Klima zum Heizen für Vereinsheim gesucht

Hallo zusammen,
bisher beheizen wir unser kleines Vereinsheim (ca.15m² in Containerbaufweise) mit 2 Elektroradiatioren. Die sind den ganzen Winter durchgehend in Betrieb, damit die Wasserleitungen nicht einfrieren. Die Lebensdauer der Dinger ist im Schnitt aber nur 3 Jahre, dann sind die hin, auch wenn AEG draufsteht.
Da das nervig ist und vor allem auch erheblich Strom braucht, spielen wir mit den Gedanken, da nun eine Klima zum Heizen reinzusetzen.
Anforderungen:

  • günstig
  • zuverlässig
  • Raumtemperatur <=10°C einstellbar
  • Frostwächter-Funktion
  • Muss wochenlang funktionieren, auch wenn niemand vorbeischaut

Ich bin nun über die günstigen Daikin bei Dagimarket gestolpert. Aber auch Bosch und Beko gibts dort, sogar noch günstiger.
Kältetechniker hätte ich.

Was meint Ihr dazu. Was würdet Ihr empfehlen?

Wieviel Heizlast benötigst Du denn?

Wieviel Leistung hatten die Elektroradiatoren, waren die ausreichend, zu stark oder zu schwach?

Möchtest Du die Heizung Remote kontrollieren udn steuern können?

2,5kW Heizleistung reichen bestimmt, die 3,5kW-Varianten sind aber auch kaum teurer.
Also für den Frostschutz sollten 2,5kW definitiv reichen. Für den wenige Male, in denen man im Winter da drin sitzt und es kalt draußen ist, kann man auch die alten Radiatoren dazu nehmen.
Remote brauchen wir nicht, so wenig wie möglich Komplexität.

Ich bin mir nicht sicher, ob man Dir bei nervig empfundenen Lebensdauern von 3 Jahren der Radiatoren wirklich eine Klima empfehlen kann. Dazu habe ich keine Erfahrungswerte und durch die Bauweise inkl. Witterungsbedingte Einflüsse auf die Außengeräte wäre ich da skeptisch immer fest von 10 Jahren auszugehen.

Ansonsten ein Faikinmodul verbaut an einer Daikin Anlage erlaubt im AutoModus eine automatische An/Aus Schaltung bei Abweichung der eingestellten Solltemperatur.

Stellst Du hier auf 10°C und zB +-2°C geht die Anlage immer bei 8°C automatisch an und heizt hoch. Spätestens bei 12°C wird die Anlage automatisch abgeschaltet, wenn sie nicht so klein moduliert und die 10°C hält.
Hier ist auch mein Eindruck bei Daikin bzgl. kleiner Modulation (bzgl Frostschutz) ganz gut aufgestellt zu sein.

15m² klingt nach nicht viel und da sehe ich den (Kosten) Punkt der Installation einer solchen Anlage schon gravierender im Vergleich zu den sehr einfach handhabbaren Radiatoren.

Eine günstige ATXF25E sollte gut geeignet sein.

Kennst du den Stromverbrauch, den ihr bisher mit Heizlüfter hattet für eine komplette Heizsaison?

Nein, kenne ich nicht. Ich habe mal überschlagsmäßig mit 300W im Mittel über 100 Tage gerechnet und komme dann auf 200€.
Da der aktuelle Radiator ne elektronische Steuerung hat, die mal wieder defekt ist, heizt der im Moment mit 1kW dauerhaft durch und da drin hat es jetzt 25°C.

Wie geschrieben, ich muss die Anlage nicht auf mollige 21°C bei -5°C Außentemperatur auslegen. 10°C innen bei -5°C außen reicht dicke.

Ich bin mir bewusst, dass das Teil wild takten wird, bei dem kleinen Raum. Aber vielleicht kann man die Zyklen verlängern, indem man den Sensor leicht mit Styro einpackt oder so.

Das Ding wird sich nach 3 Jahren amortisiert haben. So lange hälts bestimmt :slight_smile:

Bei meiner Daikin Perfera kann ich die Temperatur bis runter 10°C einstellen. Bei Daikin gibt es auch 2kw Geräte als Einzelgerät, das reicht ja völlig und es taktet nicht ganz so viel.

Unsere Mideas gehen, meine ich, bis 17° runter, haben aber zusätzlich einen 8° Frostwächtermodus. Kann aber nicht zu Midea raten.

