Was ist denn das Modell?
Man muss sich Gedanken darüber machen woher die Wärme für die BWWP kommt. Grundsätzlich gibt es 3 Quellen:
- Luft im Keller die von Außen zustömt
- Luft aus dem unbelüfteten Keller
- Luft die außen angesaugt wird mit Abluft nach außen
Im ersten Fall wird der Keller im Winter starkt gekühlt, so dass man ein großer Teil der Wärme von der Heizung kommt. Dafür kann es in der warmen Jahreszeit sehr feucht werden.
Im zweiten Fall wird der Keller getrocknet und gekühlt. Das hat nur Sinn, wenn dabei mindestens 4 Liter Kondenswasser pro Tag entstehen. 1 Liter Kondenswasser gibt etwa 0,63kWh her, ohne dass es viel kühler wird. Dann nutzt man indirekt die Erdwärme und hat als Zugabe einen trockenen Keller.
Im dritten Fall geht das gut, bis es draußen zu kalt wird. Dann sinkt der COP auf Tiefstwerte. Man nutzt dann nur elektrische Energie.
Dummerweise funktionieren alle Versionen gut und merkt gar nciht dass das sich das schlecht rentiert. Und zu guter letzt muss der Luftweg gereinigt werden. Der sezt den Verdampfer und die Filter mit Staub und Spinnweben zu. Auch dieser Bedarf kann unbemerkt bleiben, weil Abwärme des Kompressors und Zusatzheizstab alles vertuschen.
eh klar aber wenn du bwwp in den keller stellst hast den 80l boiler über für oben
der speichert "gefühlt" 10kWh Wärme. Wär was anderes wenn deine Batterie nicht so klein wär, aber du brauchst Speicher egal wie
Danke für diesen ausgezeichneten Beitrag
![]()
Ich kann bzgl. "Sinnhaftigkeit bei min. 4 l Kondenswasser" nicht mitreden (also garnicht), hast du das irgendwie ermittelt bzw. bei welchen "Rahmenbedingungen" trifft das zu?
Ich finde du beschreibst die "Situation" bzgl. BWWP perfekt-
Aus den von dir genannten Gründen finde ich die Dinger - insgesamt - auch nicht als "der Weisheit letzter Schluss".
Ich störe mich persönlich daran, dass die Dinger einerseits so "Raumgebunden" sind und andererseits eben ziemlich "klein" bestückt sind bzgl. Wärmetauscher.
Am Ende klingt es aber schon fast zuuu negativ für die BWWP. Wo es "passt", sind die Dinger sicher ok und wohl ein brauchbarer Kompromiss.
Deshalb hatte ich heute morgen auch geschrieben:
Ich würde mir an deiner Stelle zuerst Gedanken um das "Gesamtkonzept" machen im Sinne von:
Wird sich bei der Heizungsanlage generell was ändern (müssen?) die nächsten Jahre?
Denn wenn ja, dann wäre es ev. sinnvoller im Moment alles zu lassen wie es ist und das dann direkt zusammen zu erledigen.
"Mögliche Lösungen" gibt es immer viele, bedeutet aber nicht immer, dass man direkt immer umbauen sollte. Manchmal ist eine durchgeplante und gut überlegte "Gesamtlösung" dann sinnvoller.
Kommt dann halt sehr auf die vorhandene Technik und wie es zukünftig sein soll an.
Wie wird denn der 80l Boiler für BW im Keller beheizt?
Oft haben die noch freie Bohrungen für Heizstäbe, dann könntest du ggfs. auch dort den "übrigen" PV Strom verbraten... Ohne Umbauarbeiten an den Wasserleitungen im Bad...
Immerhin hast du im Grunde ja aktuell keinerlei "Handlungsbedarf" ![]()
Es funktioniert ja alles, oder?
Da würde ich - an deiner Stelle - die Situation in Ruhe bewerten und mir alle Optionen ansehen und überlegen.
Wenn du dann zu dem Schluss kommst (oder auch jetzt schon gekommen bist!), dass es deiner Ansicht nach das einzig sinnvolle ist, den vorhandenen DLE mit einem Elektroboiler zu tauschen - dann ist es ja völlig ok ![]()
Schade wäre aber, wenn du dann in zb. 1-2 Jahren das Heizungssystem tauschen willst (oder musst?) und dann der jetzige Einbau völlig umsonst war.
