Mängel & Falschkommissionierung beim EEL 24V Kit – Erfahrungen mit Innomate Energy

Hallo zusammen,

ich möchte hier kurz meine aktuellen Erfahrungen mit dem EEL 24V DIY-Kit und dem Händler Innomate Energy teilen, da ich finde, dass diese Punkte für künftige Käufer extrem relevant sind.

Ich habe das 24V Kit aufgebaut und bin dabei gleich auf mehrere gravierende Mängel und Fertigungsprobleme gestoßen:

  1. Falschkommissionierung ab Werk (Busbars): Anstelle des breiten Hauptverbindungs-Busbars für die Mittelverbindung der beiden 4S-Blöcke lagen schlicht zwei normale Standard-Busbars bei. Ein regelkonformer Aufbau war mit dem mitgelieferten Material unmöglich – ich musste mir eine flexible Busbar (Voltschmiede) nachbestellen.

  2. Ungesicherter Heizkreis: Die mitgelieferten Heizmatten hängen ab Werk komplett ungesichert direkt an Plus. Das ist ein bekanntes Sicherheitsrisiko. Selbst Andy (Off-Grid Garage) rüstet in seinen EEL-Videos (die EEL sogar auf der eigenen Website verlinkt!) eine 10A Schmelzsicherung nach. Ich habe den Heizkreis mit einem vernünftigen Sicherungshalter und WAGO Klemmen abgesichert.

  3. Schlechte Hardware-Qualität: Die Außen-Gewinde der mitgelieferten M5-Schrauben für die Kompressionsplatte scheren extrem leicht ab. Ein Anzugs-Drehmoment von 6 Nm sind für diese Buttermetal-Schrauben einfach zu viel. Ich musste die Schrauben der Kompressionsplatte gegen qualitativ hochwertigere Schrauben tauschen.

  4. Fehlkonstruktion Aussparungen: Die Aussparungen für die Kabel bzw. Anschlüsse der Heizmatten sind an der falschen Stelle. Bei einer gewaltsamen Montage der Kompressionsplatte würden die Kabel gequetscht - sofern das überhaupt mit aller Gewalt machbar wäre.

Reaktion des Händlers (Innomate Energy): Auf meine Sachmängelanzeige und die Forderung nach einer angemessenen Kaufpreisminderung (für die Eigenleistungen und Nachkäufe) reagierte Innomate Energy bisher uneinsichtig: Man bot mir lediglich pauschal 30 € an und argumentierte, dass die Nachrüstung der Heizkreis-Sicherung eine „unzulässige Modifikation“ darstelle, die den Garantieanspruch verfallen lasse.

https://youtu.be/u3iPEaupMQg?si=GvHOJIj_6VEdQnzc&t=363

Dass der Hersteller EEL auf seiner Startseite Videos verlinkt, in denen genau diese Sicherung als zwingend notwendig eingebaut wird, ignoriert der Händler derzeit noch.

Ich habe Innomate nun eine letzte Frist gesetzt und den Fall ordentlich dokumentiert. Falls jemand von euch ein ähnliches Kit plant oder bereits gekauft hat: Prüft bitte zwingend eure Beilagen (Busbars) und sichert den Heizkreis eigenständig ab!

Wie sind eure Erfahrungen mit der aktuellen Chargen-Qualität bei EEL / Innomate?

Viele Grüße

MBR89

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Falls jetzt jemand meint, das mit dem ungesicherten Heizkreis sei eine spontane Idee oder erst kürzlich Thema geworden:

Schon beim V5-Kit vor über einem Jahr (im Video von Off-Grid Garage bei Minute 32:44) hält Andy das Kabel der Heizmatte in der Hand und schüttelt nur den Kopf darüber, dass der Ringkabelschuh laut Anleitung direkt ungesichert an Batterie-Plus gehen soll ("without any fuse in between? Nah, come on!").

Dass EEL diesen Mangel seit über einem Jahr kennt, in Videos darauf aufmerksam gemacht wird und es in aktuellen Chargen immer noch genau so ausliefert, zeigt einfach das grundlegende Problem.

Und ein Händler stellt sich dann hin und nennt das Absichern eine "unzulässige Modifikation".

https://youtu.be/6kLN3psAdBg?si=Jf6NfKrgIh84IHU0&t=1964

Dein Ärger ist zwar verständlich, aber nunja eine Doppelte Busbar, ein paar Schrauben, und ne Sicherung mit Wago Klemmen nachzurüsten ist ja nun sicher nicht die Welt um ein Fass aufzumachen. Das du darauf hinweisen tust ist allerdings gut, so können sich potentielle Käufer darauf einstellen. 100€ dafür zu verlangen finde ich allerdings übertrieben. Und es ist wie so oft: You Get What You Paid For.

