Mir wäre alleine schon der Platz für die Tanks zu schade. Ne Ölheizung kann man wohl selber reinigen/warten, so dass die Fixkosten dafür wegfallen und auch keine Grundgebühr wie beim Gas, bleibt nur der schwarze Mann/Frau, aber ökologisch ist es wohl selbst beim aktuellen Strommix im Winter nicht, Öl zu verbrennen. Reservekraftwerke hätten wir wohl auch genug zur Selbstversorgung, die normal halt einfach wirtschaftlich Unsinn ist.
Dann müssten in Skandinavien nur Idioten wohnen, denn dort ist eine Wärmepumpe ganz normal.
Und die Sache mit der Strommenge ist halt auch sehr von der Politik abhängig.
In meinem Haus (BJ so um 1900) werkelt eine WPL-A 7 von Stiebel-Eltron LWWP.
Verbrauch vor Umstellung ca. 15000kWh (10000kWh Gas und 5000kWh Holzpellets (Ofen))
Verbauch der WP 2900 kWh Strom bei einem COP von 3,86 (Heizen und WW kombiniert)
60°C Warmwasser gehen problemlos (mache ich aber nur bei Solarüberschuss ansonsten 55°C)
Die Werte finde ich sehr beachtlich. Kannst du noch etwas mehr zu deinen Vorraussetzungen (qm, Dämmung, Heizkörper) sagen. Baujahr 1900 und 15000kWh Energiebedarf klingt erst einmal wenig. Setzt du den Pellet Ofen überhaupt nicht mehr ein?
Also ich möchte das nochmal resümieren, Ausgangslage vom TE war:
“Auf der anderen Seite brauchen wir im Jahr kaum mehr als 1500l Heizöl, was ja mit 10kW Heizleistung pro Liter 15000kWh (ohne Verluste) in etwa entspricht.”
Da oben steht: “Alte Ölheizung” gehe ich nicht von einem Brennwertgerät aus. Sagen wir mal 85% Wirkungsgrad. Also 12 750kWh.
Eine LLWP wurde verbaut. Zusätzlich kommt jetzt noch eine LLWP dazu. Also wird maximal eine 5KW LWWP benötigt.
Er spart sich das Öl und den Schornsteinfeger.
Das Haus hatte 1998 als wir es gekauft hat ein 3 schaliges Mauerwerk (Klinker - Luftschicht - Doppelklinker - Luftschicht - Kalksandstein) insgesamt ca. 60cm. Und einen Dachstuhl mit 10cm Glaswolle in den Dachschrägen, wo die Zimmer sind, Spitzboden und Zimmerdecke oben war nicht gedämmt.
Die äußere Klinkerschicht und der Dachstuhl sind 1984 gemacht worden.
Nach der Übernahme wurde 1989 eine neue Gasbrennwerttheme mit Solarthermie eingebaut.
Dann kamen nach und nach Dämmung der oberen Zimmerdecke, neue Fenster, neue Haustür, 2021 dann neues Dach mit 140mm Aufdachdämmung und die erste PV.
2023 kam dann die Erweiterung auf PV (20kWp + 29kWh Speicher gesamt)
2024 dann die Wärmepumpe.
Der Pelletofen steht im Wohnzimmer und wird nur ab und an angemacht.
Vor der Wärmepumpe 900kg pro Jahr, jetzt nur noch die Hälfte.
Heizlast / beheizte Gebäudefläche ist jetzt 65.4 W/m2
Sowohl der Schorni als auch das Heizhörnchen attestieren uns trotz des Alters der Anlage 92% Wirkungsrad.
Möglicherweise wegen diverser zusätzlicher Isolireungen. Aber Heizhörnchen sagt: Laufen lassen solage es läuft.
Der Schorni sagt das selbe, aber vielleicht auch aus Eigennutz.
Was verstehst du unter Heizhörnchen? Kenne den Begriff nicht.
Mit welchen Daten? Des Ölkessels? Dann lass doch erst einmal laufen und guck wie sich die beiden Splitklimas so machen. Wegschmeißen kannst du das Ding immer noch.
Wir nennen unseren Heizungsservicetechniker so. Das hat historische Gründe.
Diese Aussagen sind recht wahrscheinlich falsch. Das ist eher ein theoretischer Wirkungsgrad unter optimalen Bedingungen. Im Alltag rutscht der Wirkungsgrad stark runter. Viele, die auf Wärmepumpe umbauen, erkennen, wie schlecht die Gas- oder Ölheizung vorher vom Wirkungsgrad war.
Ich würde mal sagen, so 70-80%, mehr wird man als Gesamtwert über Heizzeit nicht haben.
Man muss auch aufpassen, ob der Wirkungsgrad auf den Brennwert oder den Heizwert bezogen ist.
Endlich mal einer der es sagt! Danke!
Natürlich ist der Preis nicht gerechtfertigt. Die Chinesen bieten Dieselben Geräte an, wahlweise mit R32 oder R290. Aber Ideologen zahlen halt gern. Abwarten heisst die Devise.
Nach meinen zuletzt in diesem Thread geschilderten Erfahrungen https://akkudoktor.net/t/verstaendnis-modulation-llwp-am-beispiel-daikin-perfera/36096/15
bin ich guter Dinge für meinen Plan.
Also ich heize mit der FTXM35A unser 40 qm Wohn/Esszimmer im unrenovierter Altbau von 1961, Reihenmittelhaus mit älteren Doppelglasfenstern.
Die Einstellungen für die Klima sind Nachts auf 19°, Morgens mit 1 Stunde hoher Lüfterstufe auf 20° (Die Tür mach ich Abends mit ca 15 cm Spalt auf)
Danach auf 22,5 Grad und nachmittags auf 24 oder 24,5 Grad (wenn es draussen kalt ist)
Die Tür zum Flur mit Küche und dem oberen Stockwerk wird meist mit einem Spalt von 10-20cm geöffnet um die alte Ölheizung zu entlasten und Öl zu sparen.
Damit haben wir abends angenehme 22 Grad im Wohnzimmer.
Im Januar habe ich dafür bis jetzt 134 kWh (gemessen mit Shelly) verbraucht und dafür 701kWh (lt Onecta App) bekommen. Errechneter COP 5,2.
Für den Rest des Hauses läuft unsere alte Öl-Heizung mit 55 Grad Kesseltemperatur (für Warmwasser) und Vorlauf von etwa 40 Grad mit einer Spreizung unter 5 Grad bei kleinstem Pumpenvolumen und passend geöffneten Ventilen.
Bad bei 19 Grad, Rest bei 16.
Das dürften guten Voraussetzungen für mein Vorhaben sein, die Ölheizung durch eine kleine Wärmepumpe evtl, mit separater WW-Wärmepumpe zu ersetzen.
Fürs Obergeschoss wird im Frühjahr noch eine ATXD25A installiert um bei Bedarf heizen oder kühlen zu können.
Leider habe ich immer noch keine leise (und preiserte) R290 Wärmepumpe mit ca 5kW gefunden. Mit Warmwasser wäre wünschenswert.
Wenn der Kosten- und Installationsaufwand aber mit separater WW-Wärmepumpe kaum höher ist würde mir auch diese Variante wegen der Ausfallsicherheit gefallen..