ich hoffe, ihr könnt mir als Fachleute etwas weiterhelfen.
Ich habe in meinem Camper einen Victron SmartSolar MPPT 100/30 verbaut. Aktuell ist daran ein fest installiertes 100-W-Solarpanel auf dem Dach angeschlossen.
Zusätzlich würde ich gerne noch ein mobiles 100-W-Solarpanel anschließen können, damit beide Panels parallel genutzt werden können. Ziel wäre, beide Panels gleichzeitig am Regler zu betreiben.
Meine Fragen wären:
Wie schließt man ein zusätzliches mobiles Panel sinnvoll an den Regler an?
Kann man beide Panels einfach parallel betreiben?
Welche Anschlüsse, Kabel oder Sicherungen wären dafür empfehlenswert?
Gibt es etwas Wichtiges zu beachten (z. B. unterschiedliche Spannungen, Rückstromschutz usw.)?
Besonders hilfreich wäre für mich:
eine kleine Einkaufsliste mit den benötigten Teilen
und wenn möglich eine einfache Skizze oder ein Foto, wie ihr das angeschlossen habt
Ich freue mich über eure Erfahrungen und Tipps.
Vielen Dank schon mal im Voraus und viele Grüße
Frank
Von dem Solar Panel weiß ich, dass es 100 W liefert es ist oben auf das Auto aufgeklebt. Ich schau noch mal, ob ich mehr Infos finde.
Kommt darauf an was für Module genau. Ganz grob Parallel sollten die Spannungswerte gleich sein, in reihe die Stromwerte.
s.o. aber grundsätzlich ja, wenn es an und absteckbar sein soll ist parallel deutlich einfacher
Etwas das zum existieren Anschluss am Mobilen Panel passt.
siehe 1 bei nur 2 Panels parallel gleicher Leistungsklasse ist kein Rückstromschutz bzw. Sicherung von nöten. Nur allgemein sollte die Verkabelung adäquat für die Mehrbelastung sein.
Genereller Tip für Gute Antworten:
Soviel Info wie möglich präsentieren also z.B. Datenblatt des aktuellen Solarmoduls und möglicher angedachter mobiler Solarmodule und ein Foto / Skizze der aktuelle Verkabelung.
Danke erst mal für den Tipp. Ich habe mal ein Foto von dem Regler eingestellt. Und wollte eigentlich an die beiden Anschlüsse Solar noch irgendwas dran klemmen, so dass ich da ein mobiles Panel anstecken kann. Das Ganze befindet sich unter dem Beifahrersitz
Ach so die Leitungen zur Batterie hin sind mit einer 10 A Sicherung vor der Batterie abgesichert!
Ich verwende einfach einen zusätzlichen (billigen) Laderegler. Dann hast Du Redundanz. Eins von den beiden Systemen funktioniert immer, auch wenn die geklebten flexiblen Module nicht das ewige Leben haben. So waren die Bleianker in 13 Jahren nie leer. Nach 8 Jahren werden die Akkus vorsorglich getauscht und die alten puffern weitere 4 Jahre zuhause Solarstrom.
Wie oben vollkommen richtig beschrieben: am einfachsten Parallel schaltung, dann kannst du ab Laderegler dir eine Steckdose am Ort deiner Wahl anschliessen.
Parallel schaltung dann, wenn die Spannungen etwa gleich sind, bis +- 20 % funktioniert gut, bei größerem Umterschied muss man genauer hinschauen (ob es Probleme geben kann) und es gibt ein paar Prozent Verluste.
Der MPPT 100/30 verkraftet ja 100V PV-Eingang. Wenn deine 100W Module 30-40V bringen, wäre eine Serienschaltung m.E. vorzuziehen. Du erreichst dann schneller den optimalen Arbeitsbereich und brauchst keine dickeren Kabel oder Sicherung. Die Sicherung zur Batterie ist aber zu schwach, da du ja nun den doppelten Ladestrom generieren kannst. Hast Du eine 12V oder 24V Batterie? Bei 24V kommst Du mit 10A noch aus, das wären dann 240W - die leisten deine beiden Module ja nicht.
Wenn du aber immer wieder an- und abklemmen mußt, ist eine Parallelschaltung einfacher.
Danke für all die Rückmeldungen. Ich sehe viele Experten. Leider bin ich wirklich ein absoluter Bastler aber hab nicht so viel Ahnung von Strom. D.h. ich bräuchte ein Bild, auf dem ich die Verkabelung mit dem Stecker für das mobile Panel sehen kann. Meine Batterie ist eine 100 Ah 12 Vol LiFePO4. Bilder und Steckerbezeichnungen würden mir helfen. Gerne kann man das ja anders das Bildchen dran malen, dass ich mitgeschickt habe.. vielen Dank im Voraus für eure guten Ideen
Ich bin davon ausgegangen, dass ein MPPT 100/30 im Bereich seiner Nennspannung am effizientesten Arbeitet und nicht schon bei 30…50%. Vermutlich hat er bei 30-50V am Eingang auch schon einen Wirkungsgrad von 80%, aber um 90V dann evtl. 90+%.
