Das ist typisch für Multisplits. Die laufen mit einem IG nicht effizient. Bei einer 3er Split sollten 2 IGs laufen.
Weitere Infos von meiner Anlage LG MU3R19 mit 3 Innengeräten Dualcool S1 Delux 3,5 / 2 / 2 kW im Heizbetrieb.
Das Heizen hat seitdem Einbau im Januar einwandfrei funktioniert. Ich habe 500kWh Strom verbraucht statt ca 2500kWh Gas
Ich musste nur einen Vorhang in der Küche zum Flur aufhängen, da das EG offen ist und ins Treppenhaus übergeht. Ohne Vorhang wurde die Küche nicht richtig warm, da die Luft aus dem Wohnzimmer durch die Küche nach oben ins Treppenhaus gezogen ist.
Ich habe die Anlage tagsüber laufen lassen und nachts nicht mehr eingeschaltet.
Je nach Temperatur habe ich die Laufzeit etwas angepasst.
Bei Temperaturen unter 3 Grad macht die Anlage alle 3h einen Abtauvorgang. Sonst ist die Anlage immer ohne Takten durchgelaufen.
Ich habe die Innengeräte auf Stufe 1 auf 23 Grad eingestellt.
Die Anlage regelt die Leistung runter auf minimal 320W, wenn die Temperatur außen über 5-10 Grad steigt. Sonst hat sie 600-1000W gezogen.
Nachteil
- bei einer 3er Split müssen immer zwei Innengeräte laufen, das ist ungünstig. Besser eine Single und eine Duo, speziell wenn ein Raum mehr Wärme als die anderen braucht. War bei mir nicht möglich.
- Außengerät recht laut speziell im Vergleich zu anderen Luft/Wasser Wärmepumpen
Nachdem ich unser “Hybridsystem” mit den beiden LG-Innengeräten für die zwei größten Räume im 114qm Haus und parallel der Gasheizung für die restlichen Räume und Warmwasser jetzt ein komplettes Jahr beobachten konnte, wollte ich nochmal berichten:
Wir lassen inzwischen die beiden Innengeräte tagsüber mit der Zieltemperatur 22°C und der niedrigsten Lüfterstufe laufen (Geräusch kaum wahrnehmbar), die DECT-Thermostate der Heizkörper in den beiden Räumen stehen auf 20°C, nachts 18°C. Damit werden 21,5°C Innentemperatur erreicht. Faktisch wird im Wohn- und Schlafzimmer kein Gas mehr verbraucht und über die offenen Türen wird das restliche Haus durch die Klimaanlage etwas mitgeheizt.
Jetzt im Dezember zieht das Außengerät - je nach Außentemperatur - ziemlich konstant zwischen 450 und 600kW. Die Taktfrequenz ist ca. 3x/Tag (vermutlich Abtauvorgänge). In der Übergangszeit Taktet die LG-Anlage ca. stündlich. Je nach Wetterlage verbrauchen wir pro Tag ca. 6 - 10kWh Strom für die Heizung. Dazu kommen 3 bis maximal 5m³ Gas (in sehr frostigen Nächten) inklusive Warmwasser.
Unser Gasverbrauch ist von 1.313m³ im Jahr 2023 (vor der Splitklimaanlage) auf ca. 976m³ für 2025 zurückgegangen (die Umrechnung in kWh ist mir jetzt zu kompliziert, 8/2022 bis 8/2023 waren das 13.743kWh).
Also minus 337m³ (grob 3.400kWh) Gasverbrauch, entsprechend 26% Einsparung.
Im jetzigen Dezember waren es tatsächlich fast 40% weniger Gasverbrauch, als in früheren Jahren.
Da steht halt die Heizung im Vordergrund, während im Sommer Gas für Warmwasser verbraucht wird. Entsprechend ist das Einsparpotential im Winter viel größer. (Brauchwasser-Wärmepumpe wird sicher irgendwann der nächste Schritt.)
Den Stromverbrauch der Klimaanlage kann ich nur grob abschätzen, weil an dem Fritz DECT-Zähler auch ein älteres Balkonkraftwerk mit 560Wp hängt und der Zähler nicht zwischen Verbrauch und Einspeisung unterscheiden kann. Vor allem im Sommer mit Kühlbetrieb wird die Klimaanlage also teilweise mit Strom vom BKW betrieben. Wenn ich den Solarertrag aus früheren Jahren vom Verbrauch abziehe, den der DECT-Zähler anzeigt, dann hat die Klimaanlage 2025 insgesamt (Heizung und Kühlung) ca. 1.350kWh verbraucht. Jetzt im Dezember ca. 200kWh.
