ich habe jetzt seit einem Monat mein 2000Wp Balkonkraftwerk am laufen. Ich warte aktuell jetzt noch auf einen günstigen preis um mir eine Growatt Noah 2000 Batterie (DC) zu kaufen. Ich wollte hier erstmal mit einer (2kWh) starten und ggfs noch eine zweite nachrüsten*. Steuern werde ich dann meinen WR über openDTUonBattery (Batterie(n) stelle ich dann stumpf auf 800W Ausgang). Achja und der Plan ist, die Batterie(n) in den ganz kalten Monaten abzustecken und, anstatt in der Garage, im Keller überwintern zu lassen.
Ich hatte jetzt als übernächsten Schritt folgende Idee. Könnte es nicht Sinn machen die DC Batterie(n) mit einer AC Batterie zu kombinieren? Diese würde ganz normal die Speicherleistung für sehr sonnenreiche Tage vergrößern. Zudem hätte ich dann noch etwas Speicherleistung in den Monaten, in denen meine DC Batterie(n) im Keller überwintern. Aber der Plan wäre jetzt auch die AC Batterie in den Waschkeller zu stellen und (abwechselnd) Waschmaschine und Trockner direkt anzustecken. Gibt es denn AC Batterien, die genügend Ausgangsleistung haben, um daran z.B. eine WaMa zu betreiben? Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte z.B. eine EcoFlow Stream AC Pro bis zu 2300W liefern, wobei 1100W aus der Batterie selbst kämmen und 1200W aus dem Hausnetz - hiervon könnten aber 800W aus der DC Batterie kommen.
Kann ein solches Set-Up Sinn machen oder, noch besser, hat jemand ein solches Set-Up sogar schon am Laufen? Die Kommunikation der beiden Speicher wäre vermutlich zu kompliziert oder? Idealerweise sollte ja immer erst der verlustfreie DC Speicher laden bzw entladen (bis zu seiner vorgegebenen unteren Schwelle) und erst im Anschluss sollte der AC Speicher aktiv werden.
AC Batterien scheinen ja schon etwas teurer im Vergleich zu DC Batterien zu sein. Außerdem hatte man natürlich etwas Transformationsverluste.
Viele Grüße, Bernd
*Ich habe gelesen, dass das Lademanagment zwischen 2 Noahs sehr schlecht sein soll. Gerne hierzu Feedback. Könnte es eventuell Sinn machen je 2 Panele an einen Noah anzuschließen und dann die Noahs einzeln mit dem WR verbinden (sodass die Noahs gar nix voneinander wissen)? Wenn die Module relativ ähnlich ausgerichtet und ähnlich verschattet sind, sollte das doch eigentlich ganz gut funktionieren oder?
sei mir nicht böse… dein Vorhaben macht sehr wenig Sinn. Es ist eine nette Spielerei um erste Erfahrungen mit Solar und Batteriespeicher zu bekommen. mehr nicht.
AC - DC ??!! Es ist völlig egal, für was du dich entscheidest. Bei 2 kWh kommst du nicht weit. Du benötigst immer eine Wandlung von DC nach AC, wenn du eine Batterie hast. Und ob du dann noch mal ein Solarregler kaufst, der die Batterie gleich in DC laden kann, ist bei der kleinen Anlage wurscht. Außer daß es mehr kosten, und mehr Aufwand ist. Die Frage nach dem Wirkungsgrad halte ich persönlich sür sinnfrei. Einfach für 60€ Euro ein 450Watt Panel mehr dranhängen ist die preiswerteste Lösung.
Besorg dir einen Speicher so ab 5 kWh und einen Hybridwechselrichter, der hat alles gleich drin. Oder nimm eine Anlage von Victron, da kannst du mit DC oder AC laden.
Der Begriff ‘AC-Batterien’ ist absolut irreführend bzw. falsch. Wird zwar hin und wieder so gesagt, aber es gibt keine Batterie die AC speichert oder mit AC geladen werden kann. Was gemeint ist: zum Laden wird AC auf DC gewandelt und zum Verbrauchen eben wieder umgekehrt. Das ist ein Wandlungsschritt mehr, als direkt DC zu Laden (und am besten auch DC zu verbrauchen). Viele Geräte laufen übrigens recht problemlos auch mit DC (alle ohmschen Lasten wie Tauchsieder - wenn die Spannung stimmt) oder viele Schaltnetzteile (starten oft ab 90VDC, können aber auch 240VAC).
