Warum ich 17 Module lieber in Reihe statt 8/9 parallel schalte: Schattenresistenz.
Mein Wechselrichter braucht mindestens 150 V Startspannung. Im 17er-String habe ich genug Puffer, dass selbst bei 13 verschatteten Modulen die restlichen 4 den Betrieb aufrechterhalten. Würde ich parallel schalten, bricht das System schon zusammen, sobald pro String mehr als 4 Module im Schatten liegen. Gerade bei meiner Situation mit dem Schattenwurf des Nachbarhauses im Winter ist der lange String die deutlich ertragreichere Wahl, mit dem Risiko bei unter - 15 °C über die 1000 V zu kommen.
Wie hier schon geschrieben wurde, kann man den WR dann auch einfach ausschalten oder die Module separat abschalten (DC-Lasttrennschalter), was sogar die schönere Variante wäre.
Ein verschattetes Modul, oder genauer ein verschattetes Drittelfeld eines Modul liefert nicht null, sondern knapp 20 %.
Nehmen wir selbst deine komplett verschatteten 13 Panel an, so kann man eine Rechnung aufmachen: 17 mal 20 % sind auch 340 % . Ist nicht ganz die Leistung der 4 panels, aber immerhin.
(Bei 12 plus 4 hättest du also noch die Leistung von …. 3 Panels. Und selbst bei ALLES verschattet hast du noch die 14 mal 20 %. Und das ohne Überspannungsrisiko)
Ist die Zahl der verschatteten Panels so hoch, dass der Mpp der verbleibenden voll bestrahlten Panels unter der Startspannung des Wandlers liegt, so findet das Schattenmanagement diesen Punkt garnicht…. Und macht Betrieb mit den 17 panels mal Strom der verschatteten Module.
Die GesamtSpannung ist dabei (4 verbleibende voll bestrahlte) dabei ist sogar höher als der normale Mpp. Um…. meine BioKi sagt nach 4 s: 30 Volt.
Also, was ich sagen will: deine Idee, möglichst viele Panels drin zu haben ist ja nicht grundsätzlich falsch. Aber es gibt reichlich weitere Denkweisen, die alle davon abhängen, ob sie in deinem Einzelfall greifen oder nicht.
Und was ich auch damit sage will, mit allem Respekt: die wirkliche Optimierung hängt von vielen Details ab und erfordert richtig viel Detailwissen deiner Anlage.
Im Zweifelsfall würde es ja schon reichen nur ein Modul bei sehr tiefen Temperaturen durch eine Brücke aus dem String rauszunehmen, die restlichen 16 wären ja für den WR ungefährlich.
Aus Bequemlichkeit würde ich per DC-Lasttrennschalter einfach den kompletten String ausschalten, da ich keine Lust hätte das eine Modul auf dem Dach umzuschalten.
Ist doch nur die Plus und Minus Leitung von dem abzuschaltenden Modul zusätzlich in den Technikraum und dort im GAK mit der Brücke und dem langen String verdrahtet.
Dann macht es auch nicht so viel aus, wenn man mal vergisst, das Einzelmodul wieder zuzuschalten.
Ich tendiere klar zum langen String, um dem Schattenmanagement maximale Flexibilität zu geben. Je höher die Spannungsreserve, desto länger bleibt der String aktiv. Bezüglich der Leerlaufspannung bei extremer Kälte (unter -15 °C): Wäre es nicht eine Option, den String an den wenigen Tagen mit zweistelligen Minustemperaturen morgens einfach manuell/automatisch wegzuschalten?
Die kritischen 1.000 V werden ja nur im Moment des Sonnenaufgangs bei extremer Kälte erreicht. Sobald die Module Licht aufnehmen, erwärmen sie sich ohnehin leicht, wodurch die Spannung sinkt. Übersehe ich hier einen Denkfehler, oder ist dieser 'Winter-Puffer' durch kurzes Abschalten ein gangbarer Weg für mehr Jahresertrag?
Noch ne Idee, vielleicht noch günstiger, als die Lösung mit der Brücke und Sicherheitsschaltung.
Bleib bei dem 16er String für den Fronius und häng das einzelne Panel an einen 400er oder 500er µWR für 60€ oder 90€, dann produziert das Panel die ganze Zeit und der Fronius ist ungefährdet.
