ich habe mich einmal neu angemeldet und hoffe auf ein wenig Beratung. Bei der jüngsten Hitzewelle ist meine Schmerzgrenze erreicht und ich denke über eine Teilklimatisierung nach. Es reicht, wenn das Wohnzimmer etwas Klimatisierung bekommt, damit man da mal etwas abkühlen kann oder mit dem Laptop im Homeoffice umzieht. AUßerdem kriegt das Wohnzimmer die meiste Sonne ab (Süd/Süd-West Ausrichtung) und und hat so den höchsten Wärmeeintrag in die Wohnung.
Zur Situation. Wir bewohnen den ersten Stock eines Einfamilienhauses quasi als Einliegerwohnung. Hauseigentümer ist der Opa, der das Erdgeschoss bewohnt. Wir sind grundsätzlich gut miteinander und auch bauliche Veränderungen z.B. Bohrung durch die Fassade ist in Ordnung.
Allerdings ist es auch sehr wahrscheinlich, dass wir hier in aufgrund von Familienzuwachs in 2 Jahren ausziehen werden.
An der Außenwand des Wohnzimmers verläuft der Balkon, sodass man recht einfach in einer ZImmerecke Innengerät und auf der Außenseite auf dem Balkon das Außengerät unterbringen könnte.
Im Idealfall kommt an die gleiche Stelle außen am Balkongeländer noch irgendwas in Richtung Balkonanlage um den Strom bereitzustellen.
Mein Ziel/meine Anforderungen:
Ich kann das Ding hier selbst einigermaßen kostengünstig installieren (ca 1000€ hätte ich jetzt mal geplant)
Das Ding muss steckdosentauglich sein, ich kann keine neue Leitung durchs Haus ziehen
Mir reicht es, wenn ich an den heißen Tagen mal einen Knopf drücke um zumindest einen Raum etwas zu kühlen. Ich brauche keine App, keine Fernsteuerung und keine Verteilung in Nachbarzimmer. Ist natürlich nett aber einfach zu “groß´” für die Zeit, die wir noch hier sind.
Ich fände es gut, wenn das Ding halbwegs leise ist, sodass man im Raum auch gut sich unterhalten kann oder eine Videokonferenz machen kann, ohne, dass es einen komplett vollrauscht.
Ich habe keinen handwerklichen Beruf gelernt, habe aber schonmal eine Wohnung komplett grundsaniert und habe auch entsprechendes Equipment um hier eine 40mm Kernborung zu machen.
Aber ich habe eben wenig Ahnung von Klimageräten und insbesondere traue ich Internetempfehlungen keinen Meter von daher freue ich mich auf direkte menschliche Empfehlungen und Hinweise.
p.S. Mir ist klar, dass die DInger vermutlich gerade vergriffen sind und ich ggf. erst nach den Hitzeperioden wieder an ein Gerät komme, das ist dann eben so.
Wenn wir ausziehen landet das Gerät vielleicht beim Opa ein Geschoss tiefer, denn auch der leidet natürlich unter der Hitze.
Hast Du dir schon mal etwas wie die Midea Porta Split angesehen?
Das passt zum Budget und ist einigermaßen easy zu installieren, natürlich irgendwo auch ein Kompromiss. Man hört natürlich gerade dass sie überall ausverkauft ist.
Mit einer 40er Kernbohrung kommt man nicht hin bei üblichen Split-Anlagen und die Anlage verbauen muß man wollen. Offiziell darf ein Teil davon nur jemand mit Kältschein durchführen. Das würde in 2 Jahren dann nochmal interessant wenn die Anlage umziehen soll, da wird eine Neubefüllung fällig.
Ja die hatte ich schon gesehn, aber
a) überall ausverkauft
b) so einen flachen Schlauch für durchs Fenster, das ist an den Stellen unpraktisch, da ich ja eigentlich durch die Wand will
c) ich las hier irgendwo im Forum die sei relativ lauf
Ich kann auch ne 50er oder 60er Kernbohrung machen, daran soll es nicht scheitern.
Wenn möglich möchte ich aber von Anlagen absehen, wo ich mit Kühlmittel hantieren muss oder rigendwas Löten/börderln etc. muss.
Ja ich habe im mittleren Bekanntenkreis einen Kältetechniker, der baut aber eher Großanlagen ist wohnt auch 50km weg.
Du hast eigentlich nur die Wahl zwischen einem portablen Gerät wie der Midea Porta Split oder eben einer fest installierten Splitklima (da sind 1000 Euro dann aber unrealistisch), für die dann der Kältetechniker ran muß. Auch der Umzug nach unten bedeutet dann neue Leitungen verlegen und ggf. Kühlmittel nachfüllen (läßt sich wohl in den Außengerät zurück"ziehen", keine Ahnung, ob das von der Menge her dann reicht), macht keinen rechten Sinn. Was soll denn in 2 Jahren mit der Wohnung oben passieren? Eine fest installierte Splitklima oben ist ja auch ein Pluspunkt bei der Vermietung. Würde eher überlegen, gleich in beiden Wohnungen eine zu installieren. Wenn der Bekannte Euch die Inbetreibnahme macht, geht das dann gleich in einem Rutsch.