Batterien versuche ich immer direkt über DC von PV zu laden, ggf. mit einem Buckconverter auf die richtige Spannung bringen oder mit einem DC Laderegler, wie die MPPTs von Victron z.B., die sollen auch sehr effizient sein und einen guten MPP-Tracker haben.
Ich versteh das Konzept nicht. Der Akku kommt in den Keller, weil er sowieso im Winter nicht voll wird. Dafür soll ein AC-Akku gekauft werden. Der bringt im Sommer mehr und läuft im Winter durch. Wieso läuft dann der DC-Akku im Winter nicht durch? Oder geht es darum, dass das BKW nur 800W liefern darf? Ergo soll mit dem AC Speicher mit 800W geladen werden bis er voll ist und der DC Akku soll geladen werden. Wenn nun die Waschmaschine angeworfen wird, soll der DC-Akku wieder entladen werden + AC-Akku.
Ich bezweifel, dass man das so darf. Und wenn man das sowieso nicht darf, dann kann man es sicherlich auch einfacher machen. Indem z.B. ein Wechselrichter gekauft wird der mit einer CT-Klemme misst oder mit nem Messgerät und auch 2KW ins Hausnetz schieben kann, aber maximal einspeist mit 800W…. das wäre zwar ebenfalls nicht erlaubt aber sinniger.
@paddy72 Sry für die Irreführung aber ich bleib jetzt mal bei den Namen um nicht jedes mal “mit AC Strom geladener Akku” schreiben zu müssen
@roterfuchs Du hast es ganz gut zusammengefasst. Der DC-Akku steht halt in der sehr kalten Garage. Da der im Winter eh kaum was bringt, soll er im Winter in den Keller um die Lebenszeit zu verlängern. Natürlich bringt auch der AC-Akku kaum was im Winter aber da der im relativ warmen Keller stehen würde, würde er natürlich trotzdem durchlaufen.
Genau, da ich aktuell nur ein Balkonkraftwerk habe, bin ich immer auf 800W Einspeisung limitiert. Ich dachte, ich dürfte, falls ein Anschluss vorhanden ist, an einen AC-Akku direkt ein Gerät anschließen und mit auch mehr als 800W aus der Batterie speisen. So hatte ich das z.B. auf der EcoFlow Seite verstanden (EcoFlow STREAM Ultra X Balkonkraftwerk mit Speicher - EcoFlow Germany):
Verstehe nur die Unterscheidung DC- / AC-Batterie nicht. Jede Batterie kann über den AC-Umweg geladen werden und jede Batterie kann im kalten oder warmen Keller stehen. Warum stellst Du die bisherige Batterie im Winter nicht warm unter und nutzt sie weiter? Das hat doch alles nichts mit DC oder AC zu tun? Die Frage (und die Begrifflichkeiten) sind einfach verwirrend.
Gibt es einen bestimmten Grund, weshalb eine bestimmte Batterie nur über den AC-Weg geladen werden soll?
Ich verstehe. Ist ein wenig krude geschrieben und macht Gedankengaga. (das vom Hersteller)
Diese Kiste ist ein Wechselrichter. Der Wechselrichter nimmt 2000W max. PV-Leistung an.
Der Wechselrichter hat einen Netzanschluss über den er maximal 1100W Netzstrom ziehen kann.
Der Wechselrichter kann über jenen Anschluss nur 800W nach außen geben.
Der Wechselrichter hat eine separate Steckdose, an der Geräte direkt angeschlossen werden können. Damit ist der Wechselrichter in der Lage, 1200W aus einem Akku + 1100W aus dem Netz, also 2300W zu liefern.
Nun willst du diese 1100W aus dem Netz mit einem AC-Akku realisieren. Den du vorher mit dem BKW aufgeladen hast, also wenn 800W “eingespeist” werden.
Und jetzt brauchst du eine Automation, die vereinfacht sagt:
Zuerst versorge meine Last, dann lade den DC-Akku voll, wenn dann noch PV-Strom, dann lade AC-Akku. Und dem AC-Akku willst du sagen, dass er misst, ob Last vorhanden ist und das ausgleicht.
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Ich weiss nicht, ob der BKW-WR nicht die ganze Zeit misst, und dein AC-Akku misst, und die sich dann gegenseitig blockieren oder in den Weg kommen. Zudem hebelt das Ganze dann doch wieder die 800W aus, weil du mit dem AC-Akku 1100W EINspeisen willst in dein Hausnetz.
PS: Intelligentes Konzept übrigens! Gefällt mir. Unsinnig, aber gefällt mir!
