Messwerte vom SmartMeter falsch

Hallo zusammen,

vor ein paar Wochen haben wir erfolgreich ein Ecoflow Balkonkraftwerk installiert. Alle Geräte funktionieren so weit gut. Allerdings scheint das SmartMeter falsche Werte zu messen/anzuzeigen.

Auf der “Hauptphase” wird eine durchschnittliche Leistung von ca. 500 W angezeigt. Das würde über zwei Tage 24 kWh machen. Der Stromzähler misst für den Zeitraum allerdings nur einen Verbrauch von ca. 12 kWh, d. h. der Wert vom SmartMeter ist ca. doppelt so hoch.
Ich bin mit einem Wasserkocher nun mal durchs ganze Haus gegangen und habe aufgeschrieben, welche Steckdosen welcher Phase zugeordnet sind. Wenn der Kocher angeschaltet wird, zeigt das SmartMeter einen Anstieg der Leistung von ca. 1 kW an - egal ob Phase A, B oder C. Der Wasserkocher leistet laut Typenschild aber 2 kW!

Irgendwie und irgendwo scheint ein Fehlerfaktor von Zwei im System vorzuliegen. Was kann die Ursache sein? Wie finde ich den Fehler? Stromwandlerklemme falsch angeklemmt?

Vielen Dank für jeden Hinweis!

Stromwandler auf der falschen Phase?

Zur Berechnung brauchts ja auch die Spannung. Und davon gibts 3 Quellen (die drei Phasen). Nur eine ist richtig….

Ja, durchaus möglich. Muss gestehen, dass ich mich nicht so recht traue, am Schaltschrank zu arbeiten. Das hatte der Elektriker damals angeschlossen …
Wenn ich genauere Ideen/Ansätze hätte, welche Klemme ich wie anschließen und es entsprechend auf Korrektheit überprüfen kann, wäre ich weniger zurückhaltend …

Welcher Smartmeter, Ecoflow?

Beim Shelly Pro 3EM sind die CTs am Smartmeter mit Steckern verbunden. Das kann man also ganz einfach umstecken, bis die Werte passen. Die 3 Phasen sind ja auch am Smartmeter angeschlossen, das muss halt zusammenpassen.

Yo, das “normale” EcoFlow Smartmeter. D. h. ich würde folgendermaßen vorgehen:

  1. Alle drei Klemmen abmachen.
  2. Wasserkocher anschalten.
  3. Eine Klemme nehmen und nacheinander an allen drei Phasen anklemmen und in der App gucken, ob/wann 2 kW Leistung angezeigt werden.
  4. Wasserkocher an einer anderen Steckdose im Haus an einer anderen Phase anschließen, anmachen und Prozedere wiederholen.

Richtig/Sicher/Vernünftig?

ich kenne den Ecoflow Smartmeter selbst nicht, aber wenn die CTs mit Steckern verbunden sind, sollte ein umstecken möglich sein. Wenn du dich dabei aber nicht wohl fühlst, lasse es lieber deinen Elektriker machen.

Ja, wirklich wohl fühle ich mich nicht, weil man an die Klemmen nicht richtig rankommt (siehe Foto).

Oder stelle ich mich hier unbegründet an …?

Vielleicht kannst Du mit etwas Zupfen an den Kabeln der Klemmen ja feststellen, welche Klemme mit welcher Phase verbunden ist. Die Zuordnung der Leitungen, die die Spannung messen, ist ja recht gut möglich, da der Kasten nicht so vollgeprügelt ist wie unserer inzwischen ...

Dann kannst Du ggf. vorab schon mal schaun, wo der Hund begraben ist. Da Du ja keine spannungsführenden Kabel lösen mußt, sehe ich jetzt kein erhöhtes Risiko. Ggf. kannst Du ja den Klemmblock sicherheitshalber mit Isolier/Klebeband abkleben, so lange Du am Arbeiten bist.

