Konzept Wohnung Umstellung auf Klimaanlage [abgetrennt]

DLE wird ohne Änderungen des Hausanschlusses nicht gehen. Ich habe heute mal ein Bild vom Hausanschluss gemacht. Da hängen 8 Parteien dran. Da gehen gerade so 44kw mit.

Ganz allgemein ist Fernwärme übrigens auch eine Option in den Objekt. Das halte ich aber für teuerer.

Zuleitung zum Kasten könnte reichen, Leitung zum Verteiler im Haus sicher nicht… Aber bei 8 Parteien und jeweils DLE würde wohl nicht mal die Zuleitung zum Kasten reichen…Kommt dann eben darauf an;) Ein einzelner - zum duschen geeigneter - DLE benötigt ja schon eine Absicherung von 3x 32-40A (und zieht die auch…) Und hier hast du aktuell 63A gesamt :wink:

Heizlüfter: Ja, in 2 Minuten geht da gar nichts. Bei echten Infrarot-Strahlern, spürt man die Wärme in Sekunden. Nachteil: nur eine Körperseite. Daher würde ich 2 oder 3 nehmen. Ist halt meine Erfahrung.

Nebenkosten. Wenn bei uns WP eingebaut werden, dann heißt es fast immer mit der alten HV geht das nicht. Bei meiner Schwester war der alte Hauptverteiler etwa 60x60 groß, der neue ist 80x200cm … Wer einen speziellen WP Tarif haben will, braucht einen zweiten Stromzähler. Das ist aber regional unterschiedlich und es gibt zusätzliche Grundgebührenetc.. Da muss man den lokalen Elektriker fragen.

Ein Boiler, der im Bad hängt, wärmt das Bad. Ich betrachte das nur im Sommer als Verlust. Wie hoch die Verluste tatsächlich sind, hängt von der Wasserentnahme ab. Das spielt nur eine Rolle, wenn tagelang kein Wasser entnommen wird. Wenn dort eine Therme war, gibt es meist auch Platz für einen Boiler. Hauptvorteil des DLE ist , dass er “unbegrenzt” WW liefern kann. Da die Wohnung nicht recht groß ist, wird das aber nicht so wichtig sein.

Ja, das ist keine Beratung hier, nur eine Einladung es abzuwägen.

Nach den aktuellen Erfahrungen in Berlin sollte man ohnehin auch noch einen Holzherd aufstellen :wink:

Das ist dann aber direktelektrische Beheizung, die sehr teuer ist.

Die Verluste sind unabhängig von der Wasserentnahme, die hast du immer. Hängen vom Temperaturunterschied vom Boilerwasser zur Umgegbungstemperatur ab.

Oh ja, da werden jetzt einige ins Nachdenken kommen.

Wärmepumpe sollte eigentlich (fast) imm gehen - natürlich auch abhängig davon, welche Leistungsklasse;) Aber so eine WP benötigt im Vergleich zu einem zb. DLE oder auch einem Kochfeld in der Küche kaum Strom;) Die kleinen LLWP / Split Klima schon gar nicht, die kann man i.d.R. nach “üblichem Standard” auch an einer normalen Steckdose betreiben… (Ausnahmen sind nat. immer möglich)

Ja, da wird es dann komplizert und teuer, denn oft ist auch kein freies Zählerfeld mehr vorhanden usw. Bedeutet: 1x Alles neu :wink:

Das sollte man - grundsätzlich - immer tun, bevor man “Pläne schmiedet” - die dann ggfs. gar nicht umsetzbar sind oder nicht wirtschaftlich. Wenn man da vorher die Kosten abspricht, dann ist das jedenfalls günstiger als Fehlentscheidungen oder Probleme hinterher… Für die ist das “Tagesgeschäft “ und die wissen “was geht” und “was sinnvoll ist”.

