Betreibst Du eine reine Insel?
Hm, Du sagst, das geht und es ist auch kein mittelbarer Anschluss? Hat hier jemand schon mal so etwas gebaut und angemeldet?
Man müsste das Bild ja noch um den Solarlader erweitern, und die Anlage müsste ja zumindest im MaStR angemeldet werden.
Falls ja, wie lief die Diskussion mit dem NB?
Netz (EVU) <-> Ladegerät <-> Gleichstrom Zwischenkreis (Batterie) <-> Wechselrichter <-> Hausnetz
könnte der Netzbetreiber so vereinfachen:
Netz (EVU) <-> (unbedeutende technische Details) <-> Hausnetz
Oliver
Was sind schon "Bildchen" Wert?
Ich sehe da einen "Bypass" Symbol.
In der ersten Variante leitet der Bypass den Netzstrom um die Kiste ins Hausnetz, während der Akku durch PV geladen wird.
In der zweiten Variante leitet der Bypass den Netzstrom genauso um die Kiste ins Hausnetz. Gleichzeitig lädt er den Akku mit Netzstrom.
In den "Bildchen" ist keine Verbindung vom WR zum Netz zu erkennen. Da muss man wohl schon tiefer einsteigen.
Ich hab die Variante PV-Akku-WR (der echte, der reine, der gute, den es zerreißen würde, wenn ich ihn mit Netz verbinde). Daneben habe ich ein BKW mit Akku. Nun mag man die Frage juristisch diskutieren, ob beide Akku´s miteinander verbunden sein dürfen. Da mir keine gesetzlichen Verbote bekannt sind, halte ich es für statthaft. Sollte es zu Problemen mit dem VNB kommen, dann trenne ich die Akku´s.
Wer EEG Einspeisevergütung erhält, muss deren Förderbedingungen beachten. Es mag sein, dass etwas angerechnet wird, analog der Regelung bei EE DachPV und später BKW dazu. Da kenne ich mich nicht aus.
Betreibst Du eine reine Insel?
Ja … und als Notstrom noch den alten Stromanschluß … so lange bis ich genügend kWp auf dem Dach habe … jedes Jahr einige kWp dazu … bis zum Winter auf 40 kWp
Da meine WR aber absolut nicht mit dem Netz verbunden werden können (auch kein AC-In), kann ich damit ruhig schlafen, trotz Stromanschluß.
Im BYPASS - ist der WR "aus" und Netz wird auf die Verbraucher geschaltet.
Zudem kann der Akku dann aus dem Netz geladen werden.
Jetzt anders herum.....
Wird der Akku aus dem Netz geladen, ist der WR im Bypass und die Verbraucher sind auf Netz geschaltet.
Die Erzeugerinsel! ist NIE mit dem Netz verbunden.
Hm, Du sagst, das geht und es ist auch kein mittelbarer Anschluss? Hat hier jemand schon mal so etwas gebaut und angemeldet?
Das BKW habe ich ordnungsgemäß angemeldet (damals noch mit Anmeldung beim VNB und Marktstammdatenregister) und wegen der Insel hab ich beim VNB nachgefragt. Der wollte keine Daten oder Info´s. Das Register kennt keine Anmeldemöglichkeit.
Zur Diskussion, was es alles für verschiedene WR gibt, darf ich noch die WR ergänzen, die für den mobilen Einsatz (Boot oder Camping) gedacht gibt. Steckt man das Boot oder Campingmobil im Hafen bzw. am Stellplatz ein, dann schaltet das Gerät erstmal von Akku auf Netz um, so dass an Bord das Hafennetz alles versorgt. Klare automatische Umschaltung von Insel auf Netz, keine Verbindung zwischen beiden Netzen, also unproblematisch.
Gelegentlich sind auf Campingplätzen oder Bootsliegeplätzen die "Landanschlüsse" nur begrenzt belastbar. Daher besitzen einige Geräte die Möglichkeit der Netzentlastung. Gibt man z.B. vor, dass nur 5 A aus dem Netz entnommen werden dürfen und wird an Bord mehr gebraucht, dann schiebt das Gerät die fehlende Enerige aus dem Akku über den dann netzsynchron laufenden WR ins Bordnetz. Dann ist das keine Trennung mehr, doch sind diese mobilen Geräte von den o.g. Regeln ausgenommen. Wenn man diese Technik auch stationär so einsetzen will, kläre man mit Elektriker und der ggfls. mit dem VNB. Aber zuhause macht diese Netzentlastungs-Steuerung keinen Sinn.
glaube ich dir auf´s Wort, denn du kennst das Teil
Ok, danke.
Das Gerät hat offenbar intern also 'nur' einen Schalter, der die Last von AC-In auf WR und vice versa umschaltet.
Soweit, so gut.
Doch damit gibt es doch immer noch das Problem, das die Clearingstelle unter ignorieren aller Fakten schon das Benutzen eines Schalters im o.g. Sinne als 'mittelbare Verbindung' mit dem Netz des NB sieht. Daraus würden dann alle damit verbundenen Konsequenzen folgen.
