Bin gerade auf diese Diskussion gestoßen und finde sie sehr interessant. Ich muss aber zugeben, dass der Eingangspost sehr seltsam ist, mit den Erklärungen die im Thread folgen wirds klarer. Vielleicht im ersten Post ergänzen was im Thread eingebracht wurde.
@John Stimmt das, dass du Infrarotheizungen verkaufst ? Wenn ja fände ich das fair im Eingangspost zu erwähnen, falls nein auch erwähnen, weil sonst Gerüchte aufkommen, die deine Argumentation stören.
Zum Thema
Wir haben vor zwei Jahren von Gasheizung auf Splitklima umstellen müssen (Wärmepumpe auf Wasserheizung wäre bei unserem Haus von 1904 und Heizsystem von 1970 mit 300 l Wasser nicht sinnvoll umsetzbar), da mein Gasunternehmen auf einmal 2000 Euro MONATLICH als Vorauszahlung haben wollte und die Gaspreisbremse noch nicht in Sicht war. Da bin ich über Andreas auf die Splitklimas aufmerksam geworden, habe geplant und umgesetzt.
Nach jetzt 2 Wintern kann ich sagen, dass es alleine nicht funktioniert hätte. Ab ca -8 Grad bekomme ich trotz 5 kw Gerät von Daikin den größten Raum (40 qm) nicht über 18 Grad. Aber hier hatte ich schon vorsorglich einen Holzofen installiert. Die anderen Räume dümpelten so um die 19 bis 20 Grad rum.
Ab 0 Grad aufwärts ist dann alles super. Wir haben ca 40 % der Heizkosten gespaart. Das hängt aber nicht mit der Splitklima an sich zusammen sondern damit, dass wir nun einzelne Räume heizen, die wir nutzen, und andere nicht. Wir haben also unser Heizverhalten massiv geändert (musste man sich dran gewöhnen, dass die Temperaturunterschiede zwischen den Räumen jetzt teilweise massiv sind, wenn man zum Anziehen oder so reingeht, was vorher nicht war), weil das mit der Splitklima und Steuerung von unterwegs sehr einfach umzusetzen ist. Mit der Gas Brennwertherme waren die Temperaturen zwischen 0 und 5 Grad immer ein Grauß, da die da durch takten und die Heizkurve sehr viel Gas verbraucht hat. Und es war nur schwer möglich einzelne Räume zu heizen und andere nicht, da dann oft die Wärmeabnahme nicht groß genug war und wenn 300 l Wasser erst mal kalt waren die wieder aufzuheizen dauerte und brauchte viel Gas.
Nun aber zu den hier beschriebenen Infrarotplatten.
Ich habe (da es hieß das geht nicht) im Bad keine Splitklima sondern einen Heizlüfter betrieben. Davon ab, dass es für mich kein Problem, aber für meine Familie ein Desaster war in ein kaltes Bad auf s Klo zu gehen, hatte ich das Bad immer nur morgends und Abends geheizt. (mit den beschriebenen Problemen) ABER es war für alle selbst in einem geheizten Bad unangenehmer weil es keinen Heizkörper gab, der Strahlungswärme abgab. Damit war nicht nur die Temperatur im Bad (mit 1:1 Strom / Wärme umsetzung) höher eingestellt als vorher mit Heizkörper, es war trotzdem als unangenehmer empfunden worden.
Gleiches in den anderen Räumen, wo Mitglieder meiner Familie sich gerne mal vor die Heizkörper setzen. Das geht mit Luftheizung leider nicht mehr.
In der Küche haben wir das Problem mit dem Ofen gelöst. Wenn jemandem unangenehm ist, macht er den Ofen an und schon kann man Strahlungswärme geniesen. Im Bad und Fernsehzimmer ging das nicht.
Dort haben wir nun Infrarotplatten montiert, die man einschalten kann und sich damit mit Strahlungswärme versorgen.
Insofern sehe ich durchaus einen sinnvollen Verwendungszweck für Infrarot Heizplatten. Aber als alleinige Heizung im Bad hat es nicht funktioniert, da die 1 kw Platte die ich aufghängt hatte das Bad nicht warmhalten konnte (dachte ob jetzt mit Heizlüfter oder Infrarot macht ja vom Wirkungsgrad keinen Unterschied). Aber mit dem Heizlüfter bekomme ich einen Luftstrom und damit eine bessere Wärmeverteilung, mit der Infrarotplatte einen Wärmestrahlungsspot, vor den ich mich stellen kann. Somit läuft der Heizlüfter weiterhin morgends und abends und die Platte kann man händisch zuschalten wenn man es braucht.
Insofern ist für mich die Kombination aus mehreren Dingen (Splitklima, Heizlüfter, Infrarotplatte) die für UNS am besten funktionierende Lösung.
Stefan