Masterarbeit: Umfrage zur Akzeptanz externer Steuerungssysteme für private Energiespeicherlösungen – eure Meinung zählt!

Hallo zusammen,

für meine Masterarbeit im Studiengang Digital Business Management & Engineering (M.Sc.) an der Hochschule Fresenius untersuche ich die Akzeptanz externer digitaler Steuerungssysteme für private Energiespeicherlösungen. Gemeint sind PV-Heimspeicher und Batterien von Elektrofahrzeugen (BEV/PHEV).

Dazu habe ich eine Online-Umfrage erstellt, die auf validierten wissenschaftlichen Messinstrumenten basiert. Die Teilnahme ist freiwillig, anonym und die Daten werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet. Dauer: ca. 10 Minuten.

:backhand_index_pointing_right: Auch ohne eigenen Speicher oder E-Auto könnt ihr teilnehmen – Interesse oder die Überlegung einer künftigen Anschaffung reicht völlig aus.

Im Anschluss werde ich die Ergebnisse hier im Forum teilen und freue mich schon jetzt auf eine spannende Diskussion mit euch über Chancen und Grenzen externer Energiesteuerung. Unterschiedliche Perspektiven sind dabei besonders wertvoll. (Und bitte seid lieb zu mir :wink:).

Hier geht’s zur Umfrage: hier stand mal ein Link :winking_face_with_tongue:

Vielen Dank für eure Unterstützung! Jede Teilnahme hilft mir, eine aussagekräftige Datenbasis zu schaffen. :folded_hands:

Beste Grüße
Patrik

Bevor die Frage kommt, zum Verständnis:
Mit „extern“ meine ich, dass ein Akteur von außerhalb des Haushalts (z. B. Netzbetreiber oder Drittanbieter) Eingriffsmöglichkeiten hat, um Lade- und Entladeprozesse zu steuern.

Es geht also nicht darum, wie autarke Systeme (lokal oder cloudbasiert) die Speicherlösungen steuern, sondern ganz grundsätzlich darum, ob Haushalte bereit wären, die Steuerung ihrer Heimspeicher teilweise aus der Hand zu geben – unabhängig von der konkreten technischen oder organisatorischen Umsetzung.

Vielleicht interessiert euch auch, wie ich auf mein Thema gekommen bin:

Ich habe selbst eine PV-Anlage mit Speicher (zuvor nur ein kleines Balkonkraftwerk) und war begeistert. Mit der größeren Anlage stellte sich dann die Frage: Will ich wirklich, dass Netzbetreiber oder Dritte Einfluss darauf nehmen können? Stichwort: iMSys etc.

Hintergrund: Ich war mir nicht sicher, ob mein Speicher mit über 10 kW zu den steuerbaren Verbrauchseinrichtungen zählt (da ist es wieder, dass gefährliche Halbwissen :smirking_face:). Wie ihr wisst, müssen Verbraucher über 4,2 kW steuerbar sein. Im Ausnahmefall können also Wallbox, Wärmepumpe oder vielleicht auch ein Heimspeicher auf bis zu 4,2 kW gedrosselt werden.

Weil ich mich selbst dabei ertappt habe, solche Eingriffe vermeiden zu wollen, stellte ich mir die Frage: Wie sehen das andere? Und ist es überhaupt sinnvoll, dagegen zu sein? Daraus entstand schließlich mein Masterarbeitsthema. Ich gehe dabei völlig ergebnisoffen und ohne meine persönliche Meinung an die Sache heran. So, wie es für eine wissenschaftliche Studie angemessen ist.

Bei meiner Recherche bin ich schnell auf Themen wie Smart Grid, Vehicle-to-Grid und flexible Stromtarife gestoßen. Alles Konzepte, die genau auf diese bidirektionale Steuerung von Speichern setzen.

Vielleicht zeigen die Ergebnisse meiner Umfrage am Ende, dass es gar keine Akzeptanz gibt. Dann wäre Smart Grid oder ein höherer Anteil erneuerbarer Energien auf dieser Basis schwer umsetzbar. Es gibt also kein richtig oder falsch! Jede Teilnahme ist wertvoll!

Ich selbst bin kein „Wissenschaftler“, sondern nur jemand, der über den beruflichen Weg (Meister/Techniker mit Zugangsprüfung) in den Master gekommen ist. Das Thema ist kontrovers aber auch spannend.

