Beim Drehmo wäre ich mir da nicht so sicher. Es gibt ja 2 Dichtstellen, einmal zwischen Rohr und der Messinghülse. Die wird unkritisch ohne Drehmo dicht zu bekommen sein. Aber dann hat man ja die Dichtfläche zwischen SAE-Stutzen und Messinghülse, die wie ein gewöhnlicher Bördel funktioniert. Und die wird nur dicht, wenn das Drehmoment stimmt.
@ulli genau, einfach so ein Teil wie das hier: KS Tools 105.2000 Innen- und Außen-Entgrater, Kunststoff, 3-42mm : Amazon.de: Baumarkt
@win ein Drehmo ist für die Verwendung nicht vorgesehen, man spürt auch ohne Markierung und mitzählen sofort, wenn man nach 1 und 3/4 Umdrehungen auf den Widerstand kommt. Die Verbindung ist wiederverwendbar.
Hier die Anleitung: Montageanleitung_Armacell_SAE.pdf
@eupesco solch einen Entgrater benutze ich auch, da tut sich bei mir nichts an der Verjüngung des Rohrdurchmessers durch den Rohrschneider. Oder hast Du gesägt, dann hast Du ja auch keine Verjüngung. Ich meinte solch einen Entgrater Rohrentgrater. Hätte ich gleich einen Link nehmen sollen.
Dieser Widerstand sagt doch aber nur, dass die Verformung zwischen Rohr und Messingbuchse abgeschlossen ist. Mir geht es um die Kontaktfläche Bördelstutzen am Außengerät und Bördel. Der Bördel ist hier das Ende der Messingbuchse. Und auf diese Kontaktfläche braucht es ein recht hohes Drehmoment, damit es dicht wird. Wie soll das ohne Drehmomentschlüssel sichergestellt werden? Man muss ja in dem Moment, wo man den deutlichen Widerstand spürt, noch ein ordentliches Drehmoment einwirken lassen.
Ich bin nicht sicher, ob ich Dich richtig verstehe. Meinst Du mit Messingbuchse das Röhrchen, also die Stützhülse von dem flare fittigng, die innen ins Rohr gesteckt wird? Zwischen Bördelstutzen und dem Rohr mit Stützhülse ist noch der Klemmring aus Kupfer. Das soll dann nach 7/4 Umdrehungen so dicht sein. Ich hab aber auch noch etwas Kraft am Widerstand darauf gegeben. Im Grunde sind die 7/4 Umdrehungen ja schon der Verformprozess, wo das Material gestaucht wird. Geschätzte 10 - 20 Nm sind das dann auch schon.
Junkers-Bosch, Vailant, Wolf, Bruderus nehmen das System und preisen es als Ersatz zum Löten für ihre Luft-Luft- und Luft-Wasser Wärmepumpen an. Alle kreieren eigene Artikelnummern und teilweise andere Bezeichnungen dafür, aber es ist immer das Armacell System im Zoll Format für 0,8 mm und als metrisches Format für 1 mm Wandstärke. Also Vorsicht, funktioniert nicht bei zölligem Rohr und 1 mm Wandstärke.
Ja genau, den meine ich, habs jetzt auch auf dem Bild gesehen:
Auf dem Bild wirkt es aber wie Messing und nicht wie Kupfer. Aber egal, die Kontaktfläche Bördelstutzen und Klemmring muss dicht werden und dafür braucht es ein definiertes Drehmoment. Nun könnte es natürlich sein, wie du schreibst, dass die Umformkräfte, die man hat, bis der harte Widerstand kommt, schon so groß sind, dass das mit dem Drehmoment passt. Also so ähnlich, wie du es geschrieben hast. Dann wäre alles ok, auch ohne Drehmomentschlüssel.
Das Ursprungssystem kommt glaube ich von Serto.
Hier sieht man auch schön die Umformung, wo Stützhülse, Klemmring und Rohr dicht miteinander verbunden werden (Einschnürung).
