Merz und die Wärmepumpe

Die Heizperiode beginnt am 1. Oktober und endet am 30. April.

[img]https://i.ibb.co/xLQCmv4/ern.gif[/img]

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/779784/umfrage/monatlicher-anteil-erneuerbarer-energien-an-der-stromerzeugung-in-deutschland/

EE-Anteile an der Last:

Oktober 51,9%

November 49,3%

Dezember 43,1%

Januar 55,6%

Februar 50,2%

März 57,5%

April 57,2%

Summe 364,8%

Macht für die Heizperiode 364,8%/7Monate dann 52.1%, wenn ich mich nirgends vertan habe.

Entscheidend ist aber, dass der Wert jetzt nur noch nach oben gehen wird.

Ich weiß nicht in welchem Zusammenhang das in der Talkshow erwähnt wurde. Ich kenne aber keine grüne Politikerin, die auch nur ansatzweise einmal Wasserstoff zum Heizen favorisiert hat. Desinformationen in der Richtung kenne ich nur von FDP/CDU/CSU. Der Gipfel an Blödsinn, Ölheizungen mit E-Fuel zu betreiben, den kenne auch ausschließlich aus der Ecke. Die ganzen Desinformationen haben offensichtlich zu erheblichen Unsicherheiten in der Bevölkerung geführt. Energieberater sollen das jetzt richten. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die so genannten Energieberater überhaupt noch wissen, was Sache ist. Zumal in den Öffentlich Rechtlichen derzeit „Expertinnen“ zur Energiewende unterwegs sind, die vor einem halben Jahr bei Lanz noch für Nachverdichtungen in unseren Städten plädiert haben. Ich denke einmal, unsere Städte werden auch ohne Nachverdichtung in den nächsten Jahrzehnten schon mächtig ins Schwitzen kommen. Mit Nachverdichtung könnten es richtige Glutöfen werden. Den richtigen Energieberater zu finden, das kann von daher auch schon mal zum Glücksspiel werden.

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Der Akkudoktor selber hat übrigens seine Öl Heizung nicht weggeschmissen, ist meiner Meinung nach genau die richtige Entscheidung.

Efuels kann man auch über verteufeln.

Ja, wenn man CO2 aus der Umgebungsluft nimmt und Wasserstoff aus der Elektrolyse ist das ziemlich ineffizient und teuer.

Biomasse mit etwas Wasserstoff veredeln, da kommen keine gigantischen Mengen bei rum, aber das wenige, was im Akkudoktor Heizsystem noch an Heizöl benötigt wird, da behaupte ich tatsächlich dass das sehr wohl im Bereich des Machbaren und sogar wirtschaftlich attraktiven ist im Vergleich zu den Alternativen.

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@hger Wohl auch, weil er noch reichlich "Alt"öl im Tank hatte?

@mischa

soll heißen, es wurde eine Luftsteuer erfunden. Nennt sich CO2- Steuer. Die wird einfach soweit angezogen, bis die Wärmepumpe preiswerter als eine super funktionierende Öl- Brennwertheizung ist. Die Brennwertheizung habe ich mir vor 9 Jahren ohne äußeren Zwang eingebaut, weil sie etwas effektiver als meine alte Ölheizung ist. Meine alte Bude dämme ich seit x Jahren immer schrittweise. Kostet ja auch immer was. Und ist nicht die einzige Ausgabe an einem Haus.

Ich verstecke mich nicht. Ich denke daran, dass meine Stadt einen Altersdurchschnitt von 50 Jahren hat. Da kannst du dir ausrechnen ob diese Fälle relevant sind oder nur eine Randgruppe betreffen. Du kannst mir ja gern mal verraten, wie der alleinstehende Nachbar mit 79 Jahren und kleiner Rente bei der Sparkasse einen Kredit bekommt um mit dem GEG konform zu gehen. Die Lachen da ganz kurz und klappen ihr Buch wieder zu.

Du kannst meine komplette Einstellung zu diesem Thema ja geradezu voodooartig aus ein paar Beiträgen ablesen. Meinen Glückwunsch zu diesem Schubladendenken.

Wie verhält es sich mit einem Ehepaar im geerbten EFH und Mindestlohn? Die haben beide ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen, welches bereits die Fördergrenze für Geringverdiener sprengt und damit Anrecht auf genau so viel Förderung hat wie ein Chefarzt. Die haben es mit Mindestlohn natürlich spielend leicht, sich eine neue Heizung und Dämmung zu leisten, da liegt es eindeutig nur am nicht wollen.

