Es gibt auf jeden Fall eine Käuferschicht, für die PV und Speicher vor allem aus dem Interesse gekauft wurde, um unabhängiger zu werden. Diese Käuferschicht will dann keinesfalls eine externe Steuerung, wo man sich wieder total abhängig von einem Dienstleister macht.
Aber klar, es gibt auch eine Käuferschicht, denen das völlig egal ist.
Gibt ja heute schon solche Systeme, z.B. sonnen.de, wo die Batteriesysteme zentral gemanagt werden.
So lange mir der Externe z.B. garantiert, dass ich weniger als 2% mehr an externem Strombezug habe als ohne ihn (oder dafür entschädigt werde) und ich dafür 10€ im Monat bekomme und er die imSYS Kosten trägt, darf er gerne meinen 14 kWh Akku steuern …
Hahaha,
also wenn, dann muss so ein System eine win-win Situation bieten. Der Betreiber muss dazu meinen Bedarf kennen und für mich und sich die Speicherkapazitäten sowohl netzdienlich als auch finanziell einträglich bewirtschaften. Billig Strom einspeichern und zu teuren Zeiten den Einkauf durch Ausspeicherung vermeiden. Wenn er das kann, brauche ich keine Miete für den Speicher, aber die Hälfte oder mehr vom Gewinn hätte ich schon gern.
Ich hätte kein Problem mir einen Speicher mit externer Steuerung hinzustellen, wenn sich das definitiv rechnet. Aber das läuft dann wie eine PV als Volleinspeiser völlig unabhängig von meinem Verbrauch/Einspeisung und muss sich dementsprechend auch selbst finanziell lohnen.
Die bisherige PV samt Speicher ist hingegen für Eigenverbrauch und Unabhängigkeit (> Schutz vor hohen Preisen) der bei hohem Verbrauch mittlerweile dringend notwendig ist. Daran hat kein externer etwas verloren.
Und weil der Fragebogen auch auf Verbesserungen durch die externe Steuerung hinweist: Mit einem Hybrid-WR kauft man längst auch direkt das HEMS des Herstellers. Prognose von Ertrag und Verbrauch sowie preisbasiertes Laden ist mittlerweile möglich. Den finanziellen Vorteil muss ich doch keinem Dienstleister schenken.
Ja, das wäre auch eine wichtige Frage: Die Konkurenzsituation zwischen eigenen lokalen Lösungen und einer Lösung von einem externen Anbieter. Können die etwas so viel besser managen und prognostizieren, als eine lokale Lösung? Nur wenn das der Fall ist, kann ja überhaupt mehr Gewinn entstehen, wovon dann beide was haben könnten.
Und keinesfalls diese blöden längerfristigen Abhängigkeiten, wie bei sonnen.de Wenn, dann Anbieter, wo man ganz frei ist zu kündigen und auf ein anderes System umzusteigen.
Ich finde den Ausdruck “freiwillig” amüsant … und sorry, wie soll ich mir durch eine externe Steuerung Energie ersparen ???
Ich gebe tausende von Euros für eine PV-Anlage aus und dann kommt einer daher, und sagt mir, wann ich den Geschirrspüler einschalten darf? Oder Wäsche waschen um Mitternacht?
Ich bin gerade in der Endphase der Inbetriebnahme/Anmeldung meiner PV-Anlage - und kurz davor, auf eine reine Insellösung umzuschwenken - die Vorgaben der EVU´s sind je nach Gegend (ich bin Österreicher) nahezu inakzeptabel.
Achja, hätte ich beinahe vergessen, die Einspeisebegrenzung - meine PV leistet 19,1 KVA Peak, also defacto max. 15KW + 21KWH Speicher - und davon darf ich mittlerweile 4,0KW einspeisen - für 5cent pro KWh… hätte ich dies gewußt, wie ich damit begonnen habe, hätte ich auch nie nur einen Cent dafür ausgegeben …
Nachtrag: Bin gerade in einem anderen Forum über folgendes gestolpert:
*Dieses Post als Warnung!
