Der Lobbyvertreter mit seinen IR-Heizungen...
Wenn man ein Haus hat, was so wenig Energie benötigt, kommt man um eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nicht drum rum. Hat diese Anlage also, da baut man dann ein Heizregister ein und hat seine Heizung fertig.
Wer glaubt nur die Teile an zu machen, wenn man im Raum ist, der hat früher in einer Burg gewohnt. Die Wände strahlen kalt ab, nur wenn man im Abstrahlbereich der Wunderheizer steht, wird es auf einer Seite warm, auf der anderen bleibt es kalt. Dazu kommt die Raumtemperatur, besser gesagt die Oberflächentemperatur der Wände darf nicht unter eine Grenze fallen, wo die Luftfeuchtigkeit kondensiert.
Alles heiße Luft was der so Lobbiert.
Gibt eine Interessensgemeinschaft, die IG-Infrarot, wo zahlreiche Hersteller und Dienstleister versammelt sind. Also Unternehmen, die ihr Geld damit verdienen, Infrarotlösungen zu verkaufen. Da findet man auch Timo Leukefeld:
Insofern ist alles, was Herr Leukefeld sagt und verbreitet, für mich Lobbyarbeit.
Unabhängig davon finde ich es interessant, herauszuarbeiten, wann und wo IR-Panels wirklich Sinn machen.
Beispiel: Ein Bekannter hat sich beklagt, dass an seinem Lieblingsplatz im Wohnzimmer es immer etwas kalt im Winter ist. Ursache war eine kalte Außenwand bei einem ungedämmten Haus. Wir haben dann dort an die Außenwand ein 300 W IR-Panel installiert, was fast immer gedrosselt auf 100-150 W läuft. Sobald er dort sitzt, schaltet er das Panel ein und die unangenehme Kälte dort ist verschwunden. Das klappt ganz prima und die 100 W sind gut finanzierbar.
Ein Wohnhaus mit 40 Wohneinheiten und einer Absicherung kleiner 63A im HAK?
Das kochen alle mit Gas und machen auch so ihr Warmwasser, sonst wird das nix.
Wir haben im EFH 50A Absicherung.
Eben. Und eine Lampe dort mit ner 100W Glühbirne hätte es eben auch getan. ![]()
Aber die macht immer noch so ekliges Licht und das drückt den Wirkungsgrad in den Keller. ![]()
Ich glaube, IR-Panel ist da günstiger, weil die Wärme flächiger verteilt ist. Oder eine Heizfolie. Das Panel dürfte 60x90cm sein.
Es soll doch gar nicht flächig wenn er da an ner bestimmten Stelle sitzt.
Nebenher 2 and Frage: Hat jemand ein Hybridsystem verbaut mit LLWP und IR-Heizung?
Ich betreibe z.Zt. hybrid LLWP und Brennwerttherme. Funktioniert so einwandfrei. Haupträume, Wohnzimmer, Küche, Flur.. mit LLWP, Funktionsräume (Bäder, HWR, Schlafzimmer, Arbeitszimmer) mit normalen Radiatoren.
Falls in Zukunft auf Gas verzichtet werden kann/muß, halte ich IR-Heizung in Kombination mit LLWP für eine sehr charmante Lösung. Sowohl LLWP als auch IR sind sehr kostengünstig zu installieren. Das zieht die Kostenkurven aus einem der genannten Artikel nochmal weiter nach unten und gibt Raum für Strompreisinflation.
Da ich nur ein großes Balkonkraftwerk 5kWp habe werde ich das versuchen. Heizen muß ich bis Mai mit Klimaanlagen. Bei Strom Überschuss, soll schon ab nächstes Monat entstehen, DC seitig eben eine Wandheizung betreiben und die Haupt Klimaanlage zur Schonung der Betriebsstunden runter fahren
Ich habe letzten Winter das Wohnzimmer(ca. 35m²) durchgängig mit 800W IR beheizt. Es war halbwegs auszuhalten. Allerdings kam die Raumtemperatur nie über 19°C und es war nur in der Wohnecke direkt unter dem Strahler auszuhalten. Dazu musste für den Rest des Hauses die Gastherme mitlaufen.
Dieses Jahr läuft die Splitklima und heizt bisher allein das ganze Untergeschoss, nebst Flur über 2 Etagen( ca.80m²) auf 21°C. Nur wenn jemand ins Bad geht wird mal zusätzlich ein Konvektor angeworfen. (IR war zu träge)
Das Ergebnis ist eindeutig. Heizfläche mehr als verdoppelt, Stromverbrauch gesunken, Gas auf Null und Wohnkomfort gestiegen.
Noch eine Erfahrung zu IR-Heizung, denn auch da gibts riesen Unterschiede. Ein Glas-IR Heizer war absolut unbrauchbar. Das Glas wurde zwar heiss, aber Wärmestrahlung in den Raum und Heizvermögen waren absolut mangelhaft.
Das dann billig nachgekaufte China IR-Panel mit dünner Alufront und gleicher Leistung blieb deutlich Kühler, dafür strahlte es weit in den Raum und erwärmte das ganze Mobiliar und sogar den Boden der Sitzecke.
Hallo Leute hier mal das besagte Projekt in Aschersleben. Macht euch ein Bild. Mitlerweile sind so 3 Blöcke umgebaut worden seit 2023. Leider hat man kein Zugriff auf das Feedback seitens der Bewohner
https://agw-asl.de/das-sind-wir/bauprojekte/kopernikusstrasse-10-16/
Interessant, das Projekt in Aschersleben, vom technischen Standpunkt her.