Gleichzeitig hast du ein "Messpanel" für die Sonneneinstrahlung.
Dann werde ich es scheinbar nicht verstanden haben.
Liefern voll verschattete PV-Module immer min. 20 % der peak-Leistung?
Dank auslesbarer Wetterstation auf meinem Dach (leider erst 11/2025 installiert), waren es bei uns am 11.01.2026 um 22 Uhr exakt -14 Grad. Einen kälteren Moment gab es hier nicht.
Allerdings schaut die Statistik der letzten 20 Jahre nicht ganz so entspannt aus mit 21x unter -15°C (die Wetterstation mit diesen Archivdaten ist im Schnitt 2 Kelvin wärmer als mein Standort)
"Das ist ein spannender Ansatz für die Grundlast; ich werde das mit meinem Installateur besprechen.
Parallel überlege ich, die Belegung zu optimieren: Ein Modul von Süd nach Nord zu verschieben (dann 10 statt 9 auf Nord), um das Layout der Südseite (16° Neigung) besser an die winterliche Verschattung durch das Nachbarhaus anzupassen.
Neu: 6 Module quer direkt am First / 10 Module hochkant darunter.
Hintergrund: Da der Schatten des Nachbarhauses im Winter langsam vom First her weicht, verspreche ich mir von der horizontalen (quer) Montage der obersten Reihe eine bessere Performance im Winter und nur wenig Nachteile im Sommer. So erreichen die Bypass-Dioden bei Teilverschattung schneller die notwendige String-Spannung. Bei 6 Modulen in der Sonne käme ich selbst bei Teilverschattung der unteren Zellreihen (Sonne somit auf den oberen 2/3 der Module = 6 x (45 V / 3) = 6 x 30V = 180 V) noch über die Startspannung des Fronius Verto (150 V), während das bei Hochkant-Montage nicht möglich ist.
Bei 1/3 Sonne sind es dann aber nur 90 V und da wird der Fronius leider nicht starten.
Die Module haben selbst bei Streulicht ab Sonnenaufgang, auch im Winter (natürlich ohne Schneebelag) meist schon 80-90% der Leerlaufspannung, der WR wird also wach.
Die Frage ist nur, wieviel Leistung er aus dem bisschen Licht produzieren kann.
Die Bypassdioden sind zu der Zeit auch noch nicht gefragt, da fast kein Strom fliesst.
Auch wenn nur ein Modul volle Sonne hat und die anderen im Schatten liegen, kann sich das einzelne Modul nicht so durchsetzen, das es alle anderen Bypassdioden zum Leiten bringt.
(Warum das so ist, müssen dir andere erklären, ich arbeite mich auch erst in die Materie ein.)
Es hängt wahrscheinlich mit dem Gesamtstrom über alle Panels zusammen, aber genua weiss ich es noch nicht.
Meine Strings produzieren auch bei Verschattung und wenn alle Module verschattet sind, ist die Stringspannung auch wieder hoch, weil alle Bypassdioden nichts tun müssen, da der Strom wieder gering ist.
In aller Eile: nein, natürlich nicht, das ist keine Konstante, sondern ein Daumenwert.
Stichwort: abschattung ist nicht das gleiche wie abdunkeln. Gibts hier einen lange diskussion,ca 2 jahre alt google such hier im board müsste es funden.
Ursache: Streulicht (von Eclipse gerade erwähnt) und Globalstrahlung. Die werden ja beim Abschatten nicht unterbrochen.
Das kann auch mal nur 10 % sein, aber auch mehr als 20%: das berühmte wolkenloch mit Sonne bei ganz dünner Bewölkung, mit der Leute bis zu 140 % der Nominellen Wp als Leistung gesehen haben
Stell dir vor, zehn leute stehen ubereinander, Füsse auf Kopf. Denk dirvderen eigengewicht weg. Oben packt man gewicht drauf.
Alle tragen also das gleiche gewicht. Das von oben. Jetzt wird einer mude, und kanndas gewicht nicht mehr tragen. Die fusse des obermans fallen an dem Müden vorbei (durch ihn hindurch), bis sie den kopf des nachsten Untermanns erreichen …und an dem auch vorbeifallen. Der müde trägt nicht mehr, sondern wird in die Länge gezogen.
