Wo finde ich die Aussage von EVE, das man Federn expliziet nicht benutzen soll ?
Wenn ich die Federn, so wie gefordert, bei 30 bis 40% SOC auf 300 kgf einstelle, dann halten diese in etwa diese 300 kgf auch wenn sich die Zellen bei max. Ladung und Alterung ausdehnen oder bei Entladung zusammenziehen, das natürlich alles im Millimeter Bereich.
Wenn ich nun bei 30 - 40% SOC die 300 Kgf anlege und sich die Zellen dann im Laufe der Zeit oder bei Aufladung Ausdehnen, dann ist die wirkende Kraft viel zu hoch.
Deswegen wären bzw. sind für mich Federn die einzig logische Möglichkeit, um nahezu immer dauerhaft die geforderten 300 Kgf auf den Zellen wirken zu lassen und diese nicht dramatisch zu übertreiben, so dass es zu Verformungen an den kurzen Seiten kommt oder zum Gasaustritt oder zu anderen Fehlern...
Schau dir doch das aktuelle Datenblatt an, da ist sogar eine Skizze mit drin, wo man sehen kann, dass die fest verschraubt sind und nichts dehn/federbares verbaut ist.
Also das habe ich bisher so verstanden, dass man 30 bis 40% SOC nehmen soll, da dies dann ungefähr der mittlere Wert der möglichen Ausdehnung ist, würde man 0% SOC nehmen, dann wäre die Kraft eventuell bei 100% SOC zu groß. Würde man 100% SOC nehmen, wären die Kraft bei 0% zu gering.
Jetzt frage mich trotzdem, worin der Nachteil liegt, beim Einsatz von berechneten Federn, die die Kraft über den gesamten Ladezustand sowie über die gesamte Lebensdauer konstant halten ?
Für mich bleibt es die bessere Lösung gegenüber:
Spanngurte, Gewindestangen oder gar keiner Fixierung.
Wenn sich 8 oder 16 Akkus je einen Millimeter Ausdehnen, können bestimmt erhebliche Kräfte wirken
Meiner Meinung nach ja, aus dem Grund den du nennst.
Ich würde sogar die Reihen unabhänig von einander einspannen. Denn vielleicht dehnen sich die Reihen gleichmäßig aus. Vielleicht aber auch nicht. Damit wäre das doppelte-Feder-Problem? obsolet.
selbstverständlich werden beide Akku Reihen separat verpresst.
Ich finde die Lösung mit den berechneten Federn gut und werde die weiteren Pack's auch so konzipieren. Die Kraft von 300kgf ist echt enorm und somit auch über alle Ladezustände gleichmäßig vorhanden.
Das Datenblatt mit einer einzelnen Zelle zwischen 2 Stahlplatten finde ich wenig praxistauglich.
Es geht darum die Zellen daran zu hindern einen Bach zu bekommen, das Ausdehnen auf Atomarer Ebenen ist eine andere Geschichte und wie er richtig sagte unaufhaltsam.
300kgf sind eigentlich mit 6 oder 8 M6/8 Gewindestäben nicht wirklich viel Anzugmoment. Es geht halt nicht um Verpressen, sonder Verspannen. Wie beim Korsett, der Inhalt soll ja überleben aber eben keinen Bauch zeigen. Federn sind da eigentlich kontraproduktiv, davon schreibt EVE auch nix, aus gutem Grund. Damit können sich die Lufteinschlüsse halt doch ggf. Platz schaffen und den Ladungsübergang behindern anstelle abzuwandern nach oben. Werden wir aber erst in einigen Jahren sehen wie viel das ausmacht. Ohne verspannen jedenfalls bilden sich die Bäuche schnell, siehe Andy's Labor.
Solange man bei der Auslegung das 2.Newton'sche Axion der Kräfteverteilung beachtet, ist alles gut. Gefordert ist eine Krafteinwirkung auf die gesamte Fläche von 3000N, es ist egal dabei, ob der Aufau aus einer oder zwei Reihen besteht. Um eine möglichst homogene Kraftverteilung zu gewährleisten, sollte der gesamte Aufbau möglichst steif sein. Das ist mit der Verwendung der beiden Stahlplatten gewährleistet. Auf die Zwischenplatten, Fermacell, würde ich verzichten. Fermacell ist ein relativ weicher Werkstoff und wird mit der Zeit fließen und somit die Vorspannkraft reduzieren. Ich finde die Lösung mit den Druckfedern gelungen. Mechanisch einfach, aber trotzdem ausreichend um mit physikalischen Größen die Spezifikationswertezu erfüllen.