Konzeption für ein Mehrfamilienhaus - Elektromobilität

Liebe PV-Profis,

ich sitze gerade an der Planung von Wallboxen für ein Mehrfamilienhaus und möchte möglichst gut vorbereitet in die Gespräche mit den Elektrikern gehen.

Zur Ausgangslage:

  • PV-Anlage mit 35 kWp

  • Sungrow-Wechselrichter

  • 20 kWh Batteriespeicher

  • Wärmepumpe mit Überschussnutzung

  • Mieterstrommodell (physisch mit Wandlermessung)

  • 100 A Hausanschluss

Geplant ist eine möglichst einfache und kostengünstige Ausstattung der 15 Stellplätze. Mindestens 9 der 15 Parkplätze sollen mit Wallboxen ausgerüstet werden, idealerweise eine pro Wohnung.

Ich habe mich schon etwas bei KEBA eingelesen. So wie ich es verstanden habe, lässt sich mit P30 x-series und P30 c-series ein dynamisches Lastmanagement vergleichsweise günstig und wohl auch ohne M20 umsetzen. Mit der P40scheint es ebenfalls zu funktionieren; das wirkt auf mich nach dem neueren bzw. besseren Modell, allerdings wohl nur in Verbindung mit einem M20.

Mir ist wichtig, mit den Elektrikern nicht ganz offen, sondern mit konkreten Vorstellungen und beispielhaften Lösungsansätzen in die Planung zu gehen. Es muss nicht unbedingt KEBA sein, aber ich habe diese Wallboxen bereits im Einsatz gesehen und bislang den Eindruck, dass es sich um einen hochwertigen Hersteller handelt.

Wichtig wäre mir vor allem ein System, das nach der Einrichtung möglichst wartungsarm bzw. idealerweise praktisch wartungsfrei läuft.

Durch das Mieterstrommodell hat jede Wohnung bereits einen eigenen Zähler, an dem dann auch die jeweilige Wallbox der Wohnung angeschlossen würde. Eine zusätzliche Abrechnungslösung für die Wallboxen wäre daher aus meiner Sicht nicht erforderlich.

Habt ihr mit solchen Konstellationen Erfahrung? Welche Hersteller oder Systemlösungen würdet ihr empfehlen? Besonders interessant wären für mich praxistaugliche, möglichst einfache und stabile Lösungen für Lastmanagement in so einem Setup.

Vielen Dank schon mal!

Warum so aufwendig?

Eine blaue 16A CEE Steckdose pro Stellplatz reicht doch völlig aus um die EV über Nacht zu laden.

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  1. Es ist ein MFH. Da geht nix ohne Beschluss und Fachhandwerker.
  2. Der Hausanschluss könnte auch mit deinem Vorschlag überlastet werden.
  3. Förderung der KfW…
  4. Bei mir würden 4Kw pro Std. über Nacht an 4 von 7 Tagen nicht reichen.

Der PV-Speicher scheint mir sehr viel zu klein, besonders wenn noch Ladestationen dazukommen.

Passt Keba zu Sungrow, also können die miteinander reden?

Muss ja nicht Keba sein.

Die Größe des Speichers ist doch egal. Er ist schon da.

Naja wenn abends der erste laden anfängt und nach 1h ist der Speicher leer für die andern fängt der Streit an. Ausserdem ist der viel zu klein z.B. für peak shaving

Und jetzt?

home race: Wer als erstes am Lader hängt spart :rofl:

Wenn im Haus viele ihr eAuto jeden tag laden wollen, müßte man wenigstens die ersten 3 Abendstunden mit Batterie stützen können. Dazu mal den durchschnittlichen Gesamtverbrauch 18-22 Uhr abschätzen. Dann ist der übliche Abendpeak (duschen kochen TV abwaschen usw.) durch. Mitten in der Nacht reichen die 3x100A eh dicke aus.

Ich denke, man sollte 2 Optionen ermöglichen. 1. normale 13A Steckdose ungeregelt (3kW), oder 2. Wallbox die mit dem WR redet und runterregeln kann für Vielfahrer

Hier solltest Du mal reinschauen, die sind gut auf solche Projektanforderungen eingestellt:

Ja. Und wie? Das ist doch die Frage…

Ich vermute das du hier nicht viel Wissen dazu findest. Das ist ein spezielles Thema. Geht ja hier vor allem darum zu verhindern das die Sicherung am Haussanschluss fliegt und dann 15 Parteien im Dunkeln sitzen

Ich habe irgendwann mal einen Artikel gelesen über einen Menschen der zum Thema Lastmanagement in MFH beraten hat und dies als eine Art Hobby macht um die Elektromobilität zu fördern. Ich hab im Kopf das der Ingenieur ist und in Süddeutschland (Bayern?) lebt. Artikel hab ich aber nicht mehr gefunden. Den zu suchen und mal zu kontaktieren hielt ich für hilfreich. Evtl. findet sich einer im Forum der Hinweise da liefern kann. Ich habe versucht das zu finden aber es nicht geschafft

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Danke! Ich warte mal ab und schau was noch kommt.

