LiFePo von verschiedenen Herstellern parallel, Problem?

Hallo zusammen.

Habe zu meinen LiFePo (2x 12Volt in Reihe, mit 310Ah) gekauft in 5/2025 jetzt neue hinzugekauft von einem anderen Hersteller (2x12Volt in Reihe, mit 300Ah).

Obwohl beide Akkusätze auf gleicher Spannung waren, wird beim Entladen der alte Akku mit wesentlich höherem Strom entladen wie der neue. Der neue trägt nur mit ca. 1/3 zur Leistung bei, egal ob niedrige oder hohe Belastung. Muss er die Belastung alleine tragen (getestet mit 55A) funktionert er einwandfrei. Kann allerdings nicht sagen wie lange, wollte keine Abschaltung der Wechselrichter riskieren. Beim Laden ist der Unterschied auch vorhanden, jedoch nicht so extrem. Kabel, Batterieschalter, Sicherung habe ich durchgetauscht. An denen kann es nicht liegen.

Habe ich mir da minderwertige Akkus gekauft oder evtl. überlagerte alte Akkus bekommen die schon einen Vorschaden haben oder gibt es da sonst eine Begründung für das Verhalten?

Noch ein Nachtrag: Habe insgesamt 4 Stück 12V 300Ah gekauft. Einer davon hat nur 8Volt! Aufladen funktioniert nicht, er nimmt keine Ladung an, weder mit elektronischem Ladegerät noch mit altem ungeregeltem Ladegerät. Bin mit Händler schon in Kontakt deswegen. Daher aber mein Verdacht es könnten alle Akkus einen Schaden haben.

Danke u. Gruß Schraubermeistro

Die neuen haben jedenfalls mal einen größeren Innenwiderstand als die alten. Ob auch die Kapazität deutlich kleiner ist lässt sich nur so ungefähr sagen wenn dieses Verhalten über den ganzen Entladezyklus so bleibt, dann ja.

Scheinbar aber schlechtere Qualität als die zuerst gekauften.

Schon alle zusammen mal komplett Vollgeladen? Wenn nicht könnten die auch einfach nen komplett anderen SOC haben, trotz gleicher Spannungslage!

Das zwei in Reihe geschaltete 12V Blöcke mit Vorsicht zu genießen sind weißt Du (Spannungsfestigkeit BMS, Imbalance zwischen den Blöcken usw.)?

Der Block mit 8V ist tiefentladen, BMS hat abgeschalten. Was du misst ist wahrscheinlich nur eine Leckspannung, sollte mit Last sofort zusammenbrechen. Auf jeden Fall ein Garantiefall wenn der so angekommen ist.

hast du Balancer zwischen den Akkus, um jeweils die 24V zu erreichen?

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Ein generelles Problem LiFePo4 Zellen auch verschiedener Hersteller ja auch komplett unterschiedlicher Kapazitäten parallel zu schalten ist mir nicht bekannt.

Andi von Offgridgarage hatte dazu ja auch mal ein Video gemacht wo nicht nur unterschiedliche Kapazität sondern auch komplett anderer SOC alles an eine Busbar geklemmt wurde.
Das lief technisch einwandfrei. Man sollte nur beim ersten Vollladen den maximalen Strom etwas runternehmen.

Das Problem hier wird vermutlich in der Reihenschaltung der Blöcke ( Ist da ein Balancer dazwischen?) und/oder zweifelhafter Qualität bis hin zu Defekt liegen.

Ich rate sehr von dem Betrieb in Reihenschaltung ab.

Die Problematik der Reihenschaltung von Akkus ist z.b. hier gut beschrieben:

Suchwort Reihenschaltung hier auf dem board.

Danke für Eure Antworten. War die letzten Tage recht ausgebucht, daher jetzt erst Antwort.

