Beispiel Anlage, Kenndaten:
22 Kw Wechselrichter
20 kwh Akku
12,5 kWp PV bisher
Fragestellung:
Lohnt es sich +12,5 kWp, zum heizen mit Wärmepumpe/Klimasplit, zu installieren?
Die finanzielle Betrachtung finde ich interessant.
Beispiel Anlage, Kenndaten:
22 Kw Wechselrichter
20 kwh Akku
12,5 kWp PV bisher
Fragestellung:
Lohnt es sich +12,5 kWp, zum heizen mit Wärmepumpe/Klimasplit, zu installieren?
Die finanzielle Betrachtung finde ich interessant.
Soll es sich finanziell lohnen oder soll die Unabhängigkeit vom Stromnetz gesteigert werden?
In den dunklen Monaten wird die Verdopplung der Solarleistung den Solarertrag nicht deutlich steigern, aber schon in den Monaten Oktober, November, Februar und März kann sich die größere Fläche sehr wohl bemerkbar machen. Dazu ein größerer Speicher, dann lohnt sich das zumindest wenn's um die Autarkie geht.
Genau, das werde ich oben reinschreiben:
Die finanzielle Betrachtung fand ich interessant.
(Ki Antworten bitte immer markieren, am besten inclusive Fragestellung zum nachvollziehen.)
Meine Beispiel-Abschätzung bei 15 Panels a 450Wp (6.75kWp) und mit Beispieldaten für Frankfurt, Module mit 15 Grad Südausrichting und einem Verbrauch von >7000kWh Gas zum Heizen, ergab mögliche zusätzliche und benötigte Energie im Wert von um die 300 Euro in der dunkleren Heizsaison.
(Bsp. Oktober bis Februar..)
Also theoretisch 5 Jahre bis die zusätzlichen Module das Geld wieder reingeholt haben.
(Module a 65Eu, Befestigung pro Modul 20Eu, 100Eu Leitung, 100 Eu Versand...: ca 1500Eu)
Kann das sein, ist das plausibel?
Habe ich was vergessen oder übersehen?
Hat wer von euch schon mal für sich so eine Rechnung versucht / gemacht?
(Dazu käme bei Einspeiseanlagen noch die Einspeisevergütung im Sommer bei positiven Marktpreisen.)
Nachtrag:
Je nach Befestigung und Erdung der Module könnte man den Preis auch höher anlegen.
Z.B. Module a 65Eu, Befestigung pro Modul 55Eu, 150Eu Leitung, Versand...: ca 2000Eu
Dann eher Richtung 7 Jahre bis das Geld wieder drinnen ist wenn man bei 300 Euro "gewinn" im Winter bleibt.
Mit so flachen 12,5kWp müßte man theoretisch bis zu maximal 30kWh ernten können an einem Knallsonnewintertag? Will sagen, der aktuelle Speicher reicht für deine bestehende PV aus? Wie lang braucht es, bis der wieder leer ist?
Hab mal testhalber 10kWp auf 10 Grad gerechnet, Südausrichtung, in der Mitte von Deutschland. Da wären es von Oktober - März dann 2306 kWh, die man wohl auch komplett fürs Heizen los wird, noch dazu, wenn etwas Speicher verfügbar ist. Das wären dann bei 30ct/kWh rund 700 Euro.
Insofern: Rechnet sich fast immer. Man kann es auch so sagen: Wer eine Wärmepumpe hat, bei dem lohnt es sich fast immer, das Dach und alle anderen nutzbaren Flächen voll zu machen.
30 Cent / kWh finde ich realistisch.
Gas kostet bspw. ca 0,12 Eu / kWh
Angenommen (S)COP der Splitklima oder Wärmepumpe im Winter wäre (nur) 2,5.
Dann würde das reichen um den Gegenwert von 0,30 Eu mit einer kWh zu erreichen, da eine kWh Strom 2,5 kWh Wärme erzeugt (0,12 x 2,5 = 0,30).
Und da sind die Verluste der Gasheizung noch nicht mal berücksichtigt. Sie bringt nicht 1 kWh Wärme in die Wohnung, wenn sie 1kWh Gas verbrennt.
(Schornstein, Leitung, ...)
Im Schnitt (..) wären es ca 47kWh Verbrauch pro Tag.An sonnigen Tagen natürlich weniger.
Der Sweetspot für einen Akku ist da auch interessant!
Ja. Ich denke, das hängt auch bissel von der Vorliebe für maximalen Eigenverbrauch ab. Wenn PV erweitert wird, muss der Strom ja irgendwo hin, und den Verbrauch aus PV über wenigstens einen Tag finde ich, sollte man speichern können. Da fängt mein gefühlter sweet spot an.
Je nach Konfiguration kann eine Verdoppelung der kWp zu deutlich mehr als doppeltem Ertrag im Winter führen.
Beispielhaft meine Anlage: die MPPT haben einen sehr guten Wirkungsgrad, haben wir also eine Verdoppelung. Danach kommt der Victron. Dieser erzeugt bei bedecktem Himmel z.B. 300W. Gehen wir nun auf 600W durch Modul Verdoppelung geht der Wirkungsgrad des Victron deutlich nach oben. Also effektiv mehr als eine Verdoppelung. Auch Nebenverbräuche wie GX oder Akkuheizung steigen nicht an und verbessern so das Ergebnis.