@paddy72 Jetzt verstehe ich deinen Punkt. Für die Garage plane ich, wie geschrieben, ein oder mehrere Growatt Noah 2000 (eventuell auch Marstek B2500-D). Beide haben keinen integrierten Wechselrichter, daher kann ich sie so ohne weiteres im Winter nicht aus der Steckdose laden. Mein externer Wechselrichter bleibt ja auch im Winter in der Garage hängen.
@roterfuchs Mist, jetzt habe ich den falschen Link/Bild angehängt. Ich hatte an einen Akku ohne jeglichen DC Eingang gedacht. Der soll ja im Keller stehen, weit weg von meinem Balkonkraftwerk. In etwa so (EcoFlow STREAM AC Pro/AC Balkonkraftwerk mit Speicher - EcoFlow Germany) aber zugegebenermaßen habe ich das auch nicht 100% durchstiegen
Tut mir leid, das was da steht verstehe ich nicht.
Dein BKW kann 2000W haben - Check
Dein BWK darf nur 800W über das 230V reingeben. - ???
Der DC-Akku kann nur mit 800W entladen werden. - (von 2 abhängig)
Der AC-Akku kann entweder über Netz geladen werden oder über dein BKW (oder den DC-Akku über den WR mit max. 800W) - Check
Der AC-Akku darf aus dem 230V-Netz nur entnehmen, aber NICHT einspeisen. Ob das aber zulässig ist von Seiten des Netzbetreibers weiss ich nicht, weil er am Stromnetz hängt. - ???
Der AC-Akku dort kann 1200W von sich nehmen, kann also 1,2KW aus dem Akku entnehmen, dann 0,8KW aus dem BKW (oder dem DC-Akku) und weitere 300W aus dem Netz zu einer am Gerät befindlichen Steckdose leiten.
Wenn deine Waschmaschine/Trockner mit 3KW zieht, wars das. Der AC-Akku wäre auch nur für diese Steckdose nutzbar, nicht für dein Stromnetz.
o.k. - jetzt verstehe ich Dich auch besser. Wenn ich von ‘AC- oder DC-Batterie’ lese, denke ich zunächst nur an den Akku, wie der geladen wird ist mir (und dem Akku) erstmal egal.
Growatt Noah oder Marstek sind vermutlich irgendwelche Kombigeräte mit teils integriertem WR, teils integriertem Laderegler etc. etc.. - kenne die Geräte im Detail nicht. Das ist für mich nicht einfach nur ein ‘AC-Akku’ (oder DC) sondern eben eine mobile Energieversorgungsbox.
Ich nutzte solche Kombigeräte nicht, da ich mir alles aus den passenden Komponenten selbst zusammenbaue, incl. kompl. Akku. Dazu besorge ich mir dann die geeigneten DC-Laderegler um die PV-Leistung optimal auszunutzen und nicht unnötig hin- und her zu wandeln.
Wenn Du mit deinem (Micro-)WR die 800W ins Hausnetz einspeist, könntest Du damit natürlich - über den Umweg AC-DC - in der Garage auch deinen 2. Akku laden.
Mir persönlich sind diese Kombi-Akku-Versorungsgeräte i.d.R. zu teuer für ihre Leistung/Kapazität. Mit max. 1000 Eur baue ich eine 16 kWh LFP-Batterie incl. BMS, mehr braucht es nicht auf der Akkuseite. Beim passenden (DC-)Laderegler oder Hybrid-WR muß man sich dann ggf. mehr Gedanken machen.
Wenn ein Akku in der Kälte steht kann man ihn (unterhalb +5 Grad) kaum noch gefahrlos laden, ab 0 Grad, sollte man gar nicht mehr laden oder nur mit winzigem (0,01C) Ladestrom. Das macht wenig Sinn, falls im Winter gerade mal strahlender Sonnenschein ist und der Akku bei -5 Grad in der Garage steht. Warum stellst Du den - zumindest im Winter - nicht in den wärmeren Keller?
@paddy72 Genau das ist ja mein Plan. Im Frühling/Sommer/Herbst nutze ich den Akku, im Winter wird er eingetütet und kommt in den Keller. Im Winter speise ich dann alles direkt ins Hausnetz ein - das wenige wird ja eh größtenteils direkt verbraucht werden. Akkus selber bauen übersteigt leider meine Fähigkeiten
@roterfuchs Meinst du weil nicht gleichzeitig 2 800W WR im Haus genutzt werden dürfen, oder? Dabei wäre es auch unerheblich, dass ich ja so regeln würde dass in Summe nie mehr als 800W ins Hausnetz fließen würde. Da hast du einen Punkt. Man darf ja offiziell auch keinen runtergeregelten zB Hoymiles 1600 als Balkonkraftwerk WR verwenden - alleine weil er theoretisch potenter wäre
Ich verschiebs mal in die passende Balkonkraftwerk-Rubrik, dann wird auch das Thema AC-Speicher und DC-Speicher besser verständlich, weil das gerade bei Balkonkraftwerken zentrale Konzepte sind, die hier wg. der 800W Grenze große Bedeutung haben.