Unabhängig davon, was ihr zum Aufheizen nehmt, wäre nicht ein Heizkabel um die Wasserrohre effektiver und sparsamer. Falls das nicht sowieso befristet abgestellt und entleert werden kann. Haben wir im Pferdestall verbaut und funktioniert seit Jahren, nur am Wasserhahn gibt es bei starkem Frost einen kleinen Pfropf.

Wochenlang einen Radiator ohne Aufsicht laufen zu lassen, finde ich auch riskant. Dann schon eher eine kleine IR-Heizung.

Wir brauchen ja tatsächlich auch eine Raumheizung, wenn man mal Menschen drin sind. Das löst die Begleitheizung nicht. An die Wasserrohre kommt man so einfach auch nicht ran, ohne alles abzubauen.

Und da günstigen Klimas ja inzwischen echt wenig kosten, fällt die Entscheidung nicht schwer, das damit zu machen, auch wenn es gesamtenergetisch bessere Lösungen gibt.

Ich möchte da eigentlich nix verbauen, was am Ende nur ich verstehe und warten kann.

Dann solltest Du wenn darauf achten, dass Deine Anforderungen per Fernbedienung umsetzbar sind. Sehe ich bei Daikin nicht bei allen genannten Modellen gegeben und dann braucht es eine App auf dem Smartphone wo sich jeder registrieren muß und die Anlage einbindet. Das stell ich mir auch mit großem "Spaßpotential" vor.

Was ist denn per Fernbedienung nicht gegeben?
WLAN und Smartphone macht dort keinen Sinn. Wir haben da kein Internet.

Na dann fallen auch WLan Access Points durch ESP-Chip basierte Systeme weg wo man sich direkt verbinden kann? Wenn gar nicht gefunkt werden soll packste die Software eben auf einen W32T und hast eine LAN Verbindung wo Du auch ein lokales (Touch) Panel setzen könntest.

Passt alles mit der ATXF25E, da kannst du mit Fernbedienung bis 10 Grad runter und am Besten auch Econo einschalten. Lüfter auf Auto.

Sehe ich auch so, alles Herumgebastel sein lassen, wenn einem die Freizeit lieb ist. Muss jeder einfachst bedienen können. Schreib noch eine Checkliste und häng sie an die Wand.

Bedarfssteuerung geht nur mit App, aber die wirst du nicht brauchen.

Bei 10°C und 15m2 wird das Ding takten wie Hulle. Wenn einem alles egal ist, laufen wird's durchaus irgendwie.

Günstiger als Elektro wirds allemal.

Je nachdem wie schnell der Temperaturabfall im Container passiert könnte man die Anlage vermutlich auch mit Timer laufen lassen statt 24/7

Hab ich auch schon überlegt.
Aber wie setzt man den Timer um? Das geht ja sicher nicht über die Fernbedienung, oder?
Mit elektrischer Zeitschaltuhr in der Steckdose ists auch blöd, wenn man den Kompressor im Leistungsbetrieb regelmäßig abwürgt.

Was einfaches wäre vielleicht, per Arduino und Infrarot zyklisch ein- und auszuschalten.

Ist dann zwar auch gebastelt, funktioniert aber vielleicht enfach weiter, wenn das Infrarot-Teil ausfällt und ist deutlich weniger komplex (und billiger) als ein lokales WLAN aufzuspannen und zu unterhalten.

Müsste man mal suchen.
Aber normalerweise sollte sowas über die Fernbedienung programmierbar sein.

Ja, Timer geht auch über Fernbedienung, aber etwas umständlich.

Ich weiß gar nicht, wie das technisch gelöst ist, ob der Timer dann im Gerät gesetzt ist oder ob die Fernbedienung Impulse für Ein und Aus sendet. Falls letzteres der Fall ist, muss die Fernbedienung immer passend positioniert werden. Aber deshalb haben ja die Geräte immer auch einen Halter für die Fernbedienung, der an die Wand geschraubt wird.

Also der Timer ist eine simple Eieruhr im Bereich 1-12h. siehe Handbuch.

Irgendwas passt hier nicht.

Hatte schon einen Grund warum ich neben einem manuell konfigurierbaren Temperaturband zur Minimierung der Taktung und Nutzbarkeit wie eine Frostschutzfunktion zusätzlich auch die Möglichkeit einer dedizierten Zeitschaltung per Uhrzeit genannt habe. Aber man kann ja aufs Zettelchen an der Wand schreiben zu welchen Zeiten die Anlage zu schalten ist.