Mehrverbrauch statt Einsparung durch Balkon PV?

Hört sich paradox an ?
unbedingt !
Aber lest bitte weiter und schreibt mir gerne ob ich spinne oder nicht.
Ich betreibe 2x 600W PV Anlagen. Beide sind mit je einem Anker Solix Speicher verbunden und speisen über unterschiedliche Stromkreise in das Hausnetz ein.
Vor 2 Jahren habe ich den ersten Speicher zu der ersten vorhandenen PV-Anlage angeschlossen, vor einem Jahr dann die zweite Anlage direkt zusammen mit einem weiteren Speicher.
Die Speicher sind zeitlich so getaktet, dass Vormittags Anlage 1 ins Hausnetz einspeist, Anlage 2 in den Speicher 2, Nachmittags Anlage 2 ins Hausnetz und Anlage 1 in Speicher 1. Über Nacht werden beide Speicher dann ins Hausnetz entladen. Somit decke ich über den ganzen Tag einen gewissen Grundverbrauch ab.
Eine Einspeisung aus dem Netz in die Speicher ist nicht vorgesehen, bzw. bei einem der Speicher auch nicht einstellbar. Dass aus dem Netz nicht eingespeist wird, kann ich in der Anker-App auch nachvollziehen.
Was ich jetzt bei der 2. Jahresabrechnung festgestellt habe ist, dass sich der Jahresverbrauch nach Installation des 1. Speichers ca. um den Jahresertrag (ca.500kWh) der Anlage 1 erhöht !!! hat, nicht reduziert.
Im zweiten Jahr, nachdem ich die 2. Anlage installiert habe, ist der Verbrauch noch einmal um ca.500kWh angestiegen, was auch hier ca. dem Jahresertrag entspricht.
Zufall ?
Ich habe mit mehreren KIs im Netz diskutiert und eine erklärte mir, dass möglicherweise die AVM-Zwischenstecker am Einspeisepunkt jeder Anlage eine Phasenverschiebung bewirken, wodurch der digitale Stromzähler den eingespeisten Strom als Verbrauch erkennt.
So, jetzt bitte ich euch um eure Meinungen.
Sind das Hirngespinste oder ist es tatsächlich denkbar, dass unter gewissen Umständen der eingespeiste Strom als Verbrauch verbucht wird ?

versuch mal selber denken statt künstlicher idiot.

schau dir deinen zähler an und was der anstellt wenn strom ins netz fließt

Es gibt spezielle Zähler, wofür auch immer? die Bezug und Einspeisung summieren. Sollte aber klar gekennzeichnet sein.

Persönlich habe ich solche noch nicht gesehen.

Danke für den Tipp.

Aber leider läßt sich die Anzeige des digitalen Zählers über den Lichtsensor nicht umstellen, sodass ich nur den Gesamtverbrauch seit Installation ablesen kann, nicht den aktuellen Verbrauch.

suchr dir nach hersteller und typ des zählers raus was der anstellt. schau dir an, was der anzeigt wenn mehr produziert als verbraucht wird. manche zähler rechnen einspeisung als verbrauch auf

wahrscheinlich funktioniert deine technik erst ordentlich, wenn du deine eigene leistungsmessung integrierrst

Es handelt sich um einen eBZ DD3 BZ06 ETA-ODZ1. Der sollte Verbrauch (1.8.0) und Einspeisung (2.0.0) sauber voneinander trennen.
Zudem ist die zeitliche Taktung der Speicher so vorgesehen, dass der Strom aus den PV-Anlagen sofort vom Grundumsatz geschluckt wird. Somit sollte eigentlich kein Strom unentgeltlich in das öffentliche Netz gehen. Das ist der eigentliche Sinn der Speicher.

@Ullibozz

sei herzlich Willkommen im Forum. Zur Lösung deines Problems wird die Gemeinschaft hier gewiss weitere Info´s benötigen. Welchen Tarifzähler hast du? Hat der die IR Schnittstelle oder eine andere. Ist die Anlage in Deutschland?