Das ist nur eine Vermutung, aber bei vielen Schaltnetzteilen ist das genau so und auch bei den meisten WR, da gibt es immer einen ‘sweet spot’ bzgl. Eingangs- und Ausgangsspannung, Leistung etc.
@Frank: Du kennst aber schon den Unterschied von DC und AC, Plus und Minus und den Unterschied einer Parallel- oder Serienschaltung? Wenn nein, solltest Du doch erst einen kleinen Elektronik-Grundkurs belegen. Ganz kurz: bei Parallel: kommt Plus an Plus und Minus an Minus und von dort geht es dann weiter an den MPPT-Laderegler. Der Strom verdoppelt sich, Spannung bleibt gleich.
Bei Serienschaltung ist es umgekert: der Strom bleibt gleich, die Spannung veroppelt sich. Plus des 1. Moduls geht an Minus des 2. Moduls. Die beiden offenen Enden sind dann Plus und Minus der Serienschaltung und gehen an den MPPT.
Eigentlich sind Wandler am effizientesten, wenn der Unterschied zwischen eingangs- und Ausgangsspannung klein ist. Liegt an verlusten der Speicherdrossel. ( Diev"Differenz" geht durch die Speicherdrossel)
Bei kleinerer Eingangsspannung kommen etwas mehr Stromverluste dazu, aber der Speicherdrossel vorteil würde überwiegen.
Hier ist ja schon viel erklärt worden, aber das Trifft allen nicht unbedingt (fast Nie) das Optimum. Die Wahrscheinlichkeit, dass von einem Modul nur ein geringer Teil der möglichen Leistung genutzt wird ist beträchtlich. Auch ein Teilverlust des anderen Moduls ist wahrscheinlich. Der Schuss kann also nach hinten losgehen . Die einzig vernünftige Lösung, die die Energie beider Module vollständig nutzbar macht, ist die mit zwei Ladereglern.
für deine Module würde je ein Smartsolar 75/10 bis 130W oder 75/15 bis 195W dicke reichen. Die Beste Möglichkeit ist es, einen 75/10 zusätzlich einzubauen und daran alle Leitungen anzuschließen, die zur Zeit am 100/30 sind. An den 100/30 würde ich Leitungen mit 6mm² für die Batterie, abgesichert mit einer 30A Mini ANL Sicherung, anschließen. Die PV Seite würde ich mit einem duchgeschnittenen xc60 Verlängerungskabel verstehen, dass an einen MC4-XC60 Adapter verlängert werden kann. So hast du die Möglichkeit, das zweite Modul anzuschließen und die gesamte Leistung beider Module zu nutzen. Es gibt dann keine Fehlanpassungen mehr. Weiterhin hättest du die Möglichkeit ein “richtiges” 400Wp-500WpModul oder sogar eine Reihenschaltung davon anzuschließen. Eventuell besteht ja die Möglichkeit ein größeres Modul mitzuführen, dass “ambulant” aufgestellt werden kann.
Wow ihr seit alle klasse danke für die Antworten … und ich merke, ich sollte vielleicht doch einen kleinen Elektriker Kurs machen. Eine ganz andere Frage wer hat eine Idee oder kennt jemanden der hier im Raum Frankfurt mir sowas einbauen kann. Ich Trau mir das nicht so wirklich zu. Vielen Dank für eure Rückmeldung nochmals und die vielen Ratschläge.
Bei Parallelschaltung addieren sich die Ströme, es sollen die Module möglichst ähnliche Spannung haben. Sie dürfen unterschiedlichen Strom können und in verschiedene Richtungen schauen.
Bei Serienschaltung addiert sich die Spannung, es sollen die Module möglichst gleichen Strom können und müssen in die gleiche Richtung schauen. Wenn einzelne Module verschattet sind, bringt der ganze String wenig.
Deshalb ist die Parallelschaltung für Dein Vorhaben die günstigere Lösung.
Die Summe der Ströme darf den Maximalstrom des Reglers nicht überschreiten.
Eine Sicherung an der Batterie ist zwingend erforderlich, weil die Batterie rückwärts grosse Ströme liefern kann.
Eine Sicherung im Modulstromkreis löst je nach Dimensionierung immer oder nie aus, weil Solarmodule selbst den Strom begrenzen, ist also für garnichts nutz.