Meine 2 x 12V Blöcke sind mit Balancer verbunden. Sind seit Anfang im Einsatz u. bisher passte Alles. Die neuen Akkus habe ich extra Aufgeladen. Da meine Akkus aus Platzgründen nicht alle am optimalen Platz stehen können habe ich nun durchgetauscht. Die älteren weiter entfernt, die neuen nahe am zentralen Anschluss. Die Ströme haben sich gut angeglichen. Die jetzigen Differenzen machen mir keine Sorgen mehr. Nur mit dem defekten Akku ist noch keine Lösung da. Der Hersteller/Händler verzögert den Austausch. Hat immer neue Ideen wie man den Akku wiederbeleben könnte. Die habe ich aber alle schon ausprobiert (Tipps gibts ja im Forum reichlich), alle vergeblich. Mal sehen wie’s weitergeht.

Wichtig sind gleiche Kabellängen zwischen den Akkus, und die Lasten bzw. Laderegler über Kreuz verschalten. Also Plus an den einen Akku und Minus an den anderen. Ab drei Akkus parallel wird es für gleiche Ströme noch komplizierter...

Gleiche Kabellängen sind bei meinem Keller ein Wunschtraum. Die Akkuverschaltung hätte ich gern auch so gemacht. Leider gibt’ keinen Platz mehr im Leerrohr. (ich muß durch eine 60cm Natursteinmauer durch, mit schlechtem Mörtel. Wenn’s schlecht läuft lockert sich beim Bohren ein 15 kg Stein aus dem Mörtel bevor das Loch fertig ist. War alles schon da)

Wegen dem defekten Akku ein Update: Der Ersatzakku ist endlich eingetroffen. Nach zig Mails hin u. her hat der Lieferant eingesehen das er um Ersatzlieferung nicht herumkommt.

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Habe den defekt Akku jetzt geöffnet. Ursache war schnell gefunden. Eine Verschweissung der Zellenverbinder ist vom Akkupol abgegangen. Schlimm genug. Aber dann: 1 Zelle hat eine Beschädigung, die offensichlich vor dem Zusammenbau schon gekennzeichnet wurde (weisser Pfeil). Trotzdem wurde die Zelle verwendet! Es kommen 2 verschiedene Akkuzellen zum Einsatz! 3 Mängel in einem Akku. Wenn die Fertigungsqualität bei den anderen auch so “hoch” ist werde ich wohl feuerfeste Gehäuse für die anderen Akkus bauen. Sind übrigens von W…...y

Die Zellen haben eine Spannung von 3,1 - 3,3 Volt.

Zum abgelösten Zellverbinder. Ich kenne bisher niemanden der Alu-Laser-Schweissen könnte. Werde mich aber im Industriegebiet mal umhören. Für den Fall: Könnte man den Zellverbinder auch anschrauben? Dazu wären Löcher im Akkupol nötig. Wie dick sind solche Pole? Meine Vermutung: Sie ragen ja ca. 3mm aus dem Gehäuse raus + mind. 1mm Gehäusedicke + innerer Abstand der Zellen zum Gehäuse ?mm. Weis evtl. jemand mehr? Oder ist der Wertstoffhof doch empfehlenswert.

Danke u. Gruß Schraubermeistro

Ohne gleiche Kabellänge wirst Du wegen des Spannungsabfalls auch bei baugleichen Akkus das von Dir beschriebene Verhalten feststellen. Aber egal wo Du platzierst, Du kannst ja bei dem näher platzierten Akku die Akkukabel einfach länger machen. Darauf achten, dass die Kabel den gleichen Kabeldurchschnitt haben.

Du darfst hier gerne schreiben wer das genau war. Solche Erfahrungsberichte positiv als auch negativ sind ja immer wertvoll.

Das mit dem losen Zellenverbinder und der absichtlich verbauten beschädigten Zelle geht ja mal gar nicht.

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Elektrisch ist das ziemlich Wurst, aber kein Lob für den Hersteller.

Verschiedentlich haben Leute schon von Erfolg berichtet.

Meine 105 Ah mit M4 gewinde haben 5 mm tiefem Loch. Ich schau gleich nach.