Du darfst im Haus in Summe nur 800W über das 230V Netz laufen lassen. Das darf nur auf einer Phase passieren, weil die BKW Regelung für steckerfertige Geräte gilt. Alles was darüber hinaus geht ist entweder eine anmeldepflichtige Anlage, die wiederum entweder einspeist oder nicht einspeist, oder eine Inselanlage die gar nicht am Hausnetz hängt sondern beispielsweise nur eine Steckdose im Keller beliefert.
Das Ding hier ist eine Zwischenlösung, es ist gerade noch so ein BKW (wenn es das ist, siehe meine Frage über die 800W Maximalleistung des WR ins 230V Netz), aber ob der AC-Speicher, den du wahrscheinlich ebenfalls anmelden musst sofern er denn rückspeisen KÖNNTE, denn legal einzubauen ist, das weiss ich nicht. In jenem Moment, an dem der AC-Speicher auch nur entfernt was ins 230V Hausnetz einspeist anstatt entnimmt ist er kein Verbraucher mehr.
Zwischenlösung, weil er dennoch nur 2,3KW liefern kann. Du kaufst dir das jetzt, und dann reicht die Leistung trotzdem nicht, weil 2,3KW für deine Waschmaschine im Heizmodus nicht reicht, oder der Trockner kein Wärmepumpentrockner ist und mehr nimmt. Dann nützt dir der AC-Akku gar nichts mehr, weil der steht ja extra im Keller um die beiden Geräte an einer Steckdose zu betreiben. Ich würde also erst einmal messen wie hoch die maximale Leistung (in Watt) von den beiden Geräten benötigt wird bei den höchsten Einstellungen die DU für deine Wäsche benutzt. Dann hat sich das Ding vielleicht schon früher erledigt. Andernfalls könnten wir über andere Lösungsmöglichkeiten sprechen, wie z.B. eine Insellösung oder wie paddy72 über einen anderen, günstigeren Akku (aber eher Fertigakku, es kann nicht jeder basteln).
Lies dir mal das ESS Konstruktionshandbuch durch. Ist leider etwas holprig übersetzt. “Netzmesser” versteht man nicht als Metzgermesser sondern als Stromzähler usw. Google führt dich bei Bedarf aber auch zum holländischen Original oder zur teilweise besser verständlichen englischen Übersetzung.
Wenn du dann mal verstanden hast, wie ein EnergieSpeicherSystem (ESS) funktioniert und welche Funktionen davon auf dem Multiplus abgebildet sind, kannst du dir überlegen ob du einen oder mehrere Multiplus kaufst und wo du dein bestehendes BKW daran anschliesst.
Die Multis können nahezu alles, man muß es als Käufer aber erst mal verstehen was der Unterschied zu einem “normalen” Hybrid WR ist mit welchem man ein ESS grundsätzlich auch nachbauen kann. Wenn du das aber ohne Erfahrung mit einem bunten Sammelsurium an BKW Komponenten probierst, wirst du keine zufriedenstellende Lösung finden. Bestehendes BKW kannst du noch immer auf der AC-in oder AC-out Seite mit und ohne Kommunikation zum ESS anschliessen.
Wenn ich das Angebot oben richtig lese bekommt man eine solche Station für 1150€ mit 3,84kWh Speicher. 4xMPPT für bis zu 2000W Anschlussleistung. An die Steckdose kann es eben 800W liefern und gleichzeitig den Akku laden. Mit einer vorhandenen integrierten Steckdose kann man an die Kiste auch andere Verbraucher anschließen, bis 1200W von PV+Akku oder Akku, oder 2300W von PV+Akku resp. Akku + Netz.
Reinstecken, Sense. Kein Gebastel, keine rechtlichen Hürden etc. pp. Panels bekommt man für 50€ das Stück, da muss man nicht die dort für 350€ nehmen. Also nochmal 200€ drauf.
Das sind dann 1350€ für nen BKW mit 3,84kWh Akku. Das halte ich nicht für schlecht das Angebot.