Leistungsreduktion bei Verschattung trotz Bypass Dioden

Ein Hinweis noch zum Titel des Fadens. Bypassdioden haben nicht den ursachlichen Zweck, der betrieb bei Verschattung zu vereinfachen: sie haben den zweck, Zerstörung von Panels/Zellen bei Verschattung zu verhindern.
Im Ergebnis muss dann der WR einen neuen mpp suche, der dank der Bypassdioden ohne Zerstörungsgefahr zulässig ist.
Der Titel ist daher irreführend.

Ja normalerweise solle das schon alleine funktionieren. Die Idee wäre den MPPT Suchalgorithmus dahingehend zu bewegen mal in einem ganz anderen Bereich zu suchen.
Mir fehlt nur grade die Sonne

Das ist leider nicht möglich, ich komme an die Stecker nur noch ran wenn ich alle Module abmontiere. Aber solange beide Reihen in der Sonne sind ist die Leistung schon in einem Bereich der plausibel ist. Daher würde ich davon ausgehen, dass beide Reihen funktionieren

ok. anderer Vorschlag. kannst du ein paar panels abdecken, nacheinander, um zu schauen ob der wandler dann folgen kann ?

das habe ich vor einiger Zeit schonmal versucht. Wenn ich einzelne Panels abdecke, funktioniert das tracking schon. D.h es fehlt nur die Leistung eines Moduls. Die Spannung habe ich damals leider nicht beobachtet.

Guten Abend,
heute konnte ich ein paar Versuche mit der DC Spannung durchführen.
Fazit:
Bei geringer Verschattung der 1. Modulreihe (ca. 5%) halbiert sich nach wie vor die Leistung fast. Eine Reduktion der Stringspannung bewirkt nichts positives, sondern verschlechtert das Ergebnis

Bei Verschattung der 1. Modulreihe um ca 50% hatte ich bisher nur noch rund 25% der Leistung.
Eine Reduktion der Stringspannung um ca. 50% bewirkt hier allerdings positives. Die Leistung verdoppelt sich fast wieder. Anschließend habe ich den Dynamic Peak Manager wieder aktiviert und er hat das tracking in dem Bereich um 250V fortgesetzt. Allerdings nur solange bis es bewölkt wurde. Dann wechselt der MPPT wieder auf 500V.

Die These scheint somit erstmal bestätigt zu sein

Hat jemand einen Tipp wie das zu verbessern ist?

Mfg
DC Spannungsreduktion.pdf (456,0 KB)

Kannst mal prüfen, ob du die 2 Reihen parallel schalten kannst. Im Datenblatt steht, dass MPPT1 25A kann. Dann würde Parallelschaltung gehen. Das könnte eine gute Optimierung sein. Allerdings bist du dann schon sehr weit unten, was die Spannung angeht.

Beides steht schon oben.

Ok, eine neue idee, dreh die verschatteten um 90 Grad.

Mein MPTT1 ist leider bereits von einer Parallelschaltung belegt. Da sind 2 Modulreihen mit unterschiedlicher Ausrichtung angeschlossen. Sonst wäre das natürlich die beste Lösung gewesen.

deinen Tip zum Messen einzelner Reihen habe ich noch nicht ganz verstanden. Ich gehe davon aus, dass die beiden Reihen einzeln einwandfrei funktionieren. Warum auch nicht?

Die Module quer legen ist natürlich auch noch eine Option, aber dazu müsste ich mein Garagendach neu konstruieren :thinking:

Ich werde da wohl auf Software Verbesserungsmaßnahmen von Fronius warten müssen...
Bis dahin kann ich mich ja als manueller MPPT betätigen :grinning_face:

Um welche Zeiträume geht es eigentlich, was die Verschattung angeht? Das wäre ja wichtig, um zu wissen, wie relevant das überhaupt ist.

Niemand hat gesagt, dass sie nicht funktionieren. Du hast ein verschattungsproblem.
Der Vorschlag war, nur die unverschattete Reihe an den wandler anzuschließen, um zu schauen ob der Wandler dann noch ordentlich arbeitet, aus den obigen Beiträgen war nicht zu entnehmen ob der wr mit dieser niedrigen Spannung über haupt klarkommt.

Es geht nur um die verschattete Reihe.
Wenn man die kante eines moduls abschattet, macht es einen Unterschied welche kante das ist.
In deinem fall fallt das modul mit der verschattung der ersten zellreihen komplett aus.
Drehst du es um 90 Grad, fällt dabei nur ein drittel aus.
Dann könnte das Schattenmanagement des wr eventuell mitkommen.
Wenn du meine Ratschläge nicht verstehst, Frage nach. Sonst kann ich mir die Mühe auch schenken.

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Ich nehme an, dass der Symo WR auch mit Firmware arbeitet. Von Deye weiß ich, dass es neue FW-Versionen mit globalem MPPT gibt, so dass auch ein MPP mit deutlich tieferer Spannung, aber eben global höchster Leistung gefunden wird / werden kann. Einige beklagen sich aber, dass über eine bestimmte Zeit durch den globalen Scan die Leistung sehr einbricht, glaube alle 15 min. im Standard. Je nach Verschattungssituation sind 15 min. aber schon recht lang, meine ich. Wie schnell der Gesamtscan läuft hängt vermutlich von Hard- und Software ab und kann recht unterschiedlich sein, typischerweise aber nur wenige Sekunden (meine ich?).

Ah ok jetzt verstehe ich die Überlegung. Die Stringspannung einer Reihe liegt bei 250V und sollte kein Problem für den WR sein. Ich betreibe am gleichen WR einen anderen String mit 250V und hab da kein Problem

Verschattung bei quer liegenden Modulen hab ich auch verstanden. Ich wäre da auch zuversichtlich dass das hilft, allerdings kann ich das aufgrund der Dachgeometrie leider nicht realisieren

klingt sinnvoll, daher verstehe ich nicht warum die Fronius Strategie keinen globalen scan vorsieht.
Einmal kurz manuell die Spannung reduzieren und den MPTT wieder aktivieren hilft. Dann bleibt der Fronius auch bei dem lokalen Maximum stehen. Anscheinend gibt er sich schnell mit einem Maximum zufrieden und sucht anschließend nicht weiter nach einem ggf. besseren Maximum