Also worum geht es grundsätzlich?
Ich denke darum, Energie zu sparen?
Aber auch darum, Geld zu sparen?
Also idealerweise beides?
Und dann kommt es eben darauf an ![]()
Also ich denke optimal wäre, wenn du erst mal erklärst was du genau hast (Heizungsanlage, Warmwasserbereitung) und damit heizt und wieviel Energie du damit aktuell verbrauchst.
Denn möglicherweise steht in absehbarer Zeit ja die Heizung zum Tausch an - dann würde die Warmwasserbereitung ggfs. eine "echte" Luft Wasser Wärmepumpe erledigen können. Dann mit besserer Effizienz dank ungleich größerem Wärmetauscher und auch ohne "negative Folgen" für den Innenraum / Keller.
Also letztlich würde ich über eine "Gesamtlösung" zumindest nachdenken.
Das ist tatsächlich super schwer einzuschätzen.
Stand jetzt haben wir einen Kachelofen der das komplette EG sowie das 1.OG über einen Schacht beheizt.
D.h wir haben keinerlei Leitungen im Haus liegen.
Das Holz kommt hierfür kostenlos aus dem Wald vom Schwiegervater. Das ist aufgrund des Alters natürlich auch endlich…
Zusätzlich habe ich nach und nach in jedem Geschoss eine Klima-Split eingebaut. Diese dienen stand jetzt aber lediglich zum kühlen im Sommer oder mal zum heizen während der Übergangszeit, wenn es sich noch nicht richtig „lohnt“ den Kachelofen anzuschüren.
Eine Wärmepumpe wäre vermutlich langfristig das go2, allerdings wäre das in unserem Fall mit extrem viel Aufwand und entsprechenden Kosten verbunden.
Ok... Das erklärt dann schon mal einiges. In diesem Fall könnte ich mir sogar vorstellen, dass eine wassergeführte Wärmepumpe ev. gar keinen Sinn macht - ausser man würde das Haus entkernen und generalsanieren. Aber "nachrüsten" in dem Sinn? Inkl. der kompletten Verrohrung? Um dann aber immer noch (nicht so gut geeignete) Heizkörper zu haben oder aber alle Böden rausreißen (für FBH)?
Eher nicht denke ich. Das kann sich niemals auch nur annähernd lohnen.
Aber das ist denke ich ja dennoch eine wichtige Erkenntnis: Jegliche Wassergeführte Zentralheizung ist (meiner Ansicht nach!) hier ungeeignet weil viel zu teuer.
Ja top. Damit kannst du doch auch wunderbar heizen. Ich würde an deiner Stelle - so lange es noch kostenloses Holz gibt - sehr genau "austesten" ob du damit auch im tiefsten Winter ausreichend heizen kannst und wenn nicht, entsprechend "ausbauen".
Du kannst mit den Split Geräten ja auch gut "Strom verbraten" zum kühlen im Sommer, aber ggfs. auch heizen in der Übergangszeit - sollte da noch genug kommen.
Ev. auch ein größerer Batteriespeicher?
Ein wassergeführte Wärmepumpe für Heizung (inkl. Brauchwasser) sehe ich persönlich hier nicht als sinnvoll an, somit bleiben für das Warmwasser im Grunde noch zb. diese Varianten:
- lassen wie es ist, Elektroboiler + DLE
- wie von @tageloehner vorgeschlagen vorhandenen Boiler nach oben - BWWP nach unten
- 2x BWWP
- nur oben neuen Elektroboiler wie dein Plan ist
Da die Dinger ja relativ billig sind, eventuell wirklich am sinnvollsten?
Ich würde das aber wohl erst machen, wenn der DLE mal den Geist aufgibt ![]()
Gleiche Situation wie bei mir. Allerdings wird mein Kachelofen mit Öl beheizt, was ich nicht mehr machen will, und daher seit ein paar Wintern auch nicht mehr mache. Ich heize rein mit Klimaanlagen. Das war in der Situation hier das einzig sinnvolle.
Eine normale Wärmepumpe wäre wegen der fehlenden Leitungen sehr teuer geworden. Und dann die Frage: Fußbodenheizung? Da hätte ich aber dann echt alles komplett umbauen müssen, noch teurer. Oder Heizkörper? Die hätte ich aber auch anschaffen müssen, und einen Platz dafür finden, und dann sind die nichtmal so effizient wie eine Fußbodenheizung.
