aktuell beschäftige ich mich mit dem Ersatz für unsere Gasbrennwertheizung (Rotex GSU 25).
Bisher hatte ich eine LW-Wärmepumpe im Auge, bin jetzt allerdings auch auf die Möglichkeit
aufmerksam geworden, dies auch mit Klimageräten umsetzen zu können.
Kurz zum Gebäude:
BJ 1905, 209m² beheizte Fläche, 2 Stockwerke + ausgebautes DG (“3-Familienhaus” allerdings selbst genutzt). Insgesamt 21 HZK wovon 17 Stück im Falle einer LW-WP gegen Typ 33 ausgetauscht werden müssten.
Nach Verbrauch der letzten Jahre kommt eine Heizlast inkl. WW von 5,2KW raus, nach raumweiser Berechnung 11,2KW (Norm-Gebäudeheizlast)
Da es in jedem Stockwerk 5 Räume gibt stelle ich mir die Umsetzung mit Klima-Split Geräten etwas komplizierter als mit einer LW-Wärmepumpe vor.
Kennt jemand vll. einen empfehlenswerten Fachbetrieb im Rhein-Main Gebiet den ich mal bezüglich der Möglichkeiten einer Umsetzung mit Klimaanlagen kontaktieren könnte ?
Ist das Haus sehr gut gedämmt worden? Kommt mir sehr niedrig vor. Ist auch eine komische Vorstellung: 21 Heizkörper und 5,2kW, da hätte man an jedem Heizkörper bei NAT gerade mal 250 Watt.
Hat den jemand einen Tipp im Raum Rhein-Main für einen Fachbetrieb?
Ansonsten würde ich wohl nach den Google-Bewertungen gehen und 2-3 suchen die sowohl Klimaanlagen wie auch LW-WP anbieten.
Wenn man PV hat und für den Sommer allgemein ist die Kühlfunktion von LL-WPs nicht zu unterschätzen.
Gerade bei Heizkörpern ist die Vorlauftemperatur immer ein Thema.
Unter den Gesichtspunkten würde ich schauen ob man ohne den Austausch der Heizkörper hinkommt, wenn man im tiefsten Winter die Split-Klimas (z.B. eins auf jeder Etage) zur Unterstützung der Heizung verwendet.
Zusätzlich hat man damit enorme Redundanz geschaffen, falls ein System ausfällt.
Leider haben wir noch keine PV, wird erst kommen wenn das Dach fällig ist (hoffe dauert noch ein paar Jahre).
Die Idee mit der Kombi ist auch nicht schlecht, um aber eine Entscheidung fällen zu können, in welche Richtung es am Ende gehen soll, benötige ich erst mal ein paar Angebote und Abschätzung des Aufwandes (gerade bei den Klimaanlagen).
Eine LW-WP an die bestehende Hydraulik anzuflanschen und ein paar HZK auszutauschen würde ich mir sogar selbst zutrauen - bei den Klimaageräten eher nicht
80% der Arbeit sind ganz normale handwerkliche Tätigkeiten wie Löcher bohren, Kernbohrung, Kanäle anschrauben, Konsole für AG anschrauben, IG aufhängen usw. Kälteleitungen zu verlegen, geht auch noch, aber ab da kannst du genauso einen Kältetechniker dann arbeiten lassen. Auf diese Weise wird es sehr viel günstiger.
Das wäre auch kein Problem wenn es ein 08/15 Gebäude wäre
Es fängt schon damit an, das Aussengeräte nur an zwei Hausseiten möglich wären (die anderen grenzen direkt an öffentlichen Raum) - nur von einer käme man direkt in das ausgebaute DG.
Es stehen aber 3 Schornsteinzüge zur verfügung- vll. könnten alle Aussengerät bodennah aufgestellt und darüber dann die drei Stockwerke versorgt werden.
Ich werde heute Abend mal den Grundriss hochladen, vll. kann man da schon etwas mehr ersehen bzw. etwas konkreteres dazu sagen.