Letzten Montag bekam ich von Fronius eine E-Mail mit der Bitte der Fa. Podero eine Freigabe an meinem Fronius Wechselrichter zu erlauben.
Der Sinn dahinter sollte die Optimierung von Stromnetzen durch den Energieanbieter sein.
Ich dachte mir, ok, wenn zu viel Strom im Netz ist, dann schaltet mir der Netzanbieter das Einspeisen ab.
Also geklickt und freigegeben.*
Dann fing der Ärger an.
Bei leerer Batterie wurden um 04:00 Früh für 2 Stunden 3 kWh aus dem Netz in die Batterie geladen, Batterieladestand dann ~25%, welche sich im weiteren Verlauf wieder im Haus verbrauchten bis die Batterie dann wieder bei 10% war.
Am Folgetag wurde der gesamte Stromüberschuss direkt ins Netz gespeist.
Batterie blieb bei 10%.
Ich hab dann meinen Solateur angerufen, er fand keinen Fehler und hat aber die Batterie und WR neu gestartet.
Das System lief dann wieder ein paar Stunden, bis die Batterie wieder stillgelegt wurde.
Es ging wieder der ganze Überschuss, statt in die Batterie, ins Netz.
Freitag hab ich dann Fronius, Podero und meinen Netzanbieter angerufen und das Problem geschildert.
Bis auf Podero hat keiner einen Plan. Podero ist aber zumindest bemüht.
Podero sieht das hier Befehle verarbeitet werden, kann sich aber nicht erklären wieso.
Jetzt am Wochenende (Samstag 12:00) hat die Batterie wieder von selbst zu laden begonnen und zwar mit konstant 2,56kW, und auch wenn eine Wolke die Leistung reduzierte, die Batterie holt sich halt aus dem Netz die 2,56kW geholt.
Jetzt um 15:00 findet nun wieder keine Speicherung in die Batterie statt, sie steht jetzt auf Erhaltungsspannung bei 71%.
*Ich bin dem nachgegangen.
Ich nehme an, dass mein Stromanbieter meinen Speicher zum Abfangen der Einspeisungsspitzen (von 12:00 - 15:00 war der Strompreis negativ) nutzt.
Gut für ihn, schlecht für mich. Hab keinen Floatertarif.
Ich will jetzt die Administratorenrechte für Fa.Podero wieder so schnell wie möglich loswerden.
Dazu reichen leider meine Benutzerrechte nicht aus.*
Das ist sehr sinnvoll. Externe Steuerung halte ich für totalen Quatsch und zwar auch und besonders aus technischer Hinsicht. Da tun es völlig Preissignale. Externe Steuerung ist viel zu komplex.
Besonders schön finde ich ein Modell aus Frankreich, bei der es eine fixe Anzahl an günstigen und teuren Stunden im Jahr gibt und nur deren Verteilung unsicher ist (bis 24 Stunden vorher). Damit ist dann das Preis-Risiko weg.
100 Stunden 1 Cent
1000 Stunden 5 Cent
6000 Stunden 25 Cent
1000 Stunden 50 Cent
100 Stunden 100 Cent
So was kann man als Kunde gut nachvollziehen und dann darf da die eigene Hausautomatisierung mit Batterie steuern und niemand extern.
Falsch herum gerechnet. Für mich war das Einspeisen immer ein Zubrot. In Österreich ist es deswegen anders weil alles dem Staat gehört und der auch alles reglementiert. Der WILL gar nicht, dass man selbst erzeugt.
Vielleicht hättest du eine kleinere Anlage gebaut, aber dann ist meist auch die Autarkie im Winter schlechter….
Meine Arbeit zielt zunächst auf die allgemeine Akzeptanz ab und das unabhängig von einer konkreten technischen Lösung. Es geht darum zu verstehen, ob Haushalte grundsätzlich bereit wären, externe Steuerung zu akzeptieren. Das wäre nämlich ein wichtiger Baustein für Konzepte wie Smart Grid etc.