Darum :backhand_index_pointing_right: Bitte teilt eure Gedanken und, auch wenn’s manchmal anstrengend ist, klickt euch bis zum Ende der Umfrage durch. So kann eure Stimme gehört werden und ihr helft mir enorm, mein Ziel zu erreichen.

Vielen Dank für euren Support!! :folded_hands:

Kurzes Feedback: Die Fragen in Abschnitt 4 sind sinnfrei.

Oliver

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Danke dir für die Teilnahme und das Feedback. Das hilft mir wirklich sehr! :folded_hands:
Meinst du mit Abschnitt 4 die Fragen zur Benutzerfreundlichkeit? Mich würde interessieren: Wie hättest du die Fragen an der Stelle formuliert oder worauf würdest du eher eingehen? Das ist für mich spannend zu hören, auch wenn ich die validierten Fragen so übernehmen musste.

Je nun, ob eine Software benutzerfreundlich ist, kann man nur beurteilen, wenn man die ausprobiert.

Was man fragen könnte, ist, ob die Benutzerfreundlichkeit wichtig ist. So sind die Fragen m.E. aber nicht formuliert.

Oliver

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Das ist ein guter Punkt! :slightly_smiling_face:
Die Fragen stammen direkt aus dem Technology Acceptance Model. Dabei geht es nicht um die tatsächliche Erfahrung mit einem System, sondern um die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit, also ob man sich vorstellen könnte, dass so ein System leicht zu bedienen wäre.

Deshalb wirken die Fragen manchmal etwas merkwürdig formuliert. Ich kann sie mir nicht selbst ausdenken, sondern muss die validierten Items übernehmen, weil nur so die Ergebnisse mit anderen Studien vergleichbar sind.

Deine Anmerkung ist dennoch wichtig, weil sie zeigt, dass genau diese Trennung (wahrgenommen vs. erlebt) in der Praxis nicht immer intuitiv ist. Also nehme ich das gerne in den Diskussionsteil meiner Arbeit mit auf – danke!

Ok, dann zurück auf Los: die Fragen sind sinnfrei.

Oliver

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Das sind in der Tat schon komische Fragen auf Seite 4. Ich kann doch nicht ein System in Richtung Einfachheit beurteilen oder einschätzen, was ich gar nicht kenne.

Also so im Sinne: “Die App, die noch nicht existiert und die ich noch nie gesehen habe, würde ich als einfach bedienbar empfinden.” oder “In die Frau, mit der ich noch nie gesprochen und die ich nie gesehen habe, werde ich mich sehr wahrscheinlich verlieben.”

Das ist wirklich sinnfrei. Aber im Studium muss man eben auch sinnfreie Dinge tun oder fragen. :wink:

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:hugs: Ich mach auch drei Kreuze, wenn das vorbei ist :winking_face_with_tongue:

Ich würde die Fragen neu validieren und neu beginnen.

Du machst doch eine Masterarbeit, oder?

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Was ich nicht beurteilen kann, bekommt “neutral” und gut ist´s.
Das kann ja auch im Text der Arbeit erwähnt werden - aus Gründen der Kompatibilität mit anderen Umfragem gleicher Fragestellung wurden die Nutzer zur Bedienerfreundlichkeit der Steuerung befragt, obwohl sie keiner hatte - das erklärt dann das Ergebnis.

L.G.

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Irgendwer muß es wohl auch machen, aber ich bedauere immer die Leute, die so ne Umfrage/Statistik-Arbeit im Studium aufs Auge gedrückt bekommen, statt was konkret und am besten experimentell zu bearbeiten …

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Ich hab mich jetzt auch mal durchgeklickt. Finde es generell amüsant, externe Steuerungen für private Energiespeicher zu bewerten, die es ja praktisch nicht gibt (von so 1.5 Grad Verträgen etc. wohl mal abgesehen, aber da gehts ja nicht um Netzdienlichkeit&Co). Aus meiner Perspektive reine Spekulation über das, was es in 5 Jahren vielleicht mal geben könnte … Wie man daraus sinnvolle Schlüsse ziehen können soll ??? Aber der Prof wird das schon irgendwie als Forschung verkaufen können …

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Naja, dann wissen die Forscher, wie wir jetzt - ohne Kenntnis - darüber denken. Wenn mich jetzt jemand fragt, ob der Betreiber seine oder meine Interessen bei seiner Steuerung berücksichtigen wird, erwarte ich nicht, dass er auf mich Rücksicht nehmen wird, oder? Vermutlich viele werden solchen Fremdsteuerungen misstrauisch begegnen. Wenn dann mal die Bürgerenergiegemeinsschaften, wie in Östereich schon möglich zu uns nach Deutschland kommen und wir dann das mit Freunden und Bekannten regeln, wäre mir doch deutlich wohler.