Falsch. Er steigt seit 2020.

2020: 399g

2021: 453g

2022: 486g

Da sind wir doch glatt auf dem richtigen Weg.

Wenn ich mir diese Karte so ansehe, hat Deutschland da regelrecht eine Vorreiterrolle eingenommen. Getoppt werden wir in unmittelbarer Nähe nur noch durch Polen und Tschechien. Klasse![quote data-userid="9978" data-postid="151682"]

Leider ist das noch nicht in vielen Köpfen angekommen, lieber zeigt man auf die anderen. Und die Chinesen bauen mehr erneuerbare Energie aus als wir...

[/quote]

Mir geht es nicht auf andere Zeigen. Mir geht es darum, dass man mit den kleinen Sachen anfängt und zu feige ist, USA/China den Finger auf die Brust zu drücken.

Ob China mehr EE ausbaut als wir spielt doch im Größenvergleich überhaupt keine Rolle. Wie viele Flughäfen hat China eröffnet während wir den BER gebaut haben? 60! Sechzig. Flughäfen. Und wir reden hier in DE über Gasheizungen und Tempolimit. Aber gut, das Volk braucht ja auch sein Opium.

Da hast Du recht. Ich bezog auch auf die Periode 2021/2022.

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@thorstenkoehler

In einem jüngeren Video wird meine ich erwähnt, dass an einigen sehr kalten Tagen die Klimaanlagen tatsächlich nicht genug Wärme liefern und das noch ein zusätzlicher Grund ist, die Ölheizung zu behalten.

@timberland Das sind Sondereffekte, Corona, Dürre, Gaskrise, AKW Flaute in Frankreich.

Dieses Jahr geht es richtig in den Keller mit der Kohle.

Für Juli hatte ich die Werte rausgesucht

Juli 2022

Braunkohle 9,2 TWh

Steinkohle 4,1 TWh

Kernenergie 2,9 TWh

Juli 2023

Braunkohle 4,8 TWh -48%

Steinkohle 1,4 TWh -66%

Kernenergie 0 TWh -100%

In Deutschland haben sich die Regierung, die Opposition und die Medien kräftig angestrengt und Leute maximal verunsichert.

In den Niederlanden ist das Ganze trotz ähnlichem Inhalt fast völlig geräuschlos über die Bühne gegangen.

Warum?

Weil in Deinem Beispiel der Rentner sofort mit Umstellung auf die Hybrid Wärmepumpe sparen würde.

Von den 5399 Euro werden 2700 Euro direkt vom Staat als Zuschuss übernommen und die verbleibenden 2699 Euro gibt's als zinslosen Kredit mit 20 Euro im Monat als Rate. Und da die kleiner ist als die Heizkosten Ersparnis, investiert der Rentner keinerlei eigenes Geld und spart von Tag 1 an.

Gegen so was kann man keine unsägliche Polemik und Panikmache als Kampagne fahren, wie es die in Deutschland gab.

Man kann nicht nicht mal von Überforderung des Staates schwadronieren, denn die Förderung in den Niederlanden ist nicht besonders hoch.

Nur mal so:

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Eine Förderung der Wärmepumpe (oder was auch immer) fließt in Deutschland sofort in die Taschen der Heizungsbauer. Den Betrag der Förderung schlagen die doch sofort auf den Preis drauf! Als ich einen Heizungsbauer darauf ansprach, hatte der nur ein breites Grinsen im Gesicht (1/2 Meter, geschätzt).

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@hger Aber das wusste er ja anfangs nicht. ? Ich halte diese Lösung, also Hybrid für die richtig kalten Tage auch für sinnvoll. Wie Du sagst, der Netzausbau muss nicht so schnell laufen und auch der Zubau der EE wird ein wenig entzerrt. Die "paar" Tage, jedenfalls hier am sehr flachen Niederrhein, wo es so richtig Arschkalt ist, sind handverlesen. Ich hab mal den Bundesverband Wärmepumpen beguckt. Im Nachbarort, Standort der Meßstation, war es seit 2005 für insgesamt 82h -7° oder kälter. In 18 Jahren 82h oder im Schnitt jedes Jahr 4,5h. Da verballer ich jetzt mal die volle Leistung des Gasbrenners also 75kWh Gas oder 15kg CO2. Die restlichen Stunden rattert die WP oder Klima mit 100% grünem Strom, teilweise vom eigenen Dach.

In anderen Regionen schlägt das Pendel natürlich anders aus. Aber die Richtung stimmt und gerade mit Klima hält sich auch die Investition in Grenzen.