Die Unterscheidung zwischen netzdienlich (Beitrag zur Netzstabilität) und marktorientiert (finanzielle Vorteile) soll zeigen, ob Menschen eher aus idealistischen Gründen oder aus ökonomischem Eigeninteresse mitmachen würden. Diese Differenzierung wird auch in der Literatur mehrfach diskutiert und wurde auch daraus abgeleitet.
Zum Fragebogen selbst: Die Konstrukte und Fragen habe nicht ich „erfunden“, sondern sie stammen aus theoretischen Modellen der Soziologie und Technikakzeptanzforschung. Diese sind vielfach erprobt und validiert, haben aber natürlich auch ihre Schwächen . Am Ende zeigen die statistischen Auswertungen, ob und in welchem Maß sie hier etwas aussagen können. Um feiner in die Inhalte einzutauchen, bräuchte es Freitext-Antworten, die würden aber meine Hypothesen nicht bedienen, da sie aus der Literatur und den identifizierten Forschungslücken abgeleitet sind.
Warum legt man bei solchen Umfragen nicht gleich alles offen? Weil die Antworten sonst zu stark gelenkt würden (z. B. „Würden Sie für Summe X eine Steuerung zulassen?“). Mit validierten Skalen lässt sich neutraler messen, ob Vertrauen, Datenschutz, Autonomie oder wahrgenommener Nutzen eine Rolle spielen. Erst nach der Auswertung kann man sagen, ob finanzielle Anreize der entscheidende Hebel wären oder ganz andere Faktoren wichtiger sind.
Mir ist wichtig: Das ist nicht meine persönliche Meinung und ich will auch kein System errichten. Ich schaue mir nur an, ob die Idee, die z. B. in der Systementwicklungsstrategie der Bundesregierung vorgesehen ist, überhaupt Akzeptanz finden würde. Und wenn nicht …..dann ist genau das ein relevantes Ergebnis.
Stimmt, es gibt auch eine Käuferschicht, denen solche Fragen egal sind und freudig mitmachen würden. Diese Personen konnte ich mit der Umfrage ebenfalls erreichen. Ihr hier im Forum seid sehr kritisch – und das ist auch gut so!
Ganz ehrlich, mir war bisher nicht bewusst, daß selber denken für Studenten verboten ist. Kein „müssen“ oder „methodisch sauber“ rechtfertigt sinnlosen Fragen.
Wenn man neben Job, zwei kleinen Kindern und den üblichen Verpflichtungen im Alltag noch per Fernstudium einen Weiterbildungsmaster macht, dann geht man vielleicht lieber auf Nummer sicher und wählt ein Thema, das sich methodisch sauber herleiten lässt.
Ob die Fragen am Ende wirklich „sinnlos“ sind, zeigen die Auswertungen. Und wenn sich mathematisch nachweisen lässt, dass sie nichts aussagen, ist genau das ein Punkt, der im Diskussionsteil kritisch beleuchtet werden sollte. Auch so kann man zeigen, dass man die eigenen Limitationen akzeptiert und sich ihrer bewusst ist.
Das würde ich nicht generell sagen, habe hier eine 4,5kWp mit 4.8kW Speicher ESS Anlage mit einem Jahresverbrauch um die 3000kW und davon einen Netzbezug um die 400kW, Dabei wird halt sehr viel optimiert durch Steuerung und Lastverschiebung. Habe aber auch vor 8 Jahren beim Bau von Grund auf, auf die Einspeisung verzichtet dadurch schon mal weniger Baukosten gehabt.
Frankreich hat auch noch ein anderes ziemlich gutes Angebot, dass ist dass ich eine max. Anschluss Leistung buche und nicht die riesen großen wie in D, sondern sowas wie 6kW eine Phase und fertig. Das gibt es im Haus meiner Eltern und das geht auch und das smart Meter kann bei Überschreitung alarmieren, so kann man ebenfalls viel sinnvoller seinen Bezug im Haus durch Speicher organisieren und kann sich den Netzausbau in Teilen sparen. Meine BEV läd auch einphasig mit 20A sich in einer Nacht voll.