Komplett demoralisiert, Vermieter stellt völlig überzogene Vorgaben

Habe schon einiges hier gefunden mit ähnlicher Sachlage, kurzum der Vermieter stellt unglaublich schwierige Vorgaben. Nun mein persönlicher Fall. Nach ca. 3 Wochen endlich eine 'Vereinbarung zur Installation einer Balkon-Photovoltaik Anlage' von der Baugesellschaft. Die beinhaltet Zeug welches das ganze Vorhaben ein Balkonkraftwerk am Balkongeländer anzubringen finanziell ganz zunichte machen.

Insgesamt vier Kategorien mit vielen zu erfüllenden Vorgaben.

Gleich der erste Punkt nachdem wir die Baugesellschaft informiert haben, Beauftragung bzw. Information an die Fachfirmen. Was soll das konkret heißen? Wirklich viele Punkte, ich liste mal die teuersten auf.

Durch Metallbau Fachfirma zu bestätigen, die Montage muss parallel zum Geländer sein, Wind- brandsichere Befestigung gültiger Normen (einfach mal alles), fachgerechte Ausführung der Arbeiten gemäß aaRdT. D. h. jeglicher Aspekt es selbst aufzubauen was ja einer der großen Vorteile von BK sind ist schonmal zunichte.

Durch Elektrofachfirma zu bestätigen, es folgen viele allseits bekannte Regeln die man auch selber feststellen/vornehmen kann.

Vermieter verlangt eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500€

Bin total desillusioniert, ich kann mir nicht vorstellen das das alles unter 3000€ kostet, ohne BK, wenn man überhaupt ne Fachfirma (Elektro und Metall) bekommt die das auch machen. Warum geben die kein klares Nein? Wollen die auf Gerichtsbeschwerden verzichten? Quasi Sie ermöglichen es dem Mieter ja unter Vorgaben? Kann man da noch irgendwie was erreichen? Wir wohnen nähe München, große Baugesellschaft. Ich könnte das Schreiben detailliert wiedergeben falls Interesse besteht.

Das läuft einfach so, weil da Leute sitzen, die alle Schiss haben, für irgendwas haften zu müssen. Also muss ein Konzept ausgearbeitet werden, womit man selber wirklich alles richtig gemacht hat und später der Wohnungsgesellschaft kein Strick draus gedreht werden kann. Und wenn man etwas in Deutschland wirklich rechtsicher sauber machen will, sind die Hürden enorm hoch.

Ein Ausweg fällt mir da auch nicht ein. Vielleicht selber installieren und eine Firma finden, die das ganze abnimmt. Ist aber auch schwierig, weil die Firmen ja auch nicht den schwarzen Peter haben wollen, wenn was passiert. Die sagen also gerne: "Auf Fremdmaterial übernehmen wir keine Haftung und verbauen wir auch nicht."

[quote data-userid="20483" data-postid="140963"]Durch Metallbau Fachfirma zu bestätigen, die Montage muss parallel zum Geländer sein, Wind- brandsichere Befestigung gültiger Normen (einfach mal alles),[/quote]Richtig, man darf die Module nicht einfach mit Kabelbindern befestigen. (Ohne Scheiß, im ÖR-TV schon gesehen.) Senkrechte Befestigung macht es schwieriger, daß der nächste Sturm die Module abreißt - auch absolut sinnvoll. Brennen sollte da eigentlich nichts und durch den Kamineffekt durch die senkrechte Montage wird ja noch zusätzlich gekühlt.

[quote data-userid="20483" data-postid="140963"]fachgerechte Ausführung der Arbeiten gemäß aaRdT. D. h. jeglicher Aspekt es selbst aufzubauen was ja einer der großen Vorteile von BK sind ist schonmal zunichte.[/quote]aaRdT sagt mir nichts. Aber bei der Außenmontage können sie Dir immer Knüppel zwischen die Beine werfen. Besteht die Möglichkeit einer Innenmontage bei Dir, also innerhalb des Balkons?

[quote data-userid="20483" data-postid="140963"]Durch Elektrofachfirma zu bestätigen, es folgen viele allseits bekannte Regeln die man auch selber feststellen/vornehmen kann.[/quote]Die wollen sowas, wie daß Dir Elektriker Horst bestätigt, daß Du den Schukostecker fachmännisch in die Schukosteckdose gesteckt hast. ?

[quote data-userid="20483" data-postid="140963"]Vermieter verlangt eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500€[/quote]HUST

[quote data-userid="20483" data-postid="140963"]Bin total desillusioniert, ich kann mir nicht vorstellen das das alles unter 3000€ kostet[/quote]Kann ich gut verstehen. Das Ding amortisiert sich so doch im Leben nicht mehr. ?

