geht mit KI einfach schneller und ist auch noch übersichtlicher. Muss ja nicht jeder verwenden oder den Sinn dahinter erkennen
Warum maximum 16 Panels. Gehst du davon aus, es werden -17,31 °C (entspricht dann 1000 V bei 17 Modulen) erreicht? Wobei das auch alles nur theoretische Werte sind, da in der Realität die Module Fertigungstoleranzen unterliegen.
Schaltet sich der Wechselrichter bei mehr als 1000 V einfach ab?
Bedingt. Um die Spannung zu erreichen, müssen die Module natürlich die niedrige Temperatur haben und es muss eine Einstrahlung von 1000W/m² auf die Modulebene vorhanden sein. In Kombination ist die niedrige Temperatur fast unmöglich. Und der Wechselrichter darf natürlich keinen Strom aufnehmen. Das ist bei Stromausfall möglich.
Die Frage mit der Leerlaufspannung kommt so oft auf, da will ich mal eine Excel Datei teilen, die ich für meine persönliche Berechnung erstellt habe.
Die gelben Felder sind für die Eingaben aus den Datenblättern und die Zieltemperatur.
Laut KI gab es die letzte 20 Jahr ca. 10-12 Tage unter -15°C und nur 8 Tage. Ich denke ich werde das Risiko einfach eingehen und möchte mich für eure Antworten bedanken.
Mittlerweile weiß ich auch, dass ich dann auf den WR keine Garantie hätte, sollte die 1000 V Grenze mal geknackt werden, allerdings explodiert der WR auch nicht gleich, sollten 1010 V anliegen.
Der Mehrertrag aus dem einen Panel beträgt in 20 Jahren ca. 600€, ein neuer Fronius Verto 15 WR kostet ca. 3000€ oder die Reparatur.
Der Verto hat laut Datenblatt drei MPPTs und kann pro MPPT zwei Strings aufnehmen.
Wäre es da nicht sinnvoller zwei Strings mit jeweils 9 bzw. 8 Panels zu bauen und jedes Risiko zu meiden?
Ich schätze das Risiko auch als sehr gering ein. Es braucht ja nicht nur tiefe Temperaturen und helles Tageslicht, nein es muss auch just an so einem Tag zu einem Stromausfall, oder einer anderen Fehlfunktion kommen, welche den WR veranlasst die Anlage auf Leerlaufspannung zu fahren, sprich die Produktion einzustellen.
Im ganz normalen Betrieb ist nie ein Wert nahe der Leerlaufspannung zu erwarten.
Leerlauf ist immer dann zu erwarten, wenn der Eigenverbrauch geringer ist als die Erzeugung, gleichzeitig eine etwaige Batterie voll ist und eine inteligente Regelung Nulleinspeisung versucht (wenn Einspeisen bald Geld kostet).
Klares Wetter und tiefere Temperaturen hatten wir gerade in den letzten Tagen.
Die Lebensdauer von Bauteilen ist direkt abhängig von dem Abstand zu den Grenzwerten im Datenblatt (MIL317).
Du willst ja 2 Strings bauen. Führ die Anschlüsse von (mindestens) 2 Modulen getrennt von den Strings unter das Dach. Dann kannst Du nachträglich ändern und messen ohne dass Du nochmal auf das Dach musst (mit Gerüst u.s.w.). Auch ist es klug, die Strings noch einmal aufzuteilen z.B. 4 x 8 Module und erst unter dem Dach jeweils in Reihe zu schalten. Das kann nützlich sein, wenn man Fehler suchen muss oder mal einen neuen Wechselrichter braucht.
Ich habe alle Module einzeln oder paarweise unter das Dach geführt, damit ich verschiedene Konfigurationen testen kann.
Da gibt es schon viele Ursachen. Sicherung AC fliegt, kurzzeitiger Netzausfall (ein “Nicker” reicht) Überspanng im Netz, Frequenz steigt, Flugzeugschatten, oder einfach das Schattenmanagement des Wandlers.
Außerdem müsst ihr euch mal klar machen, was ihr da tut.
Nehmen wir mal mechanische Festigkeit. Die höchste Sicherheit, die man da einbaut, ist mkn beim Tragseil von Seilbahnen. 8 fach, oder nur 12 % der vorhandenen Festigkeit werden benutzt. wenn ich mich richtig erinnere:
Bei Flugzeugen 30 % (aber mit sehr großzügigen (Lastannahmen)
Bei Bergsteigerseilen 30 % (+ Rettingsseil)
In der Raumfahrt 70 % ( mit unfassbar detaillierter Qualitatskontrolle)
Und ihr diskutiert darüber ob 105 % noch gehen oder ob 95% reichen.
Natürlich ist die Konsequenz des Schadensfalls geringer: einen neuen Wandler kann man sich leisten.
Bei den tiefen Temperaturen ist Kaiserwetter angesagt und oftmals sind die zwischen den Feiertagen (wie dieses Jahr).
Da darfst du damit rechnen, dass die Spannung (mangels Verbraucher) auf 253V steigt und der WR automatisch abschaltet. Oder der Netzbetreiber stellt deine PV per Steuerbox auf 0% (Pflicht ab >2kWp)
Ich halte die realtistische Gefahr auch für sehr überschaubar. Hängt ein bischen davon ab, wo du genau wohnst. Am Alpenrand sind solche Temperaturen natürlich eher mal möglich, in der Kölner Bucht oder Freiburger Raum weniger. Ab -15 Grad würde ich die PV-Leitungen einfach per Schalter/LSS trennen (Nachts, ohne Last!) und warten bis die Temp. wieder steigen. Wenn man das vergisst: hoffen und bangen!
Der Anwendungsfall schließt natürlich eine spannungsseitige Überbelegung aus, da bin ich voll bei dir.
Aber ansonsten bleibe ich dabei, die kleine Überbelegung um die es hier geht halte ich für beherrschbar, sofern man natürlich bereit ist auf Garantie zu verzichten.
Ich hatte bei mir auch schon mal überlegt zwei Strings zusammenzulegen und dazu die Spannung beobachtet. Rein Rechnerisch wären hier auch Spannungen von um die 1090Volt möglich. Im Realbetrieb ging aber in den letzten Jahren noch nie die Aussentemperatur am Tage unter -10°C und die Betriebsspannung liegt auch bei grosser Kälte in Spitzen nicht höher als 650+320V = 970V.
Ich habe es aber trotzdem gelassen, weil man weiss ja nie und mir ist Garantie/Lebensdauer dann doch wichtiger, als ein klein wenig verbessertes Schattenmanagment