LWWP als Ersatz für alte Gastherme (BJ96)

Unsere Gastherme gibt so langsam den Geist auf.
Diese würde ich gerne durch eine Panasonic Monoblock LWWP ersetzten, da es hierfür anscheinend eine ordentliche Anbindung gibt.

https://www.heise.de/ratgeber/Waermepumpe-ins-Smart-Home-integrieren-mit-HeishaMon-10641158.html?seite=all

jetzt ist die Frage wie lege ich das ganze aus.

Unsere alte Gastherme
Vaillant Thermoblock atmo TEC® VCW 204 XEU HL
hat eine Heizleistung von 13kW und der Durchlauferhitzer schafft 20kW.
der Jahresverbrauch liegt zwischen 26 und 30MWh im Jahr (umgedämmtes Fachwerkhaus)
für Warmwasser und Heizung.

Hier mal exemplarisch der kälteste Tag diesen Jahres.

Jahresverbrauch 24 und 25

Der Wirkungsgrad der alten Vailant Therme ist ja wahrscheinlich nicht der beste.

Wie rechne ich das am sinnvollsten auf eine LWWP um?

Die Gastherme fährt eine relative hohe Vorlauftemperatur mit hohe Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf (geringe Durchflußmenge)

Beim Einsatz der LWWP werde ich von daher wahrscheinlich nicht um einen Pufferspeicher drum rum kommen, um die unterschiedlichen Durchflußmengen von LWWP und Heizkreis zu puffern.

Hydraulisch könnte ich den vorhanden Heizkreislauf auf zwei Heizkreisläufe aufsplitten.

Was macht mehr Sinn die LWWP stellt Warmwasser mit bereit, oder macht man das WW mit einer extra WP? Wäre im Sommer meines Erachtens sinnvoller.

Warum?

Hast du Heizkörper oder FBH?

im ganzen Haus Heizkörper Buderus TYP 22 bzw. Typ 33

Normal sind ja Gasheizungen stark überdimensioniert. Aber bei dir scheint die eher knapp bis leicht unterdimensioniert zu sein. Nach Schweizer Formel bräuchtest du bei 30MWh etwa 15 kW. Die 13kW sind da schon knapp auf Kante.

Insofern wirst du bei Wärmepumpe auch etwa in dem Bereich liegen müssen, also z.B. 12kW. Das mal so auf die Schnelle aus der Hüfte geschossen.

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Ja die Gastherme läuft bei <-13°C am Limit, das war früher mal ein zwei Familien Haus, mit einer zweiten Therme für die 2. Wohnung. Beim Kauf haben wir die 2. Therme demontiert, und alles an die neuere Therme im Keller angeschlossen.

Überschlägig war ich auch auf 12 kW gekommen, ggf. gibt's die noch in 16kW als Monoblock Gerät, ist halt die Frage wie weit die 16kW Version runter regeln kann, ohne das sie anfängt zu Takten.

die hier gibt's in 12 und 16kW

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Welche Normaußentemperatur hast du denn?

Normaußentemperatur laut Karte -11°C

Vermutlich wird 12kW ausreichen, hast ja bei der Gastherme auch noch Verluste. Müsstest natürlich mal schauen, bis zu welcher Temperatur die 12kW abgerufen werden können. Wenns mal noch kälter ist, hast du ja auch noch den Heizstab.

Wenn die 16kW genauso weit runter moduliert, kann man vermutlich ohne technische Nachteile auch diese nehmen. Ist dann nur noch einen Kostenfrage.

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Gemini meint, dass die T-Cap die 12 bzw. 16kW auch noch bis -20 Grad zur Verfügung stellt.

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habe ich auch so gefunden für 35°C Vorlauftemperatur

für höhere Vorlauftemperaturen (55°C) habe ich nichts gefunden für Außentemperatur <-7°C

ich habe versucht etwas über den Wirkungsgrad der alten Therme im Web zu finden, Tabellen bzw. Messwerte habe ich nicht gefunden, die Google KI geht von ca. 90% Wirkungsgrad aus.

Mal schauen was ich noch ermitteln kann über den Modulationsgrad der 12kW und 16kW Monoblock, wenn die ungefähr gleich weit runter kommen, dann könnte man die 16kW Version nehmen, da diese in der Anschaffung nicht so viel teurer ist.

Auf welche Leistung ist deine Therme denn momentan konfiguriert, siehe Tabelle zu Düsendruck Abbildung 7.3? Ich verstehe das so das die Therme nicht moduliert, sondern man das über die Düse einstellt und dann mit dem Drehregler vorne begrenzt justieren kann.

https://kontakt.vaillant.de/documents/download/86264/

Auf welcher Stellung ist der Drehregler (normaler Einstellbereich 1-7) übers Jahr?

