Im Thread empfehlen ja viele das Testo 552 empfohlen. Da der Preisunterschied nicht extrem ist (190 vs 370 €) würde mich aber interessieren: wäre das Testo 550s nicht eigentlich noch besser, oder spricht etwas dagegen?
Primärer Zweck soll die Evakuierung bei Inbetriebnahme sein. Und sollte es in einigen Jahren mal Probleme geben, soll natürlich die Diagnosemöglichkeit zum Einsatz kommen.
Was für mich dafür spricht:
Diagnose-Funktionalität (v.a. sollte es eines Tages mal ein Problem geben)
Ventilblock (Leitungen fürs analoge Manometer mit Ventilblock hab ich schon - um das Testo richtig einzubinden bräuchte ich ja nochmal mindestens eine Leitung mehr)
Der Preisunterschied liegt also geringer als man denkt. Kann das 550s nicht genau so zuverlässig das Vakuum messen? Oder ist es vielleicht nicht so langlebig? (im typischen DIY-Haushalt liegt das ja die meiste Zeit des Jahres rum und wird vielleicht 1-2x pro Jahr benötigt oder verborgt. Viele Messungen gibt es also nicht, aber kann die Messtechnik vielleicht noch anders verschleißen, z.B. durch Dichtungen im Inneren / Kalibrierungsnotwendigkeit in regelmäßigen Zeiträumen)?
Aber nur um das Vakuum zu messen was nunmal die meisten nur machen, wenn sie die Anlage in Betrieb nehmen, dafür hätte sogar ein einfacheres Gerät ausgereicht.
So ist es, das 550s kann in keiner Weise Vakuum in dem Bereich messen, wo es wichtig ist. Du brauchst den untersten Bereich von 0-15 mbar recht genau messen können. Die Entfeuchtung passiert erst unterhalb von 10-20 mbar, je nach Temperatur und es ist wichtig zu schauen, ob du ein Vakuum von <1mbar erreichst.
Mit der Monteureinheit 550s erreichst du das alles nicht, die hat vermutlich nicht mal einen Absolutwertsensor. Schau mal ins Datenblatt, dann wird das sicherlich klarer werden.
Danke für die Antwort! In der original Anleitung zum Testo 550s wird ja explizit die Möglichkeit der Evakuierung nur mit 550 / 557 beschrieben, und dass das auch möglich, aber nicht ratsam sei, wegen ungenügender Genauigkeit. Deshalb dachte ich, ich frag nochmal nach - wenn der Hersteller schon schreibt “möglich, aber nicht ratsam” kann das ja dennoch für gelegentliche Arbeiten eine absolut mögliche Vorgehensweise sein.
Danke für den Hinweis! Dann wirds das 552 in Verbindung mit der schon vorhandenen analogen Monteurhilfe.
Hab mal ins Handbuch vom Testo 550s reingeschaut. Die Datenangaben sind da etwas verwirrend. Da steht zwar eine recht hohe Auflösung fürs Vakuum, aber da steht auch: "Vakuum: über externe Sonde". Diese Werte fürs Vakuum sind also nur mit einer externen Sonde erreichbar. Ansonsten hat der Drucksensor eine Auflösung von 1000 Pa bzw. 10 mbar. Und es ist eben auch ein Relativwert zum Luftdruck. Also ganz weit weg für die Beurteilung eines Vakuums im Bereich 0-20 mbar.
In der Praxis gibts jede Menge Profis, die machen das trotzdem nur damit. Der Hintergrund ist der: Wenn man wirklich weiß, dass die Vakuumpumpe und das restliche Equipment 100% ok sind, dann macht man einfach einen Blindflug bzw. hat die Monteurhilfe nur als ganz groben Indikator, ob nicht etwas völlig falsch läuft.
Wenn man aber ohne Erfahrung mit seinem Equipment und mit billiger Chinatechnik was macht, dann ist es besser, wirklich genau das Vakuum beobachten zu können.
Grundsätzlich schon, aber wie schon geschrieben, sollte man aus Sicherheitsgründen eine Pumpe mit R32 bzw. A2L Freigabe nehmen. Bei R290 muss man nochmal mehr aufpassen, da brauchts A3.
Aber grundsätzlich kommt die Pumpe ja nicht mit dem Kältemittel in Berührung, oder? Geht es da nicht eher um die Gewinde, die bei der Pumpe aktuell nicht passen und man Adapter benötigt?
Schaut nach ner Chinapumpe aus. Wenn du die wirklich kaufen willst, schau lieber mal bei Aliexpress/Vevor. Die sehen gleich aus und sind wahrscheinlich erheblich günstiger
Die C-Profile in VA sind aus dem Schrott. Gibt es schwer auf dem freien Markt. Kann man sicher auch verzinkte nehmen. Wie lange diese dann halten wird man sehen.
Und ja selbst gebaut/angepasst.
Ich würde allerdings nicht solch einen “Klemmtritt” einsetzen.
Sondern den passenden zum Ziegelsystem. Dort sind 2 Ziegel aus Aludruckguß dabei.
Habe da von unserem Dachdecker besorgen lassen. Kostenpunkt 190€. Ich habe dann auch gleich den passenden “Lüfterstein” besorgen lassen für die Dachdurchführung der Kältemittelleitung. Kostete 27€.
Ich würde gerne bezüglich Drehmoment fragen.
Ich selbst habe zwei Drehmomentschlüssel und decke damit die bereiche ab, welche ich benötige.
Daher hatte ich mir Hahnenfußschlüssel bestellt.
Nun hatte ich irgendwo aufgeschnappt das, dass nicht so gut wäre waum auch immer.
Haben die Hahnenfußschlüssel große Nachteile oder kann man die verwenden?
Bei den Adaptern muss man darauf achten, sie im 90° Winkel zu verwenden, da sich sonst das Drehmoment verfälscht (längerer Hebel). Außerdem kann es je nach Arbeitsort unhandlich werden, wenn wenig Platz ist.
Wieso keinen Klemmtritt? Hab zufällig die Tage mit einem Klimatechniker gesprochen und der hat mir das genau so empfohlen und auch schon selber so gemacht.