Gibt es Informationen, wie es denn kaufmännisch aussieht? Besitze selber 3 Objekte mit gut 60 WE und 3.800 qm WF. Davon sind 2 Objekte mit großzügiger E-Versorgung (250 kVA pro Treppenhaus) ausgestattet. Man könnte da was machen. Allerdings, lohnt sich das wirklich?
Es ist eine Sache, sich über Heizungskonzepte und Energieversorgung im eigenen EFH Gedanken zu machen, eine ganz andere Sache ist es , wenn zwar was Gutes tun möchte, aber damit auch Geld verdienen will/muß.
Sowas wie in Aschersleben wird sich sicher rechnen, da die Voraussetzungen hervorragend.
Diese DDR Neubauten waren ja schon von Haus aus sehr warm. Schon nach normaler Wärmedämmung können darin die Mieter nahezu ohne Heizung auskommen. Dazu lässt sich hervorragend PV anbringen. Auch schon beim Bau wurden sich Gedanken gemacht, so sind die Balkone/Wohnräume meist nach Süd ausgerichtet und die Abstände zwischen den Wohnblöcken sehr grosszügig, was Verschattung vermeidet.
Solche Wohngebiete mit Heisswasser zu Heizen kann eigentlich nur unwirtschaftlich gewesen sein, allein schon durch Verluste bei Erzeugung und Transport.
Ich kann mir daher sehr gut vorstellen, dass in solch Wohnanlagen IR ganz leicht wirtschaftlich darstellbar ist ohne Einbussen beim Wohnkomfort.
Genau wie ich oben geschrieben habe...
"Dank der Lüftungsanlage mit ihren Filtern, werden die Wohnungen besonders für Allergiker interessant."
Ein Heizregister da rein wäre effektiver gewesen. Aber Lobbyarbeit soll sich ja auszahlen.
Eine IR Heizplatte über der Wanne oder so, sicher was für den Komfort, aber komplett zum Heizen, nicht meins, zu unbehaglich.
Wie kommst du da drauf? 15-20cm Fertigbeton ohne Aussendämmung und schlecht verschmierter Fugen, waren das Luftschlösser, Schimmel gab es da nicht, aber warm war es auch nicht, oder nur oben in den Etagen, weil gerne Einrohrheizungen verbaut wurden. Na ja die hatten auch schon das Prinzip verstanden, keine Einzelraumregelung am Heizkörper, wurde über das Fenster gemacht. VL Temperaturen immer das was gerade max. ging.
Ach so, bin mal gespannt nach den 5 Jahren Flat, ob die immer noch zufrieden sind dann. Bisher war es erst mal für den Bauherren günstig... für den Mieter, wenn es die IR Heizungen dann besser aus läßt.
Nur als kleiner Einwand: Die Aussage gilt nur für die älteren DDR-Plattenbauten, die später gefertigten Betonelemente haben eine integrierte (Steinwoll-)Dämmung zwischen der Außen- und Innenwand. Gezogen hat es meist durch den schlechten Abschluß der Türen und Fenster.
Der Frager sollte sich erstmal schlau machen, welcher Wandplatten-System verbaut ist und dann mal in die dazugehörigen TGL-Normen schauen.
Trotzdem mit Dämmwerten von 0,7 -1 nicht mehr Zeitgemäß (incl. der Konstruktiven Wärmebrücken), darum wird ja auch noch ordentlich gedämmt. Da hat es überall gezogen, incl. der Versorgungsschächte...
Wir nutzen aktuell noch "nur" Gas mit einer Brennwerttherme aber in ein paar Wochen wird die Multisplit Klima mit zwei Innengeräten installiert. Ich hab noch mehrere IR-Heizungen in Reserve, welche ich nutzen möchte, wenn es mal mit der Klima zu kühl wird. Ich finde LLWP (aka Splitklima) plus IR Panels für einzelne Räume und ne Brauchwasserwärmepumpe für viele Gebäude ne nette Option im Vergleich zu einer Luft-Wasser-WP unter Beibehaltung der Heizkörper. Spätestens wenn Solar in die Gleichung kommt wird das durchaus interessant.
Nachtrag: Der Leukefeld ist IMO nur Lobbyist. Aber das macht nix bei all den Lobbyisten die wie überall sehen. Wenn ich in den Öffis schon "Experte" lese, schalte ich direkt ab.
Echt? Hab ich noch Kartonweise.
Zu welchem Kurs kaufst du welche? ![]()
Aber für die Feuerwehr...
Das wird nicht passieren. Ich stelle momentan das Warmwasser wieder von Gas auf 1:1 Strom um.
Der Gesetzgeber will es so.
Eigene Erfahrung. Bin selbst in den 70-80er Jahren drin gross geworden. Warm war es immer, vom Keller über Treppenhaus bis unters Dach, aber zugegeben, auf die Heizung hat damals keiner geschaut.
Verwandschaft bewohnte bis vor wenigen Jahren eine teilsanierte Erdgeschosswohnung (Fenster, Heizkörper und Umstellung auf Zweirohr), wo dank beheiztem Keller und offen verlaufenden Rohren gar nicht mehr geheizt werden musste,
Meine Mutter ist letztes Jahr auch wieder in eine vollsanierte Platte gezogen, dreifachverglast, Wärmedämmung, Schalldämmung, Decken leicht abgehängt, Türen neu usw. . Auch da wurde diesen Winter noch kein Heizkörper aufgedreht.
Vielleicht hatte ich ja Glück und konnte nur mit von @egregor genannten Bauten bekanntschaft machen, oder in der Provinz war die Qualität doch etwas besser als bei die Berliner. ![]()