Das hört die Fossillobby natürlich nicht so gerne und die blauen und andere "TECHNOLOGIEOFFENHEIT is a must have!!!" auch nicht.

Für den Preis kaufe ich gleich 2 Wärmepumpen um sie in Deutschland einzusetzen.

Preisangebot von 2 Heizungsbauern für das Einfamilienhaus meiner Eltern: ca. 20.000 Euro für LWWP zzgl 11.000 Euro für neuen Gasbrennwertofen (letzteres wurde realisiert)

Preisangebot von 2 Heizungsbauern für unser Mehrfamilienhaus (3 Stockwerke): ca. 30.000 Euro für LWWP zzgl 17.000 Euro für neuen Gasbrennwertofen

Welches Modell mit welcher Heizleistung gibts denn in NL für den Preis von 5399 Euro?

Das klingt fast so, als würdest du unserer Regierung Polemik vorwerfen wollen....

Nur sind die Heizungsbauer in den NL ja auch in der freien Wirtschaft unterwegs. Und auch da gilt die Regel, dass die Nachfrage und das Angebot den Preis bestimmt. Sind die niederländischen Heizungsbauer nun extrem doof in ihrer Geschäftsführung und Kalkulation oder was läuft da anders? Gut möglich, dass es dort andere Fristen für Gasheizungen gab, was die Leute nicht so verunsichert hat oder es wurde einfach jetzt schon mit weniger Gas geheizt, was dann eben nur wenige verunsicherte. Vielleicht aber haben die Bürger einfach keine Sorge über die Stromversorgung. Ein direkter Vergleich ist nicht machbar. Das Land ist eh kleiner, hat also z.B. schon mal keine Probleme mit der Stromverteilung wie in Deutschland.

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Nicht seit 2005 für insgesamt 82h, sondern seit 2005 pro Jahr für durchschnittlich 82h. :wink: Du kannst deine Daten also wieder mit 18 multiplizieren.

Wieviel kWp hast du auf dem Dach um damit im Winter deine WP/Klima betreiben zu können? Was ich hier so lese kommen pro Heizperiode ja gut und gern mal 1000-2000kWh Strom zusammen.

[quote data-userid="13796" data-postid="151846"]
@mischa

soll heißen, es wurde eine Luftsteuer erfunden. Nennt sich CO2- Steuer. Die wird einfach soweit angezogen, bis die Wärmepumpe preiswerter als eine super funktionierende Öl- Brennwertheizung ist. Die Brennwertheizung habe ich mir vor 9 Jahren ohne äußeren Zwang eingebaut, weil sie etwas effektiver als meine alte Ölheizung ist. Meine alte Bude dämme ich seit x Jahren immer schrittweise. Kostet ja auch immer was. Und ist nicht die einzige Ausgabe an einem Haus.

[/quote] Ja, die CO2 Steuer wird von jedem bezahlt, der fossilen Brennstoff kauft. Diese Steuer erhältst du zurück, wenn du in erneuerbare investierst.

Brennwerttechnik ist schonmal ganz gut. Eine Ölheizung nicht so dolle, habe diese mehrere Jahre gewartet, weis was da für ein DRECK raus kommt. Betreibe auch noch eine bis nächstes Frühjahr.

[quote data-userid="19882" data-postid="151959"]

Nicht seit 2005 für insgesamt 82h, sondern seit 2005 pro Jahr für durchschnittlich 82h. :wink: Du kannst deine Daten also wieder mit 18 multiplizieren.

Wieviel kWp hast du auf dem Dach um damit im Winter deine WP/Klima betreiben zu können? Was ich hier so lese kommen pro Heizperiode ja gut und gern mal 1000-2000kWh Strom zusammen.

[/quote] Meines Wissens läuft der Heizstab in einer Wärmepumpe im Jahr für ca. 10 Std., einige meinen der wird gar nicht benutzt. Das liegt darin, das diese tiefen Temperaturen nur einige Std., meistens Nachts, vorliegen. Tagsüber dann meist um die 0 C°.

Gewundert hätte ich mich nur, wenn er sich eine neue Öl-oder Gasheizung angeschafft hätte. Entgegen dem Unsinn, den FDP/CDU/CSU verbreitet haben, sollten alte Heizungen ja auch nicht rausgerissen werden. Das war auch in dem ersten Gesetzesentwurf nicht gefordert. Bis 2045 können auch Ölheizungen fossil betrieben werden. Dann wird es eh keinen fossilen Brennstoff mehr dafür geben.

