Messwerte vom SmartMeter falsch

Das ist einfach ein Parameter für die Verstärkung im Strommesskreis. Die Klemmen gibts mit verschiedenen Zahlen/Windungszahlen.

Falsche Zahl, falsche Stromanzeige. Oder Einstellbarkeit im smartmeter?

Wie viel Einspeisung hast du aktuell? Kann der Ecoflow Smartmeter saldieren? Ich habe einen Shelly Pro 3EM und einen DTSU666 (Modbus), beide können ab Werk nicht saldieren und dann weichen die Werte für Netzbezug und Einspeisung deutlich vom Netzversorger-Zähler ab.

Übrigens werden beim DTSU666 (SolaX Version) die Verbrauchswerte auch positiv angezeigt, und das erwartet der Weschelrichter auch so (z.b. für Einspeisebegrenzung). Also da machen es die Hersteller wohl mal so, mal so..

ich würde nochmal alle Varianten durchprobieren, ABC, ACB, BCA. Wenn die CT Clips jetzt oben sind, müsste das doch einfach gehen?

Grundverbrauch wird zu hoch gemessen, aber große Verbraucher zu wenig. Das hört sich an, als würde die “Messung” höchstens als Regelgrösse taugen, aber nicht als echter Zähler. Umtausch versuchen oder gleich anderes Gerät.

Das SmartMeter ist auf Nulleinspeisung konfiguriert; ins Hausnetz werden (aktuell) insgesamt ca. 2 kWh pro Tag von den Solarpanels eingespeist.
Da die EcoFlow-App ja auch einen “Verbrauch” anzeigt - und ich generell ja davon ausgehe, dass die ganze “Stromverteilung” im Hausnetz von den “gemessenen” Werten abhängt -, bin ich auf dem Standpunkt, dass in der App ja schon halbwegs vernünftige/korrekte Werte angezeigt werden müssten.
Ich habe mir jetzt mal eine Stromverbrauchsmesszwischensteckdose bestellt und werde erstmal überprüfen, was die bei Wasserkocher/Fön usw. anzeigt.

Oder habe ich bei der ganzen Thematik eine falsche/zu hohe Anspruchshaltung (an das SmartMeter/die App) …?

Weiß nich. Wenn ich “was zur Nulleinspeisung” kaufe und das funktioniert dann leidlich, erfüllts seinen Zweck. Wenns dir als smartmeter verkauft wird, sollten die auslesbaren Werte schon halbwegs passen. Das kann ja nich so schwer sein, mein 10€ Tuya Dings misst auch ziemlich genau, wenigstens bis 1800W (größere Verbraucher hab ich nicht)

Wobei halt eine Saldierung nochmals was anderes ist. Zur Nulleinspeisung ist die nicht nötig, da zählen ja immer nur die aktuellen Werte, die ausgeglichen werden müssen.

Ist die Einspeisung einphasig oder dreiphasig? Das würde natürlich die Messung mit dem Wasserkocher durcheinanderbringen, wenn gleichzeitig eingespeist wird.

Ergänzung: Die Werte sind identisch falsch, wenn ich die beiden Batteriespeicher inkl. Wechselrichter/Solarpanels vom Stromnetz trenne.

Vielleicht ist ja nur eine Klemme falsch herum und aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen (Ausbildung zu lange her um das in Sternschaltung erklären zu können, das passt eigentlich nicht) wird die Leistung auf die beiden anderen Außenleiter geteilt. D.h. Stromfluss z.B. über L1 (10A) rein und je zur Hälfte über L2 (5A) und L3 (5A) raus - wenn dann z.B. L3 ein anderes Vorzeichen hat, käme man auf die halbe Leistung. Warum es sich dann bei deutlich geringer Belastung verdoppelt, weiß der Geist des Stromes. [Die Idee klingt auch für mich nach Blödsinn :-)].

Neben der Polarität könnte auch die Reihenfolge falsch sein, das würde das dann schon eher erklären. D.h. dass die Reihenfolge der Stromwandler (linker Bereich) nicht zur Spannungsmessung (rechter Bereich) passt. Gibt es eine Anzeige cosphi/Leistungsfaktor (Scheinleistung) oder so ähnlich? Beim Wasserkocher sollten Phasenlage von Strom und Spannung identisch sein (cosphi=1). Wenn die (Momentan-)Spannung durch verdrehte Messleitungen jedoch von einer anderen Phase kommt, wäre das ev. eine Erklärung für die abweichende Wirkleistung, auch wenn ich dabei nicht Faktor 2 erwarten würde.
Ich merke gerade, der Test dazu entspricht 3. oben:

Wurde das gemacht?
Ohne Messung könnte man die Kabelwege verfolgen. Wurde die Drehfeldbestimmung links oder (zusätzlich) rechts gemacht?

Ein weiterer Vorschlag zur Ursacheneingrenzung: Um solche Quereffekte und Messfehler (Windungszahl, Verstärkung,…) auszuschließen, mal jeweils nur einen Stromwandler aktivieren (die anderen beiden vom Leiter entfernen, denn vom Messgerät abklemmen und den Wandler von Strom durchfließen lassen bei offenen Enden (Drähten), sollte man normalerweise vermeiden?). Und dann so die Leistungsmessung wiederholen - diese ist dann weitestgehend einphasig ohne Saldierungseffekte und müsste zur Leistungsänderung auf dem Netzbetreiber-Stromzähler passen.

Bei Netzspannung gibt es kein “unbegründet anstellen”. Wenn man kein gutes Gefühl hat oder nicht genau weiß was man tut (Sicherheitsmaßnahmen) ist es besser, man lässt es. Lieber übervorsichtig als tot.