Korrektur.

6,7 mm tief. Was leider keine Garantie dafür gibt, wie das bei anderen ellen ist.

Man kann zwar spekulieren, dass die Pole nicht gezielt dafür gebaut werden, ob man draufschweisst oder Innengewinde macht…

Es müsste mal jemand eine defekte 280 er zelle nehmen und die tiefe ausbohren.

Aber selbst das wäre ja nur ein Anhaltspunkt und nicht allgemein gültig.

Hi zusammen.

Hab natürlich nicht warten wollen, gestern gebohrt und Gewinde geschnitten. Funktioniert wieder. Man muß sehr sehr vorsichtig sein. Frisch geschliffener Bohrer, langsame Drehzahl u. wenig Druck, bei meinem Akku waren es nur 5mm dann war ich durch. Bohrer mit Patex eingeschmiert, damit keine Spähne nach innen fallen, Gewinderschneider natürlich auch. Weil zwischen den Akkufolien und dem Pol nur 2 mm Platz sind, die Spitze vom Gewindebohrer abgeschliffen. Das ergibt ein perfektes Gewinnde u. die Folien wurden nicht berührt. Die Schraube: Bestimmt 10 mal den Platz ausgemessen, damit sie nicht zu tief reingeht.

Insgesamt nicht für jeden zur Nachahmung empfohlen. Ich hab mich getraut (viele Jahre Schraubererfahrung), war trotzdem etwas Nervös beim Arbeiten.

Übrigens: Der gesuchte Name lautet Werchtay.

Das Risiko wäre mir zu gross. Ich meine Undichtigkeit und Beschädigungen der Folien. Durchgebohrt wäre für mich Entsorgung.

Ohne Risiko ist das natürlich nicht. Die Bohrung ist lt. einigen Aussagen von Akkuspezialisten aber kein Problem. Wie ich das verstanden habe werden Gase zum Problem wenn man es mit der Ladung übertreibt. Das meine Verschraubung dicht ist, dafür habe ich gesorgt. Beim Anbohren war übrigens auch kein Druck in der Zelle und es gab keinerlei Geruch.

Folie anbohren wäre natürlich das AUS. Wer weis wie da der Akku reagiert hätte. Deshalb war ja extreme Vorsicht geboten. Hab nicht umsonst geschrieben “nicht für jeden zur Nachahmung empfohlen”.

Eine Sicherheitsmassnahme dazu: vorher unter 2,8 V entladen.

Auf jeden Fall eine wichtige Erkenntnis von dir, für alle wichtig: die sehr geringe dicke des Pols, wenn kein Gewinde drin ist.

Noch ein Nachtrag. Der Ersatzakku, der für den defekten Akku geliefert wurde hat offensichtlich eine andere Qualität. 12V erste Lieferung in Reihe mit 12V Ersatzlieferung läst den Balancer immer wieder über Stunden arbeiten. Diff. zwischen Akkus bis ca. 0,3 Volt, je nach Ladezustand. (Beide Akkus wurden mit LiFePo Ladegerät mehrmals vollgeladen). Sobald entladen wurde war die Diff. wieder da.

Lösung war dann, doch den reparierten Akku in der Reihenschaltung zu verwenden. Jetzt arbeitet der Balancer nur ab und an u. der Spannungsunterschied liegt dann bei 0,1 Volt. Denn Ersatzakku habe ich dann Versuchsweise in Reihe geschalten mit denen vom führeren Lieferanten (gekauft ca. 5/25). Konnte es kaum glauben, es passt, obwohl Akkus von 2 verschiedenen Herstellern in Reihe, die Akkus vertragen sich.

Habe dann gleich ein Sonderangebot ausgenützt und nochmal einen vom früheren Lieferanten gekauft. Seit nun 14 Tagen sind die 2 unterschiedlichen Fabrikate in Reihe. Der Balancer hat nichts zu tun. Egal ob geladen, halb oder leer, Spannung absolut identisch. Glück gehabt.