Daniel

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Ich kann den Vermieter gut verstehen.

Läßt er es einfach ohne große Vorgaben laufen, sieht das an den Balkonen bald aus wie Kraut und Rüben.

Gleichzeitig wird es dann nur eine Frage der Zeit sein, bis ein von Laien angepinntes Modul durch die Gegen fliegt. Trift es dann zufällig noch ein Kind ist das Geschrei gewaltig. Ich sehe schon die Sondersendung ARD Brennpunkt "Wohnbau GmbH toleriert Pfusch und wird zum Kindsmörder!"

Also hält man sich korrekt an alle Vorschriften.

Die Lösung ist aber relativ einfach. Ein geschäftstüchtiger Vermieter stattet bei Neubezug probehalber die neuen Balkone mit BKW aus und schaut was passiert.

Sind die Mieter bereit den Mehrmietpreis für eine fachgerechte Installation zu bezahlen, werden zukünftig alle Balkone ausgestattet.

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ich würds einfach solide montieren, fotos von der befestigung machen denen schicken und auf die persönliche haftpflichtversicherung verweisen.

und dann warten was passiert. andere möglichkeiten sehe ich hier nicht es sei denn man möchte nen haufen geld für nix raushauen.

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Daran werden leider auch die aktuellen Bestrebungen auf den 1.1.2024 hin nichts ändern.
Haftung, Mietrecht, Eigentümerrechte, Eigentümergemeinschaft, Hausordnung, Willkür und „deutsche Angst“. Nie und nimmer …

So leid es mir tut, denen die die Möglichkeit haben wäre bereits mit einem vom Laien legal an das Hausnetz anschließbaren 800Watt Wechselrichter (auch Schuko-Stecker und nur einer Meldung im Markt…dingsregister) genug geholfen gewesen.
Ein Wechselrichter mit Sicherheitskleinspannung zu betreiben (Gleichspannung aus Speicher oder Solarmodul, egal wie).

SolarHeini

Zum Kurs der Handwerker ausgeführt amortisiert sich das über Generationen nicht.
Warum sollten die neuen Mieter das wollen oder bezahlen?

SolarHeini

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Da sich einige Ewiggestrige in unserer WEG querstellen, habe ich bei allen meinen Mietern flexible Panels aufgehängt.

Gab auch viel blabla von den anderen, hab nur mit "verklag mich doch" geantwortet.

Die wiegen weniger als die Blumenkästen die überall hängen und auch nie beschlossen worden sind.

Die DC Kabel gehen mit einer Fensterdurchführung nach innen.

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@grumpy_badger

hast du das alles selbst bezahlt?

@voltmeter ja, etwa 500 Eur Pro Wohnung. Bringen aber auch "nur" 300W. Zwei 130Wp Panels, Fensterdurchführung, ein HM-350, 5m MC4 Verlängerung aussen, 1m MC4 Verlängerung innen.

Befestigung der Panels mit Metallkabelbindern mit Gummi drunter.

Per Mietvertrag mit in der Miete enthalten, Haftpflicht der Mieter hat Deckung zugesagt.

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Meine Überlegung ist vielleicht noch die Mini BK (so ca 200Watt) die ja der Herr Laudeley verkauft, der hat aber derzeit ja ganz andere Probleme und in dem Paket ist ja auch der Deye Wechselrichter dabei. Da könnte ich vielleicht noch argumentieren das die wirklich sehr klein im vergleich zu zwei 410W Modulen ist, obwohl ich ja auch schon eine passende Balkonhalterung (mit Sicherungsbolzen) für die gefunden hätte. Tja was will man machen dann wird das in Deutschland millionenfach daran scheitern weil die Baugesellschaften keinen Bock drauf haben.

Vielleicht muss echt ein ausgefeiltes Mini Teil auf den Markt wo man einfach nichts mehr dagegen sagen kann ausser höchstens das Nachbarn das 'unästethtisch' finden, obwohl man in einer modernen Sozialbausiedlung lebt lol

gerade eben bei der Arbeit, Kollege gibt mir seine TZ Zeitung mit einem Gewinnspiel und Artikel von der Firma alpha solar mit deren leichten und flexiblen Panel. Da steht gleich als erstes 'Durch Selbstmontage...' und auch 'keine baurechtlichen Auflagen...'

Und ich wollte schon aufgeben. Darf man hier Zeitungsartikel posten? Deren Module brauchen nichtmal ein Gerüst anscheinend. Habe sogar am an deren SMS Gewinnspiel teilgenomen ?

