Lifepo4 Akku bei 2.9V defekt? noch zu retten?

Hallo Leute,

Ich habe eine kurze Frage und hoffe ihr könnt mir dabei helfen.

Ich hatte vor einiger Zeit mehrere 280Ah LifepO4 Batterien gekauft, bei allen die Kapazität geprüft ermittelt und dann bei 70% gelagert.

Nun ist mein Projekt aus persönlichen Gründen quasi seit 1 1/2 Jahre verzögert und die Akkus waren einzeln, temperiert gelagert. Jetzt habe ich gerade mal gemessen und die Akkus sind bei 2.9V.

Ich habe ein EBL A40L und dachte mir, dass ich sie mit geringer Ladeleistung vielleicht wieder hochziehen kann.

Hat jemand Erfahrung damit? Denkt ihr es ist zu Risiko behaftet?

Edit: Ich habe Online verschiedene Werte gefunden ab wann etwas "tiefendladen" ist, teilweise war von 2,5V die Rede, teilweise von 3V, daher dachte ihr könnt mich ein wenig bei der "Wahrheitsfindung" unterstützen.

LG,

Max

Hallo

Du solltest dir das Datenblatt zu deinem - uns nicht bekanntem - Akkutypen/Hersteller im Netz suchen. Darin steht, Welche Werte dein Akku haben kann/darf. ES gibt leider nicht nur einen Hersteller von "280Ah" Zellen.

I.d.R sind bei LiFePo4 2,9V im Normalbereich.

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Moin,

wir reden von der einzelnen Zellspannung?

Einige entladen ihre Akkus im Betrieb bis 2.7V pro Zelle und laden bis 3.5V. Wobei schonender kleinere Bereiche sind.

Ich würde nach der langen Zeit gemächlich mit unter 1A schonend laden.

Meintechblog hat hierzu mal seine Einstellungen zu seiner durchaus mit Direktvertrieb gut belasteten Akkus geschrieben:

Ja, die Einzelzellspannung.

Vielen Dank, ich werde nochmal den Hersteller kontaktieren um mich mit dem DAtenblatt rückzuversichern, aber ich denke, wenn ich sie jetzt nicht mit 40A vollpresse wird das schon gehen.

Vielen Dank!

Was soll das denn bringen?

Mit 2,9V ist er doch im grünen Bereich, was soll den jetzt mit 1A besser sein wie mit 100A?

In den untersten 20 % des SOC findet man in den datenblättern begrenzungen für den Ladestrom.

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Nunja die 2,9V sind bereits die Ruhespannungen... Ich kenne zwar aus dem Stehgreif die Ruhepsannung einer Lifepo Zelle die auf 2,5V entladen wurde nicht, aber es kann durchaus sein das sie schon bei geringer Last auf 2,5V oder sogar darunter einbrechen weil sie vollkommen leer sind. 2,9V Ruhespannung ist schon sehr niedrig.

Vorerst mit wenig Strom laden halte ich daher für sehr sinnvoll!

Zellen die leer sind sollte man generell immer erst mit sehr wenig Strom laden...

Bei EVE habe ich nichts dazu gefunden.

LF280K (3 2V 280Ah) Product Specification( Version B ).pdf (524 KB)

Ist aber hier von Foris berichtet und beigetragen worden.

Und ich kenne es auch aus eigener Quelle aus der Automobilindustrie.

Dito, ich habe meine nach dem Messen/Entladen bis 2.5V nur mit Soc irgendwo um die 7% gefüllt.
Davor hatten sie 2 Ladezyklen (3.65-2.5-3.65) im fertigen Akkublock, der dann wieder zerlegt wurde. Dann wurde mit 35A gemessen und fast leer eingelagert.
Keine ist in 21 Monaten der Lagerung unter 3.1V gerutscht, gleichmäßig war die Entladung aber nicht. In der Zeit habe ich die mehrfach kontrolliert. Zuerst in Wochenabstand, später in Halbjahresabständen.
Zellen die über 2.9V sind unbedenklich verwendbar, aber dass alle Zellen ihre gesamte Ladung von 0,7*280Ah verloren haben, finde ich doch merkwürdig.
Gibt es dafür eine Erklärung?
War das Grade A und alle Zellen sind eineiige Mehrlinge?

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Das gute LFP-Zellen in 1,5 Jahren von 70% SoC auf unter 5% gehen ist allein schon merkwürdig - so tief sollten sie sich m.E. nicht selbstentladen!

Wie hast Du sie denn konkret gelagert und wie kommst Du auf den Wert von 70%?

Ich bezweifle diese 70% SoC mal vorsichtig. Ich habe etliche Zellen viele Jahre liegen, die entladen sich nur um wenige mV! 70% SoC heißt irgendwo zwischen 3,33 und 3,35V Ruhespannug pi mal Daumen.

Dennoch sind 2,9V aus meiner Sicht völlig unkritisch - die sollten keinen Schaden genommen haben.