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Tatsächlich habe ich mir das Thema bewusst ausgesucht.

Genau hier habe ich eine Forschungslücke gefunden. Es ist bislang kaum untersucht, ob diese schönen Konzepte zur Transformation des Energiesystems im spezifischen Punkt der Einbindung privater Batteriespeicher (PV oder BEV/PHEV) und deren Fernsteuerung durch Dritte überhaupt akzeptiert würden.

Bitte hängt meine Arbeit oder die Umfrage aber nicht höher, als sie ist. Es gibt hier kein Schwarz und Weiß. Mein Ziel ist es, methodisch sauber zu arbeiten – und wenn dabei Schwächen oder Limitationen sichtbar werden, umso besser. Sie helfen mir ja nur, die Ergebnisse richtig einzuordnen und kritisch zu hinterfragen.

Zur Benutzerfreundlichkeit: Davis definiert sie als „das Maß, in dem eine Person glaubt, dass die Verwendung eines bestimmten Systems ohne Anstrengung möglich wäre“ – unabhängig davon, ob man das System kennt oder ob es schon existiert. Genau darin liegt vermutlich die Differenz in der Wahrnehmung.

Ich freue mich jedenfalls über jedes Feedback und jeden Kommentar – das erweitert meinen Blick auf das Thema enorm.

So ging es mir auch :grin:

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So eine externe Steuerung hätte aus meiner Sicht einen Zielkonflikt aus wenigstens drei Größen:

  • Bestmögliche Netzdienlichkeit
  • Finanzielles Optimum für Kunde (max Eigennutzung, günstiger Einkauf)
  • Fin. Opt für Anbieter

Stoff für gesundes und weniger gesundes Mißtrauen.

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Was ich bei so Umfragen nciht mag, sind Fragen, die man eigentlich nicht beantworten kann.

Fragt mich jemand, ob ein fiktives System benutzerfreundlich ist, kann ich dazu überhaupt nichts sagen, weil ich dieses System nicht kenne. Fragen, die man nicht beantworten kann, sollte man auch nicht stellen.

Was ich hingegen sehr gut beantworten kann: “Können Sie sich vorstellen, dass solche Systeme benutzerfreundlich programmiert werden können?” Da kann ich doch sofort sagen: “Ja, das ist für mich vorstellbar, weil keine Raketenwissenschaft und ich keine Hindernisse sehe, es benutzerfreundlich hinzubekommen.”

Auch kann ich gut beantworten, ob ich so einem System skeptisch gegenüberstehen würde und ich Misstrauen gegen sowas hätte. Also ganz egal, wie das System auch immer gestaltet ist, gibts ja auch so ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Fremdsteuerung und Datenweitergabe.

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Wer zahlt schafft an. Aber dann ist der Speicher dauerhaft, ganzjährig zu entsprechenden Preisen zu mieten, für mindestens X Jahre zu den Konditionen. Ich übernehme doch nicht das finanzielle Risiko für einen Speicher dessen Nutzen jemand anders hat.

Imho zu sehen wie eine Mietwohnung. Da rechnet man auch nicht nach Anwesenheitsstunden des Mieters ab, sondern nach fixem Monatsbeitrag.

Anders kann das ganze nicht funktionieren. Der Netzbetreiber oder Investor will den Speicher genau zu den Zeiten nutzen für den du den Speicher erst angeschafft hast. Soll sich seinen eigenen kaufen …

Ich habe mir einen Speicher angeschafft um unabhängig zu sein. Habe schon einmal fast 65ct/kWh an den Netzbetreiber zahlen müssen, dass soll der Speicher zukünftig größtmöglich verhindern. Eine externe Steuerung führt somit den kompletten Heimspeicher adabsurdum.