LiFePO4 4s ohne BMS nutzen

ich betreibe seit 2 Jahren ein 3 x 4s 280 Ah Batteriesystem mit in der Summe 840 Ah und habe kein BMS. Ich war es einfach leid nach dem Totalverlust von drei JK BMS und dem anschließendem Kauf von drei Daly, die alle nicht funktionierten - von Anfang an nicht - mir einen dritten Versuch mit einem weiteren China Kracher zu gönnen. Seit dem betreibe ich meine Batteriebank ohne BMS und ohne Solar - geladen wird ab und an mit einer Brennstoffzelle (efoy) und das funktioniert super, oder wenn es passt auch einmal mit einem Victron 50A Ladegerät. Einmal am Tag nutze ich einen Wechselrichter und wandele 12 V DC in 2kW AC um um mir einen Morgenkaffe zu gönnen, ansonsten verbrauche so um die 100 Ah / Tag und komme so relativ autark aus. Die Spannung zwischen den Zellen ist ausgelichen - ich habe bis jetzt noch nicht richtig verstanden, wozu ich jetzt noch ein BMS brauche - vielleicht könnt Ihr mich "erhellen" und mir auch einen Tipp geben - ich brauche weder noch interessiert es mich irgendwelche Daten am Handy anzuzeigen oder zu nutzen und es interessiert mich auch nicht ober die Anzahl der Zyklen sich von 8 tsd. auf 4 tsd. reduziert - die werde ich wahrscheinlich auch nicht mehr erleben ..

Auch bei 3,45 V/Zelle ?

Ich hätte da Angst die Akkus mal zu überladen oder zu weit auszulutschen ohne BMS. Stellen die Komponenten, die Du sonst so um den Akku rum hast, das sicher und "managen" so die drei Akkus? Was hat die BMSe die Du hattest gehimmelt? Verstanden, warum die Dalys nicht funktioniert haben?

ja bisher zumindestens, obwohl ich es vermeide die Zellen voll zu laden - ich habe irgendwo gelesen das das eher nur schadet so dass ich bei 13.6V meist nicht weiter lade. Zumal ich selten nicht lade und gleichzeitig mehrere Verbraucher mit Strom versorge, insofern ja die Spannung ist ausgeglichen.
@jensdecker die ersten drei JK (jikong) BMS ließen sich partout nicht starten - es passierte einfach nichts - darauf hin habe ich mir drei Daly bei Lifepo.shop bestellt, die leider auch nichts gemacht haben. Auch diese ließen sich partout nicht starten. Kein Starten kein Bluetooth nichts passierte. Es war alles korrekt verkabelt - aber es passierte nichts. Nach fast 1000 € ist mir dann einfach der Kragen geplatzt und seit dem läuft alles ohne BMS.

Komisch mit Deinen BMSen ... Für ne andere Spannung vorgesehen die Dinger? Hab leider nur mit dem einen Erfahrung, das in meinem 16s 14 kWh Akku werkelt.

Hattest du hier um hilfe gefragt?
6 Defekte von 6 grenzt an ziemlich unwahrscheinlich . Hast du die bms noch?

ich glaube die JK habe ich noch - die Daly sind verschrottet. Ich hatte in einem anderen Forum um Hilfe gefragt und nach ewigen Diskussionen über angeblich falsch angeschlossene Balancerkabel und zig Detailfotos und super fachkundigen Ratschlägen wie etwa "das kann man in der Software alles einstellen - starte einmal Dein Bluetooth ..." dies dann auch abgebrochen. Vielleicht versuchst Du mich fachkundig zu überzeugen wofür ich ein BMS eigentlich brauche, die Gefahr eines Kurzschlusses sehe ich nicht, Überladen findet nicht statt, also wofür?

Hab ich ja ob schon geschrieben, over/underloading und dann noch das Balancing der Zellen, die von ihrer Spannung her nicht auseinander laufen sollten. Ist bei mir auch Teil einer PV-Anlage, die auch ohne Interaktion zumindest vor Ort weiterlaufen soll, falls ich mal spontan oder geplant ins Krankenhaus müßte. Dein Use Case ist mir nicht so ganz klar. Keine PV und ne (sündhaft teure) Brennstoffzelle aber trotzdem auch das normale Netz oder das nur temporär?

ok das habe ich verstanden nach bisherigen Daten / Messen passiert das bisher nicht - sinkt die Spannung auf 11V schaltet sich die Brennstoffzelle automatisch ein und lädt und versorgt die Verbraucher, bei 13.6V ist nach oben Schluss.

Was waren das für JK's . Es gab am Anfang eine Ausführung die war zwar für 4s geeignet musste aber extern mit Spannung versorgt werden, da mind. 17V Betriebsspannung nötig waren. Ich hab selber so ein Ding, das hat mich auch erst mal etwas Nerven gekostet.

