auch aus meiner Sicht ein durchaus häufiges Problem.
Man kann nur raten:
Falls möglich, so wie von Midea empfohlen, die Bördel in den Aussenbereich verlegen. Die Midea hat dazu auch extra lange Rohre am Innengerät, ich habe es bei einer 36cm Ziegelwand mit schräger Kernbohrung locker geschafft.
Ebenfalls gut sind die Geräte nach neuer Norm, z.b. Misubishi, die Sensoren zur Leckage Erkennung und odoriertes Kältemittel(öl) haben.
Letztlich kann man natürlich auch Klimas wie die Midea (ohne Sensor, odoriert weiß ich nicht?) mit Bördeln innen verbauen. Man sollte sich aber zumindest der Risiken bewusst sein.
Du kannst einen eigenen Artikel schreiben im Bereich FAQ & Anleitungen
Oder du schreibst einen Wikiartikel im Wikibereich. Vorteil hier: Da können später auch alle weiter dran mitarbeiten. Den Wikibereich findest du unter Wärme-Klimatisierung-Dämmung/Wiki. Falls du dort einen Artikel schreibst, sag mir Bescheid, damit ich den als Wiki umwandle.
Ich kann so einen Artikel dann auch in die zentrale Übersicht aufnehmen für alle Split-Klima-Artikel:
Noch eine Betrachtung zur Beschädigung der Kältemittelleitung durch Torsion.
Beim Festziehen der Bördel-Überwurfmutter mittels Drehmomentschlüssel kommt es unweigerlich zu einer Torsion in der Kältemittelleitung. Um möglichst wenig Verdrehung in die Leitung zu übertragen wird ja auch Nylog auf der Rückseite vom Bördel empfohlen (nicht auf dem Gewinde).
Das Anziehen der Verschraubung im Eingebauten Zustand mit kurzer gerade Wegstrecke kann jetzt dazu führen, dass eine Verdrehung der Leitung zu hohen Torsionsspannungen führt.
Bei mir war das lange Stück 2m lang und die Verdrehung (Verdrillung) der Leitung sehr klein.
Selbst bei 45 Verdrehung ist die entstehende Spannung noch akzeptabel.
Bei kurzen gerade Leitungslängen bis zur ersten Biegung: Erst die Verlängerungsleitung ansetzen und mit Drehmoment anziehen und dann einbauen.
Bei langen gerade Leitungslängen bis zur ersten Biegung kann auch nach Einbau mit Drehmoment angezogen werden. Ich würde aber hier mit Filzstift die Position markieren und sicherstellen, dass die Verdrehung der Leitung gering ist.
Kältemittelleitungen mit Klassifizierung gemäß EN 12735: R-220 (Zugfestigkeit: min. 220 MPa) verwenden.
Zur Zeit sind weltweit zwei Milliarden Klimaanlagen verbaut.
Und es wird erwartet, dass es bis 2050 sieben Milliarden werden könnten.
Ich vermute mal, dass die überwiegende Mehrzahl mit R32 laufen.
Und alle haben Kupferrohr und Bördel und fast alle werden im do-it-yourself montiert (vermute ich mal). Also, ganz so diffizil und empfindlich kann eine Bördel-Verbindung nicht sein.
Auch hier stellen wir uns mit unserem Perfektionismus wieder ein Bein. Aber dazu gibt es ja einen gesonderten Stream:
Wie kommst du auf so eine Aussage? Ich gehe davon aus, dass der allergrößte Anteil von Profis installiert wird.
Wie hoch die Fehlerquote wirklich ist, da gibts sehr unterschiedliche Aussagen. Gibt Profis, die behaupten, dass sie so gut wie nie eine undichte Verbindung haben. Hab aber auch schon von Untersuchungen gelesen, wo jeder 20. Bördel undicht war bei Profis. Auf jeden Fall gabs hier im Forum und auch in anderen Foren schon zahlreiche Fälle mit undichten Bördeln. Und Hauptfehlerquelle bei Split-Klima bleibt Kältemittelverlust.
Es dreht sich um die Frage "Kann ein Bördel plötzlich abreißen?" und kann es dadurch zu einem spontanen Verlust von großen Mengen Propan kommen.
Damit wird ja häufig gegen eine DIY-Selbstinstallation geredet.
Ja, es kann kleine Undichtigkeiten geben. Dafür ja Nylog und saubere und genaue Arbeit mit guter Bördelung.
Und eine kleine Undichtigkeit liegt im DIY-Risiko. Dafür kostet aber auch eine DIY-Installation nur knapp 1000€ im Vergleich zu 3500-4000€ durch Profis.
Wenn jeder 20te Bördel undicht ist, dann lohnt sich das DIY-Risiko doch bei der großen Einsparung.
Generell beobachte ich bei dem Thema wenig "konstruktive Ermunterung" zu DIY von R290-Klimaanlagen.
Generell beobachte ich, dass diese sinnvolle LLWP-Technologie in der Presse totgeschwiegen bzw. schlechtgeredet wird. Das finde ich schade, da ich hier ein Riesen Potential sehe uns bei der Energiewende schnell und mit geringen Kosten voranzubringen.
Ja klar kann das passieren, hatten wir doch weiter oben schon besprochen. Ich bin der Meinung, man sollte immer ehrlich benennen, was passieren kann.
Deshalb finde ich es wichtig, dass die Leute sich genauer anschauen, warum so etwas passieren kann und was man tun muss, damit man so eine Gefahr nahezu ausschließen kann.
Kleine Undichtigkeiten sind kein Sicherheitsrisiko, die sind nur ärgerlich, wenn man nach wenigen Monaten die Anlage schon wieder nachfüllen muss. Eine Umweltbelastung ist es bei R290 auch nicht.