Bei meinem digitalen Zähler brauchte ich einen Freischaltcode. Erst nachdem ich den eingab sendet der die Daten. Ausgelesen werden sie bei mit einem Lesekopf (Hichi) und der stellt mir die Daten ins Haus WLAN. So kann ich jederzeit die Werte auslesen.

Wenn ich richtig verstehe hast du 2 BKW. Wie sind die angeschlossen (Schuko Stecker?). Wer liest die Zählerstände ab? Hier kann man wählen, ob man es selbst macht oder ein Mitarbeiter des VNB. Gibt es evetuelle Ablesefehler?

Ciao

Einrichtungszähler nur Taschenlampensteuerung, aufgeschlüsset hier Seite 5

Bei den dingern wurde schon gelegentlich berichtet, daß die daneben zählen beim einspeisen. Da gab es mal ein update für die Zähler, aber das wurde nicht von allen Betreibern aufgespielt.

Stell deine Sachen um auf eigene Leistungsmessung und Nulleinspeisung. Stell ein, dass du immer 10-20W Bezug willst. Shelly + co messen auch gut daneben besonders bei kleinen Leistungen oder Phasenverschiebung

Würde ich den Netzbetreiber drauf ansprechen, dass das korrekt gezählt wird. Nichts zu bekommen ist für BKW ja OK, aber noch mehr zahlen …

Hallo Deff,

die Anlage steht in NRW, Duisburg.

Angeschlossen sind die beiden BKW über Schuko-Stecker in 2 getrennte Stromkreise des Hausnetzes.

Abgelesen habe ich selbst, wie in jedem Jahr.

Den Zähler habe ich oben angegeben, eBZ DD3 BZ06 ETA-ODZ1.
Er sollte eigentlich laut Manual auf Taschenlampe >1s umschalten, auch ohne Freischaltcode. Tatsächlich reagiert er aber auf überhaupt keinen Lichtimpuls, weder 1x >1s noch 10x <1s. Habe alles mögliche probiert, aber ich käme nicht einmal in die Nähe davon, einen Freischaltcode eingeben zu können.

Hatte mal gelesen, dass diese Sorte Zähler nicht bzw nicht alle beim Kunden update bekommen können. Das heißt neuen Zähler montieren und alten zum update einschicken. Nervig für den Stromdealer.

Diese älteren haben keinen Freischaltcode. Das einzige was die theoretisch können müssten, ist Anzeige von kWh auf W umschalten. Aber erst die Modelle, bei denen "A+" und "A-" am Display aufscheint

Das ist gewiss ein Tipfehler. Die ausgespeiste Menge wird mit 2.8.0 erfasst.

Du sagst es.
Aber wie ich bereits angemerkt hatte, sollte der Zähler ja ungefähr gar nichts von den BKW mitbekommen. Der gesamte Ertrag wird über die Speicher gesteuert und über den gesamten Tag verteil so in das Hausnetz eingespeist, dass er vom Grundverbrauch aufgebraucht wird.
Durch meine Teichanlage habe ich einen ungefähren Grundverbrauch von 250-300Watt, inkl. Kühlschrank und allem anderen was ständig läuft. Das sollte von den BKW abgedeckt werden.
Also bleibt nichts übrig was über den Zähler rückwärts ins öffentliche Netz eingespeist wird.

sorry, du hast Recht.

Beides erzeugt Phasenwinkel das wird der Zähler ggf überhöht abrechnen. Kontrollieren mit action markt (10€) oder shelly plug (20€)

sorry, aber das verstehe ich nicht.
Die Teichanlage und den Kühlschrank hatte ich schon Jahre vor den BKW.
Wieso sollte sich jetzt mit den BKW das als Problem darstellen.
Die einzelnen Verbräuche im Haus hatte ich im Vorfeld mit einem Stecker-Stromzähler gemessen und aufaddiert. Darüber hatte ich dann festgelegt, wieviel ich direkt in das Hausnetz einspeise und was dann in die Speicher geht um über Nacht verbraucht zu werden.