Grundsätzlich schon, aber nicht wirtschaftlich - wie @win schreibt. Außerdem ist es im Sommer (oft) ohnehin schon zu heiß, da kann man dann auf zusätzliche Wärme auch gerne verzichten. Wobei es denke ich - so oder so - nicht wirklich viel ausmacht…

Ja eben nicht. “Sinn der Sache” ist ja, dass man ständig warmes Wasser hat. Aufgrund der vergleichsweise sehr geringen Heizleistung eines üblichen, elektrischen WW Boiler:

https://www.obi.at/p/3337680/leov-rundspeicher-ad-weiss-100-l?preselectedKp=true

(An dem Ding bin ich im Baumarkt vorbeigelaufen und war verwundert, wie billig die Dinger sind)

…von zb. hier 1,5kW, benötigen die vergleichweise sehr lange, um ihren Inhalt zu erwärmen. (für 100 Liter im Beispiel 3,5h um von 15° auf 65° zu heizen

Ich habe das eben mal mit meinem DLE verglichen und eine 2l Flasche mit warmen Wasser gefüllt. Das hat ziemlich genau 20 Sekunden gedauert. Also 6l/Minute. Also ca. 17 Minuten für 100 Liter. Der ist aber auch auf 21kW eingestellt - statt den 1,5kW wie hier.

Umgerechnet benötigt der DLE also ca. 6kWh um die 100 Liter zu erwärmen. Der Bolier im Beispiel “nur” ca. gut 5 kWh. Man sieht: Der Boiler benötigt i.d.R. weniger Energie um das Wasser zu erwärmen - wenn es “schneller” gehen soll, ist halt auch gewöhnlich mehr Energieeinsatz nötig… Außerdem müsste man dann für einen aussagekräftigen Vergleich auch bei wirklich identischer Wassertemperatur vergleichen usw. - das macht das Ergebnis für den DLE sicher noch schlechter. Dafür hat der DLE aber (fast) keine Verluste wenn er nicht läuft, da hier kein warmes Wasser (das ja ständig abkühlt) gespeichert wird. Beim DLE fällt also nur min. “Standy Stromverbrauch” an. Beim DLE ist das schon ein relevanter Punkt - lt. Beschreibung sind das innerhalb 24h knapp 7 kWh “Bereitschaftsstromverbrauch”. Die kommen also zur tatsächlich benötigten Menge Wasser dazu - soweit ich das verstehe. Wenn du also 100l WW benötigst im Tag, dann wären es die gut 5kWh + knapp 7 kWh = 12 kWh (grob überschlagen). Oder eben zb. nur 2,5 + 7 wenn man nur einen halben Boiler Verbrauch hat.

Wie man sieht, fallen in der Praxis dann meistens die Verluste höher aus - als die tatsächlich verbauchte Menge - weil es eben immer “nonstop 24h” warm ist.

Beim DLE heizt man hingegen wirklich nur, wenn nötig. Also auch wenn der isoliert betrachtet weniger wirtschaftlich ist, so holt er das mehr als wieder auf, weil er keine Speicherverluste hat. Für die “Versorgung” wie zb. PV usw. ist ein DLE nat. ein Desaster, denn der benötigt kurze Zeit sehr viel Strom - während man bei PV etc. wenig Strom über lange Zeit erreichen möchte.

(Bitte korrigieren - wenn sich Fehler eingeschlichen haben, Angaben sind nur grobe Schätzungen!)

Ja, ein wichtiger Punkt. Ich habe dahingehend mal meinen Pelletofen im WZ “vermessen”. Der benötigt ca. 300 Watt in der Startphase, dann nur mehr um die 40 wenn ich es recht in Erinnerung habe. Also problemlos mit einem großen Akku abdeckbar - sowas werde ich mir zulegen. Kann jedenfalls nicht schaden. Mit immerhin auch 2-8kW heizt der zur Not auch die ganze Bude;)

Somit kann man sehr günstig unabhängig heizen im Notfall. Mit allen Heizungen die elektrisch funktionieren (WP) ist das schon eher ein Problem, Gas etc. eh unmöglich (an der Leitung). Öl würde vermutlich gehen, wird aber auch mehr Strom verbauchen.

Ist vollkommen egal, ob DLE oder Boiler. Du brauchst immer die gleiche Energiemenge, um x Liter Wasser von einer Temperatur A auf eine Temperatur B zu erwärmen. Da ist der DLE nicht im Nachteil.