Welche Vorlauf-Temperatur fährst Du momentan bei verschiedenen Außentemperaturen, am besten mal mitschreiben?

Taktet die Therme im Heizbetrieb, wenn ja ab welcher Außentemperatur? Auch mitschreiben.

Ziel muss es sein das Du erst mal schaust wie weit Du Vorlauftemperatur und Thermenleistung runterbekommst, das ist bei deiner Therme natürlich nicht ganz einfach weil sie nicht selbst moduliert, wie ich das verstehe.

Dazu solltest Du alle Thermostate in den Räumen die warm sein sollen ( Wohnräume, Bad) voll aufgedreht lassen und dann langsam mit der Thermen-Leistung und somit der Vorlauftemperatur runtergehen bis es im ersten Raum zu kalt wird.

Dann weißt Du auch wo Du tätig werden musst (Dämmen, Zugluft vermeiden, größeren Heizkörper imnstallieren. Also z.B. 33er statt 22er um den Vorlauf weiter zu senken)

Reduzierung der Vorlauftemperatur spart Gas, sagen wir mal Du schaffst es durch Reduzierung der Vorlauftemperatur und aufgrund der Tatsache das Du noch keine Brennwert Therme hast in Summe 20% zu sparen (26.000 kWh gegenüber den jetzigen 30.000 kWh) wäre das bereits eine Reduktion der Heizlast von 11,5 auf 9,2 kWh.

Eine offene Frage ist ob deine Verrohrung den Durchfluss schafft, den eine Wärmepumpe braucht, oder anfängt zu pfeifen. Ich konnte das prüfen indem ich den Volumenstrom bei meiner Gastherme manuell hochdrehe. Das geht bei deiner Therme wahrscheinlich nicht, da musst du halt optimistisch sein…

Viel Erfolg beim Testen!

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Einen Wärmemengenzähler einzubauen ist vielleicht ne gute Investition. Damit kannst Du zum einen schaun, wie die Effizienz der Gastherme ist und was das Leitungsnetz (oder die Pumpen, wenn die limitierend sind ...) an Volumenstrom zuläßt, ohne daß einem die Ohren abfallen.

Schadet später als unabhängige Kontrolle auch nicht einen separaten WMZ zu haben.

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@Cane danke für deinen Input :+1::ok_hand:

An der Therme kann man ja nicht sonderlich viel einstellen, die Heizleistung ist auf 13kW eingestellt.

Die Spreizung liegt zwischen 10 und 45° bei Außentemperaturen um die ±0°C (Heizung auf 7) pendelt die Vorlauftemperatur zwischen 35°C und 65°C

Wenn's knackig kalt wird muß ich höher stellen, damit die Therme es packt, hier scheitert es aber meines Erachtens an der Durchflussmenge, die integrierte Heizkreispumpe kann nicht modulieren und läuft mit fester Drehzahl, des Weiteren dürften es zu viel Heizkörper für die Pumpe sein.
Hier waren ja ursprünglich mal 2 Thermen mit der gleichen Leistungsklasse eingebaut, die wir beim Einzug in 2008 auf eine Therme reduziert haben.

Oh, übel. Wenn jetzt 12kW Gas bei -10 verbraucht werden, entspricht das grob 10-10,5kW Wärme bei alter Therme.

Ich würde jedenfalls 2 abstellbare Heizkreise ab Pumpe haben wollen, oder 2 Heizkreise mit 2 Pumpen. Stell dir vor du musst mal was reparieren.

Was hältst von einem Kombispeicher?

Wie warm muss es zwingend wenigstens sein, wenns mal 1 Nacht richtig kalt wird? Irgendwo nochn Notfall-Holzofen?

verbaute Heizkreispumpe in der Gastherme:


nur eine Leistungsstufe, kein Schalter auf dem Gehäuse.
Soll laut Google ca. 2800L Liter/h bringen.

Die muss das können, außer du hast zu viel Bremse in den Leitungen

Das wäre mein Plan, waren ja auch früher zwei getrennte Heizkreise

Mit WW Speicher und Pufferspeicher?
Das wäre optimal, am Ausgang dann gerne zwei getrennte Heizkreise mit jeweils eigenem Mischer :+1:

Das könnte der ausschlagebenden Punkt sein. Die Verrohrung scheint recht dünn zu sein.
Wenn ich eben richtig gemessen habe liegen zu den Heizkreisverteilern jeweils nur Rohre mit 25mm Außendurchmesser.

Ja.

Wenn die Pumpe des grad nit schafft, miss mal die Kapazität vom Motorkondensator nach. Muss >2 bis zu 3uF sein

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