Ich bin technisch auf Eurer Seite, mir geht es hier um das eindeutige Verständnis (soweit mir als Techniker das überhaupt möglich ist) der Rahmenbedingungen.
Sich in den ganzen Bürokratiewahn hineinzulesen und -denken, fällt mir doch auch 'extrem schwer' bis 'ham die 'ne Macke' ! Ich suche einen Weg für uns auf unserer kleinen Farm, einerseits möglichst weit energetisch von Fossilen wegzukommen und andererseits mittelfristig ein Konzept umzusetzen, das wir bezahlen können und das zuverlässig funktioniert.
Verwendet man einen schwarzstartfähigen WR und schließt alle Verbraucher am Backup Ausgang an, dann kann man die "Hauptsicherung" ziehen und ist im Inselbetrieb.
Stellt sich das dann ganzjährig als praktikabel heraus, Strom abmelden.
Wobei man dann Ersatz für Ersatzstrom benötigt, da es kein Netz mehr gibt.
Insofern ist das Netz als Notstrom dienlich, Abmelden sollte gut überlegt werden.
Wenn der PV Ausbau bekannt und unter 30kW ist, eine reguläre PV anmelden und gut.
Mag sein daß der ZS ein paar Tausend kostet, das wird absehbar eingespart.
PV "Frischlinge" die von mir angestiftet wurden berichten fröhlich entsetzt "Ich habe gar keinen Netzbezug mehr, schon seit Wochen und bekomme dann auch noch Geld dafür...."
Es ist halt eine Sache, das zu wissen oder es zu erleben. Das Erlebnis ist deutlich intensiver.
Es ist halt eine Sache, das zu wissen oder es zu erleben. Das Erlebnis ist deutlich intensiver.
Das Erlebnis ist dann aber auch, dass es von Nov-Jan durchaus mal wochenlang fast nix vom Dach gibt. Die Unabhängigkeitsträume sind da schnell ausgeträumt.
Oliver
Moinsen,
wenn man einen beliebigen Satz aus dem Zusammenhang nimmt und das mit verschiedenen Textbausteinen aus anderen Texten der gleichen Person zusammen stellt, dann kommen solche Fehlinterpretationen heraus. Jeder Wohnungsinhaber muss Rundfunkgebühren zahlen. Das ist immer noch so. Früher mussten PV Betreiber EEG Umlagen zahlen, auch auf den selbst erzeugten Strom, auch wenn er nachweislich nicht ins Netz kommen konnte. Die EEG Umlage ist nun abgeschafft. Das ist also moderne Historie, genau so sind die Aussagen der BNA einzuordnen: heute nicht mehr von Belang.
Doch damit gibt es doch immer noch das Problem, das die Clearingstelle unter ignorieren aller Fakten schon das Benutzen eines Schalters im o.g. Sinne als 'mittelbare Verbindung' mit dem Netz des NB sieht.
Wer da was unter ignorieren aller Fakten sieht, würde ich mal offen lassen. Die Registrierungspflicht im Marktstammdatenregister ist nicht technisch begründet, sondern politisch, und stammt aus einer Zeit, in der es auch um Steuern und Abgaben ging. Und wenn sowas ins Spiel kommt, sind von einzelnen vertretene Meinungsfakten vielleicht doch weniger relevant.
Aktuell gibts für kleine Anlagen das Thema Abgaben nicht. Gerüchteweise arbeitet unsere Regierung aber wieder dran.
Oliver
Registrierungspflicht im Marktstammdatenregister ist nicht technisch begründet, sondern
GuMo,
ich habe überhaupt kein Problem damit, eine Anlage (z.B. im MaStR) zu registrieren. Meine Sorgen fangen dann an, wenn daraus weitere Konsequenzen (Pflichten und Lasten) entstehen.
Mein persönlliches Ziel ist, genau wie Vavuum es mit anderen Wort beschreibt, Unabhängigkeit bei Strom und möglichst weitgehender Verzicht auf fossile Energie.
Mit unserer PV Anlage haben wir schon einen guten Schritt gemacht und wenn ich mir im HA das Monitoring ansehe, macht mich das durchaus zufrieden. Doch das ist nur eine Zwischenstation.
Was ich anstrebe, ist ein Modell mit PV, WP und BHKW. So ähnlich, wie es hier beschrieben ist: https://www.youtube.com/watch?v=bUxvj5tMi58
Davon hat mein Papa schon geträumt, er konnte das allerdings nicht mehr umsetzen. Der Farymann Diesel mit Asynchrongenerator steht noch im Keller. Ich will und werde das schaffen.
Für eine Übergangsfrist gerne mit Notstrom aus dem Netz. Wie lange die Übergangszeit dauern muss, weiß ich nicht, denn ich muss so viel wie möglich selbst bauen, damit das ganze überhaupt bezahlbar bleibt. Was ich technisch auch kann.
Einspeisen ist nicht mein primäres Ziel. Und sobald ich uns vom Netz abkoppeln könnte und bei uns alle Geräte weiter laufen würden, wären mir auch die Euro für die Einspeisevergütung im Grunde egal.
