Für den Einstieg suche ich einen 16kWh Niedervolt Speicher. Wie sehen hier aktuell die Empfehlungen aus?
Perspektivisch soll der Speicher an einem Multi RS Solar 48/6000 betrieben werden.
Vorgesehener Installationsort ist der unbeheizte Hauskeller mit ca. 10-25°C. Akkuheizung und IP-Zertifizierungen sind deshalb von untergeordneter Bedeutung. Ebenso der Formfaktor.
Ein zuverlässiges BMS bzw. Gesamtsystem dagegen wäre wichtig, da eine industrielle Rauchabzugsanlage vorerst preislich und bautechnisch nicht vorgesehen ist und ich die Stockwerke auf dem Keller dennoch auch künfitg gerne behalten möchte.
Meine bisherige Recherche hat ergeben:
ein gutes BMS wäre wichtig -> ein echtes BMS Ranking konnte ich aber nirgends finden
stehende Zellen (=korrekte Einbaulage lt. Hersteller) wären zu bevorzugen
ein Fertiggerät wäre versicherungstechnisch die bessere Wahl
geschweißte Zellverbindungen wären zuverlässiger
ggf. verbaute Löscheinrichtungen sind wohl eher kosmetischer Natur
Wenn ich alles berücksichtige bleibt kaum etwas übrig bzw. sind einige Aspekte überhaupt nicht so einfach ersichtlich.
Ich habe mir die Videos aus der Produktion der nkon-Speicher angesehen, da wäre wohl nur der ECO mit 16kWh mit stehenden Zellen, dafür sind diese aber verschraubt.
Bei den schlanken hohen Speichern dürften wohl die allermeisten Hersteller die Zellen liegend verbauen.
Alternativ bleibt noch die 5kWh-Liga, hier wären dann drei Geräte erforderlich. Preislich und von der Zuverlässigkeit kann ich mir aber nicht vorstellen, dass man damit insgesamt besser fährt.
Nimm den Nkon Ess Eco. Ja, die Zellen sind verschraubt und das ist gut so! War für mich ein wichtiges Auswahlkriterium! Verschraubte Zellen kann man tauschen, verschweißte eher sehr schwierig! Das ist kein Nachteil, das ist ein Vorteil! Wenn die Schrauben ordentlich mit Drehmoment angezogen sind, ist das absolut kein Nachteil - im Gegenteil!
Dort ist ein solides Seplos-BMS V.3.0 verbaut, wird allgemein für gut befunden. Ich bin damit nicht ganz glücklich, weil bestimmte Parameter nicht wirklich überschrieben werden können. Zumindest hat es bei mir nicht geklappt, die Ladespannung unter einen bestimmten Wert zu bekommen. Ich wollte im Sommer nur bis 54,2 oder 54,4V laden - da lange genug Sonne scheint um die Akkus schonend voll zu bekommen (Absoptionszeit). Man kann die Werte zwar über die App ändern, der Deye hat trotzdem bis über 55V geladen und auch eine höhere Ladeschlußspannung angezeigt. Bin dann auf Spannungssteuerung über den Deye gegangen und habe das BMS-Kommunikationskabel abgesteckt. Jetzt kann ich die Werte vorgeben.
Persönlich finde ich JK-BMS besser. Habe schon 3 davon im Einsatz und die tun alle was sie sollen. Das Seplos ist aber wohl HW-technisch sogar besser.
Das mit den verschraubten Zellen sehe ich prinzipiell auch so, vor allem vom Aspekt der Nachhaltigkeit her. Allerdings muss man dann auch überlegen, wie realistisch der Tausch einer Zelle ist.
In den ersten Jahren wird man das wohl vermeiden, da sollte die Garantie des Herstellers greifen. Und sollten Zellen wirklich nach bspw. 7-10 Jahren ausfallen, dann ist vollkommen unklar, ob überhaupt (neue) Zellen im heutigen Format verfügbar und die ganze Angelegenheit wirtschaftlich sinnvoll ist.
Wenn ich mir zum Vergleich die Formate der PV-Module der letzten 25 Jahre anschaue, da wird es auch schwierig eine Anlage >10 Jahre mit Modulen derselben Leistungsdaten und Formate zu ergänzen. Vom wirtschaftlichen Aspekt ganz zu schweigen.
Die Module gibts immer noch, entweder über Secondsol o.ä., kleinanzeigen und großteils auch neu. Bei älter als 15 Jahren wird es langsam schwieriger, aber auch alte Batteriemodule findet man zuhauf selbst von schon ausgeschiedenen Unternehmen am Markt.
Die jetzigen Zellen wird es sicher noch in 10-15 Jahren geben, vielleicht nicht mehr als Neuproduktion. Es ist nicht untypisch, dass einzelne Zellen nach 10 Jahren schwächeln (oder auch früher) und dann ist es gut, wenn man sie tauschen kann. Kannst Dir ja auch nach 5 oder 10 Jahren mal 2-3 Zellen auf Reserve legen - die unterliegen dann natürlich der kalendarischen Alterung. Aber bei 30% SoC und 10 Grad halten die sicher 20-30 Jahre. Habe alte 18650er Zellen (NMC oder LiMnCO etc.) die im Kühlschrank schon 15 Jahre lagern und kaum Spannung verlieren (1-2 mV im Jahr).
Deye hat auch eigene Speicher, ähnlich Seplos usw.
Was spricht gegen DIY? Dann hast Du genau das, was du willst und weißt wie es zusammengesetzt wurde. Wir hatten wegen Anmeldung beim VNB darauf verzichtet, am Ende ist unser Elektriker dann abgetaucht - hatte keine Lust mehr, nachdem das Portal des VNB 3 Mal nicht erreichbar war wg. Wartungsarbeiten. Denen scheint es bisher egal...
