Mängel & Falschkommissionierung beim EEL 24V Kit – Erfahrungen mit Innomate Energy

https://akkudoktor.net/uploads/short-url/isfKsmNMuDjvyRlV2yB49W6QST.pdf

Die im vorstehend verlinkten Handbuch beschriebene fliegende Platzierung des Bimetall-Thermoschutzschalters (KSD9700) frei im Gehäuse stellt keinen normkonformen Übertemperaturschutz dar.

Gemäß DIN EN IEC 62619 sowie DIN EN 60691 erfordert ein wirksamer Schutz vor thermischer Überlastung eine direkte und verzögerungsfreie thermische Ankopplung zwischen dem Schutzorgan und dem zu überwachenden Bauteil (der Heizmatte).

Durch die extrem geringe Wärmeleitfähigkeit von Luft und die resultierende thermische Trägheit hinkt die Erwärmung des freihängenden Schalters der tatsächlichen Zelltemperatur massiv hinterher.

Bei einem Versagen der Primärsteuerung (BMS) wird die maximal zulässige Betriebstemperatur der Zellen an den Kontaktflächen zur Heizmatte von Bild überstiegen,

lange bevor der in der Luft hängende Bimetallschalter seine Auslösetemperatur erreicht.

-> Die Konstruktion erfüllt somit nicht die Anforderungen an die funktionale Eigensicherheit.

Sag ich ja Fehlkonstruktion, sowohl die Heizmatten als auch die "Kompressionsplatte" ganz egal ob mit oder ohne Stege. Die Heizmatten gehören extra auf ne Aluplatte, und da wiederum gehören Lüfter zur Konvektion angebracht usw... das ganze mittels eigener Steuerung. Damit erwärmt man dann die Umgebung/Luft und heizt nicht die Zellen einseitig auf.

Sowas wollte ich auch mal bauen sind aber dann doch keine Eve Zellen geworden:


Schlussendlich hast Du durch Deine Bestellung eines einfachen Metallgehäuses für 450 EUR ja gezeigt: der Preis ist für mich in Ordnung. Klar, die Dinger werden vermutlich auf einer Fertigungsstraße angefertigt, möglicherweise aber dann doch alle von Hand geschweißt und mit dem Lieferumfang versehen. BMS wird ja dazu eingekauft, vielleicht sind die Platinen auch Eigenentwicklungen, und müssen dann halt auch erstmal die Anfangsinvestition einfahren.

Ich hatte das auch mal bei EEL, dass ein Gehäuse bei der mittleren Trennwand Fertigungsprobleme hatte. Sie war zwar hinten mittig befestigt, aber nicht vorne an der Anpressplatte. Dadurch konnte man zwar Zellen anfangen einzupflegen- aber nur bis ca. zur Hälfte. Dann rutschte die eine Zelle nicht mehr auf den Boden, während die andere gegenüber wackelte. Der Kontakt läuft ja wirklich flott, das muss man loben. Allerdings hat das Howard Autorenteam nicht verstanden/verstehen wollen was gemeint war. Trotz Bilder Videos mit Zollstock usw.- habe angeboten sie sollen ein neues Gehäuse (nur den Einsatz-Rahmen mit den Seitenwänden schicken), oder 100 USD Discount weil ich es dann richten lasse bei einem Metaller. Das brachte nichts, ein ewiges hin und her mit dem Vorschlag von denen ich solle doch mal die Mittelwand mit massivem Druck in die andere Richtung biegen- dass sie unten falsch festgeschweißt war- offenbar war das zu hoch, oder sie wollten es nicht zugeben. Habe dann mit Gewalt gebogen und per Foto gezeigt, dass die Zelle immer noch nicht hineinpasst- da dadurch die Halterung am Boden eingerissen war, bot Howard dann einen Discount von 50 USD an. Den habe ich dann akzeptiert- weil: welchen Aufwand willst Du betreiben um eine Forderung durchzusetzen? Klar, das ganz große Pferd, aber da liegst Du bei den Kosten schnell bei einem neuen Gehäuse- und das ist natürlich in deren Kalkül…

@U-F-O: Starkes Setup! Genau so baut man das auf. Die Entkopplung über Alu-Profil und Gehäusekonvektion zeigt einfach, wie ein echtes aktives Thermomanagement aussieht, statt Zellen lokal abzurösten.

@Duhg36: Deine Story trifft den Nagel auf den Kopf – das ist genau das klassische Playbook, mit dem chinesische Händler versuchen, Zermürbungstaktik zu fahren. Was schief ist, wird einfach so lange totgeschwiegen oder mit 50-Dollar-Trostpflastern abgespeist, bis der Kunde genervt aufgibt.

Man muss hier aber ganz klar unterscheiden: Bei krummem Blech rechnet man als Käufer zähneknirschend den Aufwand gegen. Sobald es aber um Sicherheitsrisiken geht (wie freifliegende Thermoschalter ohne ordentliche thermische Ankopplung), sind wir nicht mehr bei BGB-Kulanz oder "Chinesischer Händler-Willkür", sondern mitten im Produktsicherheitsgesetz (ProdSG).

Ein deutscher Händler, der Produkte in den Verkehr bringt, die gängige Eigensicherheitsnormen (z. B. DIN EN IEC 62619) verletzen, steht voll in der Haftung. Solche Mängel muss sich in Deutschland kein Mensch bieten lassen – ein Hinweis an die zuständige Marktüberwachung (Gewerbeaufsicht / BAuA) reicht, und dann geht es ganz schnell nicht mehr um 50 Dollar Rabatt, sondern um behördliche Verkaufsverbote und Rückrufe.