Wir speisen derzeit eigentlich nur noch wenig ein, weil wir die Solarenergie in den WW Pufferspeicher einlagern. Das spart erheblich Erdgas (im Mai 26 bisher nur 4,70 €). Nächster Schritt: WP
Evtl. parallel dazu aufbau einer Solarinsel mit Wandmodulen, damit erstmal die WP damit laufen kann. Aber wie schon an anderer Stelle gesagt, ich brauche noch eine Weile die Stromversorgung vom Netz und daher Frieden mit dem VNB.
Nach all den Diskussionen hier und längerem Grübeln, das ich brauchte um meine Fokus wieder zu finden, gehe ich wohl die Schritte
- optional und noch zu entscheiden: BKW um zu testen, was FassadenPV bei uns abwirft
- WP bauen (evtl. Haier Luft/Wasser HPM10-TND2-H + HPM10(12)-TND2-WW1)
- danach die Solarinsel (Wahrscheinlich doch wieder Deye oder evtl. Solis)
- dann das BHKW (XRGI 15, gebraucht, muss noch grundüberholt werden)
- dann Freiheit und nur noch Notstrom
Das ist der grobe Plan.
Klingt nach einem sehr anspruchsvollen Plan. Das BHKW wird der Dreh- und Angelpunkt sein, denn ohne mega große PV und sehr großem Akku kommt man wohl kaum mit WP Heizung durch den Winter. Dann kann ein BHKW mit Wärme und Strom die Lücke decken. Daher meine ich, die Prio 1 gehört dem BHKW und seiner Einbindung in den Heizwasser Kreislauf.
ich, die Prio 1 gehört dem BHKW und seiner Einbindung in den Heizwasser Kreislauf.
Ja, ich mache vieles parallel bzw. Stück für Stück. Dieses Jahr schaffe ich den Raum in einer unbenutzen Ecke eines Stalls, um dort das BHKW und einen 7000l Speicher aufbauen zu können. Letzterer ist ein gebrauchter Milchtank aus Aluminium, den ich aus versehen mit gekauft habe, als wir das Haus kauften (altes Bauernhaus). Der Tank wird drucklos als Wärmespeicher dienen, damit das BHKW seine Wärme einlagern kann.und auch mal ein paar Stunden am Stück laufen kann.
Letztes Jahr habe ich einen 1000l Pufferspeicher in die Gasheizung integriert, damit die nicht mehr so häufig taktet und dabei Anschlüsse für das BHKW und die WP vorgesehen.
Gerade baue ich ein Bad und mache die WW Versorgung dann über Plattenwärmetauscher aus dem 1000l Puffer. Sozusagen Frischwasserstation. Wenn das läuft, kann ich den Durchlauferhitzer abbauen und brauche keine 20KW Strom mehr für's duschen.
Ja, viel zu tun. Hohe Komplexität und viele Abhängigkeiten. Aber so wollte ich das ![]()
Meine Sorgen fangen dann an, wenn daraus weitere Konsequenzen (Pflichten und Lasten) entstehen.
Welche denn?
Dein Netzbetreiber verlangt halt, dass jede Anlage am Netz seinen technischen Anschlussbedingungen entspricht. Dagegen kannst du wenig machen, außer eben die Anlage gar nicht ans Netz anzuschließen.
Die bestehende Gesetzgebung fordert je nach Anlagengrösse iMSys und Steuerbarkeit. Das Finanzamt will Steuern - immer und überall.
Und all das kann und wird sich jederzeit zu deinem Vor- oder Nachteil ändern.
Und ansonsten ist ein Leben nur mit Rechten, aber ohne Pflichten halt Wunschdenken.
Oliver
Dann kann ein BHKW mit Wärme und Strom die Lücke decken
Die Idee ist, den Strom aus dem BHKW auch in einen Akku zu laden und für den Betrieb der WP zu benutzen. Damit erhöht sich der Gesamtwirkungsgrad der Kombi BHKW + WP, so das der Betrieb des BHKW mit Gas so gut wie möglich ausgenutzt wird.
Dein Netzbetreiber verlangt halt, dass jede Anlage am Netz seinen technischen Anschlussbedingungen entspricht. Dagegen kannst du wenig machen, außer eben die Anlage gar nicht ans Netz anzuschließen.
Na ja, das ist ja auch absolut verständlich und ich will dagegen auch gar nichts machen. Wozu auch?
Mit Sorgen meine ich, das Dinge passieren oder passieren sollen, die wieder Kosten auslösen, Zeit dauern und weitere Komplexität schaffen.
Und ansonsten ist ein Leben nur mit Rechten, aber ohne Pflichten halt Wunschdenken.
Habe ich an irgend einer Stelle gesagt, das ich das so sehe?
Ein BHKW funktioniert mit fossilien Brennstoffen, ist irgendwie keine Erkenntnis, damit was anzufangen.....
Eine BHKW Erkenntnis - seinlassen