Vielleicht könnte auch sowas hier eine passende Lösung sein bei dir:
(Als Beispiel)
Das sind Split Geräte wie deine aktuellen Split Klima´s auch, aber statt einem Innengerät für warme Luft erzeugen sie innen Warmwasser. Als ein Boiler innen.
Es gibt sowas auch von Daikin, dort kann man es mit "normalen Innengeräten" verbinden und erhält somit eine Multisplit Anlage mit Warmwasserboiler und einem oder mehreren Innengeräten.
Leider sind diese Lösungen alle vergleichsweise teuer, weshalb es scheinbar auch noch kaum oder keine Erfahrungsberichte gibt.
Aber möglicherweise würde das bei dir ja passen, falls du zb. zum heizen ohnehin noch weitere Innengeräte benötigen würdest?
Der Nachteil bei rein direktelektrischer Warmwasserbereitung ist halt, dass es immer "1:1" ist. Eine Wärmepumpe kann dann halt je nach Aussentemperatur usw. teilweise schon sehr viel effizienter sein.
Wenn du aber die Kosten betrachtest, kann es genau so gut sein, dass es sich in absehbarer Zeit niemals lohnen würde und du besser wirklich nur einen einfachen Elektroboiler kaufst bzw. den vorhandenen DLE noch nutzt bis er defekt ist ![]()
Ich werfe noch einmal ein:
Es gibt eine Lösung für das Obergeschoss. Dort ist sowieso nur Kaltwasser hin verlegt. Da dort aber wenig Wasserentnahme geplant ist, würde der Boiler reichen, und der benötigt auch keine Luft/Abluft.
Und dann gibt es noch für das, was im Keller steht eine Lösung. Wenn sowieso Wärmepumpe kommen soll, dann wäre ein Monoblock sinnvoll der draußen steht und das Warmwasser macht. Der macht dann Heizung und Warmwasser und ist in jedem Fall effizienter als eine BWWP weil der Wärmetauscher größer ist. Da aber jetzt eine BWWP kaufen und später die Wärmepumpe für Heizung... kann man machen, wenn man beides trennen will. Andernfalls kann man sich das sparen. Da würde ich eher warten bis ich das so täte. So ist es nur eine Installation und nicht zwei. Dann käme nur ein Speicher in den Keller und mit einer Frischwasserstation muss der Tank auch nicht so hoch geheizt werden und birgt kein Risiko vor Keimen etc., gleichzeitig kann beispielsweise im Sommer überheizt werden, da dort wegen der Frischwasserstation der Kalkabfall nicht stattfindet. Im Tank ist immer dasselbe Wasser.
Da ist dann wirklich wichtig auszudiskutieren, was man wann will.
Stand jetzt haben wir einen Kachelofen der das komplette EG sowie das 1.OG über einen Schacht beheizt.....Eine Wärmepumpe wäre vermutlich langfristig das go2, allerdings wäre das in unserem Fall mit extrem viel Aufwand und entsprechenden Kosten verbunden.
@jensdecker
Kannst du was dazu schreiben? Du hast doch auch Wärmerückgewinnung. Kann man beispielsweise ein Klimasplit-Gerät nicht mit so einem Schacht kombinieren? Dann könnte man Frischluft hinzufügen und warme Luft verteilen, was eigentlich noch eine höhere Effizienz haben müsste als ein wasserführendes Heizsystem.
Du vermischt da diverse Dinge ... Was ich habe ist eine KWL bei der Zu- und Abluft übers Dach gehen. Die Volumenströme davon würden höchstens für ein kW Heizleistung reichen, wenn man da ein Heizregister einbaut. Ist beim Passivhaus eine Option und wäre bei uns einen guten Teil der Heizperiode ausreichend, aber nicht praktikabel bei uns. Hier gehts um ne Warmluftheizung mit Luftführung rein im Haus. Könnte man natürlich drüber nachdenken da wo der Kachelofen steht die Zuluft der KWL zuzuführen und an anderer Stelle im Haus kältere Luft abzusaugen und sich so die Luftverteilung der KWL zu sparen wenn man in die Richtung gehen will um die Lüftungswärmeverluste zu minimieren.