Wer Sicherheitsmängel als Bagatelle abtut, spult eben nur so lange das Chinaschrott-Skript ab, bis ihm die deutsche Marktüberwachung den Laden dichtmacht.

Grüße gehen raus an einen geiwssen Herrn W., der bei mehr als einer E-Mail am Tag von mir geistig überfordert ist.

„Bitte senden Sie nicht so viele E-Mails.“

“Ich möchte Sie außerdem bitten die Art und Weise der Kommunikation in diesem Reklamationsfall zu überprüfen.“

“Über das Wochenende haben mich mindestens 4! weitere Emails von Herrn R. erreicht.“

“(Bitte nicht wieder in mehreren Emails pro Tag auf dieses Thema antworten.)“

Ich versteh dich irgendwie nicht. Da machst du eine Riesenwelle bei einem Bausatz? Du baust das doch zusammen. Dann änder das doch. Wie willst du denn einen Thermoschalter ordentlich thermisch ankoppeln wenn die Zellen an die du ankoppeln musst selbst einbaust?

Die Zellen werden auch von dir da in die Box gestellt und mit offenen Polen verschraubt. Ist auch ein Sicherheitsmangel.

Da wirfst du Montageprozess und Endzustand durcheinander.

Dass man beim Zusammenbau mit offenen Polen hantiert, liegt in der Natur der Sache. Im betriebsbereiten Zustand ist das EEL-Gehäuse aber durch die mitgelieferte Kunststoff-Schutzfolie unter dem Deckel gegen Kurzschlüsse zum Gehäuse isoliert – das Schutzkonzept greift dort also.

Beim Thermoschalter hingegen greift konstruktiv eben gar nichts, weil das mitgelieferte Material ohne Eigenbau-Bastelei gar keine physikalische Ankopplung an die Heizmatte erlaubt.

Das eine ist ein fertiges Schutzkonzept, das andere eine Fehlkonstruktion.

Tja, außer Wandlung gem. Fernabsatzgesetz wirst Du vermutlich keine sinnvolle Handhabe besitzen

Die Keramik KSD9700 "sitzen" auf einem Wärmeleitpad

Und ja die WAGOs mussten weg ... sonst wären sie schlecht geworden

1 „Gefällt mir“

Hallo Duhg36,

da wirfst du rechtlich leider ein paar Begriffe durcheinander, die seit der Schuldrechtsreform von 2002 so nicht mehr existieren:

"Wandlung" & "Fernabsatzgesetz": Beides gibt es seit über 20 Jahren rechtlich nicht mehr. Das Fernabsatzgesetz wurde 2002 komplett in das BGB integriert (§§ 312g, 355 BGB). Der Begriff "Wandlung" wurde durch den Rücktritt vom Kaufvertrag (§ 437 Nr. 2 BGB) ersetzt.

Widerrufsrecht vs. Sachmängelhaftung: Das 14-tägige Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen (§ 312g BGB) gilt grundlos ("Gefällt mir nicht"). Was wir hier geltend machen, ist jedoch die gesetzliche Sachmängelhaftung / Gewährleistung (§ 437 BGB).

Wenn ein Akku-Bausatz konstruktive Mängel aufweist – wie ein baumelnder Temperatursensor (Verstoß gegen Sicherheitsgrundsätze nach ProdSG / DIN EN IEC 62619 bei einem System mit Heizmatte) oder unzureichende mechanische Komponenten –, liegt ein handfester Sachmangel vor.

Hier greift die Gewährleistung (2 Jahre). Der Käufer hat Recht auf Nacherfüllung (§ 439 BGB) bzw. Minderung des Kaufpreises (§ 441 BGB) oder eben den Rücktritt.

Ja auch die Balancer-Anschlüsse wurden mit 0,7 Nm angezogen und mit Drehmomentstrich versehen

Hallo zusammen,

kurzer Erfahrungsbericht zu meiner Bestellung bei Powercells (deutscher Händler), da man zu den neuen EVE MB31 (314 Ah) oft nach verlässlichen Werten sucht.

Ich habe dort einen Satz EVE MB31 für dieses 24V/8S-System bezogen.

Technischer Eindruck & Initiales Laden:

  • Zellqualität: Die gelieferte Ware war optisch wie technisch makellos.

  • Drift unter Last: Beim ersten Vollladen habe ich das Pack mit knapp 55 A bis ans obere Plateau geschoben. Die Spannungsabweichung (Volt.-Diff) lag auf dem gesamten flachen Ladebereich bei fantastischen 2 mV (0,002 V)!

  • Verhalten am Ladeende: Selbst beim Anstieg ab ~3,44 V blieben die Zellen extrem nah beieinander. Der aktive Balancer (JK BMS) musste erst ganz oben bei ~3,45 V nachhelfen, um die Drift unter 10 mV zu halten.

Fazit: Der Versand verlief zügig, die Ware war bestens verpackt. Die Zellen sind top selektiert mit extrem gleichmäßigem Innenwiderstand. Wer auf der Suche nach echten, einwandfreien Grade-A MB31-Zellen mit deutschem Ansprechpartner ist, macht bei Powercells definitiv nichts falsch.