Wenn man bedenkt, dass Gas pro kWh viel günstiger ist, als Strom, dann ist die monetäre Einsparung minimal. Aber mein Hauptziel, den Verbrauch an fossiler Energie zu senken, ist erreicht. Ohne den Stromverbrauch (der teilweise von einer 4kWp PV-Anlage auf dem Dach kommt) zu berücksichtigen, dann ist unser vor über 25 Jahren renoviertes 50er Jahre Siedlungs-Häuschen jetzt ungefähr in der Effizienzklasse C. Vor 20 - 30 Jahren hatten wir noch ca. 2.200 Liter Heizöl pro Jahr verbraucht, also grob 22.000kWh.
Ab Januar 2026 sinkt unser Gaspreis durch Anbieterwechsel auf 8,5Cent/kWh, der Strompreis auf 25,5Cent/kWh. Da werden unsere Energiekosten langsam echt erträglich und heizen mit Splitklima lohnt sich monetär ab einem SCOP von 3. (Unsere Anlage hat einen SCOP von 4,6)
Unsere LG-Split-Klima erfüllt auf jeden Fall meine Erwartungen und wir sind sehr zufrieden mit der Anschaffung.
Hallo zusammen,
hat jemand Erfahrung mit der Lg Artcool Mirror Klimaanlage AI?
Von den Daten und Design scheint die gut zu sein.
Gruß Bodo
Hallo zusammen,
Ich habe seit letztem Frühjahr (2025) auch eine LG Splitzklima mit zwei Innengeräten. Außengerät: MU2R17, Innengerät PC12SK NSJ mit 1x2,5kW und 1x 3,5kW.
Und wollte auf diesem Wege meine Erfahrungen teilen.
Die Anlage wird im Sommer zum kühlen benutzt, wenn die PV Anlage Strom dazu liefert.
Im Winter oder in der Übergangszeit zum Heizen, wenn mal Strom vom Dach kommt.
Ich habe eigentlich eine Dikin Anlage favorisiert, aber mein Klimamensch hat mich auf LG gebracht und ich hab mich darauf eingelassen.
Ich bin Grundsätzlich mit der Kühlfunktion sehr zufrieden.
Die Heizfunktion lässt öfters mal zu wünschen übrig.
Das hier beschriebene Verhalten mit Ölrückhollauf kann ich ebenso bestätigen.
Was ich extrem komisch finde, ist das aufhängen oder einfrieren der Regelung. Sprich bei eingestellter Solltemperatur von 26°C läuft die Anlage einmal kurz auf maximal Leistung und bleibt dann bei knapp 500W el. Leistung für längere Zeit, meist bis zum nächsten Ölrückhollauf stehen bleibt, obwohl die Isttemperatur weit unter der Solltemperatur liegt. Das Verhalten ist nicht immer und meist nicht genau an Äußeren Einflussfaktoren fest zu machen oder einzugrenzen. (Es läuft in diesem Fall nur das große Innengerät)
Hat jemand ein ähnliches Verhalten beobachtet?
Messen des Verbrauchs erfolgt bei mir mit einem Shelly (über iobroker und Grafana). Eine Automatisation über iobroker habe ich zwar mal geplant aber noch nicht realisiert, auch wegen der Angst sinnlos zu takten. Was auch gut wäre, wenn nan der Anlage Leistungswerte vorgeben könnte Müsste man aber wahrscheinlich über die Temperaturen realisieren.
Viele Grüße
Ich wäre vorsichtig mit solchen starken Soll-Ist Differenzen. Da neigen so einige Anlagen dann dazu, Unsinn zu machen. Ich hab mir angewöhnt, Soll immer nur 1-2 Grad über Ist zu stellen und erst, wenn die Temperatur erreicht ist, mal 1 Grad höher zu stellen.
Wir haben die MU3R19 und bei uns läuft die Anlage am besten bei Zieltemperaturen bis max 23 Grad, besser darunter. Dann zieht sie zwischen 350W und 700W und moduliert bei der Leistungsaufnahmr nach unten, je näher sie an der Zieltemperatur ist. Alles darüber, also ab 24 Grad Zieltemperatur, führt zu einer sehr hohen Leistungsaufnahme und die Anlage taktet. Dann ist sie zum Heizen für mich nicht zu gebrauchen. Ist ein etwas anderes Verhalten als bei dir, aber auch nicht so, wie es meiner Meinung nach sein sollte.
Genau dieses Verhalten der LG-Anlage habe ich inzwischen auch beobachtet.
Meine frühere Vorstellung, eine nicht erreichbare hohe Zieltemperatur einzustellen, um das Maximum an Leistung der Splitklima rauszuholen, hat sich auf Dauer nicht bewährt.
Ich habe jetzt beide Innengeräte auf 22°C gestellt und damit läuft die Anlage mit weniger Takten und moduliert meistens zwischen ca. 400 und 600W.
Ich werde nie begreifen, warum man bei allen Herstellern mit einer nicht durchschaubaren automatischen Regelung leben muss. Es wäre doch sicher sehr einfach, feste Verbrauchsstufen einstellbar zu machen. So wie es bei jedem Heizlüfter Stufe I, II und III gibt.
Aber ich bin nur Laie, kein Techniker.