Ich habe selber eine Wohnung die ich vermiete in einem großen Wohnblock, aber selbst unabhängig davon kann ich absolut verstehen dass die Firma die mit der Betreuung des Wohnblockes beauftragt ist / der Vermieter diese Vorgaben macht.

Man sieht auf YouTube und in Freier Wildbahn immer wieder Leute die ohne Hirn und Verstand unterwegs sind und leider sind genau die daran Schuld dass man sich hier so 100% Absichern will denn wenn dir der Mieter / Wohnungsbetreuer zusagen würde "mach einfach mal" und dann ist was dann wirst du mal Haftbar gemacht und dein Rechtsanwalt sagt dann eh was hat den der Mieter gesagt und du "mach mal" darauf der Rechtsanwalt "Super du bist aus dem Schneider, dein Mieter ist Schuld der hätte dich darauf hinweisen mussen dass X und Y Einzuhalten ist".

Tja das ist das Problem wenn man Fragt. Hättest du nicht gefragt und einfach gemacht wärst du zu 100% Haftbar (mit der kleinen Asnahme dass es zum Streiten wird falls dein Vermieter das Gesehen und Toleriert hat). So hast du "versucht die Haftung abzuwälzen" und der Vermieter war nicht so Blöd und hat gesagt "mach mal".

Ich würde dir Empfehlen dass du dich mit möglichst vielen anderen Mietern zusammen Tust und dass man ein gemeinschaftliches Projekt daraus macht und alle Wohnungen gleich ausgestattet werden.

Wenn du da einfach irgent welche Folien Module dran papst dann veränderst du die Fasade und das ist nicht zulässig (klar kann es, muss aber nicht Toleriert werden).

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[quote data-userid="20483" data-postid="141109"]Artikel von der Firma alpha solar mit deren leichten und flexiblen Panel[/quote]Ja, das sind die ETFE-Schwabbelmodule, die es von vielen Herstellern gibt. Die bringen aber deutlich weniger Leistung, dafür sind sie zum Ausgleich deutlich teurer.

Aber nun mal eine indiskrete Frage: Wie genau sieht denn Dein Balkon aus? Was für ein Geländer hast Du, wie groß ist die Balkon-Grundfläche usw.?

Daniel

@mobilesinmobile wir sind Untermieter, d.h. ich muss mich gegenüber zwei Instanzen äußern. Der Hauptmieter ist eine soziale Institution und die sind auf unserer Seite mit diesem Anliegen. Keine Chance das nicht offiziell anzumelden, die Baugesellschaft ist sehr streng, zeitweise musste sogar mal ein Secuirity Unternehmen regelmäßig durch die Siedlung zum kontrollieren. Leute die gegrillt haben kriegten den totalen anschiss.

@docemmettbrown zwei Süd Balkone, oberster Stock, keine Beschattung, bis 17Uhr im Sommer knallt die Sonne direkt drauf, Außensteckdose.

Habe mich nochmals an unseren Hauptmieter gewandt ansonsten werde ich das auch der TZ oder so schildern, mal schauen ob die Baugesellschaft bock auf Journalisten hat.

[quote data-userid="20483" data-postid="141152"]zwei Süd Balkone, oberster Stock, keine Beschattung, bis 17Uhr im Sommer knallt die Sonne direkt drauf, Außensteckdose.[/quote]Wäre es denn möglich, Module auf dem Balkon an der Wand zu montieren, also in unmittelbarer Nähe der Steckdose. Käme dann genug Licht drauf oder wären sie abgeschattet, z.B. durch das Geländer?

Daniel

@docemmettbrown daran habe ich auch gedacht und das wäre auch möglich, mir geht es aber darum es ins Heimnetz einzuspeisen mittels Wechselrichter.

Hallo

Diese Diskussion hier halte ich ich für Schädlich, weil hier sicher Vermieter mitlesen.

Wenn wir das Thema hier breit treten, wird diese Methode im Land Schule machen.

mit freundlichen Grüßen

Thomas

War da nicht mal was dass Module am Balkon 4m über dem Boden nicht montiert werden dürfen?

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@leverkusen3 also dann einfach nix dem Vermieter sagen, nicht anmelden usw.? Es müssen sowieso klare Regeln her und wenn's sein muss kann ich es drauf ankommen lassen. Ich will das, Ich will ein Balkonkraftwerk so einfach ist das undzwar auf legalem Weg uns auf die Art und Weise wie dieses Konzept erdacht wurde. Solar für Jedermann der mag.

@voltmeter ja, verglaste. Flexi Dinger gehen auch bis +100 Meter