Hallo U-F-O,

danke für deine Rückmeldung. Ich verstehe deinen Punkt aus Sicht eines versierten Handwerkers – für uns ist das Nachrüsten in ein paar Minuten erledigt. Aber die Kirche sollten wir hier schon im Dorf lassen.

Wir reden hier von 450 € für ein reines Leergehäuse inkl. BMS – wohlgemerkt ohne eine einzige Akkuzelle!

Bei diesem Kaufpreis für ein reines Blechgestell mit etwas Verkabelung ist die Aussage "You get what you pay for" schlicht unpassend. Für dieses Geld kann und muss man als Kunde drei grundlegende Dinge erwarten:

  1. Vollständigkeit: Wenn ein 24V-Bausatz geliefert wird, bei dem der zentrale Hauptverbinder ab Werk fehlt (stattdessen lagen zwei einfache Standard-Busbars bei), ist das Produkt schlichtweg nicht aufbaubar. Wer nicht zufällig eine passende Busbar auf Lager hat, steht erst einmal da.

  2. Sicherheit: Ein ungesicherter Heizkreis ist kein Kavaliersdelikt oder "Nice to have". Das ist ein reales Brandrisiko, wenn ein Kabel quetscht oder die Matte einen Defekt hat. Das Produkt wird gewerblich an Endkunden vertrieben.

  3. Kalkulation der 100 €: Die setzen sich aus den realen Nachkaufkosten für die fehlende flexible Busbar, den hochwertigen Würth-Schrauben, der Heizkreis-Absicherung (Halter, Schmelzsicherung, WAGOs) plus dem Arbeitsaufwand zusammen, um ein mangelhaft ausgeliefertes System überhaupt in einen betriebssicheren Zustand zu versetzen.

30 € Entschädigung decken bei den heutigen Material- und Versandpreisen kaum den Rechnungsbetrag der Ersatzteile ab. Wer bei 450 € reine Gehäusekosten solche Mängel einfach abnickt, verschiebt die Qualitätsstandards für die gesamte Community nach unten.

Viele Grüße

MBR89

Da hier der Eindruck entstehen könnte, man mache solche Nacharbeiten mal eben schnell nebenher beim Kaffeetrinken, möchte ich den tatsächlichen Aufwand am Gehäuse – speziell an der Kompressionsplatte – kurz praxisnah aufschlüsseln.

Damit die Heizmatten überhaupt erst beschädigungsfrei verlegt werden konnten, musste die Aussparung an der Kompressionsplatte überarbeitet werden.

Diese Blechbearbeitung sieht in der Praxis so aus:

  1. Einsägen der Flanken: Mit einer Metallsäge werden die seitlichen Schnittkanten gesetzt.

  2. Sollbruchstelle bohren: Da man mit einem Sägeblatt im Blech nicht quer schneiden kann, muss die Grundlinie mit einer engen Bohrreihe (Sollbruchstelle) geschwächt werden.

  3. Ausbrechen der Lasche: Erst danach lässt sich der verbliebene Metallsteg sauber ausbrechen.

  4. Feilen & Grobentgraten: Die durch das Bohren und Brechen entstandene Zick-Zack-Kante muss von Hand plan gefeilt werden.

  5. Feinentgraten & Radien verrunden mit dem Dremel: Damit die Silikonkabel der Heizmatten später nicht an scharfen Metallkanten durchscheuern oder eingeschnitten werden, müssen alle Radien und Kanten mit dem Dremel feingeschliffen, verrundet und aufpoliert werden.

  6. Korrosionsschutz / Lackieren: Abschließend muss das blanke Metall neu grundiert und lackiert werden, um Rostansatz am Gehäuse zu verhindern.

Das ist eine vollwertige metallbautechnische Anpassung inkl. Rüstzeit, Werkzeugeinsatz, Schutzmaßnahmen und Trocknungszeiten.

Wer das als „schnell ein paar WAGOs stecken“ abtut, ignoriert den Aufwand völlig, der nötig ist, um ein mangelhaft konstruiertes Serienprodukt auf einen echten, dauerhaft sicheren Standard zu heben.

