Hallo Ihr Lieben,
ich habe mich zwar hier schon durch so gut wie alle Themen durchgelesen die damit zu tun haben könnten, komme aber leider trotzdem nicht weiter. Daher nun kurz eine Info um was es mir geht und was ich bisher erlesen/recherchiert habe. Und dann noch abschließend die Frage dazu. Auch wenn ich nicht genau weis wie ich sie stellen soll :lol:
Außerdem möchte ich hier euch auch meine Erfahrung und auch den Werdegang als Leitfaden für Euch zur Verfügung stellen.
Ich wohne in einem Mietreihenhaus einer Baugesellschaft. Mit Garten& Terrasse. Nachdem ich 1.malig vorsichtig wegen dem Aufstellen einer Balkonsolar angefragt habe (natürlich mit dem Ziel des Klimaschutzes) und mich auch angeboten habe als Tester für diese Anlage zur Verfügung zu stellen um Erfahrungen zu Sammeln, falls weitere Mieter in anderen Wohnungen mit Balkon oder Garten so etwas auch möchten dahingehend eine Vernünftige Lösung zu finden, um alle Glücklich zu machen.
Als Antwort hatte ich eigentlich mehr erwartet, aber es kam nur eine Standartisierte Antwort mit dem Hinweis, Brandschutz, Aufstellen, Versicherungschutz, Netzbetreiber usw. wo erst noch geklärt werden muss was überhaupt zulässig ist.
2 Wochen nach der Rückmeldung die ca 4 Wochen auf sich hat warten lassen, kam eine Mieterhöhung um 8% ins Haus und da ist mir dann die Hutschnur geplatzt und ich habe die Anlage im Garten aufgebaut.
Danach habe ich nochmals einen netten Brief geschrieben, darin habe ich auf
- die Thematiken des Brandschutzes https://www.pvplug.de/wp-content/uploads/2017/05/pi-berlin.testreport.20170520.pdf hingewiesen,
- die unendliche Geschichte mit der Einspeisesteckdose hingewiesen DGS - VS - VDE
- Anmeldemodalitäten beim Versorger und Martkstammdatenregister sind selbstverständlich mein Problem
- Stromzähler
- Versicherung habe ich ne Hausrat/Haftpflicht wobei mir nicht klar sein soll wie eine im Garten aufgestellte Anlage jemanden auf dem Kopf fallen soll oder durch Eisabfall jemand zu schaden kommen soll.
Außerdem habe ich darauf hingewiesen, dass ich mich an die anerkannten Regeln der Technik halte, ein Rückbau jederzeit möglich ist, ich keine Veränderung an der bestehenden Hauselektrik vornehme da ich mit einem Schukostecker in eine Steckdose gehe, an deren Sicherung nur Geräte betrieben werden, die zusammengerechnet nicht mal 1kw an Leistung ziehen.
Auf Anfrage hätte ich der Baugenossenschaft sogar noch die Datenblätter der Module und Wechselrichter, Zertifikat NA-Schutz und Einheitenzertifikat nachgereicht. Von mir aus auch noch die Anmeldungen und das Inbetriebsetzungsprotokoll.
Nach 4 Wochen kam dann nun eine "Vereinbarung" die ich eigentlich so definitiv nicht unterschreiben will und auch nicht einsehe:
die Punkte der Anmeldung, Nachreichen von Datenblättern, etc kann ja noch nachvollziehen und habe damit auch kein Problem.
jetzt aber die Knackpunkte:
Zitat: - Die Steckverbindung muss ein, vom Elektrofachmann installierter berührsicherer Einspeisestecker, samt passender Einspeisesteckdose sein. Ein entsprechender Nachweis muss vorgelegt werden.
- Nachweis über sach- und fachgerechte Montage und spätere Demontage (Unternehmererklärung)
meines Wissens nach dürfen Laien Balkonkraftwerke gem. VDE 0100-551-1 selbst anschließen. Außerdem beschädige ich im Garten nicht die Mietsache (das Haus oder die Wand). Im Mietvertrag ist auch nichts geregelt, was das aufstellen einer PV Anlage betrifft. Somit kann der Vermieter eigentlich den Nachweis der fachgerechten Montage nicht einfordern.
Und ja nochmals die Steckverbindung... wobei ich diesen ausführlichen Kampf auch schon fast heranziehen möchte https://forum.drbacke.de/viewtopic.php?t=7212
Leider bezieht sich der Vermieter nicht auf die VDE aber ich gehe mal stark davon aus.
Auf der einen Seite habe echt Lust denen das Stuttgarter Urteil hinzuknallen und nochmals auf die Normen hinzuweisen bzw die zwei Punkte einfach rausstreichen und dann denen das so unterschrieben zurückgeben.
Im äußersten Notfall lasse ich es aber auch auf sich beruhen, unterschreibe nichts und warte auf weitere Post. Da wird es dann aber zu 99% zu einer Auseinandersetzung mit Anwalt kommen.
So als Randnotiz: Ich habe mich zumindest telefonisch schonmal mit der Verbraucherschutzzentrale und der DGS in Verbindung gesetzt, aber bevor die Vereinbarung ins Haus geflattert kam. Da ich mir soetwas schon gedacht habe.
Beide Institutionen haben mir gesagt, dass im Garten das aufstellen problemlos möglich ist.
So nun erstmal genug.
Evtl hat ja jemand ähnliche Erfahrungen bei Mietobjekten gesammelt oder kann auch von gegenteiligen berichten.
Mir bereitet Hauptsächlich die "fachgerechte Montage durch ein Unternehmen" Bauchschmerzen.
edit:
Der MSB verhält sich ähnlich unkooperativ und möchte natürlich eine Einspeisesteckdose und einen 2 Richtungszähler verbauen wofür ich sogar 84,50€ bezahlen soll. (habe aber einen rücklaufgesperrten Einrichtungszähler) ...
Bei dem werde ich das Formular der DGS vorlegen und dann wegrennen lol XD
(sorry falls der Titel zu gewagt ist, dann wird er natürlich geändert
)