Die bypassdiode ist eine Plattform am kopf des untermanns vom Müden, der die füsse des obermanns auffängt.
Dazu folgendes:
Ich habe gerade mal einen Screen von 2 Trina (wie deine, nur 435 statt 455 W) an einem Hoymiles WR gemacht, um das mit der (Start)-Spannung mal zu verdeutlichen.
Hier ist es noch duster… noch keine Sonne zu sehen, nicht im geringsten. Nur diffuse Helligkeit - aber nichts auch nur annähernd helles, sonniges, energiereiches…
die Module liefern aber trotzdem schon 40V. Natürlich keine Leistung, woher auch - aber die Startspannung von 150V deines WR wird damit schon mit 4-5 Zellen erreicht, bevor die Module überhaupt energiereiche Sonnenstrahlen direkt abbekommen.
2 in Reihe geschaltete Module an einem Victron Laderegler zeigen auch schon 79V, da sieht es also genauso aus. Bei 10+ Modulen kannst Du dir den Rest ja ausrechnen…
Deine ganze Rechnerei und Optimiererei ob nun 16 oder 17 Module ist völlig obsolet.
Das soll wirklich nur mal einen realen Blick auf das Ganze bringen und keine negative Kritik sein. Wir neigen oft dazu, uns Dinge schönzureden / schönzurechnen, um nicht von unseren Vorstellungen “weg zu müssen”, aber manchmal sollte man auch einen Blick und ein wenig Vertrauen auf die Erfahrung anderer werfen
Was genau möchtest du mir damit sagen? Das Module auch im Schatten (Schatten vom Nachbarhaus?) Strom erzeugen können oder das die Bypassdioden unnützt sind?
Puh... deinem Bsp. konnte ich tatsächlich nicht folgen, wobei mein zitierter Text scheinbar auch missverständlich war.
So schauen doch Module mit Bypass Dioden aus:
Liegt ich mit meiner Theorie wirklich falsch, also mit meiner Rechnung?
Die TSM-455NEG9R.28 haben 45 V an Nennspannung. Wenn 6 Module zu 2/3 beschienen werden schaut die Rechnung so aus 6 x (45 V * 2/3) = 6 x 30V = 180 V
Somit sollte dann dieser 16er String auf meiner Südseite mit 6 zu 2/3 beschienenen PV-Modulen auch im Winter Strom erzeugen, oder rechne ich mir das tatsächlich schön?
Genau darum ging es ursprünglich: Die Leerlaufspannung liegt schon vor Sonnenaufgang an. Bei 17 PV-Modulen und Temperaturen unter –17 °C würde die 1000-V-Grenze des Wechselrichters überschritten – was weder gesund für das Gerät ist, noch mit der Garantie vereinbar wäre. Deshalb die ganze Rechnerei, wie man diese 1000 V im strengen Winter zuverlässig vermeiden kann. Die Frage war ja, wie man genau das vermeiden kann, weil es die letzten 20 Jahre auch in meiner Region mehrfach kälter als -17 °C war.
Das Problem bist, dass deine Module nicht so aussehen. Du hast Halbzellenpanels. Das heisst, dein panel ist als zwei gleiche halften , Liegend links und rechts, aufgebaut. Du siehst die Trennung in der Mitte.
Jetzt kommt es darauf an, ob diese Halb panels genauso aufgebaut sind wie dein bild: drei ubereinander liegende Drittelfelder.
Wenn die felder genauso liegen wie im oberen bild- ubereinander- rechnest du richtig.
Genau . Und solange der Wandler keinen Strom zieht, liegt auch von den “verschatteten” Feldern die volle Spannung an. Weil Streulicht und Globalstrahlung dafür reicht.
Ich wollte dir nur dei Befürchtung nehmen, dass die Module den WR nicht aufwecken können.
Auch die Suche nach dem MPPT wird die Spannung nicht soweit abfallen lassen, dass der WR am hellichten Tag "einschläft".
Genau das habe ich gemeint, da ist viel Spannung auch bei wenig Licht und der WR wird wach.