Da bei Dir der WR wohl erstmal deutlich überdimensioniert ist sollte sich das den Wirkungsgrad da auch deutlich hochschieben.
GX meint den Stromverbrauch des Victron Cerbo GX ("Daten-Rechner") ?
Ja, genau. Für Nichtvictorianer hab ich wohl zu doll abgekürzt.
Mit dickem Akku erscheint mir eine zumindest teilsweise vertikale Ausrichtung der Module, sofern möglich aufgrund von Verschattung, deutlich sinnvoller um den Gesamtbetrag zu steigern?
Mit PVGIS etwas rumgespielt macht 90° Süd etwa 50% mehr Ertrag als 10° im Dezember.
Eventuelle Verschneiung wird da vermutlich auch nicht mit einkalkuliert.
Ca 10% der gesamten PV-Module mit Winter Südausrichtung wäre hier die Idee.
(ca 60° Grad?)
Über den Fenstern könnte es im Sommer als Verschattung dienen.
Sieht halt sehr "technisch" aus, funktioniert aber.
Z.B. PV Modul als Porträt, also Horizontal übers Fenster, in einem Winkel der im Sommer abschattet und im Winter noch Sonne ins Fenster läßt.
Nachtrag:
Am Ende kommts drauf wie neblig und wolkig es in deiner Gegend ist.
Und noch auf die Verschattung wegen Bäumen und Gebäuden, durch die sehr niedrigstehende Sonne!
Bei uns mit 15kwp Süd:
November:
Energieimport: 545kWh
Lastverbrauch: 894kWh
Produktion: 469kWh
Dezember:
Energieimport: 955kWh
Lastverbrauch: 1129kWh
Produktion: 251kWh
Januar:
Energieimport: 1077kWh
Lastverbrauch: 1405kWh
Produktion: 429kWh
Energieimport: 569kWh
Lastverbrauch: 913kWh
Produktion: 526kWh
Wir könnten dann also Nov und Feb decken wenn wir doppelt soviel PV hätten. Im Dez, Jan trotzdem nicht. Für 1500kWh Einsparung = 450€ bei 30ct…. und müssten immer noch kaufen. Bei uns lohnt das nicht.
Was würde es denn kosten?
Sollte es sich nicht dann auch nach "um die 5 Jahre" rentiert haben?
(Ab 25kwh haben wir hier in D besondere Pflicht zur Regelbarkeit/Dimmbarkeit soweit ich verstanden habe. Deswegen in meinem Beispiel 25kWp max, wenn man einspeisen will)
Ich hab Mistral KI eine grobe Abschätzung zu der Verteilung des Ertrags bei Streulicht mit Standort Frankfurt machen lassen. Mit PVGIS bekommt man wahrscheinlich die realeren Zahlen, da setze ich mich mal heute abend dran.
Mistral KI, Streulichterträge Frankfurt, Oktober bis Februar, maximaler Wert gleich 100%:
Prozentuale Erträge für Oktober bis Februar (Maximalwert = 100%):
Oktober: 100%
November: 72,6%
Dezember: 58,3%
Januar: 66,7%
Februar: 90,3%
Bei den Berechnungen wird auch nicht betrachtet, dass man bei einer eingesparten kWh nicht 30 Cent einspart sondern die verlorene Einspeisevergütung und Ladeverluste einrechnen muss. Da bewegt man sich dann eher Richtung 20 Cent Einsparung.
Es sind dann nicht nur 36 Panels a ca. 100€ = 3600€. Es ist dann ein weiterer Wechselrichter, den könnte ich natürlich an den Generatoranschluss des Deye anschließen. Einspeisung abschalten, weil das nur zur Eigenverbrauchsoptimierung genutzt würde. Leitungen kaufen. Dann Dachhalterungen an ein Trapez-Falt-Blechdach mit 7° Neigung. Muskatnuss.
Da bin ich bei 10+ Jahren. Falls ich das in Angriff nehmen würde, dann nur wenn ich es selber machen würde. Und in dem Falle würde ich eher die “alten” Module vom jetzigen Dach entfernen, dort dranmachen, und die alten gegen neue Panels tauschen die mehr Leistung haben.
Ein ca. 10 000€ teurer Akku würde sich bei uns schneller rentieren.
Ja, theoretische Erträge. Die hatte ich damals schon ausgiebig in diesem Forum diskutiert. Die PVGIS Daten weichen ERHEBLICH ab. Und zwar nur in den Wintermonaten.
@holgers
Das sehe ich anders. Wenn man auf 100% kommt oder auf 96% und die restlichen 4% löst man indem man einen Benzin-Stromerzeuger nutzt, dann meldet man den Stromanschluss gänzlich ab.
Die Einspeisevergütung wurde im Beispiel (noch) nicht genutzt.
Es ist bestimmt einfacher auf Fassaden, Garagendach, Terasse, Pergola oder Vordach, .. zu erweitern, als auf dem Hausdach.
Bei deinem Ansatz hast du natürlich recht. Ich bezweifle aber, dass der Fragesteller in diese Richtung gedacht hat. Die meisten denken nicht an eine komplette Autarkie ohne “Backup- Möglichkeit” durch das öffentlich Stromnetz.
Man könnte die Grundgebühr an den Versorger auch als eine Art Versicherung bewerten.
Es ist extra offen gelassen um die eigenen Optionen zusätzlich abwägen zu können, die sehr verschieden sein können.
Deswegen auch erst ohne Einspeisung und die finanzielle Betrachtung.