P.S.: Wird bei meiner Schwester auch noch spannend ... Die hat noch nen Ölbrenner in einem Kachelofen im EG der über einen Warmluftschacht die weiteren Geschosse versorgt (hab den detailierten Aufbau nicht präsent, 500 km entfernt). Da wird man mit WP basierten Techniken wohl auch ne Zwangsbelüftung brauchen, um bei niedrigeren Lufttemperaturen noch genug Wärmetransport zu erreichen.
Hier erst mal Grundlagen. Angenommen deine Kellerwände und der Boden wären mit einer wasserdichten Lackfarbe gestrichen und es gäbe kein Fenster für Zuluft. Dann würde sich eine Temperatur von etwa 10°C bis 15°C einstellen. Wenn du dann Wärme mit der Brauchwasserwämepumpe entnimmst, wird es im Keller kälter. Dadurch steigt der Wärmestrom vom Wohnbereich zum Keller. Wenn die Kellerwände und die Kellerdecke auch noch gut wärmeisoliert soliert sind, sinkt die Temperatur weiter so dass der COP der Wärmepumpe sehr schlecht wird. Wenn dein Haus älter ist und die Kellerwände Feuchtigkeit abgeben können, wird diese verdunsten, wenn die Luftfeuchtigkeit sinkt. Die Wände werden dann kälter, weil Verdunstungswärme verbraucht wird. Dann steigt aber auch der Feuchtigkeits und Wärmestrom vom Erdbereich in den Keller. In dem Fall ist die Brauchwasserwärmepumpe eine Win-Win Situation: Dem Keller wird Wärme entzogen, ohne dass es viel kälter wird. Die Wärme stammt dann vom Wasserdampf, der am Verdampfer kondensiert. Wenn 1Liter Wasser aus Wasserdampf kondensiert, werden etwa 0,63kWh in das Brauchwasser übertragen. Dazu kommt dann noch die Verlustwärme des Kompressors der Wärmpumpe. Der ist sehr vom Temperaturunterschied zwischen Eingang und Ausgang abhängig. Den würde mit 40% ansetzen. Bei 4 Litern Kondensat würde als Wärmemenge 2,52kWh aus Kondensat plus 1kWh aus Abwärme des Kompressors zur Verfügung stehen.
Bei PV Überschuss würde doch ein (zeit) gesteuerter max.100 L Kessel direkt vor der Dusche optimal wirken.
Bei mir werkt hier wegen des großen Balkonkraftwerks mit Speicher eine BWWP die zeitgesteuert mit der BKW Leistung gut zurecht kommt.
Ps:
Aktuell hat die obige Hoval WP knapp 1kWh fürs nachladen auf 50 Grad incl. Verbrauch für den letzten Tag benötigt.
Sieh Dir mal eine Warmwasserwärmpumpe statt des Boilers an. Dann bleibt der Boiler aus. Die WWWP haben meist 600W Leistung.
Hier ein paar Gedanken zu einem einfachen Lösungsansatz:
Der DLE ist wird bei der Leistung 3phasig angeschlossen sein. Ein einfacher Weg könnte die Abschaltung von 1 oder 2 Phasen sein. Diesen Ansatz habe ich bei meinen Eltern so umgesetzt. Das ist allerdings ein alter einfach aufgebauter DLE ohne irgendwelche Überwachungselekronik. Ob Dein Modell dann noch funktioniert müsstest Du testen.
Einfachster Weg: im Sicherungskasten 1 oder 2 Phasen wegschalten.
das ist m.E. einfacher leicht umzusetzender Ansatz.
Wenn das nicht reicht gibt es pragmatische Lösungsansätze, die aber elektronische Kenntnisse voraussetzen:
Es kann 1 Phase zur Leistungsreduktion mit 230V betrieben werden. Dazu wäre ein Eingriff im DLE erforderlich
Wenn das immer noch nicht reicht könnte man im DLE 2 oder sogar 3 der 3 Heizelemente in Reihe schalten und mit 230V betreiben. Der elektr. Widerstand erhöht sich dadurch und die Leistungsaufnahme sinkt dementsprechend.
Nach jedem Schritt sollte man kurz testen ob das Wasser noch heiß genug wird.
Bei diesen Vorschlägen sollte man auf jeden Fall wissen was man tut um sich nicht in Gefahr zu bringen. 400V sind gefährlich!
Jede Leistungsreduktion führt natürlich dazu, dass das gezapfte Wasser kälter wird.
Wie bereits gesagt: Man sollte wissen was man tut und sich über mögliche Konsequenzen im Klaren sein.