht wird. Ab den Zeitpunkt würde dann nicht mehr geladen und auch nicht mehr balanciert werden.

Ne, das ist leider kein Smartes BMS. Habe aber mal den Service bei Litime angeschrieben, was denn noch möglich wäre zu tun. Ist ja auch noch lange Garantie drauf. Hätte erwartet, dass die Packs ausbalanciert ankommen, da man ja in dem Rack gar keine möglichkeit hat zu balancieren. Mal schauen ob's was bringt.

So, ich habe sogar tatsächlich ziemlich zügig Antwort von LiTime Service bekommen. Dafür schonmal ein großes Lob.

Nach meiner Beschreibung und den Videos die ich geschickt habe, könnte das BMS dafür verantwortlich sein. Und ich solle die Batterie einsenden.

Ich habe es in der Zwischenzeit allerdings durch sehr behutsames Laden mit 100mA bis auf fast 53V Ladespannung geschafft ohne das die Batterie ausgestiegen ist. Sobald ich mal höher gehe, oder sogar die "offizielle" Ladespannung um 54,7V einstelle (selbst mit nur 50mA Konstantstrom), scheint die Batterie kurz zu laden und dann springt der Ladestrom sofort auf 0. Da das mit einem Konstantstrom-Ladegerät passiert und nicht mit dem PowMr, denke ich auch, dass das BMS oder Zellen im Akku wohl ein Problem haben, oder?

Hallo zusammen.

Habe mich jetzt auch mal mit dem Thema beschäftigt. Mein Plan war: 2,4 kW Panels, 60A Make Sky Blue Laderregler, 48V 100Ah LiFePo und HM 800 mit Nulleinspeisung über DTU.

Für die ersten Versuche habe ich mir einen HM800 mit AHOY DTU besorgt und an ein Netzteil 0-60V 5A angeschlossen.

Parameter erster Versuch an einem PV Eingang: Eingangsspannung 50V max. 5A. Drosselung auf 100W pro Eingang

Die Regelung funktioniert scheinbar Ausgangsleistung ist stabil. Allerdings habe ich bei einem Eingangsstrom von 2,2A einen Sinusförmigen 100Hz Ripple von 0,5A bei 150W/3,2A Ripple 0,8A RMS und bei 200W/4,5A Ripple 1,1A RMS. Gemessen habe ich mit einem Shuntwiderstand + Oszi am Eingang und zusätzlich mit einem Zangenamperemeter.

Ich denke, der Ripple wird wohl bei noch größeren Strömen entsprechend steigen. Kann das jemand bestätigen, der den HM800 an einer Batterie betreibt?

Noch schlimmer wird es, wenn ich beide PV Eingänge parallel anschließe. Der Strom schwankt enorm, die Leitungsbegrenzung funktioniert nicht zuverlässig und die PV EIngänge ziehen unterschiedlich viel Strom.

Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob das mit dem HM800 dauerhaft und vor allem zusammen mit einem Laderegler funktioniert.

Bzgl. Ripple:
Bei den Hoymiles ist der DC_IN- mit dem PE des AC_OUT verbunden.
Da mag es Kopplungen geben.
Ich würde den HM mal probeweise ohne Netzteil ... sondern nur mit einem Akku am Eingang versorgen, dann mal mit dem Oszi checken.
Bzgl. der Schwankungen bei Eingänge parallel:
Wurde hier im Forum schon öfters von berichtet (Suchfunktion)

Man muß das Rad nicht neu erfinden .. für Null einspeisung der einfachsten Art reicht ein (oder auch drei) SUN 1000 am Akku ( einfach mal in Google nach suchen.. das blaue Ding;-) ) .. Ich denke dazu gibt es genug Beiträge und funktioniert problemlos :slight_smile: Hab das auch lange Zeit so gemacht

@michael-123

Bzgl. Ripple:

Einen Akku habe ich noch nicht gekauft, da ich zuerst den Wechselrichter testen wollte.

Am Akku wird es vermutlich genau so bzw. noch schlimmer aussehen. Der Ripple ist stark vom Eingangswiderstand abhängig. Sobald man einen Widerstand von z.B. 0,2Ohm in Reihe schält geht er bei 100W/2,2A von 0,5A auf 0,3A zurück. Bei entsprechender Leistung hat man dann jedoch Verluste.

Hab auch schon einen Versuch mit einer Drosselspule 5A 7mH durchgeführt bei 100W/2,2A geht der Ripple von 0,5A auf 0,1A zurück. Verluste dürften dann etwas niedriger sein. Ob das auch bei hohen Strömen sinnvoll ist, kann ich nicht sagen.

Bzgl. der Schwankungen bei Eingänge parallel:

Der negative PV Eingang hat bei mir keine messbare Verbindung zu PE. Darf er meines Wissens auch nicht haben. Wie genau die beiden PV Eingänge verschaltet sind kann ich nicht sagen. Die beiden negativen Eingänge scheinen Verbunden zu sein. Habe diese auch zusammengeschlossen. Ich denke für diese Problem gibt es keine Lösung. Andere haben das so gemacht, aber das ist mir zu kritisch.

Wechselrichter geht jetzt erst mal zurück.

@zx6r

Da hast du sicher recht. Was mir jedoch wichtig war, einen Wechselrichter zu nehmen, den ich, da unter 600/800W, regulär anmelden kann. den SUN hatte ich mir auch mal kurz angeschaut, gibt wohl jauch VDE-AR-N 4105 Zertifikate. Der SUN 600 ist gerade schlecht bzw. überteuert zu bekommen.