Viele Grüße

MBR89

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Hattest du den Händler mal gefragt ob er dir eventuell eine passende Ersatz platte zusenden kann? Klar hätte das dann sicherlich wieder ewig lange gedauert bis das aus China kommt. Hat der Händler dich aufgefordert diese Modifikation vorzunehmen und hattet ihr im Vorfeld darüber gesprochen wer für die Kosten der Modifikation aufkommt?

Welche schmelzsicherung hast du denn eingebaut.. könnte auch für andere hilfreich sein. Suche nämlich auch schon länger nach einer passenden Lösung für eine Sicherung mit wenig Ampere die aber trotzdem eine hohes abschaltvermögen bei 50v hat.

Edit, habe übersehen das es eine 24v Box ist… da ist es einfacher eine Sicherung zu finden, wäre aber trotzdem schön wenn du deine Lösung mit uns teilen könntest.

Hallo Alex_S,

um die Lösung von Andy (Off-Grid Garage) direkt mal einzuordnen:

Sie ist definitiv nicht über jeden Zweifel erhaben.

Man muss ihm aber absolut zugutehalten, dass er das Thema überhaupt mal aufgreift und das Problem im Video adressiert – die meisten Kit-Hersteller hängen die Heizpads schließlich völlig ungesichert direkt an die Haupt-Busbar.

Wo liegt der Knackpunkt bei Andys Glas-Sicherung?

Andy verbaut einen Standard-Feinglashalter mit einer 250V AC Glassicherung.

Solange die Heizmatte normal läuft oder eine sanfte Überlast hat, funktioniert das auch.

Der Knackpunkt ist das Abschaltvermögen (Breaking Capacity) bei einem echten Kurzschluss:

  • Ein 16s-LiFePO4-Pack schiebt im harten Kurzschlussfall mehrere tausend Ampere.

  • AC-Glassicherungen haben bei 50V+ DC ein extrem niedriges Abschaltvermögen (oft nur 35–100 A DC) und keinen Löschsand.

  • Das Risiko: Der Schmelzdraht brennt zwar durch, aber der Gleichstrom bildet einen stehenden Lichtbogen über die Lücke. Das Glas kann platzen/schmelzen und der Strom fließt über das Plasma einfach weiter.

Praxistaugliche Alternativen für das Batteriegehäuse

Da Hutschiene/REG-Geräte aus Platzgründen im Gehäuse schlicht flachfallen, bleiben aus meiner Sicht vor allem zwei kompakte, aber technisch saubere Wege:

  1. Fliegender In-Line-Kabelhalter für 10x38 mm gPV (PV-Sicherungen)

    • Warum: gPV-Keramiksicherungen (z. B. 4A, 6A oder 10A) sind für 1000V DC ausgelegt und besitzen ein extrem hohes Abschaltvermögen ( > 10 kA).

    • Löschwirkung: Die Sandfüllung erstickt den Lichtbogen bei 50V DC schlagartig.

    • Einbau: Als fliegende Sicherung mit Kabelbinder im Gehäuse extrem flexibel und kaum größer als die Patrone selbst.

  2. Fliegende MIDI- / FK2-Sicherungen (mit 58V DC Spezifikation)

    • Warum: Für sehr kompakte Aufbauten. Wichtig ist hier zwingend die 58V-DC-Zulassung (z. B. Littelfuse FK2 / BF1), da normale KFZ-Sicherungen meist nur bis 32V DC spezifiziert sind.

    • Einbau: Bietet zwar etwas weniger Abschaltvermögen als die gPV-Sandpatrone (meist ca. 1.000–2.000 A), ist aber baulich extrem winzig und bei ordentlicher Verkabelung immer noch Welten sicherer als ein ungesichertes Kabel oder eine AC-Glasperle.

Fazit: Andy hat Recht damit, dass man den Heizkreis absichern muss. Wenn man es aber im Gehäuse nachbaut, sollte man statt der “einfachen” Glassicherung lieber zu gPV im Kabelhalter oder 58V-MIDI greifen – dann brennt auch im Härtefall garantiert nichts an.

