Kosten versus Ertrag

Wie verhaelt sich das eigentlich mit der Nordseite 44Grad. wenn ich da 450er Panels drauf mache die mich 70Euro/st + Installationskosten.... bringt das noch was oder ist das humbug

Berechne den Jahresertrag mit pvgis. Der Rest ist einfache Mathematik.

Die Chancen stehen gut, dass es sich lohnt.

Zu wenig Infos für eine ordentliche Antwort.

Also, in einigen Fällen wird es sich gewaltig lohnen (DIY Insel hält endlich den ganzen Winter, Stromaschluß abmelden) in anderen Fällen ist es der finanzielle Supergau (nun über 30 kWp mit allen Folgen und sau hohe Installationskosten).

Und warum so teure Module für die Nordseite? Optik wichtiger als Kosten?

Ich fand 450W Module jetzt nicht so teuer. Halt an der Grenze zu teuer

Die Trina 450 - 28er fangen knapp über 50€ an.
420 JA gibt es sogar immer noch für 38€. https://www.actec-solar.de/solarmodule/palette-36x-ja-solar-photovoltaikmodul-420w-black-frame-jam54s30-420-lr_8856437_5279

Obwohl es so ausschaut als ob die Billigphase auf ihr Ende zugeht.
Viele Anbieter mit 5x € für die Trinas sind inzwischen ausverkauft.

Naja finanzieller supergau oder lohnen... irgendwas dazwischen wird es wohl werden.

Die 30kWp hab ich im Auge es werden also knapp darunter werden.

Ein erster Schuss sieht so aus: Siehe auch Vorstellungsthread m. Unten ist Sueden bzw 188°

Sind 29,7 laut solaredge aber mal sehn was die Firmen so vorschlagen. Den ein reiner DIY kommt nicht in betracht. Ich hab novh zuviel Baustellen am Haus. Aber bevor rotgruen die 19% wieder einführen...

Ich würde nur südseite machen. Das sind doch schon sehr viele Solarpanel. Wie viel günstiger wird es denn für die nordseite, wenn die auch gleich mit gemacht wird. ? Der Ertrag Nordseite ist verschwindend gering. Im 8 von 12 Monaten reicht die Südseite. Die Nordseite trägt also nur in 4 Monaten was bei, da gibts dann noch nur wenig Ertrag. Je mehr Panel schon auf der Südseite sind, desto weniger lohnt, was auf die Nordseite zu machen.
Verkäufer leben von Provisionen. Frag die. Was glaubst du was die sagen. Ja, klar, gute idee, gleich auch die Nordseite mit zu machen.
Wenn, dann würde ich erst mal nur die Südseite anfragen. Wenn der preis genannt wurde, nachschieben, was es kosten würde, wenn die nordseite auch gleich gemacht werden würde.
Das Material für PV Anlagen ist jetzt sehr günstig, noch gibt es die mehrwertsteuerbefreiung. Ob der black rock lobbyist das so lässt ?
Strom-und heizkosten werden mit den jahren einiges teurer werden, nicht zuletzt wegen dem deckmäntelchen co2 Abgabe. Eigene Stromerzeugung kann noch nicht besteuert werden. Noch kann man Handwerkerstundenlohn auch von der Steuer absetzen.

Letzteres, es ist Humbug.

45°DN und dann noch einen Kamin (?) in Firstnähe auf der Westseite.

Lass dir den Jahresertrag mit PVGIS berechnen.
Und dann würde ich in Firstnähe bleiben und Abstand zu den Hindernissen auf der Westseite halten.

Lieber noch ein paar Module an die Fassade oder im Süden auf irgendein Gebäude mit möglichst flachem Dach (Garage/ Carport/ Gartenhütte)

Ich habe u.a. 2 schattenfreie Anlagen mit je 16 Stück 450er Modulen (Trina.28).

PV1 16 Module ca. 10° nach Süd

PV2 8 Module ca. 5° Süd und weitere 8 Module 15° nach Nord.
leider 2x8 parallel verstringt, so das ich Nord nicht einzel messen kann.

Gefühlt würde man erwarten, das die 10° Süd in allen Fällen mehr kWh liefert.
Ist aber überhaupt nicht so. Bei bedecktem Himmel hab ich mich schön öfter gewundert...

Screenshot von heute 11 Uhr bei gleichmäßig bedecktem Himmel:

Kommt die Sonne allerdings raus ist es vorbei damit. Dann bringt PV2 nur rund 60% von PV1.

Fazit:
Als EEG Anlage ungeeignet. Für Eigenbedarf, im sehr oft bedeckten Winter, bringt sie genauso viel wie eine Südanlage. Genau dafür hab ich sie auch.

Bei deinen 44° Nord wird sie aber etwas weniger als meine 15° Nord abliefern.