Ah, du hast Recht, das hatte ich falsch in Erinnerung.
Hab vorhin mal an einem HM-300 nachgemessen: 2,3MOhm zwischen DC- oder auch DC+ und dem PE.
Aber hier hab ich noch einen interessanten Beitrag (von @forest) gefunden:
https://www.akkudoktor.net/forum/postid/112502/

@michael-123

Danke für den Hinweis zum Sammelthread. Habe dort mal kurz alle 608 Beiträge gelesen. Es gibt dort einige Punkt, die ich auch festgestellt habe.

Stehe vordemselben Problem. Als wir Besuch einer größeren Delegation aus der Ukraine (Bürgermeiste) hatten. Im Krieg wird gezielt große Infrastruktur (Kraftwerke Umspannwerke udgl.) zerstört. Mein Plan war eine einfache und sehr günstige Lösung als Förderprojekt der Ukrainischen Regierung á la "1 Mio. Dächer" nur eben 1 Mio. Balkonanlagen mit inselfähiger Notstromversorgung vorzuschlagen und grob technisch und kostenmäßig zusammen zu stellen. Soll in Summe unter 2000$ pro Einheit incl. Motage sein. Von der Regierung mitfinanziert und von lokalen Elektrikern installiert werden (Kosten dafür ca. 250$). Danke für jedwede Unterstützung. Ein Entwurfsplan von mir folgt, bitte um Hinweise / Ideen / Produktvorschläge udgl. Danke !!!

Näheres s. http://forum.diy-bettery.net/viewtopic.php?f=7&t=73

@WindFritz
Ich füge deinen Entwurfsplan (vom anderen Forum) einfach mal hier ein.

@michael-123 Danke (hab die Forenrichtlinie 1 übersehen, sorry)

In diesem Fall würde ich zunächst mal eine PowerStation empfehlen.
Nicht zu gross, nicht zu teuer, tragbar.
Z.B. eine Anker Power House 555 mit 1024Wh ab 499EUR.
Als 2. Lademöglichkeit (bei Netzausfall UND niedrigem Akku-Stand) ein konventionelles Glas PV Modul.

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Moin,

bisher der vollständigste Beitrag den ich zum Thema gefunden habe. Leider verwässert sich das Thema über 14 Seiten in unterschiedliche Anlagenkonfigurationen. Ich möchte was ich rausgelesen habe für eine 27 Volt LiFePO4 Grundlast-Nachteinspeisung mit 100 Watt, ungeregelt, zusammenfassen:

Systemgedanke:

Ein 425 Watt Panel Trina 144 Zeller von März bis Oktober zum Laden eines LiFEPO4. 100 AH, 27 Volt, abstellen. Im 70% Kapazitätsbereich des Akkus wird eine Ladeleistung von 2,7 KWh * 0,7 ~ 1,9 KWh benötigt. Maximale Leistung bringt das Panel +/- 2h um Mittag. Bei optimistischen NOCT-Ladewerten wären das 4*350 Watt Aufladung am Akku = 1,4 KWh plus den Rest des Tages. Das passt ganz gut. Dann 10h Entladung mit 106 Watt = sind 1,1 KWh. Die Entladeleistung und Zeitraum kann dann feinparametriert werden.

Zum Akku:

Der "Wohlfühlbereich" eines LiFEPO4 liegt bei einer Zellenspannung zwischen 3,35 und 3,45 Volt. In diesem Bereich befindet sich 70% der Kapazität. Abweichungen nach oben/ unten ziehen zusätzlichen Alterung mit sich. Unterstellt man einen gedrosselten HM-300 bietet sich der Selbstbau eines 9S Akkus an. Der optimale Betriebsspannungsbereich wäre dann 30 ~ 31 Volt.

Zum Wechselrichter:

Der Wechselrichter der vermutlich am wenigsten auf Verschleiß ausgelegt ist, ist der HM-300 von Hoymiles. Dieser kann mit OpenDTU oder AhoyDTU auf 30% gedrosselt werden. An einem niederohmigen Akku soll dieser "soft" gestartet werden. D.h. der Anfangseingangsstrom wird mit einem 5 Ohm/10 Watt für eine Sekunde begrenzt. Dann wird der Widerstand per Relais gebrückt. Für 100 Watt braucht es bei 30 Volt einen Strom von 3,3 Ampere. Knapp 1/3 des zulässigen maximale Eingangsstroms.

Zum Laderegler:

hier habe ich nur einen gefunden, der user-defined eine Ladeschlussspannung von 31 Volt erlaubt. Das wäre der Tracer2206AN.

https://www.epever.com/wp-content/uploads/2021/05/Tracer-AN-SMS-EL-V1.0.pdf

Von November bis Februar würde man den Akku nur in niedrigem Ladezustand quälen. Hier werde ich mit einem Umschalter das Panel direkt auf den HM-300 schalten, den Akku von Selbstentladung befreien und einlagern.

Ideal wäre es, wenn ich Sunrise/Sunset mit Offset von OpenDTU/AhoyDTU an einem PIN des ESP bekommen würde. Bei OpenDTU habe ich dazu einen Request eingestellt. Würde vieles einfacher machen. Seht ihr hier noch Denkfehler?

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Der "Wohlfühlbereich" eines LiFEPO4 liegt bei einer Zellenspannung zwischen 3,35 und 3,45 Volt. In diesem Bereich befindet sich 70% der Kapazität.[/quote]

Diese These halte ich für gewagt. Das mag (wenn überhaupt) für unbelastete Zellen gelten. Wenn du bei 3,35 V abschaltest, wird dein Akku noch (fast) randvoll sein :wink:

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Wo würdest du als Abschaltzeitpunkt hingehen? 3,0 Volt mit dem BMS?