Ne es wird erstmal nur hier gemacht, der Umzug war mal angedacht im Sinne von, dann wird die Anlage mehr genutzt muss aber überhaupt nicht sein. Priorität ist hier oben für 2 Jahre brauchbare Temperaturen zu erreichen.
nach uns wohnt hier keiner mehr bis irgendwann jemand das Haus vom Opa erbt und dann muss sowieso die Ölheizung raus.
Gibt es denn Splitgeräte mit Steckdosenstecker? Dachte die brauchen dann alle feste Anschlüsse und ggf. mehr als 220V?
Ich werde mal beim Bekannten anfragen, ob der sowas in Betriebnehmen könnte/würde.
Was wären denn dann Geräteempfehlungen und was muss ich da preislich einplanen?
Wenn es nur für die nächsten zwei Jahre gedacht ist, reicht ein passend dimensioniertes Gerät oft völlig aus. Es gibt durchaus Split-Klimaanlagen, die mit einer normalen 230-Volt-Steckdose laufen. Wichtiger als die maximale Leistung ist, dass das Gerät zur Raumgröße passt.
Ich hätte jetzt gedacht es ist eher die Leistung, die das ganze begrenzt. ALso der Raum ist 20qm, wenn ich die Tür zum Flur offen lasse sind da nochmal 3x5m Flur dran.
Da kann man durchaus nochmal drüber nachdenken. Fährt man insbesondere in der Übergangszeit wo oft nur kurzzeitig Wärme benötigt wird zB Abends den Raum mal flott mit einer A+++ Klimaanlage auf Wohlfühltemperatur ist das um einiges günstiger als am Heizungsventil zu drehen. Selbst mit Netzstrom zu 30 Cent je kWh. Dafür braucht man aber dann wieder eine Anlagenklasse die beim Materialpreis bei 1000€ startet. Vorherige eher nur fürs Kühlen ausgelegte Geräte fangen bei ~430€ an. Dann Rohrerei etc dann dazu, dann biste flott bei 1000€ aber ohne Klimatechniker, der wird normal auch nochmal 300-400€ nehmen, wenn er nur kontrollieren und den Füllhahn aufdrehen soll.
Allgemein ist es sicher möglich an einer Split-Klima an Schukoanschlußkabel zu verbauen. Eine Schukodose erlaubt bis zu 10A Dauerlast und das zieht zB eine 3,5kW Anlage niemals. Kann man machen, empfehlen muß man es trotzdem nicht.
Werde es demnächst wohl auch tun, weil unter der geplanten Anlage eine Steckdose ist und im renovierten Wohnzimmer das die temporär sinnigere Lösung ist als dort Schlitze zu stemmen.
Ja also es wäre durchaus denkbar, mit 30ct/kWh hier auch mal zu Heizen.
Es gibt die weitere Überlegung, am Balkon noch etwas Balkonsolar aufzustellen um das zu unterstützen. Wenn 1L Heizöl ungefähr 10kWh hat und eine Splitklima macht aus 1kWh Strom 4kWh Wärme wären das 2,5kWh oder 75ct, was günstiger sein dürfte als die letzte Heizölbestellung die lag schon jenseits von 1€/L.
Ja genau so. Ich rechne im winter zwar konservativ für die Klimaanlage mit 3,5 aber die Heizölanlage hat auch noch Verluste (10kWh holst Du aus 1L Heizöl ohne Verluste). Ich rechne dort optistimisch mit 25% Verlust durch das gesamte System.
Edit (man verzeihe mir den KI-Einsatz, aber der malt besser und schneller wie ich):
Vergiss nur fürs Heizen das BKW. Das bringt fast nix. Im Winter und wenn es Dunkel wird, also genau dann wenn Du Leistung brauchst, liefert das eh schon dünne BKW gar nüs. Im Sommer zum Kühlen, ok, aber für die Wirtschaftlichkeit rechne ich das als Goodie …. man kan nur noch gewinnen Man muß natürlich aufpassen, das Invest für 2 Jahre auch plausibel zu halten.
Nur mal als Beispiel wo etwas mit viel Eigenleistung und gutem Einkauf grob hinlaufen kann:
Ich musste kurz überlegen, wie du jetzt auf ein Blockheizkraftwerk kommst aber wir reden von Balkonkraftwerk
Ja, dass das im Winter nichts bringt ist klar, für den Sommer fürs Kühlen ist es halt nett und der Strom wird durch Homeoffice etc. sonst sicherlich auch genutzt.