Ich behaupte, der Hausanschluss ist zu klein mit 100A für 9 Wallboxen. Der normale Strom muss auch noch gewährleistet werden. Selbst mit einem guten Gleichzeitigkeitsfaktor, und der wird nicht sehr gut sien weil fast alle zur selben Zeit arbeiten fahren, wäre schon bei 5 Autos mit 16A von den 100A 80A belegt.

Ich sehe also alleine in der Konstellation keine Möglichkeit das irgendwie umzusetzen ohne den Hausanschluss aufzubohren oder parallel was nur für die E-Autos aufzubauen.

Wenn 9 Autos mit halber Leistung (5,5 Kw) laden, hätten wir dem Grunde nach genug Leistung, selbst für mich, der nachts 50-60 Kwh in die Batterie bekommen muss. Und es würden Theoretisch noch 20 Kw fürs Haus zur Verfügung stehen (was für die Nacht utopisch viel ist!).

Zudem bringt das MFH den großen Vorteil einer gemischten Bewohnerstruktur und Fahrzeugflotte. Wir haben Rentner, Bewohner ohne Fahrzeug, Schichtarbeit und 9-5 Menschen. Zudem Elektro, Hybrid, Benziner, Diesel. Ich denke, dass das ohne neuen Hausanschluss passt.

Außerdem braucht ja (fast) niemand 60 Kwh über Nacht. Wenn 1 Auto fertig ist, laden die anderen diese Leistung mit. So habe ich zumindest das dyn. Lastmanagement verstanden.

Das war ja aber gar nicht die Frage….

Geplant ist eine möglichst einfache und kostengünstige Ausstattung der 15 Stellplätze. Mindestens 9 der 15 Parkplätze sollen mit Wallboxen ausgerüstet werden, idealerweise eine pro Wohnung……

Mir ist wichtig, mit den Elektrikern nicht ganz offen, sondern mit konkreten Vorstellungen und beispielhaften Lösungsansätzen in die Planung zu gehen.

Wichtig wäre mir vor allem ein System, das nach der Einrichtung möglichst wartungsarm bzw. idealerweise praktisch wartungsfrei läuft.

Für mich war das schon die Frage. Jeder Elektriker wird dich genau das fragen wenn er es umsetzen soll. Dass du davon ausgehst, alle würden dann nur noch mit der Hälfte laden und sich auch genau daran halten, und das bei 9 verschiedenen Personen/Mietern etc., ich bezweifel die Umsetzbarkeit von den Gegebenheiten her. Da sind wir noch gar nicht bei einer Lösung nach dem Zähler sondern noch vor dem Zählerbereich.

Wie wird denn Geheizt und Warmwasser gemacht? Elektrisch und muss das bei der max Belastung vom Hausanschluss mit beachtet werden? Wenn das aktuell noch nicht der Fall ist wäre das in Zukunft denkbar?

Der Speicher und WR hängen einfach zwischen Hauptzähler und Zähler je WE?

Kann man sich denn nicht daran halten…?

Im Schlimmsten Fall lädt jeder über Nacht mit 5,5 Kw. Ist für mich die harte Grenze als Vielfahrer. Aber passt trotzdem.

Und was ist das Problem mit der Lösung hinter jedem Wohnungszähler?

Genau.

Wir haben eine WP.

den weg ins cfos Forum hast du ja schon gefunden :slight_smile: , den Artikel kennst du?
ich meine eine cfos kann bis zu 6 weitere Wallboxen (da gibts ja durchaus günstige die steuerbar sind) steuern, also 2 x cfos für lastmanagement und damit verbunden dann weitere
alternativ natürlich den ganzen Aufbau mit cfos Wallboxen machen. gibt meine ich noch mehr Konzepte in deren unübersichtlichen Webseiten

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100A sind etwa 70kW, chatty sagt als Verbrauch für Lastprofil bei 15 Parteien:

Quelle: chat Gpt Promt: Verbrauch 15 Parteien Haus Normales Lastprofil.
Wenn du nur einen Startwert für Planung suchst, würde ich für ein normales 15-Parteienhaus ansetzen:

** Grundlast nachts: ca. 3 bis 5 kW*
** typische Last tagsüber: ca. 8 bis 20 kW*
** Abendspitzen: ca. 20 bis 35 kW*

Da müsste man dann auch noch die WP dazu rechnen, bleiben also etwa 30kW "übrig" um die WB zu versorgen. Harte Aufteilung bei 9 Stück wäre etwas mau was an Leistung übrig bleibt. Also geht es nur mit einem dynamischen Lastmanagment.

Hast du eine Möglichkeit den Gesamtverbrauch mal über eine längere Zeit mitzuschreiben?