Klimatisierung - Deutschland muss aufwachen

Es gibt viele gute Ansätze, die leider alle an einer schnellen Umsetzung scheitern. Kosten sind da aber eher der kleinere Faktor.

Bei größeren Objekten muß das ja ggf. auch nicht mit den klassischen Splitklimageräten gemacht werden und kann man ggf. auch zentralere Lösungen nachrüsten, die in der TCO dann vielleicht auch günstiger sind? Fehlt mir die Expertise, um das einzuschätzen. Bei dem von Frank erwähnten Projekt in Frankreich wäre sicherlich im Detail zu klären, was da als Alternative zur aktiven Klimatisierung angedacht war. Ggf. wurde da ja auch nicht nur die Begrünung weggespart ... Mit PV Überschüssen in der heißen Zeit braucht man sich denke ich auch nicht soviel Gedanken über den Stromverbrauch von Splitklima&Co machen. Frag mich auch, wieviel der Wärme der Außengeräte dann wirklich zur Aufheizung der Umgebung beitragen oder ob die Hitze nicht ausreichend aufsteigt und dann nicht mehr so relevant ist?

Die Vorschläge in dem Video scheitern nicht an einer "schnellen Umsetzung", sondern an der Realität. Nichts davon ist auch nur ansatzweise neu oder innovativ. Das war ja auch genau die von mir angesprochene Bauteilaktivierung mit Sole-Wasser Wärmepumpe. Sauteuer und kühlt so gut wie gar nicht.

Und dann noch elektrochromes Glas, auch ein alter Hut. Kosten-Nutzen beim Hitzeschutz kannst vergessen.

Das ganze noch vermischt mit Stock Videos vom Parkroyal Pickering in Singapur... ist halt schön futuristisch und grün. Aber ich kann dir sagen, die haben dort zum kühlen ganz normale Klimas.

Nichts gegen die EMPA, die machen dort viele gute Sachen. Aber in Sachen Klimatisierung sind die Schweizer leider genauso auf dem Holzweg wie die Deutschen.

Nicht gegen die EMPA,

Ich denke, die spätmittelalterliche Ölheizung ist in Grosseinrichtungen nur noch die Ausnahme. Meist ist bei Gesundheitseinrichtungen eh schon Wärmetauscher und WP da. Es ist also durchaus möglich, die nur-heizen-WP gegen heizen + kühlen zu tauschen. Interessanter Ansatz dabei: Wie auch im Wohnbau die Wärme im Sommer mit Grundwasser abführen. Braucht “nur” Brunnen + Pumpe + bissel Logik

Übrigens Preise: Kaufst WP containerweise, kriegst 100kW LWWP R290 für Industrie um <5000 bis vor die Haustür. In cn ist das mittlerweile Massenprodukt Großserie

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Aber keine Klimatisierung in der Notaufnahme?
Klingt komisch…

Ich geh mal davon aus, das von „Gesundheitseinrichtungen“ genau so viele oder wenige mit WPs heizen, wie in allen anderen vergleichbaren Gebäuden auch. Also eher wenige…

Oliver

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und was machst du mit dem Tauwasser?

Wenn du gekühlte Decken hast, darf man damit meist nur minimalst kühlen, sonst droht Schimmel. Wo soll denn auch das Kondenswasser hin.

Zudem ist die Entfeuchtung der Luft im Sommer mindestens so wichtig für den Raumkomfort wie die Temperatursenkung. Aber das geht halt nicht mit Bauteilaktivierung.

Von den Kosten wassergekühlter Decken, sowie evtl. Instandsetzungen in der Zukunft brauchen wir gar nicht erst zu reden.

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Wenn man genau zuhört, kommt an einer Stelle doch der sinnvolle Satz: “Sprich, mit dem Solarstrom, den die Fassade produziert, könnte man auch das Gebäude kühlen.”

Eigentlich ein no-brainer ….

Teil der Klimatisierung ist Luftaustausch. Das ist keine Raketenwissenschaft.

Klar, aber nichts daran ist neu. Wir haben genug Solarstrom in Deutschland, aber keine Kühlung.

Bauphysik ist komplizierter als man denkt. Da wird viel gerechnet und simuliert, am Ende stimmt es oft nicht. Schimmelvermeidung bei Bauteilaktivierung wird meistens gelöst durch eine starke Begrenzung der Kühlung. Das Verhältnis von Aufwand, Kosten und Kühlleistung ist in meinen Augen katastrophal.

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Ein wenig ja, aber viele LWWP Besitzer sind enttäuscht über diese Möglichkeit, weil das bei weitem nicht reicht und man sehr aufpassen muss, dass man kein Kondenswasserproblem an Rohren und Heizkörpern bekommt.

Wie man im Mehrfamilienhaus das Kondenswasserproblem in den Griff bekommen will, finde ich nicht so einfach. In jedem Zimmer hat man ein anderes Klima mit anderer Luftfeuchte. Und wenn man den Worstcase annimmt, kann man nur noch marginal kühlen.

Nebenher: Oft ist es die Reduktion der Luftfeuchte, die zu Wohlbefinden führt und das hat man bei diesem Konzept gar nicht. Bei Split-Klimas ist das automatisch mit dabei.

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Ja ein Standventilator und feuchte Tücher helfen. Und am Gebäude helfen kostengünstig Bäume!

Wenn es an den Heizkörpern kondensiert, senkt das auch die Luftfeuchtigkeit. Oder wo soll das Kondenswasser sonst herkommen?

Heizkörper sind aber nicht die richtigen Wärmetauscher für sowas. Da verwendet man besser Deckenkassetten ( Klimaanlage 4-Wege-Deckenkassette Euro-Raster wassergekühlt als Innengerät | Breeze24.com ), spart Platz in den Zimmern und kann heizen und kühlen.

Klar, dem Standventilatorverkäufer. Die Branche und deren Unterbranchen haben gerade Konjunktur. Motto: Jeden Tag stehen Doofe auf, man muss sie nur finden.

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Ja genau, aber das gilt es zu 100% zu vermeiden, weil diese Feuchtigkeit auf viele Weisen zu Schäden führt. Beispiel geöltes Parket, wo dir das Wasser drauftropft.

Also muß unter die Heizkörper und Zuleitungen eine Auffangrinne mit Kondensatpumpe. Hilft aber nicht für die Leitungen, insbesondere an unzugänglichen Stellen. Also müßte man die Vorlauftemperatur per Taupunktregelung zimmerindividuell regeln und zusätzlich mit Ventilatoren an den Heizkörpern für eine bessere Wärmeabfuhr sorgen. Also doch besser direkt auf Klimatechnik gehen.

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Ich kenn halt Regler, die die Mindesttemperatur bei 18-19° halten. Wirkt bei FBH natürlich besser. Da wird nix nass.