Ich kenne niemanden, der E-Fuel verteufelt. Wäre auch verwunderlich, weil es etliche Anwendungsfälle, bei denen es zum Einsatz von E-Fuel keine Alternativen gibt. Nur, gerade deswegen muss doch die parasitäre Nutzung unterlassen werden. Es macht doch keinen Sinn, die Ölheizung oder dem PKW mit E-Fuel zu füttern um dann ins Flugzeug fossiles Kerosin schütten zu müssen, weil kein E-Fuel mehr dafür da ist. Für das Klima ist es von daher auch völlig egal, ob man den PKW oder die Öl-Heizung mit fossilem Brennstoff oder mit E-Fuel betreibt. Am knapp bleibenden E-Fuel-Topf sind PKW und Öl-Heizung parasitäre Anteile, weil es in beiden Fällen äquivalente klimaneutrale Alternativen gibt die ohne E-Fuel auskommen und auch noch deutlich effizienter sind.

Harald Lesch hat die Verhältnisse einmal in einem Video durchkalkuliert:

https://ibb.co/p03m1L5

[Quote]Alleine in Chemie, Schifffahrt und Luftfahrt ist die Nachfrage für Deutschland nach E-Fuels jetzt schon 10 mal höher, als die Menge des produzierbaren synthetischen Kraftstoffs in allen global angekündigten Projekten bis 2035.

Die Diskussion über E-Fuels ist keine Kleinigkeit. Die Diskussion über E-Fuels ist einer der charakteristischen Fälle, wo jemand versucht, oder wo viele versuchen, die dafür plädieren, aus unerfindlichen Gründen, naturwissenschaftlich grundlegende Ergebnisse einfach wegzudrücken. So ein bisschen nach dem Motto, diese Physik, wie können wir die umgehen.

[/Quote]

Unterm Strich, dem Wähler wird die in Wirklichkeit parasitäre Nutzung von E-Fuel über eine parteieigene Physik schmackhaft gemacht. Und die Allgemeinheit muss dann auch noch die Förderung finanzieren. Insbesondere Christian Lindner ist da die treibende Kraft.

Das ist ganz einfach Quatsch. Da wundert es nicht, dass wir bei der Entwicklung von E-Autos so weit nach hinten gerutscht sind.

Stiebel Eltron hat so ein schönes Tool, wo man gut sehen kann, wie viele Stunden man welche Temperaturen erwarten kann:

Für Leipzig sind es z.B.:

  • -11 Grad (kälteste Temperatur) 8,7 h
  • -10 Grad 19,4 h
  • -9 Grad 19,7 h
  • -8 Grad 30 h
Bräuchte man ab -10 Grad den Heizstab, wären es 28 Stunden. Bräuchte man ihn schon bei -8 Grad, wären es 97,2 h. Ist also eine Frage auch der Dimensionierung/Auslegung der Pumpe.

In der Realität muss man natürlich die Speicherfähigkeit des Gebäudes berücksichtigen. Diese nivelliert eher auf Durchschnittstemperatur eines Tages und diese liegt dann oft deutlich höher. Der Wärmebedarf springt ja nicht plötzlich hoch, nur weil es in der Nacht ein paar Stunden -15 Grad draußen ist. Das sind alles sehr langsame Prozesse. Zumal viele ja auch Nachtabsenkung haben bzw. es wurscht ist, wenn die Nachts die Temperatur nur auf 18 Grad hält. Kommen auch noch thermische Gewinne durch Sonneneinstrahlung hinzu.

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@mischa

meine Ölheizung warte ich seit Anbeginn selber. Früher habe ich jedes Jahr einen Eimer(!) Dreck/Asche aus dem Kessel geholt. Das heutige Heizöl ist absolut sauber. Das Abgasrohr meiner Brennwerttherme ist innen weiß bis leicht grau. Diese Therme werde ich als Heizung für kalte Tage, die bei mir gezählt sind, behalten. Ein (mehrere) Klimasplitgerät als Grundheizung. Einen Heizstab sollte man sehr genau überwachen, damit er nicht zur Kostenfalle wird.

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@laser Genauso hat es die Regierung auch in dem neuen Heizungsgesetzt fest gemacht. Bis 2045 darf diese Kombi betrieben werden. Noch erzeugt der Strommix mehr CO2, als deine Ölheizung. Das wird sich aber in den nächsten Jahren ändern. Bei der Ölheizung wird sich der CO2 Ausstoß nicht verringern ....

Meine Ölheizung ist 31 Jahre alt, bin froh wenn die raus fliegt.