Wenn ich mich recht erinnere, hatte diese Sorte Zähler Probleme, wenn der power factor schlecht ist. Das betraf besonders die ersten dieser Serie. Jetzt hast schlechten power factor (Summe aus Inverter und Motoren) und du sagst es misst hohen Verbrauch

(oder hat sich das Verbrauchsverhalten geändert? Neuen TV, mehr am PC, wasweissich?)

Hab eine Beschreibung des Zählers gefunden:

Deiner ist ein reiner Bezugszähler mit Rücklaufsperre. Das sieht man an "BZ06" in der Kennnummer, also Bezugszähler max. 60A. Das DD3 steht wohl für Drehstromzähler. Daher wird es 2.8.0 nicht geben. Mit der Taschenlampe kann laut Beschreibung ohne den Freischaltcode nur eine 2te Zeile im Display freigeschaltet werden. Den Code bekommst du vom VNB auf erstes Anfordern.

Es gibt m.A. 3 Varianten, die ursächlich sein könnten:

  1. Tarifzähler ist defekt - Verantwortung liegt beim VNB
  2. Es sind (unerkannt) zusätzliche Verbräuche aufgetreten - da musst man selbst suchen.
  3. Anker zieht - warum auch immer- Stom aus dem Netz

Ein Stecker-Stromzähler zwischen Anker und Schuko Dose, der in beide Richtungen misst und zählt, könnte helfen, Variante 3 auszuschließen.

Mein Tarifzähler ist freigeschaltet und zeigt folgendes Bild

Daran sieht man, dass ich gerade auf Phase 2 derzeit 341W aus den Hausnetz in das öffentliche Netz einspeise. Da die 3 Phasen saldiert werden, ist der Verbrauch aus dem Netz, für den ich zahlen muss, gerade mal 2 W.

Bei mir ist es ein 2 Wege Zähler, bei dem es 2.8.0 gibt. Wenn du 1 und 2 einigermaßen sicher ausschließen kannst, dann würde ich den VNB um Überprüfung des Zählers bitten und ggfls. um Austausch gegen die 2 Richtungsvariante (Kennzeichnung 2Rxx).

Hab meinen Netzbetreiber auch angeschrieben und um den Einbau eines Zweirichtungszählers (2.8.0) gebeten, da ich auch Akkus betreibe. Als Antwort kam "Ist nicht zwingend notwendig." Bei mir wurde im letzten Jahr der Ferraris gegen einen E220-AM1D.A1A.A0-S00-S3 ausgetauscht.
Im Netz wird aber geschrieben, daß gerade bei Akku Nutzung ein 2.8.0 verbaut wird.

Wenn du das noch mal machst, kannst du Variante 2 auch ausschließen. Dann bleibt nur die Reklamation beim VNB.

Jedenfalls würde ich die Tagesverbräuche mal für eine Woche - möglichst zur gleichen Uhrzeit - ablesen und notieren. Vielleicht gibt es da ja Auffälligkeiten.

Übrigens fand ich in der Betriebsanleitung zum Zähler unter Ziff. 5.4 die Aussage, der "reine" Lieferzähler würde auch 2.8.0 liefern.
"Der Stand der exportierten Energie (-A, 2.8.0) wird beim Eintarif- Lieferzähler immer
in der oberen Zeile in kWh angezeigt.
Bei Änderung der Energierichtung von Export auf Import wechselt die Anzeige von –A
auf +A. Beim Lieferzähler mit Rücklaufsperre wird in diesem Fall keine Energie
gezählt, beim Zähler ohne Rücklaufsperre wird die Energie vom Register 2.8.0
subtrahiert." (Zitat Ende)

Ob die IR Schnittstelle "funkt" sieht man recht gut mit der Kamera eines Smartphones. Deren Bildsensor reagiert auch auf die IR Strahlung.