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Hallo Alex_S,

nun zur Modifikation der Kompressionsplatte - Auszug aus E-Mail von Innomate:

“EEL bittet darum, dass sie die Aussparungen an der Metallplatte selbst erweitern, so dass die Anschlüsse der Heizmatten durchgeführt werden können“

Mehr möchte ich jetzt hier noch nicht verraten, da ist das letze Hühnchen noch nicht gerupft…

Gruß

MBR89

Hallo mbr89,

Nunja 450€ sind eigentlich nicht viel wenn ich mal zusammen rechne was ich für meine letzte Kiste im Eigenbau aus Multiplex (ja ich weiß es ist Holz und brennbar) reingesteckt habe. Alleine für die Materialkosten inkl. BMS komme auch locker über 400€, und da ist noch keine Heizung dabei, die würde nochmal 150€ verschlingen dann aber mit richtiger Steuerung und Konvektion und nicht nur einfach ein paar Heizmatten unter die Zellen gepackt. Wobei das auch fragwürdig ist je nachdem wie heiss die Heizmatten werden können und wie sich das ganze einstellen lässt. Dazu kommt das ich an der Kiste über zweieinhalb Monate gebaut habe, natürlich immer nur ein paar Stunden jeden Tag, aber 40 Stunden sind da sicher reingeflossen.... sowas ist am Ende unbezahlbar bzw. würde es keiner bezahlen. Dafür aber auch sämtliche Schrauben, Einschlagmuttern etc. aus Edelstahl. Diese EEL Boxen sind halt Massenproduktion aus günstigen dünnen Blech da darf man nicht zuviel erwarten, und nicht umsonst gibt es mittlerweile die Vx Version von den Dingern.

zu 1.: Ist ärgerlich ja, aber kann passieren

zu 2.: Da stimme ich zu!

zu 3.: Nunja wenn du den Arbeitsaufwand zum bearbeiten der Kompressionsplatte mit einbeziehst dann ganz klar: Ja ist berechtigt und nicht übertrieben!

Ansonsten: Saubere Modifikation der Kompressionsplatte :+1:. Die meisten interessiert sowas garnicht bzw. sind sie garnicht Technisch so versiert und ihnen fehlt einfach das Verständnis dafür. Wobei die Kompressionsplatte ansich auch eine Fehlkonstruktion ist. Oder besser gesagt wissen sie das natürlich selbst aber hoffen darauf das meisten wohl glauben das dieses dünne Blech mit ein paar Schräubchen seinen eigentlichen Zweck erfüllt.

Danke dir für das Feedback, U-F-O!

Du sprichst da einen extrem wichtigen Punkt an, der mir bezüglich der Kompressionsplatte auch schlaflose Nächte bereitet:

Wer haftet eigentlich bei abgelehnter Garantie für die EVE-MB31-Zellen?

Die Zellhersteller (wie EVE) schreiben ganz klare Kompressionswerte vor. Wenn man sich jetzt ansieht, wie EEL ab Werk das Kabelproblem löst – indem sie den Versteifungssteg der Kompressionsplatte zu über 80 % wegfräsen –, ist die Biegesteifigkeit vollkommen im Eimer. Die Platte biegt sich unter Druck in der Mitte durch. Wenn mir nach zwei Jahren die Zellen wegen ungleichmäßigen Anpressdrucks aufblähen oder kaputtgehen, verweigert mir jeder Zellhändler zu Recht die Garantie. Und EEL/Innomate wäscht die Hände in Unschuld.

Deshalb war mir der saubere Eigenumbau der Platte so wichtig – also möglichst viel vom tragende Steg intakt zu lassen damit die Statik halbwegs stimmt.

Übrigens zur Heizung: Ich habe den KSD9700 Bimetall-Temperaturschalter mit einer temperaturgeregelten Heißluftpistole durchgemessen – er öffnet exakt bei 40 °C. Ich habe ihn jetzt direkt auf eine der Heizmatten geklebt, anstatt ihn wie geliefert frei in der Luft hängen zu lassen. Jetzt schaltet das System die Matten punktgenau und sicher ab, bevor den Zellen unten zu heiß wird.

Nachtrag zum Kostenthema @U-F-O:

Was die Preise angeht: Wer sich mal anschaut, wie extrem automatisiert moderne Blechverarbeitung heute läuft (z. B. Werksbesichtigungen bei deutschen Schaltschrankbauern wie Alpha Verteilertechnik GmbH mit vollautomatischen Trumpf-Stanz- und Biegezentren), sieht ja, dass das reine Stanzen, Kanten und Biegen in der Serie nur noch wenige Sekunden dauert.

Das Absurde ist doch: Da wird ein 20–25 kg schweres Stahlgehäuse aus China um die halbe Welt geschifft, Importzölle und Fracht gezahlt, nur um dann hier Konstruktionsfehler und Werks-Pfusch auszubaden.