Ja, es sieht ganz so aus, als hätte Serto das Dichtsystem entwickelt. Die Bedienungsanleitung von Serto beinhaltet noch eine Einschränkung +- 0,1 mm bei der Materialdicke, die bei Armacell nicht erwähnt wird. Ich hab mir wieder ein ca. 2 m Stück Rohr auf Kleinanzeigen gekauft. Letztes Mal war es von Armacell und iO, jetzt ist es von Entasplit bzw. Entalpia und die Wandstärke nur 0,6 bzw. 0,5 mm. Mal sehen, ob es dicht wird.
Ich hatte letzte Woche schon Verschraubungen 2 x 10 Stück bei Heizungsdiskount24 bestellt, die bekommen die 3/8" aber nicht geliefert, Status immer noch bei 5 - 12 Tagen, bei anderen Lieferanten ähnlich. Bei Anbietern mit Mondpreisen bekommt man es natürlich noch.
In Italien wird auch wohl gern dieses System genommen, ist auch ein Italienischer Hersteller mit W am Anfang. Das ist ohne Stützhülse und eignet sich für 0,8 und 1 mm Wandstärke. Ich hatte mir vor einigen Wochen mal die Montageanleitung durchgelesen. Ist aber nicht bei Rohrwandabweichungen unter 0,8 mm zu verwenden.
Werde die Armacell Verschraubung nach der Montage wieder lösen, überprüfen und erneut mit mind. 1/4 Umdrehung anziehen. Dann wird es wohl dicht sein, ansonsten doch noch Bördeln. Ich sehe das sportlich und herausfordernd. Im schlimmsten Fall neues Rohr.
Ich habe es oben in meinem Beitrag vom 16.09. schon geschrieben. Vergesst das Kalibrierwerkzeug, es geht auch so.
Hab heute 29.09. mit den neuen Armacell flare fittings getestet und geübt. @eupesco hat vollumfänglich recht. Das Kalabrier Tool ist nicht nötig. Es geht auch allein, mit dem Entgrater aus seinem Link vom 23.09.
Ich war beim Ablängen mit dem Rohrschneider nur zu ungeduldig und habe deshalb mit dem Schneidrad das Rohr verjüngt und musste das wieder aufgeweitet werden. Wenn man sich Zeit lässt und immer nur ein wenig nachzieht, mind. 2 Umdrehungen macht und dann wieder ein wenig nach spannt, geht es fast ohne das Rohrende zu verjüngen. Dann reicht auch beim 3/8 Zoll der Entgrater. Die Verwendung eines Körners oder Durchschlags kann noch unterstützen. Ein Hammer wird nicht mehr gebraucht. Einfach vorher ein paar Probestücke machen und mit der Innenhülse bzw. Muffe das ein- und überschieben testen.
Danke für eure Infos ?
Hallo Ulli,
Du hattest mir schon einmal bei meinem Anliegen auch mit diesem Link hier bei meinem Vorhaben weiter geholfen, unsere Anlage auf freitragenden Bolzen, so wie Du hier zu bauen. Ich habe Deinen Vorschlag mit insgesamt 6 Bolzen insg. 32 cm lang und dann 12 stark übernommen.
Die Anlage steht nun auf der Konsole. Heute gab es den ersten kleinen Wind von 22 km/h max und es waren bei Windstößen leichte Bewegungen der Anlage zu bemerken. Was hast Du für Erfahrungen bis jetzt bei Wind ? Ich meine Du hast nur ca. 2 cm Dämmung oder so ?
Gute Arbeit.
Ich hab 6 cm Dämmung. Es bewegt sich auch etwas.
Deshalb hab ich bei der Daikin nachträglich eine Strebe über Kreuz montiert. @win hat das vorgemacht. Das bringt gute Stabilität rein. Dann wackelt es nur noch in den Gummis. Das ist halt so.
Bei Deiner Halterung ist es ja besonders einfach, Du schraubst es unten drunter und fertig. Diese Regalschienen hab ich von Hornbach. Gibt es aber überall, nehme ich an.