Warum soll es so lange halten? Unser Speicher hat 16kWh und wird sich nach 4 Jahren amortisiert haben. Innerhalb der 2 Jahre den wir ihn haben hat sich der Preis für den um ungefähr 800€ abgesenkt. Wenn die 4 Jahre um sind bekommen wir dieselbe Größe für die Hälfte des Geldes. Selbst wenn er dann das zeitliche gesegnet hat wird ggf. ein Neuer gekauft....
Laserverschweisste Zellen haben den unschlagbaren Vorteil der stoffschlüssigen Verbindung zwischen Aluminium-Pol der Zelle zur Aluminium-Busbar zum Aluminium Pol der nächsen Zelle.
keine noch so gute Verschraubung keine Kombination aus fremden Metallen (Spannungsreihe, Oxydation etc..) da dagegen anstinken.
Die Deye Batterien sind wie alle 08-15 Batterien wie die Felicity, Wattcycle, Eco-Worthy etc... verschweisst.
Gegen DIY spricht, dass es aktuell kaum günstiger ist als Fertigsysteme. Außerdem ist es bei der Anmeldung und für den Versicherungsfall wohl eher noch komplizierter mit DIY-Packs.
Gibt es bei den von @Auric genannten "08-15 Batterien" auch welche mit stehend verbauten Zellen? Wie sieht es mit BMS und Kompatibilität aus?
M.W. hat Pylontech Pouchzellen, wenn das noch immer so ist, würde ich Abstand nehmen. Die Dinger sind früher mal reihenweise abgefackelt oder hatten andere Probleme. Pouchzellen sind der letzte Mist, da kein Sicherheitsventil möglich. Die blähen sich als erste auf, wenn etwas nicht stimmt. Werden immer noch in Scooterbatterien etc. verbaut, weil billig, leicht etc.
@roterfuchs : warum soll ich eine Batterie nicht 20 Jahre oder länger nutzen, wenn sie noch läuft und gut ist? Ich bezweifle auch, dass dieser Preisrückgang in diesem Tempo anhält. Das wird nur passieren, wenn in 5 oder 10 Jahren eine ganz neue Batterietechnologie auf den Markt kommt, die wesentlich besser/günstiger ist. Außer vielen Marketingflyern oder fantasievollen YT-Videos sehe ich das aber nicht. Li-ion und insbes. LFP dominieren den Markt seit 15...20 Jahren - da wird sich in den nächsten 10 vermutlich nicht viel ändern.
Bei den älteren Pylontech (US2000?) gab es in der Tat etliche Probleme. Sowohl das BMS, als auch die Zellen selbst waren wohl nicht so der Bringer. Wie es bei den aktuellen ist weiß ich nicht. Es gibt zwar 10 Jahre Garantie, aber lieber ist mir dann doch ein Produkt, das einfach funktioniert anstatt auf Austausch zu warten.
Zumal ich mit 3x US5000 auch locker über 2k € bin. Der dreifache Verkabelungsaufwand ist auch nicht zu unterschätzen.
Ich habe in dem Zusammenhang eher die Empfehlung statt Pylontech lieber Pytes & Co. in Erinnerung. Allerdings finde ich da nirgends Angaben zu Zellen und BMS.
Pylon... würde ich mir nicht schenken lassen. @loetfix: Die Deye Batterien ohne Display lassen auch hinlegen, dann stehen die 314er Zellen @solarfreund: das lässt sich auch mit einer Laserverschweissten Batterie aus prismatischen Zellen machen, die Flex ist dein Freund, da so eine Batterie aber eine Garantie und ein Preisverfall hat würde ich meiner Batterie in ein paar Jahren vermutlich nicht zu leibe rücken und sie zu einer 15S kastrieren da es noch andere 16S Batterien gibt wäre das auch nicht praktikabel
Wenn die Reparatur länger dauert oder teurer ist als ein komplett neues Modell, sollte man lieber die alte Hardware verkaufen und sich etwas Neues kaufen. Man kann nie genug Akkukapazität haben.
Wenn ich den Akkudoktor richtig verstehe geht der Akku so oder so inne Fritten, weil es einmal von der Nutzungsart abhängt, aber auch die Zellen so oder so jedes Jahr altern. Wenn dann die Kapazität zu sehr gesunken ist muss man ggf. sowieso austauschen. Daher bleibt die Frage, ob das, was man kauft der Endzustand ist, dann kann man investieren. Oder soll doch irgendwann mal was geändert werden, dann wäre günstiger besser. Weil man so auch weniger Verlust macht.
Naja, eine verschraubte Zelle zu tauschen dauert 5 - 10 min. (wenn man versiert ist) und vielleicht 30 min. wenn man es zum ersten Mal macht. Wenn Du in der Std. 2000 Euro verdienst, dann lohnt es sich tatsächlich nicht. Bei verschweißten Zellen wird es wesentlich länger dauern und birgt deutlich größere Gefahren.
Bei einer 20 Jahre alten Batterie lohnt der Tausch dann sehr wahrscheinlich nicht mehr und auch dann nicht, wenn neue Zellen nur noch 1/4 kosten und die 2-3-fache Kapazität haben. Aber das sehe ich sobald nicht.
Musste Schmunzeln. Bei der Batterie vom Nachbarn war eine Zelle nicht verschraubt.
Aber Nkon wäre trotzdem auch meine Empfehlung.
Alternativ Leergehäuse und dann selber Zellen reinstellen. Der Vorteil davon ist das man das in Einzelteilen noch einfach transportiert bekommt. Die 120kg bewegen sich nicht mehr so leicht