Jupp bei bedecktem Himmel oder Winter wurde mir hier und von Bekannten auch zu Nordmodulen (nur zum auffüllen bis 29,7 kWp) geraten.
Ich sag mal so wenn Nord kann ich das eventuell auch selber legen. Aber der Vorschlag nur Südangebot und dann draufsatteln find ich gut.

Werd mal pvgis nochmals befragen.

Schau es dir mal mit pvgis an. Da hast du erhebliche Erträge und wenn du die mit 8ct/kWh vergütet bekommst, sollte sich das rechnen. Von "verschwindend gering" kann keine Rede sein.

Modulpreise sind aber nur ein Kostenfaktor, man muss wirkilch schauen, was die komplette Montage kostet und was der Aufpreis für einen größeren WR.

Das ist die frage, wie lange die einspeisevergütung noch "durchbezahlt" wird und nicht, gerade bei max ertrag, auf Null gesetzt wird. Mein misstrauen gegenüber so sachen ist viel grösser als deins.

Eigentlich ist die Frage inzwischen beantwortet…

Oliver

Ja, das ist eine Frage, die man bei der Planung berücksichtigen sollte. Ist sehr wahrscheinlich, dass sich da was ändern wird und nicht mehr jede eingespeiste kWh bezahlt wird.

Hier mal pvgis Nordseite 44 Grad pro kWp in der Mitte von Deutschland.

Sind pro Jahr ungefähr halb soviel, wie Süd.

Die Vergütung juckt doch nicht.

Die Module auf der Nordseite dienen erstmal hauptsächlich zur Steigerung des Eigenverbrauchs. Die sollen der steilen Südseite etwas unter die Arme greifen, wenn die nicht ausreichend liefern kann.
Letztendlich ein ähnlicher Gedanke wie bei O/W Anlagen mit Eigenverbrauch.

Bei der geringen Vergütung spielt eig. nur die Höhe des Eigenverbrauchs und der Endpreis pro kWp fertig montierter Modulleistung eine Rolle.

Genau aber die Vergütung bei Direktvermarktung ist ein nettes Schmankerl auch wenn da nicht der riesen Gewinn mit eingefahren wird.

Bitte daran denken: PVGIS ist NUTZLOS wenn es um die Praxis geht.

Das ist eine super Sache wenn man Sonnentage hat. Hat man die nicht, regnet es, Nebel, leichte Verschattung etc. pp. besagt PVGIS nichts und die Daten sind für die Fritten!

Sehe ich auch so, das Argument Einspeisevergütung kam von @win

Ich habe selbst 12x 440 W Solarpanel, die im winter vom Haus voll verschattet werden. Weil ich das diy machen konnte hab ich die trotzdem gemacht. Ich hab dadurch nen einblick, was Solarpanel im winter bringen.
Ab februar schaft es die sonne schon bischen übers haus, jetzt im März habe ich schon 10 kwh an einem Sonnentag. Bei mir hilft das deshalb auch mehr, als wenn es reine Nordseite ist.
Wer viele Solarpanel auf Südseite hat, der hat nur nen eigeschränkten selbstverbrauch-nutzen auf nordseite weil die südseite im sommer alles alleine abdeckt.
Man muss jeden Fall für sich betrachten. Wer das alles auch noch installieren lassen muss . . . . . . Da würde ich erst mal warten und gucken, was die grosse Südseitenanlage leistet. Die macht vielleicht im Sommer noch bischen einspeisevergütung und entlaster den Stromzukauf im Winter.

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Kann dir soweit zustimmen, allerdings ist das abwarten nur bei DIY sinvoll.
Bei Montage durch einen Solateur müssen die zusätzlichen Module direkt mit auf das Dach und zwar möglichst günstig. Nachträglich wird zu teuer.

PVGIS ist meiner Erfahrung nach ziemlich exakt.
Man muss die Werte nur richtig deuten können.

PVGIS zeigt dir den erreichbaren durchschnittlichen Monats- und Jahresertrag im mehrjährigen Schnitt ohne jegliche Verschattung der Anlage. Also letztendlich erreichbare Erträge unter Optimalbedingungen für den jeweiligen Standort. Jegliche Verschattung führt zu massiven Ertragseinbußen, daher auch der Vorschlag von mir bei den Nordmodulen Abstand von Kamin, etc zu halten und in Firstnähe zu bleiben.

Hat mit erreichbaren Tageserträgen nicht viel zu tun. Die Erträge im Dezember holt man idR nur an wenigen sonnigen Tagen vom Dach, sofern da nicht gerade Schnee auf den Modulen liegt.

An den restlichen Tagen hilft nur möglichst viel Modulleistung um überhaupt noch einige wenige kWh an Ertrag zu haben. Da geht die Spanne an Tageserträgen im Dezember dann von 0,1-3,5 kWh/kWp bei einer reinen Südanlage.

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