Danke, gut zu wissen. Aber müsste der Faktor Zeit nich auch eine Rolle spielen? Also einen Unterschied machen, ob das Wasser in 10 Minuten oder 3 h erwärmt wird?

Ohne Verluste ist es vollkommen egal. Man braucht einfach eine bestimmte Energiemenge, ganz egal in welcher Zeit.

Real hat man natürlich Verluste. Je länger man aufheizt, um so größer auch die Verluste. Wenn man aber die normalen Verluste eines Boilers mal rausrechnet, ist es wieder gleich.

Bei einem DLE sind die Verluste ganz gering. Also nur die Erwärmung des Gehäuses und der Heizpatrone, das ist im Vergleich zur Wassermenge verschwindend gering.

Um 1 Liter Wasser um 1 Grad zu erwärmen, braucht es 1,16 Wh Energie.

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Nein macht keinen Unterschied

Neben den theoretischen Überlegungen gibt es im realen aber ganz praktische Randbedingungen.

DLE bedeutet größere umbauten an der Stromversorgung. Das ist die Versorgung des ganzen Hauses und damit Gemeinschaftseigentum. Neben dem Energieversorger gibt es dann also auch die Eigentümergemeinschaft die da im Boot sein muss.

Ok, dann wäre - sofern man für den Strom IMMER zahlen muss (also keine PV etc.) ein Durchlauferhitzer direkt an der Zapfstelle ja beinahe immer “optimal”?

Jedenfalls besser als Elektroboiler oder andere Boiler - bei den zu erwartenden COP einer BWWP+Anschaffung aber real gerechnet sogar besser als BWWP :thinking:

Müsste jedenfalls eine extrem knappe Sache sein…

Klar, wenn das der Fall ist dann ist das relevant.

Aber ich meine mal ganz generell.

Der hat schon einige Vorzüge. Problematisch wäre daran:

  • Hab ich überhaupt einen Hausanschluss, der das möglich macht?
  • Darf ich die von meinem Betreiber aus überhaupt betreiben?
  • Muss ich aufwändig neue Stromleitungen ziehen?
  • Hab ich PV, wo ich PV-Strom deutlich besser mit Boiler oder BWWP nutzen könnte?

PV: Wenn man Akku hat, wo viele Systeme schon 9-10 kW liefern können, kann man durchaus auch PV für DLE nutzen. Denn im Sommer, wo man genug Strom übrig hat, reichen oft auch 9-10kW Leistung für den DLE, wenn man den Durchfluss auf z.B. 6l/min limitiert.

Ich meine, es gibt Bundesländer, wo im Neubau DLE gar nicht mehr genehmigt wird. Belastet die Netze eher ungünstig.

Und was man auch bedenken muss: Weil DLE die Netze ungünstig belastet, kann es durchaus sein, dass in Zukunft Stromtarife entstehen werden, wo man die hohe Anschlussleistung dann teuer bezahlen muss.

Ja, deshalb:

Im Grunde könnte man den Nachteil der DLE sogar in einen Vorteil verwandeln. Aber dann nicht in Form eines DLE, sondern eines elektrischen Boiler mit ähnlich leistungsstarkem Heizsystem. Somit könnte man so ein System netzdienlich gestalten, in dem es in Zeiten von zu viel Leistung im Netz die Boiler mit max. Energie aufheizt und so viel überschüssige Leistung aus dem Netz zieht.

Das wäre dann am Ende eine “schönere” Maßnahme, als den PV Besitzern ihre teuer bezahlten Anlagen abzuschalten weil zu viel Strom im Netz ist :wink:

Bei ausreichend großem Boiler bzw. größerer Anzahl wäre das nicht zu unterschätzen.

Anders als bei einem BEV - das man nicht nach Lust und Laune beliebig “zu Hause festsetzen” kann - wäre die Beheizung eines Boiler noch eher planbar…

Strom ist halt teuer, Warmwasser mit Gas ist ja wesentlich günstiger.

Das Thema Gas ist durch.

Die kommunale Wärmeplanung existiert. GEG greift. Neue Gasheizungen ist nicht mehr. Warmwasser könnte man wegen den 65% EE Anteil zwar noch aus Gas erzeugen aber das ist zu teuer und riskant