Genial daß Du mir so schnell antwortest und nachts noch schnell ein Bild machst. Ich bin begeistert, Vielen Dank ! ! !
Deine Vorgehensweise deckt sich dann folglich genau mit dem, was mir Win vorhin dankenswerterweise geantwortet hat. Dann scheint sich das Problem ja lösen zu lassen. Ich muß jetzt nur noch schauen, daß das Diagonalen-Profil unter den Armen nicht zu stark aufträgt, da ich nur sehr wenig Höhe zwischen Gehweg und Auflagearmen habe. Da bleiben größere Personen schon fast mit dem Kopf hängen, wenn das zu tief herunter geht.
Kannst es doch auch auf die Oberseite der Arme aufschrauben, wie Ulli das gemacht hat.
Genau wie @win sagt, Du kannst die Enden der Stabistange innen jeweils vor und hinter die Gummis setzten. Die Wirkung ist die Gleiche. Du hast da ja genug Löcher da drin.
Danke Euch.
Ich hätte es dann so machen wollen:
Allerdings wollte ich aus Stabilitätsgründen eine 2-reihige Stange vewenden, da die 26mm breit ist.
Selbst eine Einreihige mit 17mm Breite würde ich aber wohl in dem Winkel nicht zwischen Konsolenschraube und Puffer bekommen. Ich bin nun am überlegen ob ich nicht doch die 2-Reihige hochkant einbaue. Platz nach oben wäre ja genug und ich könnte die 12mm tiefen Wangen als Auflagen verwenden. Dann müsste ich die Seitenwangen anbohren. Im Grunde werden wohl nur Zug- und Schubkräfte über die Stange ausgeführt. Beim Material Stahl und der Breite von 26mm müsste die das wohl abkönnen ?
Gut die Auflagestabilität ist ein Thema. Die Stange liegt dann leider nur 12mm breit auf.
Bei einer 1-Reihigen wären es bei normaler Auflage 17mm.
Du brauchst eine Diagonale und keine 90 Grad Verbindung. Nur darüber bekommst du die Stabilität rein. Schau dir Strommasten oder Krane an oder ein Ikea Ivar Regal. Überall sind es die diagonalen Streben, die zu Stabilität führen.
Oder meinst du den Zollstock, der diagonal liegt? Ich nahm jetzt an, du meinst das 90 Grad eingesetzte Stück, was mit Bindfaden fastgemacht ist.
Kannst du doch vor dem Puffer anschrauben, etwas schräg reicht, muss keine optimale Diagonale sein.
Stimmt mein Bild ist etwas irreführend. Ich wollte die Holzleiste für das Bild nicht extra entfernen. Das Teil dient zur Zeit nur noch vorübergehend als Abstandshalter, da die beiden Arme den bereits beschriebenen Zug zueinander haben.
Es ist also der Zollstock gemeint. Um die optimale Wirkung zu erzielen, dachte ich eben auch die optimalste Strecke zu wählen. Oder macht das wirklich keinen Unterschied ob ich Richtung Wand vor oder hinter dem Puffer montiere ?
Sicherlich wäre die Befestigung vor dem Puffer eine Kleinigkeit und ich könnte problemlos die 2-reihige Stange flach aufliegend verwenden. Würde ich mir da aber nicht doch Stabiltät im Verhältnis zur hier abgebildeten Anbringung nehmen ?
Ich sag mal so: Das wird auch vor dem Puffer noch sehr stabil. Und eine zweireihige Systemregalleiste ist auch etwas übertrieben, bräuchtest du nicht.
Wenn du es testen willst, zwinge es einfach mal mit 2 Schraubzwingen fest.
Wo ist denn das Problem?
Wie oben schon mit anderen Worten geschrieben, innen zwischen den Puffern. So, dass die Strebe möglichst weit diagonal an den Gummis ist. Also ein Ende der Stange nah an einem vorderen Gummi, anderes Ende der Strebe nah an einem hinteren Gummi. Und dann natürlich fest verschrauben.