Das BKW kann ich entweder mitnehmen oder es wird halt durch den Opa der Strom genutzt, das ist hier eine Hauptleitung und der Strom würde dann einfach bei ihm unten ankommen, das kann sich also auch nach mehr als 2 Jahren amortisieren. Dazu mache ich dann aber nochmal einen gesonderten Thread auf.
Besagter Bekannter hat einen Kälteschein und würde zur Abnahme auch vorbeikommen, vermute sogar er kann sich das notwendige Werkzeug aus der Firma mitnehmen.
Jetzt bleibt also die Frage welches Gerät nehme ich? Daikin scheint dein Favorit zu sein? Ich habe gelesen, dass es Geräte gibt, die am Innengerät vakuumiert sind und wo dann mit Quick-Connect das Kühlmittel im Außengerät bereits vorhanden ist und man das nicht vakuumieren muss etc.
Ist sowas sinnvoll?
Die haben mir persönlich am besten zugesagt. Da die Leistung/Features, Marktposition und der attraktive Preis über Italienimport mir gefiel. Dazu erscheint mir der Support hier im Forum 1a. Es gibt natürlich auch andere gute Geräte.
Ich hab mich gegen Quick-Connect entschieden da hier die zu findenden Gegenargumente mich überzeugt haben nicht das Gegenteil zu tun, sondern den üblichen und bewährten Standard zu nutzen. Um keinen Aufwand/ zusätzliches Risiko reinzubringen, hab ich aber fertige Anschlusssets von qualitativ gut bekannten Lieferanten gewählt. Leitungen kürzen oder Verlöten mußte ich mir nicht geben. Ich bin aber auch kein Maßstab sondern nur selbst Nutzer. Und ich lasse auch mal 5 grade sein. Ich brauche kein 3tes Studium in Klimatechnik und was sicher und gut funktioniert, ist OK für mich. Daher war für mich auch eine eher günstige Vakuum Pumpe von Amazon OK und der Klimatechniker hatte nichts zu beanstanden. Bei der Modellauswahl höre gerne noch was die Fachwelt hier sagt, da fehlen mir Details.
Reicht eine Steckdose. Kein Klimatechniker benötigt, 2 dicke Löcher nach draußen bohren und in die Steckdose stecken. Hängt innen wie ein Heizkörper. Mit nen bissl Material 1000€.
Sollen vom Hörensagen aber recht laut sein, Effizienz mal außen vor und die Bohrungen größer? Mit nem Profi an der Hand, der es auch umziehen kann, würde ich das nicht nehmen.
Wenn der wenig bis nichts kostet. Die Anlage montieren und dann nachher wieder abmontieren und woanders montieren, kommt halt darauf an.
Das von mir verlinkte ist mehr oder weniger eine stationäre “mobile” Klimaanlage für jenen Raum, den man kühlen will. Hängt an der Wand wie ne Heizung, kann auch heizen im Winter, kein Kältemittelschein etc. benötigt. Und ja, die Effizienz ist schlechter, die Lautstärke höher.
Ich denke wir sollten die Frage nach dem Umziehen der Anlage einfach weglassen. Ich hatte das am Anfang erwähnt aber eher um zu verhindern, dass alle rufen “das lohnt sich nicht einfach den Sommer durchstehen”.
Gerne hebe ich auch mein Budget mal so auf 1600± an wenn cih da am Ende noch einiges an Heizöl spare, lohnt es sich ja doppelt.
Also die Media Porta sind auf absehbare Zeit vermutlich nicht zu bekommen. Und an den beiden Aufstellorten komme ich nicht gut an ein Fenster. Das eine ist eine Festverglasung, das andere eine Balkontür, die benutzt werden soll.
Ja im Notfall würde sowas irgendwie gehen aber wenn ich jetzt schaue, dass die ATXM 1099€ kostet und jemand hilft mir da fast kostenfrei beim Einbau, dann kommen vielleicht noch 200-300€ Material dazu und die spare ich mir schon durch die Heizunterstützung im Winter.
Im Zweifel bekommt man auf Bestellung auch Scheiben, die ein Loch haben. Man kann die Scheibe dann tauschen (lassen) und die originale wieder einbauen, sobald man das Loch nicht mehr benötigt.
Ich halte die ATXM zweifellos für die bessere Variante, denke aber wie @jensdecker , dass man die ordentlich einbaut und dann auch eingebaut lässt. Ebenso würde ich da eher direkt beim “opa” auch eine einbauen - beide Anlagen können dann ja auch optimal zum heizen genutzt werden. Ob sich das bzgl. Kosten lohnt, muss man sich ausrechenen.
Ev. wird ja auch Miete gezahlt? Dann könnte man das ja ggfs. auch nach Absprache ev. tw. oder ganz gegenrechnen. Macht ja wohl keinerlei Sinn, wenn der Opa weiterhin durch die Hitze leiden soll…