Mir sind Klimaanlagen zum Heizen / Kühlen aus Spanien bekannt, hatte das aber vorher gar nicht als Option für unsere Breitengrade in Erwägung gezogen
Ich habe noch eine Frage zum Thema Klimaanlagen die mir gestern noch aufkam:
Wenn eine etwas aufwendigere Verrohrung nötig sein sollte, wie lange halten diese denn normalerweise und lassen sich diese im Falle eines Austausches des AG oder IG wiederverwenden ?
Da die Brennkammer bereits beschädigt ist, gehe ich davon aus, dass die vorhandene Heizung vll. noch diesen Winter mitmacht, aber nächstes Jahr fällig sein wird - im Nov wäre sie dann auch 20 Jahre alt. Eine Instandsetzung ist wirtschaftlich nicht sinnvoll (5-6k € wurde veranschlagt).
Eine wirkliche Begrenzung gibts da nicht, kommt eine neue Anlage, können die Rohre weiter verwendet werden.
Was du durchaus auch überlegen kannst: Hybrid zu fahren, also neue Gastherme für z.B. so um 9000 Euro und Split-Klimas. Split Klimas kannst du Stück für Stück einbauen und entlastest so immer weiter die Gasheizung. Trotzdem braucht es die Gasheizung, weil es nicht lohnt, in jedem Raum ein Innengerät zu montieren. Irgendwann hast du dann ein Hybridsystem, wo vielleicht nur noch 30% der Wärme von der Gasheizung kommt. Dafür kann die Gastherme auch so klein wie geht dimensioniert sein.
Kann durchaus sein, dass das für die nächsten 15 Jahre noch ein gangbarer Weg ist.
Wenn man natürlich selber in der Lage ist, eine LWWP einzubauen für wenigen tausend Euro, erscheint mir das attraktiver, aber auch hier kann man Hybrid fahren mit Split-Klima im Gespann.
Ohne dir jetzt hier persönlich nahe treten zu wollen, bist du halt auch ein Paradebeispiel wo das so gar nicht im Kopf hatten, einfach weil a) man es nicht wirklich hierzulande sieht und b) es auch die Handwerker nicht oft anbieten / vorschlagen.
Kleines private Anekdote als ich in Japan zur Heizsaison war hatte selbst das komplett traditionell eingerichtete Ryokan mit Kotatstu auch ein Split Klimagerät an der Wand hängen.
So wie ich das sehe könnte ich für eine WP wohl bis zu 55% Förderung erhalten, für reine KlimaSplit 50%, das werde ich auch erstmal prüfen was da möglich ist.
Anbei mal der Grundriss, der ist für EG und OG gleich, im Prinzip auch das DG, nur eine andere Zimmernutzung (3 Schlafzimmer, HWR statt Küche, Bad).
Für komplette Umstellung auf Split-Klima ist das eher ungünstig, weil du da für jede Etage 4 Innengeräte brauchst. Das wird dann schnell teurer, also mit LWWP.
Ja, der Gedanke kam mir auch schon, wird wohl eher in eine Kombination LWWP mit Split laufen.
Wenn man den Focus verändert, und mit den Splitgeräten nur in der Übergangszeit etwas heizen und im Sommer ( gerade im DG) die Temperaturen im erträglichen Bereich halten möchte, wäre das mit einem IG je Stockwerk möglich? Wo wäre die geschickteste Platzierung ?
Halte ich persönlich nichts von. Wenn man das IG im Flur platziert, ist es dort entweder total überhitzt oder Eiseskälte + alle Mitbewohner müssen es mögen, dass die Wahl zwischen fehlender Privatsphäre oder kühle Zimmer hat. Zudem verschwindet Kälte gerne im Treppenhaus.
Du kannst die natürlich in den Flur setzen, dann hat man aber eine sehr ungleiche Wärme bzw. Kälteverteilung, aber das Gesamtsystem Haus wird natürlich gekühlt/gewärmt.
Da ich mir das nicht so ganz vorstellen kann, wo und wie und mit wievielen Personen ihr dort wohnt, würde ich sagen: Als Minimum würde ich persönlich alle dauerhaft genutzten Räume im Ober/Dachgeschoss mit einem eigenen Innengerät zum Kühlen ausstatten (sprich: Schlaf/Kinderzimmer, ggf. Wohnzimmer / Arbeitszimmer). Priorität hätten für mich persönlich immer Kinderzimmer.