Moin

und wenn dein Eco immer 1000W beisteuert wenn du den Wasserkocher anschaltest ? 1000W von der Batterie und 1000W aus dem Netz. Kannst du das Entladen sperren ?

Gruß Dino

Bekommst du denn in der App eine Fehlermeldung angezeigt? Für mich sieht das nach einer Phasenverschiebung aus, das heißt: A-A, B-B und C-C stimmen nicht überein.

Wie geschrieben hatte ich beide Batteriespeicher vom Netz getrennt versuchsweise und es wurden trotzdem nur 1000 W angezeigt - und die können nur aus dem Netz gekommen sein.

Bzgl. der Phasenverschiebung befinde ich mich im Bereich des gefährlichen Halbwissens ... Ich verstehe so weit, dass der Drehstrom am Hausanschluss endet, dreiphasig ist und insgesamt 400 V zur Verfügung stellt.

Der Elektriker hatte L1-L2 und L2-L3 als rechtsdrehend und L1-L3 als linksdrehend gemessen. Wo genau im System würde jetzt die Phasenverschiebung stattfinden? Würde das bedeuten, dass in der Hausverteilung etwas falsch verkabelt ist?

Die App zeigt keine Fehlermeldung, sie zeigt einfach nur auf den drei Phasen die Leistungswerte an, die nicht mal ansatzweise korrekt sind - bis auf die Spannung, die jeweils mit ~230 V angezeigt wird.

Die Einspeisung der 3 Phasen am Smartmeter müssen mit den 3 Phasen der Module übereinstimmen.
Beim Shelly sieht das z.B. so aus. Kann man ganz einfach mit einem 2poligen Spannungsprüfer messen. Zeigt L1 zu A praktisch Null Volt an und die beiden anderen Phasen dagegen 380V an, dann ist Phase A korrekt angeschlossen. Selbe Prozedur mit L2 und L3 durchführen.

Nach der Grafik muß also L1 auf A, L2 auf B und L3 auf C geklemmt sein.

Verstehe, sehr hilfreiche Skizze, danke! Das heißt, ich würde die CT-Klemmen so lange bei laufendem Wasserkocher tauschen, bis auf einer Phase 2000 W angezeigt wird - und so die drei Phasen an drei Steckdosen im Haus entsprechend den korrekten CT-Klemmen zuordnen? (Habe keinen Spannungsprüfer …)

Das wäre eine Möglichkeit. Ich würde Folgendes machen, wenn ich keinen Spannungsprüfer hätte: Hauptsicherung ausschalten! Modul B und C abklemmen und schließen (Zusammenklappen), könnten sonst Schaden nehmen. Hauptsicherung wieder Einschalten. Einspeisung vom Solarmodul/Akku sollte getrennt sein. Jetzt solltest du auf einer Phase den vollen Verbrauch angezeigt bekommen. Er sollte positiv angezeigt werden, Einspeisung von den Solarmodulen wird immer negativ angezeigt, ist ja eine Rückspeisung. Ich hab das immer mit einem Fön gemacht. Sollte das von Erfolg gekrönt sein, wiederholst du die Prozedur mit den anderen beiden Phasen/Meßmodulen.

Das sollte das korrekte Schaltbild vom Ecoflow sein.

Wenn bei 100W das doppelte angezeigt wird und bei 2000W die Hälfte, dann ist der Kram so schlecht. Baustrahler versuchen. Was wird bei 500W angezeigt? Oder Reisefön 1200W?

Sämtliche Experimente mit Fön, Wasserkocher und anderen Geräten ergeben, dass die Verbrauchswerte falsch sind. Ein optischer Vergleich des Schaltschranks mit dem Schaltbild für das EcoFlow Smart Meter bringt mich nicht weiter, ich bin dann doch zu sehr Amateur und ich traue mich auch nicht, im Schaltschrank zu experimentieren …
Ich habe nun noch einmal EcoFlow kontaktiert und sie dazu aufgefordert, zeitnächstens ein korrekt funktionierendes Smart Meter zu installieren.
Ich berichte nach hoffentlich eintretendem Erfolg!

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Hallo Cornelius,

auf Deinem ersten Bild ist der Fehler schon zu erkennen.

Ein FI ist 4 TE breit, der 4. Abgang an der Automatenschiene (N am FI) ist sicherlich abgesägt worden sonst würde es knallen.

Das heißt der erst Automat neben dem FI ist nicht L1 sondern L2.

Und so passt die Spannungsmessung nicht mehr zur Strommessung.

Im Klartext, alle Spannungsangriffe passen nicht zu den Meßspulen.

Das hätte der Elektriker sehen müssen.

Grüße Stefan

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jetzt wo du es sagst, wenn man in's Bild zoomt, dann sieht man das dort keine Schiene verbaut ist, an der der N vom Fi ausgespart ist, sondern eine normale 3phasige Schiene.

btw. herzlich willkommen im Forum @Stefan03.72

hab auch reingezoomt, er hat Recht :grinning_face_with_smiling_eyes:

Allerdings sollte sich das ja auch beheben lassen, ist ja dann L2 L3 L1, oben die Stecker von den CTs ebenfalls 2-3-1 dann hätte es ja passen müssen.

Gibt ja nur drei Möglichkeiten zum ausprobieren.. und das wurde wohl durchprobiert oder?

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Hallo Stefan! Wow, ich danke dir sehr; du scheinst der Erste zu sein, der tatsächlich mal konkret etwas entdeckt hat - kein Vorwurf an die Anderen, bin jedem für die Hilfe dankbar!

Ich werde umgehend die Elektrikerfirma kontaktieren und um Nachbesserung bitten - und berichten, wenn der Fehler behoben ist.

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