Kann man die Klemmen ggf. auch am Smartmeter tauschen? Sehe das nicht genau genug und kenne das Ding nicht. Wäre dann nicht so fummelig. Alternativ könnte man auch die Adern tauschen, über die die Spannung gemessen wird, aber da sollte man dann schon wissen was man tut und mit dem entsprechenden Respekt vor Strom arbeiten ...

Beim Shelly Smartmeter kann man das ganz einfach in der App drehen, im Gegensatz zum EcoFlow. Zu beachten ist auch, das die Meßrichtung im Vergleich zum Shelly genau entgegengestzt ist.

Gleich kommt ein Elektriker von der Firma, die das Ding eingebaut hat - ich werde berichten!

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So, ein sehr netter Mensch war soeben hier, schaute sich die Klemmen an und meinte direkt: “Die sind ja alle falschrum!” (der Pfeil müsste in Richtung der Hausverbraucher zeigen, es war genau andersrum).
Alle drei Klemmen gedreht, und dann zeigt die App für das Smartmeter auf allen drei Phasen negative Werte …
Er hat L1 + L2 als rechtsdrehend, L2 + L3 als rechtsdrehend und L1 + L3 als linksdrehend gemessen.

Das Ergebnis der Geschichte: Nichts wurde geändert, keine Erklärung für die falschen Werte. Allerdings sind die Messwerte insgesamt jetzt geringer - als ob ein Reset des SmartMeters dazu geführt hat???

Der Elektriker meinte, von ihrer Seite aus ist alles korrekt eingebaut und angeschlossen und ich müsse mich jetzt an EcoFlow wenden …

Sorry, muß mich korrigieren. Mit der umgekehrten Meßrichtung war beim Anker Smartmeter so. Verbrauchswerte sollten aber generell als Positivwert angezeigt werden.

Ich würde nochmal den Wasserkochertest machen. Aber aufpassen, dass keine anderen Verbraucher das Ergebnis verfälschen. Also z.B. Kühlschrank der gerade anspringt.

Das nur die Hälfte der Leistung gemessen wird, kann nach meinem Verständnis nicht mit falsch installierten Sensorspulen zu tun haben.

Die Spulen müssen an beiden Seiten fest zusammengeklipst sein und am besten nochn Kabelbinder drumrum. An der Stelle ist das richtig kacke, an den Leitern oberhalb der Klemme gehts besser. Freischalten vorm rumbasteln.

Ich hätte die Hutschiene tiefergesetzt und dann die Meßspulen oberhalb angebracht. Dann hast du Platz, um sogar schöne Bögen zu legen. Strom aus vorher!

Der Elektriker hat die Klemmen zwischenzeitlich auch über der Schiene angebracht - kein Unterschied. Der Wasserkochertest zeigt nach wie vor nur 1 kW an - an allen Phasen.
Ich habe jetzt nochmal genauer in der App geschaut, die Spannung wird auf allen Phasen korrekt mit ca. 230 V gemessen. Da die Leistung Stromstärke x Spannung ist, scheint also der gemessene Wert für die Stromstärke falsch zu sein.

Was ist eure Empfehlung, wie ich weiter vorgehen soll? EcoFlow kontaktieren und um den Austausch des Smartmeters bitten? Auf Shelly wechseln?

Die Klemmen haben eine Eigenschaft: die Windungszahl. Ist die richtig?

Hast du mal die Leistung des wasserkochers angezweifelt?

Wie soll ich das herausfinden …? Der Elektriker meinte, er hätte dieses SmartMeter schon öfter eingebaut und er hätte keine Erklärung für die falschen Werte.

Ich habes es auch mit einem Fön probiert, der 2 kW leisten soll, da wird auch nur die Hälfte gemessen. Und nach wie vor wird der “Grundverbrauch” doppelt zu hoch gemessen im Verlgeich zum Stromzähler.

Könnte draufstehen. Irgendwelche zahlen drauf?

1000, 2000, 3000, oder so? Glatte grosse zahl.

Hm, kann ich mal schauen. Aber wie würde ich weiter vorgehen, wenn ich die Zahl hab? Und es kann doch eigentlich nicht sein, dass ein Standardprodukt diesbzgl. “falsch” konstruiert ist.