Warum hast Du das mit 3 BMS aufgebaut, das wäre auch mit einem und 4s3p gegangen. Besser als ohne BMS ist es auf jeden Fall. Das was Du hast funktioniert so lange bis eine Komponente anfängt abzuweichen und dann kann es gewaltig schief gehen. Wenn Du natürlich Lust hast jeden Tag nach dem Ding zu schauen und Spannungen zu messen ...

mich interessiert eher die Brennstoffzelle.... kann ich dazu Doku bekommen?

Mein erster DIY Lion-Akku 16S2P mit rund 6 kWh ist ca. 10 Jahre alt und hatte noch nie einen Balancer oder BMS gesehen. Nur gelegentliche Nutzung und 2x im Jahr die Zellspannungen geprüft, das wars. Ladespannung aber auch auf rund 90% begrenzt. Außer das sich im zweiten Jahr eine Zelle verabschiedet hat und somit noch 15S2P übrig sind, keine Auffälligkeiten.

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ich kann mal am WE wenn ich die noch finde drauf schauen und dir das dann sagen - aber ist ja im Grunde egal ich würde gerne sachlich fachlich überzeugt werden jetzt doch noch ein BMS zu installieren und da nehme ich dann auch eines von REC, wenn ich begründet überzeugt werde. Die genannten Schutzvorrichtungen Überladen/ Unterladen und Kurzschluss sehe ich leider noch (?) nicht.

Mir ist nicht klar was Du mit "die Schutzvorrichtungen siehst Du nicht" meinst?
Das JK BMS trennt wenn richtig installiert und konfiguriert die Masse Verbindung zur Batterie falls, Überstrom(Kurzschluss), Über-/Unterspannung einer Zelle, Temperatur zu hoch/niedrig usw. Das ist alles einstellbar

google mal nach efoy Pro 2800 oder hier:
efoy Brennstoffzelle

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Dir ist aber schon bewusst was passiert, wenn die Disbalance zu groß wird?
Wenn dann also eine Zelle deshalb über die 3,65V geht? Dass die Zelle dann hops geht.
Und dass dann in Folge die anderen Zellen drauf gehen?
Und das wäre das kleinste Problem.

Im schlimmsten Fall gehen die Dinger durch gasen aus und es kommt zur Wasserstoff Explosion.
Aber hey das passiert nur ganz selten.

Kurschluss/ Überstrom passiert nicht ist einfach nicht vorstellbar - da müsste jemand die beiden Potentiale überbrücken, um dies zu provozieren. Alle anderen Verbraucher sind jeweils einzeln abgesichert. Ich betreibe meine Anlage nur im Frühjahr Sommer Herbst und der Batteriespeicher steht im Innenraum da ist es immer über 15 Grad. Am Victron ist ein Temperatur/ Spannungsüberwacher der überwacht die Temperatur. Das meine ich mit die Schutzvorrichtungen brauche ich nicht - es bleibt das Restrisiko das die Disbalance zu groß wird .

Also ich habe mal irgendwo gelesen, dass die positive Elektrode in LiFePO4-Akkus aus Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) besteht, während die negative Elektrode aus Graphit oder hartem Kohlenstoff besteht. Diese Zusammensetzung ist weniger anfällig für thermische Entgleisung als die in einigen anderen Lithium-Ionen-Batterien. Die chemische Reaktion in LiFePO4-Akkus führt nicht zur Freisetzung von Sauerstoff, was ein wesentlicher Faktor für das Entzünden und Brennen bei Lithium-Ionen-Batterien ist. Bei unsachgemäßer Handhabung, wie beispielsweise bei extremem Missbrauch oder durch äußere Einflüsse, kann es auch bei LiFePO4-Akkus zu einer thermischen Entgleisung kommen. Aber dafür sorge ich ja, dass nicht überladen wird, es nicht zu einem Kurzschluss kommt einzig das Überwachen der einzelnen Zellen geschieht nur sporadisch meist Anfang und Ende der Saison.

Solche LiFePÖ4 Zellen sind kein Spielzeug.
Im Minimum würde ich eine analoge Spannungsüberwachung (2Komperatoren + LED) an jede Zelle hängen um zu sehen ob etwas aus dem Ruder läuft.
Option wäre ein Relaisausgang um die Batterie vom Rest zu trennen.

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zum Nutzen: ... ich habe ein kleines segelboot und bin viel autark unterwegs und möchte mir noch keine PV Anlage hier aus Platzgründen zulegen, die efoy habe ich für Unterwegs und ab und an kann ich auch mal Landstrom nutzen nur nicht dauerhaft ...

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