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kein stress alles über 2,5v ist ok

2v geht manchmal sogar auch noch ohne probleme wenn man das nicht oft macht

Erstmal vielen Dank für die Antworten.

Ich hatte gerade nochmal nachgeschaut und die Zellen sind schon vor knapp 2 Jahren gekauft worden

Alibaba Grade A ( was auch immer das heißen soll)

Soweit ich aber weiß und so wie es aussieht sind alle aus der gleichen oder fast gleichen Charge (Barcode und Nachforschung)

@paddy72

Ja gute Frage... ich glaube ich hatte sie damals auf irgendeinen Voltwert aufgeladen bei dem ich gelesen hattee, dass dieser wohl eine gute Lagerungsspannung wäre

ich muss da nochmal in mein EBL Profil schauen...

Vielen Dank nochmals für die Infos! Vielleicht suche ich mir jetzt erstmal eine Möglichkeit wie ich sie (vernünftig) verwenden kann!

LG,
Max

Ich hoffe die "280Ah LifepO4 Batterien" sind nur pure Akkus, also ohne BMS und ohne Balancer?

Wieso ist die Zellenspannung in dieser Zeit soweit abgesunken, das ist doch bei LiFePo4 nicht normal?

Die gemessenen 2,9V sind zum Laden OK.

@blindwiderstand

Ja genau, die Akkus stehen einzeln, ohne irgendwelche Peripherie angeschlossen zu haben in ihren Schaumstoff Lieferverpackungen. Sie stehen in meinem Büro im Dachstuhl, der im Jahr zwischen 15-27°C schwankt in einer schattigen Ecke.

Vielleicht habe ich mich wirklich einfach beim Aufladen mit den 70% vertan, wichtig war mir vorallem ob die 2.9V noch i.O waren....

Was würdet ihr für eine Selbstentladung für ca 18-22 Monate erwarten?

Gruß

Max

@mehlsack ca. "3–5 % pro Monat" Selbstentladung. (Quelle: Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator – Wikipedia )

Bei 18 Monaten und 3% Selbstentladung pro Monat wären das dann ca. 60% vom anfänglichen Ladezustand.

Hallo Max,

würde wie folgt vorgehen.

Erst nach Carolus Anleitung BMS testen, auch um ein besseres Gefühl für die Technik zu bekommen.

Dann 16S (oder je nach deiner Anzahl) zusammenschliessen und fertig bauen um anschliessend nach Carolus Anleitung serielles Balancing inkl. BMS zu laden. 2,9 V sollte unbedenklich sein, vermutlich hast du nur die Ladespannung mit 70% SOC verwechselt (schwierig mit LFP Chemie), daher ist Ruhespannung + Selbstentladung so niedrig.

Beim laden über BMS sollte es sicher sein.

Kannst ja dennoch langsam mit 5-10A beginnen.

Einzelne Zellen ohne Verspannung würde ich nicht laden.

Suche paralleles vs serielles Laden, verspannen und wann ist die Chemie aufgebraucht.

Denke das wird helfen um Grundsätzliches zu verstehen, nicht böse gemeint, kenne nur deinen Kenntnisstand nicht und dass hätte mir am Anfang sehr geholfen.

Jetzt stehen die Zellen schon so lange, da wird ein weiterer Monat bis zum fertigstellen des Akkus nichts mehr ändern.

Nur meine Meinung

Grüße

Michael

das ist der Bug, es sind LiFePo, keine LiPos,
Man nimmt zum definieren Landen ne Schaltuhr, und rechnet Strom * Zeit in h
Spannung hat 0 Aussagekraft bei LiFePo, keine, Leute die nen Soc über die Spannung bestimmen solltest du meiden,
es gibt zwar sicher einige, die das können, aber das im Netz zu erklären wäre ein Fehler.

Für mich beginnt der Schaden "Die Zelle hat Selbstentladung" bei 70 % Verlust in zwei Jahren. Gute zellen müssen DEUTLICH besser sein.

Denke mal alleine an Folgendes: Von Herstellern/Datenblättern kenne ich dass max. ein Jahr Lagerzeit ab Produktion zulässig ist. Und das lässt unterstellen, dass die zellen sich eben NICHT in der zeit selber Totentladen, sondern dass das DEUTLICH länger dauert.

Natürlich dauert das deutlich länger. Ich hatte eine Zelle ausgetauscht, weil die beim Laden/Entladen immer etwas mehr in der Spannung nachgegeben hat wie die anderen.

Nach über einem Jahr ist mir die Zelle wieder in die Hände gekommen und ich war neugierig was noch drin ist (getauscht in vollgeladenem Zustand)

Es gingen keine 10Ah rein.

Beim Test mit dem Kapazitätsmessgerät musste ich aber feststellen, dass die Zelle mehr als 15Ah weniger Kapazität hat wie bei der Inbetriebnahme.

Vollgeladen rumstehen ist also eher sehr ungesund.