Wenn man Fracht, Zölle und die Marge der Zwischenhändler abzieht, bleibt vom 450-Euro-Verkaufspreis in China wahrscheinlich nur ein Material- und Herstellwert von gut 100 Euro übrig. Würde man sowas in Europa automated fertigen, fielen die Frachtkosten weg, die Qualitätskontrolle würde stimmen und man müsste nicht stapelweise Stege an Kompressionsplatten wegfräsen.

Für 450 € Leergehäuse-Kosten sollte man eigentlich ein durchdachtes Serienprodukt erwarten können und kein Bastelexperiment.

Nachtrag zur Heizung / Sicherheitshinweis für alle EEL-Besitzer:

Ich bin im Mikrocontroller.net-Forum auf einen extrem wichtigen Thread zum verbauten Bimetallschalter (KSD9700) gestoßen, den ich euch nicht vorenthalten will:

:backhand_index_pointing_right: https://www.mikrocontroller.net/topic/561500

“The metals outer shell type the product outer shell take an electricity,

should add to insulate a coat.”

Also wieder zurück auf Anfang … meine Montage-Variante geht ebenso wie die EEL-Montage-Variante so auch nicht

erfolgreich eine Bombe mit Zeitzünder bzw. genauer gesagt mit Jahreszeiten-Zünder gebaut … ich weiss jetzt langsam warum Andy soviel Bier braucht …

Das betrifft ja dann wohl alle EEL Gehäuse mit Heizung … also auch 48 Volt-Systeme

Gibt es auch mit Keramik-Gehäuse:

Ist dann mal bestellt

Dann mach es doch

Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber sagen das du bei deiner Rechnung alles mögliche vergessen hast.

Ah, dir ging es um den betriebswirtschaftlichen Teil der Mischkalkulation!

Klar, eine Fertigung in Europa hat ganz andere Lohn-, Anlagen- und Fixkosten als eine Manufaktur in China – keine Frage. Selbst wenn die reine Fertigung hier teurer ist: Ein europäischer Hersteller muss sich an CE, Produktsicherheitsgesetz und QM-Normen halten.

*Ob das Kit am Ende 100 €, 200 € oder 450 € in der Herstellung kostet, ist mir als Endkunde am Ende auch egal. Mir geht es darum, dass bei einem Preis von 450 € kein spannungführendes Bauteil mit wackeligem Schrumpfschlauch verbaut sein darf und man nicht nachträglich an tragenden Teilen herumfräsen muss.

Es geht immer um den wirtschaftlichen Teil

Also Endkunde ist dir egal was das Teil in der Herstellung kostet. Als Hersteller aber nicht. Da willst du Geld verdienen.

Dazu kommt das du mit einer 24v Box den Exot kaufst.

Dass ein Hersteller Geld verdienen will, stellt niemand in Abrede. Aber Betriebswirtschaft entbindet niemanden von Grundregeln der Elektrotechnik und Produktsicherheit.

Ob 24V oder 48V ist für das Grundproblem völlig egal: Ein Bimetallschalter mit spannungsführendem Metallgehäuse, der ohne abrieb- und temperaturbeständige Isolierung direkt an einem metallischem Gehäuseteil anliegt, ist schlicht eine Fehlkonstruktion – unabhängig von der Systemspannung.

Sicherheitsrelevante Bauteile wie einen Keramik-KSD9700 einzusetzen, kostet im Einkauf Cent-Beträge. Das hat nichts mit 'Exot' zu tun, sondern mit sauberer Konstruktion.

→ Das Problem haben alle EEL Batteriegehäuse mit verbautem KSD9700 in der Variante mit Metallgehäuse

Noch kurz zum Argument bezüglich der 24V als 'Exot':

Das Akkupack ist für ein Freizeit-Wochenend-Setup gedacht. Ein 12V-System schied wegen der enormen Ströme und den entsprechend riesigen Kabelquerschnitten von vornherein aus. Ein 48V-System wollten wir bewusst nicht, da der Markt für reine DC-Verbraucher im 24V-Bereich wesentlich breiter aufgestellt ist und wir das Setup nicht unnötig mit zahllosen DC/DC-Wandlern überfrachten wollten.

24V ist im Mobil- und Offgrid-Bereich ein absoluter Standard und hat rein gar nichts mit 'Exot' zu tun. Aber selbst wenn: An den Grundregeln der Produktsicherheit ändert die Systemspannung schlichtweg überhaupt nichts